Backlinks oder Inbound-Links, also Links, die von anderen Websites auf Ihre verweisen, zeigen Suchmaschinen, dass Ihre Inhalte hochwertig sind und sich deshalb für eine Spitzenposition in den Suchergebnissen eignen. Daher sind sie ein wichtiger Ranking-Faktor. Zu erreichen, dass andere auf Ihre Inhalte verlinken, ist jedoch gar nicht so einfach. Wer beim Linkaufbau falsch vorgeht, kann sogar von Google abgestraft werden und an Sichtbarkeit verlieren. Wir zeigen Ihnen 16 sichere Linkbuilding-Strategien, die garantiert funktionieren.

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Grundlagen des Linkbuilding: Was ist ein Link?

Ein Link verweist von einem Dokument im Internet auf ein anderes. Dokumente können zum Beispiel Webseiten, Videos, Audiodateien oder PDF-Dokumente sein. Wenn Sie selbst von Ihrer Seite aus auf ein anderes Dokument verweisen, setzen Sie einen Link. Wenn umgekehrt eine andere Webseite auf Ihren Content verweist, ist die Rede von einem Backlink.

Weil Links Websites miteinander verbinden, haben sie für Suchmaschinen eine enorme Bedeutung. Denn die Crawler-Programme, mit denen Suchmaschinen das Internet durchsuchen, hangeln sich anhand der Links von Seite zu Seite. Zugleich gelten Links in der Logik der Suchmaschinen als Empfehlungen. Webseiten, die oft verlinkt werden, haben deshalb bessere Chancen auf ein gutes Ranking.

Backlinks aufbauen mit White Hat SEO

Die Zeiten, als Webseitenbetreiber Backlinks einfach kaufen konnten, sind lange vorbei. Heute strafen Google und Co. Nutzer ab, die sich nicht an die Webmaster-Richtlinien halten. Sie sollten deshalb unbedingt nach den Regeln der Suchmaschinen spielen.

Die folgenden 16 Strategien helfen Ihnen bei einem sauberen, fairen Linkaufbau:

1. Potenziellen Linkgebern hochwertigen Content anbieten

Legen Sie sich eine Liste von Personen und Unternehmen an, die an Ihrem Content Interesse haben könnten. Wann immer Sie Inhalte veröffentlichen, bieten Sie diese dann passenden potenziellen Linkgebern an. Kooperationspartnern, Bloggern und Journalisten könnte es zum Beispiel helfen, wenn sie live von Branchenevents berichten oder auf Ihrem Blog über Neuigkeiten in Ihrem Themenbereich informieren. 

Gute Chancen auf eine Verlinkung haben Sie unter anderem, wenn ein potenzieller Linkgeber schon mal einen Artikel zum fraglichen Thema veröffentlicht hat und Sie mit Ihrem Content nun weiterführende Informationen liefern. Sie können auch ganz gezielt Inhalte produzieren, die Artikel der Linkgeber gut ergänzen. Schreiben Sie in diesem Fall einfach eine freundliche E-Mail und erklären Sie, wie ein Link auf Ihren Content den schon bestehenden Artikel aufwerten würde.

2. Experten und Influencer erwähnen

Welche Experten gibt es (außer Ihnen) in Ihrem Fachgebiet? Welche anderen Unternehmen sind bekannt? Welche Influencer haben in Ihrer Nische eine hohe Reichweite? Erwähnen Sie diese Personen und Unternehmen in Ihrem Artikel. Dann schreiben Sie sie direkt an und weisen sie auf den Artikel hin. Mit etwas Glück verbreiten sie Ihren Content weiter.

3. Experten zu Content beitragen lassen

Auch andersrum wird ein Schuh draus: Fragen Sie Experten, ob sie Ihnen ein Zitat oder einen Expertentipp für einen Artikel geben. Sobald Sie Ihren Content veröffentlichen, schicken Sie den Link an die jeweilige Person. Die Chancen, dass sie ihn in ihrem Netzwerk teilt, stehen gut.

4. Mit Linkgebern in sozialen Medien interagieren

Auch zu Ihrem Thema gibt es sicher spezialisierte Blogger, Journalisten, Magazine, Wissenschaftler oder Unternehmen. Folgen Sie ihnen in sozialen Medien wie Facebook und Twitter, liken Sie ihre Beiträge und geben Sie sinnvolle, thematisch passende Kommentare ab. So machen Sie ganz behutsam auf sich und Ihren Content aufmerksam und laden zum Verlinken ein.

