Es wird immer anspruchsvoller, in den herkömmlichen Suchergebnissen weit vorn zu landen. Einfacher ist es da, eine gute Platzierung in der Google-Bildersuche zu erzielen – denn die SEO für die Bilder auf Websites wird oft vernachlässigt. Ein großer Fehler, denn auch die Bildersuche kann viel Traffic auf Ihre Website bringen.

Wie genau die SEO in Hinblick auf die Bildersuche funktioniert, erfahren Sie hier.

Wie Sie prüfen, inwiefern Ihre Website und deren Elemente die Anforderungen  moderner SEO erfüllen, erfahren Sie in unserem ausführlichen Leitfaden zur  Durchführung von SEO-Audits.

Warum ist Bilder-SEO wichtig?

Mit entsprechender Optimierung haben Sie gute Chancen, eine hohe Position in der Google Bildersuche einzunehmen. Aber auch die Auffindbarkeit Ihrer Website insgesamt kann sich dadurch verbessern, denn Bilder wirken sich positiv auf das Nutzerverhalten aus. Wie eine Studie von WordStream zeigt, animieren bildbasierte Beiträge Nutzer auf Social Media zu mehr Interaktion: Ein Tweet mit Bild etwa erhält im Schnitt 18 Prozent mehr Klicks als ein Beitrag ohne.

Doch Bilder sorgen nicht nur in den sozialen Netzwerken für mehr Interesse. Sie machen auch Webseiten ansprechender und sorgen so im besten Fall für eine längere Verweildauer. Diese wiederum zählt zu den wichtigsten Ranking-Faktoren von Suchmaschinen. Bilder-SEO kann Sie also sowohl in der Text- als auch in der Bildersuche voranbringen. Und das Schöne: Die Umsetzung ist vergleichsweise einfach.

Bilder für Suchmaschinen optimieren: So geht’s

Schon bevor Sie Bilder auf Ihre Website hochladen, gibt es einiges zu beachten. Sie sollten zum Beispiel die richtige Größe haben und passend benannt sein. Es mag vielleicht paradox klingen, aber beim Thema Bilder-SEO dreht sich vieles um Text. Denn Suchmaschinen erkennen (noch) nicht, was auf Bildern zu sehen ist.

Nur, wenn Sie nachhelfen und den Suchmaschinen die Bilder in Textform erklären, haben Sie die Chance auf ein gutes Ranking. Im Backend Ihrer Website können Sie einige Felder ausfüllen, die Suchmaschinen helfen, Bilder korrekt einzuordnen und zu indexieren. Das sollten Sie nach dem Hochladen unbedingt tun. Final platzieren Sie die Bilder dann an (aus SEO-Sicht) strategisch günstigen Stellen im Text.

Technische Anforderungen für Bilder-SEO

Zuallererst – noch bevor Sie irgendetwas auf Ihrer Website tun – sollten Sie Ihre Bilder in technischer Hinsicht optimieren.

  1. Speichern Sie Ihre Bilder als .jpg, .png, .gif, .tif oder .svg. Diese Formate brauchen in der Regel wenig Speicherplatz. Das ist wichtig, damit die Bilder nicht die Ladezeit Ihrer Website beeinträchtigen – denn diese ist ein wichtiger Ranking-Faktor.
  2. Wenn Sie den benötigten Speicherplatz noch weiter minimieren möchten, komprimieren Sie Ihre Bilder mit Tools wie Sqoosh oder TinyPNG.
  3. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Bilder eine Auflösung von 72–150 ppi haben. Eine zu hohe Auflösung wird beim Verkleinern stark verpixelt und sieht dann nicht mehr ansprechend aus. Wenn Bilder von Anfang an eine kleinere Auflösung haben, sollten Sie diese beibehalten. Sonst werden die Bilder unscharf angezeigt.
  4. Suchmaschinen präferieren aktuelle Inhalte. Verwenden Sie deshalb nicht immer wieder die gleichen Bilder, sondern erstellen Sie für jede Seite individuelles Anschauungsmaterial. Langfristig bestehende Inhalte können Sie ab und an durch neue oder zusätzliche Bilder aufwerten.

Bilder benennen: Darauf sollten Sie für Ihre SEO achten

Damit Suchmaschinen Ihre Bilder richtig indexieren können, sollten Sie sie an vier verschiedenen Stellen mit passendem Text versehen:

Dateiname – für Bilder-SEO unerlässlich

Der Name eines Bildes ist eins der wichtigsten Indizien für Suchmaschinen. Er gibt einen ersten Hinweis, was auf dem Bild zu sehen ist und zeigt damit auch, ob es zum Inhalt der jeweiligen Seite passt. Achten Sie schon vor dem Hochladen Ihrer Bilder darauf, dass diese einen aussagekräftigen Dateinamen haben. Namen wie „IMG8473“ sind tabu.

