Wenn Sie mit Ihrer Webseite erfolgreich sein, über Google gefunden werden und Ihre Angebote verkaufen wollen, spielen natürlich die Inhalte der Seite eine entscheidende Rolle. Doch auch das Hosting hat einen enormen Einfluss auf die Leistung Ihrer Webseite. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Wahl eines WordPress-Hostings achten sollten und stellen Ihnen unsere Favoriten vor.

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Warum ist ein gutes WordPress-Hosting wichtig?

Das Hosting legt die Basis für viele wichtige Metriken Ihrer Webseite: Es beeinflusst zum Beispiel die Ladezeit und damit auch die Nutzerfreundlichkeit. Beide Punkte sind elementar für die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Denn eine langsame Webseite hat deutlich schlechtere Chancen, in den Google-Rankings weit vorne zu landen.

Auch in Sachen Sicherheit unterscheiden sich die Hoster am Markt. Seit 2018 die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten ist, ist ein SSL-Zertifikat, mit dem Datenübertragungen verschlüsselt werden, für jede Webseite Pflicht. Die meisten Hoster bieten ein solches Zertifikat kostenlos an. Bei einigen anderen jedoch müssen sie extra dafür zahlen. Wollen Sie mit Ihrer Webseite rechtlich auf der sicheren Seite sein, lohnt es sich, auf diesen Punkt zu achten.

Ein gutes Hosting sorgt zudem dafür, dass Ihre Webseite stets und ständig gut erreichbar ist. Server-Probleme sollten die absolute Ausnahme sein. Sollte es doch mal Schwierigkeiten geben, hilft Ihnen ein guter Hoster mit einem kompetenten Kunden-Service.

Einen guten Hoster auswählen: Das sollten Sie beachten

Welcher Hosting-Anbieter für Sie der Beste ist, hängt von Ihren Wünschen und Ansprüchen ab. Auf folgende Funktionen sollten Sie ganz besonders achten:

1. Zahl der Domains

In einigen Hosting-Paketen ist nur eine Domain enthalten. Alle weiteren müssen Sie hinzukaufen. Bei anderen Anbietern hingegen sind von vornherein mehrere Domains im Preis enthalten. Werden Sie sich also vor Ihrer Entscheidung klar darüber, wie viele Domains Sie benötigen und wie viel Sie dafür zu zahlen bereit sind.

2. Server-Art

Webseiten können auf unterschiedlichen Arten von Servern gehostet werden. Welche sich für Sie eignet, hängt von der Zahl der Seitenbesucher ab. Beim sogenannten Shared Hosting teilen Sie sich einen Server mit anderen Webseiten-Betreibern. Die Ressourcen werden nach Bedarf aufgeteilt. Das heißt, wenn auf Ihrem Server eine sehr große und bekannte andere Webseite liegt, kann das zu Ihren Lasten gehen. Shared Hosting eignet sich deshalb nur für kleine Webseiten mit bis zu 2.000 Seitenaufrufen am Tag.

Sogenannte vServer (virtuelle Server) teilen Sie sich ebenfalls mit anderen, Ihnen wird dabei jedoch eine feste Server-Leistung zugesichert. Diese Art eignet sich für Webseiten mit bis zu 7.000 Seitenaufrufen am Tag. Haben Sie eine größere Webseite, sollten Sie über einen eigenen Server nachdenken.

3. Server-Ort

Je näher der Server Ihren Webseiten-Besuchern ist, desto schneller die Ladezeit. Wenn Sie Ihre Zielgruppe also auf ein bestimmtes Land eingrenzen können, ist es sinnvoll, sich einen Hoster mit Server-Kapazitäten dort zu suchen.

4. Speicherplatz

WordPress-Plugins, Videos und Bilder verbrauchen Speicherplatz, genau wie E-Mail-Postfächer, die über das Hosting laufen. Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Speicher zur Verfügung haben. Am besten werden die Daten auf SSD- statt auf HDD-Festplatten gespeichert. Das macht die Webseite schneller und stabiler.

5. Kosten

Die verschiedenen Pakete der Hosting-Anbieter weisen sehr unterschiedliche Preise auf. Überlegen Sie sich schon vor Ihrer Suche, was genau Sie von Ihrem Hoster erwarten und wie viel Sie für die Leistung zu zahlen bereit sind. Bedenken Sie dabei auch die indirekten Kosten, die aus einem schlechten Hosting entstehen können – zum Beispiel durch langsame Ladezeiten, die Kunden vergraulen.

