Die „Google Search Console“, früher als „Google Webmaster Tool“ bekannt, ist das Monitoring- und Analyse-Tool der Wahl, um die Performance einer Website zu messen. Es gibt beispielsweise Auskunft über Klicks, Impressionen und die bei Google indexierten Seiten sowie über mobile Nutzbarkeit, allgemeine Probleme mit der URL und Defizite in der Sicherheit. All das kann als Grundlage zur Optimierung der eigenen Website dienen. Erfreulicher Bonus: Das Ganze ist auch noch kostenlos. Wie Sie vorgehen sollten, um die Google Search Console einzurichten und optimal nutzen zu können, erfahren Sie hier.

1) Ein Google-Konto anlegen

Voraussetzung für die Nutzung der Google Search Console ist ein Google-Konto. Falls Sie also noch keines haben, müssen Sie zunächst eins anlegen. Dazu können Sie diesen Link aufrufen, unter dem Sie durch den Vorgang geleitet werden.

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Falls Sie auch Google Analytics nutzen möchten und sich für diesen Service noch nicht angemeldet haben, ist es sinnvoll, diesen gleichzeitig einzurichten.

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2) In die Search Console einloggen, „Property“ hinzufügen

Anschließend starten Sie die Search Console und loggen sich mit Ihrem Google-Konto ein. Im ersten Schritt werden Sie dann dazu aufgefordert, die URL einzugeben, für die Sie die Search Console nutzen möchten. Wichtig: Achten Sie beim Property-Typ URL-Präfix auf die korrekte Eingabe der URL: Sie muss identisch mit der Adresszeile des Browsers sein. Danach klicken Sie nur noch auf „Property hinzufügen“.

Google-Search-Console-einrichten-Property-anlegen

Falls die Website sowohl unter http:// als auch https:// zu erreichen ist oder verschiedene Domains unterstützt, sollten diese separate angelegt werden. Um duplizierte Inhalte (den sogenannten „Duplicate Content“) zu vermeiden, sollten Sie außerdem angeben, welche der Versionen die bevorzugte ist.

3) Bestätigung Ihrer Inhaberschaft

Im nächsten Schritt müssen Sie belegen, dass Sie tatsächlich der Inhaber der angegebenen Seite sind. Dazu stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

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HTML-Datei hochladen

Die von Google empfohlene Methode. Die Search Console stellt Ihnen eine HTML-Datei zur Verfügung, die Sie zur Bestätigung Ihrer Inhaberschaft in Ihre Website einbinden müssen. Dazu laden Sie die Datei herunter und legen Sie per FTP-Client (zum Beispiel FileZilla oder Cyberduck) ins Root-Verzeichnis, also das Hauptverzeichnis der Domain. Daraufhin kann Google die Datei dort auslesen und Ihre Inhaberschaft authentifizieren.

Google-Search-Console-einrichten-HTML-Datei

Aber Vorsicht: Auch nach Verifizierung der Seite darf die HTML-Datei nicht wieder gelöscht werden. Das provoziert Fehlermeldungen der Search Console.

HTML-Tag in Website einbinden

Bei dieser Methode stellt Ihnen die Search Console einen Meta-Tag bereit, der kopiert und in den HTML-Code der Startseite der betreffenden Website eingebunden werden muss. Genauer gesagt wird der Tag in die Hauptquelldatei eingesetzt, die meist mit „index.html“ oder „index.php“ bezeichnet ist. Dazu wird erneut ein FTP-Zugang benötigt. Das Snippet wird dann im HTML-Code zwischen <head> und </head> platziert.

Google-Search-Console-einrichten-HTML-Tag

Detaillierte Informationen zum Vorgang bietet auch die Search Console selbst. Noch einfacher geht es häufig mit Content-Management-Systemen wie WordPress. Sie bieten meist standardmäßig Funktionen zum Einfügen von Codes der Google-Dienste. Das Snippet wird dort einfach hinterlegt und anschließend automatisch vom System an entsprechender Stelle eingefügt.

Über Google Analytics

Diese Authentifizierungsmethode ist sinnvoll, sofern Analytics schon eingerichtet worden ist. Entscheidend ist dabei natürlich, dass beide Tools über dasselbe Google-Konto laufen!

