
Das Wichtigste in Kürze
Answer Engine Optimization funktioniert für B2B- und B2C-Unternehmen grundlegend verschieden – und muss es auch. Welche Unterschiede entscheidend sind und wie Sie Ihre Strategie entsprechend ausrichten, zeigen die Daten aus dem State of AEO 2026.
- Unterschiedliche Zielgruppen: B2B- und B2C-Unternehmen sprechen verschiedene Nutzer:innen an – die AEO-Strategie muss das widerspiegeln.
- 4 zentrale Unterschiede: Nutzerverhalten, Kaufabsicht, bevorzugte Plattformen und Vertrauen in KI unterscheiden sich zwischen B2B und B2C erheblich.
- Content-Typen: B2B-Publikum braucht Tiefe und Fachwissen; B2C-Inhalte sollten verständlich und leicht vergleichbar aufbereitet sein.
- Gemeinsame Hürden: Sowohl B2B- als auch B2C-Unternehmen kämpfen mit Performance-Messung und dem grundlegenden Verständnis von AEO.
Lesezeit: 6 Minuten
Answer Engines ticken anders als klassische Suchmaschinen – und genauso müssen auch die Inhalte dafür anders optimiert werden. Answer Engine Optimization (AEO) sieht für B2B-Unternehmen anders aus als für B2C. Inwiefern und warum das so ist, erfahren Sie hier anhand der Daten aus unserem State of AEO 2026 Bericht.
Inhaltsverzeichnis
Warum funktioniert AEO für B2B-Unternehmen anders als für B2C-Unternehmen?
Mittels AEO passen Sie Ihre Inhalte so an, dass Answer Engines sie fuer ihre Antworten nutzen. Diese Antworten beziehen sich auf Fragen (Prompts), die Nutzer:innen stellen. Je nachdem, was sie brauchen, sehen die Prompts sehr unterschiedlich aus. Daher muessen Sie Ihre Inhalte der Zielgruppe anpassen – Privatleute suchen anders als Unternehmen.
4 zentrale Unterschiede zwischen B2B- und B2C-Suchen
B2B-Entscheider:innen gehen bei der Suche anders vor als B2C-Konsument:innen. Sie haben eine andere Kaufabsicht und setzen stärkeres Vertrauen in die KI, wie unsere Erfahrungen zeigen. Das zu verstehen, ist wichtig für die Entwicklung Ihrer Content-Strategie. Die Unterschiede auf einen Blick:
| Aspekt | B2B | B2C |
| Nutzerverhalten | Nutzen häufiger Answer Engines als Suchmaschinen | Answer Engines und Suchmaschinen etwa 50:50 |
| Kaufabsicht | Meist hohe Kaufabsicht | Niedrigere Kaufabsicht, manchmal nur vages Interesse |
| Bevorzugte Plattformen | Langer Funnel mit mehreren Plattformen wie ChatGPT, Perplexity, Gemini, CoPilot oder Claude | ChatGPT, Google AI Overview |
| Vertrauen in KI | Hohes Vertrauen, dass die KI ihre Empfehlungen sorgfältig geprüft hat | Häufige Überprüfung der KI-Ergebnisse anhand weiterer Quellen; Recherche auf Vergleichsplattformen |
1. Nutzerverhalten
Viele Unternehmen nutzen inzwischen KI-Tools. Für Entscheider:innen in B2B-Unternehmen ist es unserem Empfinden nach normal geworden, sie anstelle „traditioneller" Suchmaschinen – also etwa Google – zu verwenden. Hinzu kommt, dass sie nach lösungsorientierten, fachlich versierten Antworten suchen.
Diese müssen ihnen auch Argumente für die verschiedenen Stakeholder liefern: Bei einer Kaufentscheidung in einem B2B-Unternehmen steht in der Regel viel mehr auf dem Spiel als beim Kauf durch eine Privatperson.
Konsument:innen hingegen suchen meist nur ein Produkt für sich oder eine andere Person. Sie fragen ChatGPT oder den Google AI Overview und prüfen manchmal anhand weiterer Quellen, ob die Empfehlungen so stimmen. Dann treffen sie ihre Entscheidung für eine neue Schwimmbrille oder eine Regenjacke.