WordPress-Hostings im Vergleich

Nun haben Sie die Wahl zwischen unzähligen Hosting-Anbietern aus aller Herren Länder. Vier gute Optionen stellen wir Ihnen im Folgenden vor:

ALL-INKL.COM

Der deutsche Anbieter ALL-INKL.COM überzeugt mit einer Reihe von Funktionen. In allen Paketen sind mehrere Domains enthalten - neben .de auch .com, .org und andere. Hinzu kommen hunderte mögliche E-Mail-Postfächer.

Ab dem Tarif PrivatPlus stellt ALL-INKL unbegrenzt viele kostenlose SSL-Zertifikate zur Verfügung. Die neueste PHP-Version 7.4 wird bereits unterstützt. Der Speicherplatz ist auch für größere Projekte ausreichend und die Ladezeiten können sich sehen lassen. Support bekommen Sie rund um die Uhr per E-Mail und tagsüber auch telefonisch.

Nachteil von ALL-INKL ist, dass ausschließlich Shared Hosting möglich ist. Zudem gibt es keine SSD-, sondern nur HDD-Festplatten.

Die ersten drei Monate ist das Hosting für Sie kostenlos. Danach bewegen sich die Pakete preislich zwischen 4,95 Euro und 24,95 Euro im Monat.

HostPress

HostPress hostet ausschließlich WordPress-Webseiten. Das spiegelt sich in einem auf WordPress-Nutzer zugeschnittenen Backend mit vielen Einstellungsmöglichkeiten wieder. Besonders praktisch: WordPress selbst, Themes und Plugins werden automatisch aktualisiert. Von Vorteil sind außerdem die SSD-Festplatten, das kostenlose SSL-Zertifikat und der zuvorkommende, schnelle Support.

Was die Ladezeiten angeht, bewegt sich HostPress jedoch nur im Mittelfeld. Auch der vergleichsweise geringe Speicherplatz könnte zum Problem werden.

Die Preise rangieren zwischen 25 und 499 Euro monatlich, wobei die höherpreisigen Pakete eher an den Bedürfnissen von Agenturen ausgerichtet sind.

Raidboxes

Auch Raidboxes hat seinen Server-Standort in Deutschland und ist auf WordPress-Webseiten spezialisiert. Es arbeitet mit vServern und bleibt damit auch im Fall vieler gleichzeitiger Webseiten-Besucher stabil. Raidboxes nimmt Ihnen zudem Arbeit ab, indem es automatisch jeden Tag ein Backup Ihrer Webseite anfertigt und das Caching übernimmt. Gegen Aufpreis können Sie auch Ihr Theme und die Plugins automatisiert aktualisieren lassen.

Das kostenlose SSL-Zertifikat lässt sich in nur wenigen Klicks aktivieren und auch die Ladezeiten sind überzeugend.

Allerdings sind im Preis weder E-Mail-Postfächer noch Domains enthalten. Der Speicherplatz ist überschaubar, kann aber bei Bedarf erweitert werden. Die Preise liegen zwischen 15 und 300 Euro im Monat.

webgo

Der Hosting-Anbieter webgo zeichnet sich durch herausragende Ladezeiten aus. In allen Paketen sind mehrere Domains und E-Mail-Postfächer enthalten. Der Speicherplatz auf SSD ist ausreichend. WordPress können Sie in einer 1-Klick-Installation ganz unkompliziert starten. Der Support ist nicht nur per E-Mail und Telefon erreichbar, sondern auch in einem Chat.

Ein Manko ist die veraltete Nutzeroberfläche. webgo braucht zudem manchmal ein wenig länger als andere Anbieter, um aktuelle CMS- oder PHP-Versionen zur Verfügung zu stellen.

Sie können webgo sechs Monate lang kostenlos testen. Danach reichen die Preise von 7,95 bis 29,95 Euro im Monat.

Fazit: Klare Vorstellungen führen Sie zum für Sie besten Hosting

Ein gutes Hosting ist die Grundlage für den Erfolg Ihrer Webseite. Überlegen Sie sich deshalb genau, welche Ansprüche Sie an Ihres haben und welche Funktionen Sie unbedingt benötigen. Danach können Sie die zahlreichen Anbieter gezielt nach der besten Lösung absuchen. Beachten Sie bei der Auswahl unbedingt auch mögliche versteckte Kosten, etwa für Domains oder zusätzlichen Speicherplatz.

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Titelbild: Svetlana Ivanova / Getty Images

Ursprünglich veröffentlicht am 1. Oktober 2020, aktualisiert am Oktober 01 2020

Themen:

Wordpress