Google-Search-Console-einrichten-Google-Analytics

Analog zum HTML-Tag wird hier der gtag.js-Tracking-Code an gleicher Stelle in die Website eingebunden. Um über Analytics auch Daten aus der Google Search Console einsehen zu können, muss in Analytics die Datenfreigabe aktiviert werden.

Über den Google Tag Manager

Auch hier ist die Voraussetzung, dass Sie den Google Tag Manager bereits eingerichtet haben müssen, um ihn zur Authentifizierung nutzen zu können. In dem Fall können Sie das Container-Snippet, das Ihnen im Tag Manager angezeigt wird, in die Website einbinden.

Google-Search-Console-einrichten-Tag-Manager

Bei dieser Methode muss das Snippet sowohl im <head>-Element als auch zu Beginn des <body>-Elements in den HTML-Code eingefügt werden. Achten Sie hier genau auf die Platzierung. Das Einfügen des Codes an der falschen Stelle ist der häufigste Grund für Probleme mit der Search Console. Denn anderweitige Scripte oberhalb des Codes verhindern in der Regel eine Verifizierung.

Über Domainnameninhaber authentifizieren

Für diese Methode werden Sie zur alten Version der Search Console, dem Google Webmaster Tool, weitergeleitet. Dort können Sie aus einer Liste ihren Domainanbieter auswählen, oder – sollte er nicht aufgeführt sein – „Sonstiges“ auswählen. Anschließend wird Ihnen ein Eintrag im TXT-Format bereitgestellt.

Google-Search-Console-einrichten-DNSIm nächsten Schritt melden Sie sich bei Ihrem Domainhost an und gehen zum Bereich der DNS-Einträge. Dort wählen Sie einen neuen TXT-Eintrag aus und tragen den Domainnamen sowie den TXT-Datensatz der Search Console ein. Bei der Gültigkeitsdauer wählen Sie 86400. Danach müssen Sie nur noch zurück zur Search Console wechseln und dort den Vorgang bestätigen.

Für gängige Domains hat Google auch eine eigene Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt, an der Sie sich zusätzlich orientieren können.

4) Auf die Bestätigung warten

Je nachdem, welche Methode Sie wählen, kann es einige Zeit dauern, bis die Authentifizierung bestätigt ist. Falls ein FTP-Zugang vorliegt, ist die erste Möglichkeit (das Hochladen der HTML-Datei) die schnellste und einfachste Option zur Bestätigung Ihrer Inhaberschaft. Alternativ ist auch der Weg über Analytics zu empfehlen, falls das Tool bereits genutzt wird oder dessen Einrichtung ohnehin geplant ist.

5) Letzte Einstellungen vornehmen

Nachdem die Inhaberschaft bestätigt wurde, ist die Search Console einsatzbereit. Um sie aber optimal nutzen zu können, sollten Sie noch ein paar letzte Einstellungen vornehmen. So können Sie das Zielland festlegen, in dem Ihre Website für Suchende relevant ist. Das ist natürlich nur sinnvoll, wenn sich Ihre Website wirklich nur an Nutzer aus einem Land richtet.

Stellen Sie dagegen mehrere Versionen Ihrer Website in unterschiedlichen Sprachen und für verschiedene Länder zur Verfügung, sollten alternative Wege genutzt werden, um Google wissen zu lassen, wann welche Variante bevorzugt werden soll. Sie können dazu zum Beispiel eine konkrete Länderdomain oder die IP-Adresse des Servers nutzen.

Außerdem sollten Sie nicht darauf verzichten, eine Sitemap zu erstellen und bei der Search Console einzureichen, insbesondere bei Websites mit mehr als 10.000 Unterseiten. So können Sie sicherstellen, dass wirklich alle Inhalte gecrawlt und so via Google gefunden werden können. Um die Sitemap einzureichen, wählen Sie unter „Crawling“ einfach „Sitemaps“ und klicken auf „Sitemap hinzufügen/testen“.

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Ursprünglich veröffentlicht am 21. März 2019, aktualisiert am April 09 2019

Themen:

SEO