2. Kaufabsicht
Suchen Entscheider:innen etwa nach Informationen, was die beste Buchhaltungssoftware für ein internationales Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeiter:innen ist, dann ist die Frage meist akut. Die wenigsten schauen sich während ihrer Arbeitszeit nur interessehalber nach derart detailreichen Informationen um. Die Kaufabsicht ist also allgemein sehr hoch.
Konsument:innen hingegen informieren sich durchaus ab und zu über Produkte, die sie nicht unbedingt oder sofort benötigen. Sie vergleichen, wägen ab und entscheiden sich dann oft genug noch gegen einen Kauf.
3. Bevorzugte Plattformen
Entscheider:innen in B2B-Unternehmen nutzen meist die Plattformen, die das Unternehmen bereitstellt. Dabei beobachten wir vor allem drei Dinge:
- Sie stellen viele spezifische Fragen
- Sie achten auf Fachjargon und wissenschaftliche Informationen
- Sie legen Wert auf (echte) Bewertungen
Konsument:innen hingegen bleiben im Normalfall bei ihrer Suchmaschine. Die überwiegende Mehrheit (rund 90 Prozent im DACH-Raum) nutzt daher Google und liest die AI Overviews. Wissenschaftliche Detailfragen spielen für Endverbraucher:innen meist keine große Rolle. Ihnen geht es um Bewertungen, Vergleiche und Erfahrungen.
4. Vertrauen in KI
Es sind sehr spezielle Prompts, mit denen Entscheider:innen im B2B-Bereich Answer Engines füttern – weit mehr als nur „beste Reinigungsfirma". Daher gehen sie davon aus, dass die Antworten der KI sorgfältig zusammengestellt und ausgewertet sind: Aus dem B2B-Bereich geben viele der befragten Marketing-Fachkräfte an, dass sie die Angaben für vertrauenswürdig halten.
Konsument:innen hingegen versichern sich oft noch einmal an anderer Stelle, ob die KI-Antwort korrekt ist. Da ihre Prompts meist deutlich allgemeiner sind und der KI in manchen Fällen wenig belastbare Daten, dafür aber viele Marketing-Inhalte zur Verfügung stehen, ist das eine probate Vorgehensweise.
B2B vs. B2C: Welche AEO-Content-Strategie funktioniert für wen?
Da das Suchverhalten bei den Zielgruppen von B2B- und B2C-Unternehmen sich stark unterscheidet, müssen Sie Ihre AEO-Inhalte unterschiedlich optimieren – je nachdem, wen Sie erreichen möchten.
Aus unserer Sicht und auf der Basis unserer AEO-Studie eignen sich die folgenden Content-Typen jeweils am besten:
| B2B | B2C |
| Vergleiche | Nutzerbewertungen |
| Dokumentationen | Produktseiten |
| Produktseiten | Listicles und Vergleiche |
| Glossare und Definitionsinhalte für Ihre Nische | Reviews |
Faustregel für die Content-Erstellung
Erstellen Sie Inhalte, die die wichtigsten Prompts Ihrer Kund:innen beantworten. Auf die Frage „Was ist die beste Buchhaltungssoftware für ein internationales Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeiter:innen?" reagieren Sie mit einem völlig anderen Inhalt als auf die Frage „Was ist der beste Laufschuh für unter 200 Euro?"
