Die einfache Bedienung und vielfältige Erweiterung des CMS WordPress machen es zu einer beliebten Lösung für Webseiten, Blogs und Magazine. Selbst Onlineshops lassen sich mit WordPress dank leistungsstarker Shop-Plugins erstellen.

Welche Plugins Ihnen für die Einrichtung eines Webshops mit WordPress zur Verfügung stehen und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie in diesem Blogpost. 

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So können Sie einen WordPress-Shop erstellen

WordPress gehört zu den beliebtesten CMS-Systemen, um Webseiten zu betreiben. 

Doch nicht nur Unternehmensseiten, Blogs oder Magazine lassen sich mit WordPress entwerfen. Selbst ein Onlineshop kann mit der Open-Source-Plattform erstellt werden. 

Wordpress bietet unzählige Plugins zur Erweiterung der Standardfunktionen. Unter den Tools haben sich auch verschiedene E-Commerce-Plugins etabliert, die mit vielfältigen Funktionen überzeugen. WooCommerce beispielsweise zählt zu einem der beliebtesten E-Commerce-Plugins für WordPress. 

Selbst Unerfahrene werden bei der Erstellung eines Onlineshops mit Wordpress kaum Probleme haben – bei Fragen steht ihnen eine riesige Entwickler-Community zur Seite. Auch die Kosten halten sich in Grenzen. Viele Plugins sind in der Basisversion bereits kostenlos verfügbar.

Ein Nachteil in der Erstellung des Webshops mit WordPress liegt jedoch in der Skalierbarkeit: Sehr große Onlineshops stoßen hier an ihre Grenzen.

Das richtige WordPress-Shop-Theme auswählen

Möchten Sie einen Onlineshop mit WordPress einrichten, dann sind Sie gezwungen, sich für ein Design zu entscheiden. Der Look einer Wordpress-Webseite wird maßgeblich vom installierten Theme bestimmt. Themes sind Vorlagen, die den Aufbau, die Struktur und Layout-Optionen für die jeweilige Webseite enthalten. Farben, Schriftart, Grafiken, Slider und weitere Elemente können innerhalb der Theme-Möglichkeiten konfiguriert werden. 

Bei der Auswahl des WordPress-Themes müssen Sie also darauf achten, dass die Vorlage alle Merkmale enthält, die Sie für Ihren Onlineshop verwenden möchten. Für einen Webshop enthalten sein sollten: 

  • Navigation,

  • Kategoriebaum,

  • Slider und selbstverständlich

  • Integrationsmöglichkeit für ein Shop-Plugin.

Die meisten WordPress-Themes sind für E-Commerce-Plugins (wie WooCommerce) nutzbar. Sind Sie sich unsicher, dann können Sie direkt auf ein Theme des jeweiligen E-Commerce-Plugins zurückgreifen. 

Vor- und Nachteile: Cloud-Lösungen oder WordPress-Plugin? 

Einige Cloud-basierte SaaS-Anbieter (wie beispielsweise Shopify) haben ebenfalls eigene Lösungen entwickelt, um einen Onlineshop mit WordPress einzurichten. Shopify ist als vollständig funktionsfähige Software leicht skalierbar und enthält eine breite Palette an Funktionen, die für einen Onlineshop benötigt werden. 

Plugin-Lösungen stehen SaaS-Anwendungen für WordPress in nichts nach. Worauf Sie jedoch achten müssen, ist, dass der Funktionsumfang mithilfe weiterer Add-on-Plugins aufgestockt werden muss. SaaS-Lösungen enthalten die meisten Funktionen bereits – doch auch hier fallen zusätzlich Kosten an, wenn Sie den Funktionsumfang aufstocken wollen.

Einige Plugins (wie beispielweise Easy Digital Downloads) sind nur für bestimmte Produkte geeignet. Achten Sie stets darauf, dass das E-Commerce-Plugin zu Ihrem Geschäftsbereich passt. 

Die beliebtesten WordPress-Shop-Plugins

Haben Sie sich für ein Theme entschieden, dann müssen Sie nur noch ein Plugin auswählen, mit dem Sie Ihren Onlineshop einrichten können. Es gibt sowohl kostenlose Erweiterungen sowie vollwertige Premium-Plugins. Bei der Auswahl sollten Sie stets darauf achten, dass es zu Ihren Produkten passt.

Achtung: Es gibt einige Nischen-Lösungen, die nur in bestimmten Produktsparten Anwendung finden und möglicherweise nicht zu Ihrem Businessmodell passen. 

1. WooCommerce

Das beliebteste Plugin, um einen Onlineshop mit WordPress zu erstellen, ist zweifelsohne WooCommerce. Es überzeugt durch spannende Funktionen und unzählige Möglichkeiten zur Erweiterung. Die Basis-Version von WooCommerce ist kostenlos. 