5. Gastartikel für fremde Blogs schreiben

In Gastartikeln gibt es in der Regel eine Autorenbox. Das ist eine optimale Möglichkeit, einen Link zu Ihrer Website zu platzieren. Alternativ können Sie einen thematisch passenden Link zu eigenem Content setzen. Gastartikel sind hilfreich für beide Seiten: Sie erhalten Backlinks und können sich als Experte in Ihrem Gebiet positionieren, Ihr Kooperationspartner hingegen bekommt frische Inhalte für seinen Blog.

6. Experteninterviews geben

Etablieren Sie sich als Experte auf Ihrem Gebiet, indem Sie Fachwissen akkumulieren und sich z. B. durch das Schreiben und Teilen von Beiträgen auf Karrierenetzwerken einen Namen machen. Sind Sie erst als Experte auf Ihrem Gebiet anerkannt, sollten Sie Interviews für klassische und Onlinemedien sowie fremde Blogs geben. Passende Seiten finden Sie, indem Sie verschiedenste Google Search Operators ausprobieren:

  • Branchenname + intitle:Interview -job
  • Wettbewerber + intitle:Interview -job
  • Keyword/Wettbewerber + intitle:Gastbeitrag/Gastautor/Expertenbeitrag...
  • Keyword/Wettbewerber + "für uns schreiben"
  • ... der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Ob Sie sich lieber schriftlich oder mündlich äußern, bleibt dabei Ihnen überlassen. So oder so wird mindestens der Interviewgastgeber auf Ihre Website verlinken – und wenn das, was Sie sagen, hilfreich ist, werden Backlinks durch die Zuschauer beziehungsweise Leser folgen.

7. Auf fremden Blogs kommentieren

Wenn Sie auf anderen Blogs Kommentare hinterlassen, haben Sie meist die Möglichkeit, einen Link zu Ihrer Website zu posten. Diese Links erhalten in der Regel ein „nofollow“-Tag und tragen daher weniger zum Ranking bei. Sie gehören aber zu einer natürlichen Linkstruktur. Außerdem können sie die Inhaber der Blogs sowie andere Leser auf Sie aufmerksam machen. Um an dieser Stelle nicht negativ aufzufallen, sollten Ihre Kommentare jedoch einen klaren Mehrwert bieten – so etwa hilfreiche Ansätze oder (fundierte) weitere Ausblicke zu einem Thema präsentieren.

8. Relevante Daten zusammentragen und aufbereiten

Das Internet ist voll von Wissen, aber nicht immer ist es übersichtlich aufbereitet. Machen Sie sich die Mühe, zu einem für Ihre Kunden relevanten Thema umfassend Daten zusammenzutragen. Ihre Leser werden dankbar sein, wenn Sie die Daten ansprechend und leicht verständlich präsentieren – zum Beispiel in Tabellen und Infografiken. Die können Sie dann auch potenziellen Linkgebern anbieten.

Recherchieren Sie Seiten, die die von Ihnen aufgegriffenen Statistiken erwähnen und überprüfen Sie, wohin diese Seiten verlinken. Manchmal sind die Links veraltet oder führen zu einer anderssprachigen Seite. Schreiben Sie in diesen Fällen den Webmaster an und weisen Sie ihn darauf hin, dass Sie einen alternativen Link anbieten. Zusätzlich können Sie Infografiken auf Sammelportalen wie die-infografik.de einreichen.

9. Webinare, Freebies oder Tools anbieten

Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, können Webinare oder Freebies wie beispielsweise Checklisten, Anleitungen oder kleine E-Books nicht nur hervorragende Dienste als Lead-Magneten leisten, sondern auch Ihre Reichweite erhöhen. Wer Ihr kostenloses Angebot praktisch findet, wird es möglicherweise mit Freunden, Bekannten und Kollegen teilen und es vielleicht sogar im eigenen Blog verlinken. Einen besonders starken Anreiz können Sie schaffen, indem Sie beispielsweise ein kleines Tool programmieren (lassen), dass den Nutzern im Arbeitsalltag hilft. Auf dieses weisen Sie dann alle potenziellen Linkgeber hin, die eine ähnliche Zielgruppe wie Sie haben. Nutzen Sie auch hier wieder Google Search Operators oder Tools wie Buzzstream und Ahrefs, um potenzielle Linkgeber zu finden.

10. Job- und Praktikumsangebote auf der Website ausschreiben

Sie haben einen Job oder eine Praktikumsstelle zu vergeben? Auch das können Sie fürs Linkbuilding nutzen. Wenn Sie die Stelle auf Ihrer Website ausschreiben, können sowohl Jobportale als auch Blogger und Privatpersonen darauf verlinken. Schreiben Sie auch Städte- und Universitätsseiten an, um auf Ihr Angebot aufmerksam zu machen.