Die 6 größten AEO-Herausforderungen in B2B und B2C
Sowohl Unternehmen im B2B- als auch im B2C-Bereich müssen ähnliche Herausforderungen meistern, um erfolgreich Inhalte für AEO erstellen zu können und idealerweise zitiert zu werden. Die Schwerpunkte sind hier allerdings unterschiedlich verteilt, wie die Befragten im Report angeben:
| Herausforderung | B2B | B2C |
| Rang 1 | das Messen und Tracken der Performance (23 %) | verstehen, wie AEO funktioniert (29 %) |
| Rang 2 | verstehen, wie AEO funktioniert (22 %) | das Messen und Tracken der Performance (26 %) |
| Rang 3 | technische Umsetzung (20 %) | technische Umsetzung (14 %) |
| Rang 4 | geeigneten Content erstellen (9 %) | geeigneten Content erstellen (13 %) |
| Rang 5 | Mangel an Tools oder Ressourcen (9 %) | Zustimmung des Unternehmens erhalten (7 %) |
| Rang 6 | Zustimmung des Unternehmens erhalten (8 %) | Mangel an Tools oder Ressourcen (6 %) |
Es zeigt sich, dass B2B-Unternehmen sich im Schnitt schon mehr mit dem Thema an sich auseinandergesetzt haben: Ganze sieben Prozent weniger gaben hier an, dass sie ein grundsätzliches Problem mit dem Verständnis der AEO haben. Sie sind schon einen Schritt weiter und hadern entweder mit der technischen Umsetzung (20 Prozent) oder mit dem Messen der Performance (22 Prozent).
State of AEO-Report
Daten und Einblicke in die AEO-Strategie führender Unternehmen
- Daten zur AEO-Landschaft
- Einblicke in die AEO-Strategie von Unternehmen weltweit
- Einblicke in die Themen, die von Answer Engines besonders häufig zitiert werde
- B2B- und B2C-Strategien im Vergleich
Wie kann HubSpot AEO bei der Lösung Ihrer AEO-Probleme helfen?
Laut unserem State of the Marketing Report 2026 wächst der Druck auf Marketingteams durch die Veränderungen, die KI mit sich bringt: Gut acht von zehn Verantwortlichen berichten, dass die Erwartung besteht, mehr Inhalte zu erstellen. Mehr als ein Drittel gibt an, dass viel mehr Inhalte erwartet werden – Betonung auf viel mehr.
Das Gute ist: Sowohl bei der Messung der Performance als auch beim grundlegenden Verständnis der AEO hilft das HubSpot AEO-Tool entscheidend weiter. Damit:
- messen Sie die Sichtbarkeit Ihrer Marke in ChatGPT, Perplexity und Gemini inklusive Share of Voice
- nehmen Sie eine Stimmungsanalyse vor
- können Sie – eine wichtige Nuance – zwischen Zitaten und Erwähnungen unterscheiden
- ziehen Sie Rückschlüsse auf den Traffic, der über die Answer Engines kommt
- lässt sich in der Konsequenz Ihr „AEO-ROI" leichter nachweisen
Das Tool umfasst außerdem eine Prompt-Bibliothek und registriert, an welchen Stellen die Inhalte der Konkurrenz genannt werden und nicht Ihre. Anhand dieser Daten macht es Vorschläge, für welche Prompts Sie geeignete Inhalte erstellen sollten. Es hilft also aktiv bei der sinnvollen Nutzung und beim Verständnis, wie AEO funktioniert.
Fazit: AEO an die Zielgruppe anpassen
Um eine geeignete AEO-Strategie zu entwickeln, müssen Sie Ihre Zielgruppe mit ihren Bedürfnissen genau kennen. Erstellen Sie Inhalte in passenden Formaten, die reale Fragen beantworten und umfassend informieren. Zudem sind wir uns sicher: Sie werden bei der Erfolgsmessung Unterschiede feststellen – die Kaufbereitschaft ist im B2B-Bereich höher, wenn auch die Customer Journey länger ist als im B2C-Bereich.
Gehen Sie bei der Content-Erstellung also immer nach dem altehrwürdigen Motto „Der Kunde ist König" vor, kann eigentlich nichts schiefgehen: Es gibt viele hochwertige Produkte. Wer aber von einer Marke informiert und mit seinen Bedürfnissen wahr- und ernst genommen wird, tätigt eher einen Kauf.
FAQ – häufig gestellte Fragen zum Thema AEO im B2B und B2C
Wie funktioniert AEO für B2B?
Wie funktioniert AEO für B2C?
Muss ich einen Unterschied in AEO für B2B und B2C machen?
AEO
![→ State of AEO-Report – wie verändert sich die Suche? [Kostenloser Download]](https://no-cache.hubspot.com/cta/default/53/f919ff73-5682-451d-b146-a4b6b26fd5c9.png)