Um den Webshop an deutsche Gegebenheiten anzupassen, steht das zusätzliche Plugin WooCommerce Germanized zur Verfügung. Für WooCommerce existieren darüber hinaus vielfältige Anpassungsmöglichkeiten durch Add-ons, um das Kundenerlebnis im Webshop zu optimieren. Einziger Nachteil ist, dass der Shop durch die vielen Erweiterungen schnell teuer werden kann. 

2. wpShopGermany

Das Plugin wpShopGermany ist – wie der Name vermuten lässt – speziell für Deutschland entwickelt worden. Somit brauchen Sie sich um DSGVO und Datenschutz keine Sorgen machen. Preislich liegt das Plugin bei 45 Euro. Zusätzliche Pakete wie Rechnungen, Statistiken oder Kundengruppen lassen sich als Module dazu kaufen. Bevor Sie sich für die Lösung entscheiden, haben Sie die Möglichkeit, das Plugin 14 Tage lang kostenfrei testen. 

3. Easy Digital Downloads

Easy Digital Downloads ist ein Shop-Plugin, das nur für den Verkauf von digitalen Produkten geeignet ist. Wollen Sie über Ihren Onlineshop Whitepaper, eBooks oder Studien verkaufen, dann bietet dieses Plugin eine hervorragende Lösung – und das sogar kostenlos. Sobald ein Kunde oder eine Kundin ein Produkt erworben hat, wird ein Downloadlink verschickt. Für Premium-Funktionen kann auf Pakete ab 299 Dollar pro Jahr umgestiegen werden. 

4. Ecwid Ecommerce Shopping Cart

Ecwid ist nicht nur für WordPress geeignet, kann jedoch als Plugin installiert werden. Der kostenlose Plan beinhaltet allerdings nur 10 Produkte. Die meisten Onlineshops werden hier schnell an ihre Grenzen stoßen. Aufstocken können Sie ab 15 Dollar pro Monat. 

Im Gegensatz zu WooCommerce verlangt Ecwid keine Add-ons, sondern ist mit allen Funktionen bereits ausgestattet. Das Plugin ist jedoch noch nicht auf Deutsch erhältlich

Rechtliches und DSGVO-konforme Plugins

Im DACH-Raum müssen Sie bei der Einrichtung eines Onlineshops besonders auf rechtliche und datenschutzkonforme Lösungen achten. Jeder Onlineshop benötigt: 

  • AGB, 
  • Widerrufsrecht, 
  • Datenschutzerklärung,
  • Cookie-Hinweis,
  • Angabe zu Lieferterminen,
  • Transparente Preise und Steuerangaben (gemäß Preisangabenverordnung) sowie 
  • ein vollständiges Impressum.

Viele Plugins geben zu den genannten Punkten Hilfestellung. Es besteht auch die Möglichkeit, Add-ons zu installieren, die ganz speziell auf die rechtliche Absicherung Ihres Onlineshops fokussiert sind. Im Umgang mit Kundendaten müssen Plugins stets DSGVO konform sein, da ein unsauberer Umgang mit personenbezogenen Daten zu rechtlichen Konsequenzen führen kann. 

Fazit: Richten Sie Ihren Onlineshop schnell und einfach mit WordPress ein

Ein Onlineshop lässt sich mit WordPress dank vielzähliger Plugins ganz einfach einrichten. Add-ons sorgen für mehr Funktionen und eine individuelle Lösung entsprechend Ihres Geschäftsmodells.

Besonders zu beachten: Onlineshops unterliegen vor allem in Deutschland rechtlichen Anforderungen, auf die geachtet werden muss. Wählen Sie stets deshalb DSGVO-konforme Plugins aus, um strafrechtliche Folgen zu vermeiden.

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Titelbild: Bogdan Vija / EyeEm / Getty Images Plus

Hinweis: Dieser Blog-Beitrag stellt keine Rechtsberatung für Ihr Unternehmen im Hinblick auf die Einhaltung der EU-Verordnungen zum Datenschutz, wie die DSGVO, dar. Der Artikel soll lediglich Hintergrundinformationen zum besseren Verständnis vermitteln. Diese rechtlichen Informationen sind nicht zu verwechseln mit einer rechtlichen Beratung, bei der ein Rechtsanwalt das geltende Recht auf Ihre spezifischen Umstände anwendet. Wir möchten Sie deshalb ausdrücklich darauf hinweisen, dass Sie bei Beratungsbedarf über die Auslegung dieser Informationen für Ihr Unternehmen oder über deren Richtigkeit und Vollständigkeit einen Rechtsanwalt hinzuziehen sollten.

Um es kurz zu machen: Sie dürfen sich auf dieses Dokument weder als Rechtsberatung stützen noch als Empfehlung für eine bestimmte Auslegung geltenden Rechts.

Ursprünglich veröffentlicht am 19. April 2021, aktualisiert am April 19 2021

Themen:

Wordpress