11. Nach Links fragen

Nicht immer muss es kompliziert sein: Fragen Sie doch einfach mal Bekannte, Kollegen und Geschäftspartner mit thematisch passenden Seiten nach Links.

12. Vorträge bei Fachtagungen und an Hochschulen

Wenn Sie Vorträge bei Fachtagungen, Branchenevents oder an Hochschulen halten, können Sie auf der dazugehörigen Website in vielen Fällen einen Backlink zu Ihrer eigenen Seite setzen lassen. Das sollten Sie nicht versäumen!

13. Von gemeinnützigen Organisationen verlinken lassen

Engagieren Sie sich ehrenamtlich oder spendet Ihr Unternehmen an eine gemeinnützige Organisation? Dann fragen Sie dort doch mal nach, ob zum Dank ein Link auf Ihre Website gesetzt werden könnte.

14. Um nachträgliche Verlinkung bitten

Auf Websites und Blogs wird häufig auf andere Angebote hingewiesen – aber nicht immer mit Verlinkung. Sehen Sie Ihren Namen, den Ihres Unternehmens oder den eines Ihrer Produkte ohne Link, schreiben Sie dem jeweiligen Webmaster eine Nachricht.

Sie können auch direkt nach Seiten suchen, die Sie erwähnen, aber nicht auf Ihre Website verlinken. Dafür gibt es diverse Tools – zum Beispiel Ahrefs. Dort geben Sie den zu suchenden Begriff in den „Content Explorer“ ein und schließen Ihre eigene Website durch den Befehl „-site:ihre-website.de“ aus. Durch diverse Filter – unter anderem für Pagerank, Sprache und Besucherzahl der durch Sie untersuchten Seiten – können Sie die Ergebnisse einschränken. Das Tool bietet zudem die Möglichkeit, direkt zu prüfen, ob die einzelnen Domains bereits zu Ihrer Domain linken. Dies eignet sich vor allem, um Linkmöglichkeiten gänzlich neuer Referral Domains zu identifizieren.

ahrefs nicht verlinkte erwaehnungen der eigenen marke

Nachdem alle Filter und Kriterien gesetzt sind, kann die Liste exportiert und systematisch – z. B. mithilfe von Screaming Frog oder Buzzstream – auf vorhandene Backlinks und Anchor-Texte geprüft werden. Buzzstream eignet sich hier auch, um sich dann per E-Mail direkt an potenzielle Linkgeber zu wenden.

Damit Sie künftig sofort merken, wenn jemand Sie erwähnt, können Sie auch einen Google Alert setzen. Sie erhalten dann eine Benachrichtigung, sobald Ihr Name auf einer Seite erscheint.

15. Selbst verlinken

Eine Hand wäscht die andere – das gilt auch beim Linkbuilding. Soll heißen: Wenn Sie Links zu anderen Seiten in Ihrem Content platzieren, werden die Seiteninhaber dies wohlwollend zur Kenntnis nehmen – und sich vielleicht bei Gelegenheit revanchieren. Vergessen Sie nicht, potenzielle Linkgeber auch per E-Mail auf Ihre neue Verlinkung hinzuweisen.

16. Wikipedia-Experte werden

Wenn Sie ein gutes Werk tun und für die riesige Online-Enzyklopädie Wikipedia schreiben, können Sie – gelegentlich und mit Bedacht – den ein oder anderen Link zur eigenen Website als Quelle einbinden. Überspannen Sie den Bogen hier aber nicht, da die nutzergenerierten Inhalte von Wikipedia auf Vertrauen beruhen und nicht zu sehr von individuellen Interessen gefärbt werden sollten.

Gekonntes Linkbuilding bringt Sie in den Suchmaschinenergebnissen nach vorne

Hochwertige Backlinks für Ihre Website sind ein wichtiger Ranking-Faktor. Allerdings braucht das Linkbuilding seine Zeit. Bleiben Sie kontinuierlich bei der Sache, produzieren Sie hochwertigen Content und bauen Sie Beziehungen zu Kooperationspartnern, Bloggern, Journalisten und Experten auf – dann wird sich Ihr Ranking Stück für Stück verbessern.

4 Strategien für mehr Backlinks

Headerbild: akiyoko / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 1. Oktober 2019, aktualisiert am November 27 2019

Themen:

SEO