Spätestens seit der Corona-Krise ist klar: Homeoffice und Remote-Arbeit werden in Zukunft wichtiger. Damit die Zusammenarbeit mit Kollegen und Dienstleistern reibungslos funktioniert, gehören die passenden Tools zum A und O. Slack ist eines der Tools, das in diesem Bereich bereits seit Jahren äußerst präsent ist. Wir stellen hier die besten Erweiterungen und Apps vor, mit denen die Arbeit in Slack noch schneller, effizienter und auch spaßiger wird.

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Vom Nebenprodukt zum Milliarden-Start-up

Eigentlich wollte Stewart Butterfield ein Onlinespiel entwickeln. Da sein Team über die USA und Kanada verteilt war, benötigte er ein Tool, damit die Unterhaltungen untereinander besser funktionierten. Er entwickelte eine Chat-Software, in der er und sein Team zunehmend mehr Zeit verbrachten. Als das ursprüngliche Spieleprojekt scheiterte, konzentrierte sich Butterfield auf sein Chat-Tool. Das nannte er Slack, was als Akronym für „Searchable Log of All Conversation and Knowledge“ (zu Deutsch: durchsuchbares Protokoll aller Konversationen und allen Wissens) steht.

Aus dem ursprünglichen Nebenprojekt wurde schließlich Slack Technologies Limited – ein Start-up, das durch Investoren mehrere 100 Millionen US-Dollar erhielt und 2019 an die Börse ging. Davor – im Jahr 2016 – plante Microsoft, Slack für 8 Milliarden Dollar zu übernehmen, doch der Deal platzte. Das schadete Slack nicht: Das Unternehmen hat heute (Stand: April 2020) über 12 Millionen tägliche Nutzer und über 100.000 zahlende Kunden. Der Unternehmenswert betrug zeitweise 20 Milliarden Dollar

Was ist so besonders an Slack?

Die Mission von Slack ist es, Unternehmen in ihrer Arbeit produktiver zu machen, indem E-Mails auf ein Minimum reduziert werden. Dafür finden Unterhaltungen in Form von Chats statt. Hierbei ist es unter anderem möglich, schnell Umfragen zu starten, Termine abzugleichen, Dateien anzuhängen oder Video-Telefonkonferenzen zu starten.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativen zu Slack, zum Beispiel Microsoft Teams, Discord oder Wire. Trotzdem wächst die Popularität von Slack. Das hat mehrere Gründe: 

  • Es ist eine reine Cloud-Lösung, die jeder einfach und kostenlos ausprobieren kann. 

  • Die Preise fallen besonders für kleine Unternehmen sehr fair aus. Sie beginnen bei rund 6 Euro pro Person und Monat. 

  • Die Anzahl an Apps wächst stetig an. Darunter sind Erweiterungen von namhaften Unternehmen wie Cisco, Google und Microsoft. Auch HubSpot ist mit von der Partie.

1. Simple Poll für einfache Umfragen

Für manche Angelegenheiten bedarf es keiner großen Worte, zum Beispiel für eine Frage wie „Welcher Entwurf ist besser – A, B oder C?“ Hier sind keine langen Unterhaltungen, sondern schnelle Antworten gefragt. Diese gibt es über Slack-Erweiterung Simple Poll. Wie es der Name suggeriert, sind damit schnelle Umfragen möglich. Diese erstellt man über simple Kommandos, zum Beispiel:

/poll „Umfrage an das @teammarketing: Wo sollen wir unser Meeting nachher abhalten?“ „In Meeting-Raum 1“ „In Meeting-Raum 2“ „Im Café um die Ecke“

2. BirthdayBot für automatisierte Geburtstagserinnerungen

Im Slack App Directory, der Online-Datenbank der verfügbaren Slack-Apps, gibt es viele Erweiterungen mit der Beschreibung „Slack Bot“.

Eine beliebte Erweiterung ist der Slack BirthdayBot. Dieser „Roboter“ erinnert die Teammitglieder eigenständig an anstehende Geburtstage und Jubiläen. Und er versendet automatisch Glückwünsche. 

3. Trello für bessere Aufgabenplanung

Trello ist eines der beliebtesten Tools zur Planung von Projekten nach der Kanban-Methode. Hat ein Unternehmen Trello und Slack im Einsatz, kann es beide miteinander vernetzen, nämlich über die offizielle Trello-App für Slack

Damit ist es unter anderen möglich, direkt aus Slack heraus Trello-Cards anzulegen oder bestehende Trello-Cards in Slack anzuzeigen. Auch eigene Trello-Kanäle, zum Beispiel mit Terminerinnerungen, sind möglich.

4. Troops für Vertriebsaktivitäten

Um Salesforce in Trello zu integrieren, bietet sich Troops an. Die Erweiterung bietet Vertriebsleuten die Möglichkeit, den aktuellen Stand ihrer Sales-Pipeline im Chat anzuzeigen. So weiß jeder im Team auf einen Blick über die neuen Vertriebsaktivitäten Bescheid, ohne dafür Salesforce öffnen zu müssen.

5. Statsbot für Analytics-Daten

Bilder sagen mehr als Worte: Der Statsbot zeigt Informationen aus Datenbanken oder Analyse-Tools wie Google Analytics als Chat-Grafik dar. Die App lässt sich so konfigurieren, dass der Bot automatisch einen Statusreport abgibt, zum Beispiel wenn definierte Werte (wie in etwa Verkaufszahlen) erreicht werden.

Statsbot-Analyse-Posts

6. Marker für Webseiten-Screenshots

Stoßen Sie auch des Öfteren auf Webseiten, die Ihre Kollegen interessieren könnten? Die Chrome-Erweiterung Marker erstellt Screenshots von Webseiten und sendet diese direkt an einen Slack-Channel. Dabei ist es auch möglich, nur einzelne Bilder einer Seite zu teilen.

7. More Moji für mehr Slack Emojis

More Moji sorgt dafür, dass die Arbeit nicht zu trocken wird, indem es die in Slack zur Verfügung stehenden Optionen für Emoji deutlich erweitert. Zum Beispiel, indem die App in den Chats automatisch Emojis hinzufügt. Außerdem sorgen die neuen „famous last words“ für einige Schmunzler innerhalb der Unterhaltungen.

emojify-slack-minGIF von More Moji

Slack: Ein mächtiges Werkzeug für bessere Zusammenarbeit

Läuft das E-Mail-Postfach über? Werden Abstimmungen im Team zur Tortur und arten im Chaos aus? Ist es kompliziert, alle Kollegen über einen kurzen Sachverhalt zu informieren? Slack hilft hier ungemein. Das Chat-System erleichtert und beschleunigt den Austausch – und das für interne sowie externe Kollegen. 

Es ist davon auszugehen, dass Slack trotz der zunehmenden Konkurrenz wachsen wird. Schon allein wegen der kostenfreien Version für kleine Teams lohnt sich ein Blick. Und mit den Apps wird es zu einem „Schweizer Taschenmesser“, das man nicht mehr missen möchte.

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Titelbild: Austin Distel / Unsplash

Ursprünglich veröffentlicht am 27. Mai 2020, aktualisiert am Mai 27 2020

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Produktivität