Es ist kein Geheimnis mehr: Wer gute Google Rankings will, benötigt guten Content - je mehr, desto besser. Auch wer sich als Experte oder Know-how-Führer in seiner Branche positionieren will, muss regelmäßig Content zu seinem Thema publizieren. Das ist leichter gesagt als getan: wöchentlich mehrere Blog-Beiträge zu schreiben, ist eine Menge Arbeit. Und nicht jeder, der über spannendes Know-how verfügt, schreibt auch gut und gerne. Das größte Problem ist normalerweise, dass den Unternehmen schlicht und einfach die Zeit fehlt, um passende Inhalte zu erstellen.  

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Die Content-Produktion an Freelancer zu delegieren, kann eine gute Lösung sein. Wer dies aber bereits ausprobiert hat, weiß: Content Freelancer finden und binden ist kompliziert. Auf dem Weg zum schnellen Content lauern einige Stolperfallen. Als Inhaber der Content Marketing Agentur Standout habe ich sowohl mit der Rekrutierung von Freelancern sowie mit dem Kreieren von Content für Kunden einiges an Erfahrung gesammelt. Darauf basierend habe ich Ihnen 6 Tipps zusammengestellt, die zu einer stressfreien Zusammenarbeit mit Content Freelancern führen.

1. Den Wert von Qualitäts-Content verstehen und entsprechend budgetieren

Wenn Sie auf der Suche nach einen Content Freelancer sind, haben Sie wahrscheinlich bereits eine Idee, wie wertvoll Inhalte sind. Entsprechend hoch sind auch die Anforderungen an Content-Marketing-Texte:

  1. Sie müssen qualitativ hochwertig genug sein, damit sie Ihr Unternehmen repräsentieren können.
  2. Sie müssen fachlich korrekt sein, um eine anspruchsvolle Leserschaft ansprechen zu können.
  3. Sie müssen Suchmaschinen-gerecht aufgebaut sein.
  4. Sie müssen Web-gerecht geschrieben sein. Menschen lesen am Bildschirm anders als auf Papier.
  5. Sie müssen stilistisch sauber und gut verständlich sein, sonst sind die Leser sofort weg.
  6. Sie müssen orthografisch korrekt sein.

Content Marketing ist also anspruchsvoll. Machen Sie jetzt bitte nicht den Fehler zu glauben, dass Sie dies an einen günstigen Studenten delegieren können, der keinerlei Erfahrung damit hat. Damit ist der Ärger vorprogrammiert. Sie schlafen letztendlich besser, wenn Sie einen erfahren Content Creator engagieren, auch wenn dieser seinen Preis hat.

2. Die Content Creator Skills überprüfen

Den perfekten Content Freelancer zu finden ist schwierig bis unmöglich. Grundsätzlich gilt: Je mehr der folgenden Skills ein Kandidat mitbringt, desto höher die Chancen auf eine stressfreie Zusammenarbeit.  

  1. Redaktionelle Erfahrung (Referenz-Texte zukommen lassen)
  2. Erfahrung mit SEO und Online-Texten
  3. Erfahrung in der Unternehmenskommunikation
  4. Erfahrung als Freelancer oder Dienstleister (Referenzen einholen)
  5. Branchenerfahrung

3. Einarbeitungszeit gewähren

Wahrscheinlich finden Sie keinen Content Freelancer, der bereits über alles notwendige Know-how verfügt. Genügend Einarbeitungszeit erleichtert die Aufgabe für den Freelancer und erspart Ihnen unnötigen Frust. Gewähren Sie dem Kandidaten deshalb für die ersten zwei, drei Texte mehr Zeit. Noch wichtiger aber ist, dass Sie sich genügend Zeit nehmen, um ihm Ihre Anforderungen zu erklären und entsprechend zu schulen.

4. Zugang zu internen Know-how-Trägern garantieren

Auch der beste Freelancer kann sich den Content nicht aus den Fingern saugen, schon gar nicht, wenn es sich dabei um branchenspezifisches Spezial-Know-how aus Ihrem Unternehmen handeln soll. Deshalb arbeitet ein professioneller Content Creator wie ein Journalist: Er saugt das Wissen von den Know-how-Trägern im Unternehmen ab und bereitet es für die Zielgruppe verständlich auf. Sie können den Content Freelancer unterstützen, indem Sie ihm helfen, an die richtigen Ansprechpartner im Unternehmen zu gelangen. Stellen Sie die Kontakte her und briefen Sie auch die internen Personen kurz über Sinn und Zweck des Interviews.

5. Treu bleiben

Wenn eine erfolgreiche Zusammenarbeit aufgegleist ist, lohnt sich die Treue zum Freelancer. Es kann vorkommen, dass der Freelancer kurzfristig mit anderen Projekten ausgelastet ist oder dass er mal eine mangelhafte Arbeit abliefert. Überlegen Sie in solchen Fällen gut, ob es sich lohnt, eine neue Person zu engagieren. Rechnen Sie bei dieser Entscheidung auf jeden Fall die Einarbeitungszeit und den Aufbau der Beziehungen ins Unternehmen mit ein. 

6. Gute Freelancer binden

Aus Unternehmenssicht lohnt es sich also, einem guten Freelancer treu zu bleiben. Genauso wichtig ist aber die Treue des Freelancers zum Unternehmen. Geeignete Maßnahmen, um Freelancer zu binden, sind:

  • Eine faire Entlohnung: Bedenken Sie, dass Freelancer auch Unternehmer sind. Wenn Sie ein besseres Angebot kriegen, werden sie für ein anderes Unternehmen arbeiten.
  • Wertschätzung zeigen: Texten ist etwas persönliches, Autoren identifizieren sich immer ein Stück mit ihren Arbeiten. Teilen Sie deshalb den Freelancern unbedingt mit, wenn Sie mal besonders zufrieden sind mit einem Text. Auch eine faire Entlohnung ist ein Zeichen der Wertschätzung.
  • Offen kommunizieren: Sprechen Sie allfällige Probleme an und zeigen Sie sich offen für Inputs von der Gegenseite. So entsteht eine Beziehung, die längerfristig funktionieren kann.
  • Ressourcen planen: Planen Sie bei einer längerfristigen Zusammenarbeit die Ressourcen für Ihre Aufträge gemeinsam mit dem Freelancer. Sehr hilfreich sind regelmäßig wiederkehrende Aufträge, mit denen der Freelancer (und Sie) budgetieren können. 

Einen guten Content Freelancer zu haben, ist Gold wert. Die häufigsten Fehler beruhen auf einer Unterschätzung der Anforderungen an einen Content Creator. Das führt dann dazu, dass Unternehmen zu tief zu budgetieren oder zu wenig Zeit für die Einführung einrechnen. Die Resultate sind schlechte Inhalte, die Sie viel Nerven und vielleicht sogar Ihren guten Ruf kosten. Also denken Sie daran: Content is King und Content Creators sind Ihre neuen Königsmacher.

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Ursprünglich veröffentlicht am 21. Februar 2015, aktualisiert am November 22 2019

Themen:

Content-Marketing