Am besten bauen Sie bereits an dieser Stelle Ihre Keywords ein. Wenn Sie mehrere Bilder auf einer Seite verwenden möchten, sollten Sie unterschiedliche Keywords in den Dateinamen unterbringen. Sonst könnten die Suchmaschinen den Eindruck gewinnen, dass Sie Keyword-Stuffing betreiben und die Bilder nicht wirklich zum Text passen. Dies wirkt sich nachteilig auf das Ranking aus.

Für die Dateinamen sollten Sie nur Kleinbuchstaben verwenden. Trennen Sie mehrere Wörter durch Bindestriche ab und verzichten Sie auf Umlaute sowie Sonderzeichen.

Title-Attribut – erweiterte Informationen für Suchmaschinen

Den Bildtitel können Sie im Backend Ihrer Website eingeben. Er hat beim Optimieren Ihrer Bilder für Suchmaschinen eine unterstützende Funktion und vermittelt zusätzliche Informationen. Zudem ist es der Text, der angezeigt wird, wenn jemand mit der Maus über die Bilder fährt. Schreiben Sie in das Title-Feld möglichst kurz und knapp, was auf den Bildern zu sehen ist.

Alt-Tag – hohe Relevanz für Bilder-SEO

Sollten Ihre Bilder im Browser einmal nicht angezeigt werden, wird stattdessen der Text aus dem Alt-Tag ausgespielt. Er ist also eine Art Lückenfüller für den Notfall. Außerdem ist er wichtig für Screenreader. Blinde und sehbehinderte Menschen können sich den Alt-Tag vorlesen lassen, um zu erfahren, was auf Bildern zu sehen ist.

Auch Suchmaschinen ziehen gerne Informationen aus dem Alt-Tag. Im besten Falle beschreiben Sie darin den Bildinhalt und verwenden dabei passende Keywords. Fassen Sie sich aber kurz und vermeiden Sie es, einfach mehrere Keywords aneinanderzureihen.

Bildunterschrift: Der letzte Schliff

Die Bildunterschrift ist für alle Nutzer unter oder auf den Bildern zu sehen. Hier können Sie genauere Informationen zum Bildinhalt geben, erklären, wie die Bilder mit dem Text zusammenhängen oder Angaben zum Copyright machen. Auch an dieser Stelle ist es sinnvoll, Keywords zu verwenden.

Die richtige Platzierung von Bildern auf Ihrer Website

Um die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Bilder abzuschließen, sollten Sie sich genau überlegen, wo auf der Website Sie Bilder einbauen. Denn auch der Text, der die Bilder umgibt, wird von Suchmaschinen miteinbezogen. Konkret sind das

  1. der erste Absatz vor und nach dem Bild,
  2. der Text direkt daneben und
  3. die Überschrift des Abschnitts, in dem das Bild vorkommt.

Je näher der Text am Bild steht, desto besser sollte er thematisch dazu passen.

Auch bei der Anzahl der verwendeten Bilder ist Vorsicht geboten. Wenn Sie beispielsweise nur wenig Text haben, gleichzeitig aber massenhaft Bilder einbauen, wirkt dies auf Suchmaschinen so, als hätten Sie nichts Wichtiges zu sagen. Das wiederum kann sich negativ auf Ihr Ranking auswirken. Fotostrecken bilden diesbezüglich eine Ausnahme.

Suchmaschinenoptimierte Bilder bringen Sie in der Google-Bildersuche, aber auch in der Textsuche voran

Bilder-SEO ist vergleichsweise rasch und einfach erledigt: Achten Sie auf technische Aspekte wie die Dateigröße, benennen Sie die Bilder SEO-gerecht und binden Sie sie zu guter Letzt sinnvoll in einen Text ein. Auf diese Art können Sie das große Potenzial der Google-Bildersuche nutzen, wo sich für Sie dank niedriger Konkurrenz ausgezeichnete Ranking-Chancen ergeben. Auch in der Textsuche werden Ihnen durch suchmaschinenoptimierte Bilder nur Vorteile entstehen. Bilder-SEO kann so schnell der Schlüssel zu mehr Traffic auf Ihrer Website werden.

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Ursprünglich veröffentlicht am 30. September 2019, aktualisiert am September 30 2019

Themen:

SEO