Wenn Sie durch eine Bibliothek schlendern, können Sie den Buchrücken wichtige Informationen entnehmen: Die Titel und Themen zum Beispiel. Eine ähnliche Funktion erfüllen Meta-Tags für Suchmaschinen. Welche Tags es gibt und wie Sie diese am besten nutzen, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

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Die Bedeutung der Meta-Tags für SEO

In den 1990er Jahren hatten Suchmaschinen wie Google erhebliche Schwierigkeiten, die Inhalte einer Webseite selbstständig zu erkennen. Die Lösung bestand darin, die wichtigsten Informationen in Form von Meta-Tags in den Head-Bereich der jeweiligen Seite einzubinden. Google konnte sie dann bequem auslesen und die Seite thematisch korrekt einordnen. Meta-Tags trugen damals also zur Funktionsfähigkeit der Suchmaschinen bei und waren ein eigener Ranking-Faktor.

Heute ist das anders. Googles Technologie hat sich verbessert und ist nun in der Lage, Seiten auch ohne Meta-Tags zu verstehen. Nur der sogenannte Title-Tag gilt noch als unmittelbar relevant für das Ranking. Die anderen können maximal einen indirekten Einfluss ausüben.

Suchmaschinen erkennen viele verschiedene Meta-Tags. Die wichtigsten sind:

Von Meta-Description bis Meta-Keywords: Die wichtigsten Tags kurz erklärt

Jeder Meta-Tag transportiert eine andere Information an die Suchmaschine. Es lohnt sich, die verschiedenen Tags zu kennen und zu optimieren, um die eigene Position in den Suchergebnissen zu verbessern.

Der Title-Tag

Der Title-Tag beinhaltet den Titel einer Seite. Er hat direkten Einfluss auf Ihr Ranking und sollte deshalb unbedingt das Hauptkeyword enthalten.

Nutzer sehen den Title-Tag als Titel in den Suchergebnissen. Er hat deshalb auch Einfluss darauf, ob Ihre Webseite von Google aus tatsächlich aufgerufen oder einem Konkurrenten der Vorzug gegeben wird. Daher sollten Sie darauf achten, dass der Titel Ihrer Seite klar und eindeutig formuliert ist und dem Nutzer die Lösung eines Problems oder die Antwort auf eine Frage verspricht. Zugleich sollte er nicht länger als 60 Zeichen sein.

Die Meta-Description

Bei diesem Tag handelt es sich um eine kurze Beschreibung Ihrer Seite. Auch sie wird in den Suchergebnissen ausgegeben und hat Einfluss auf die Klickrate. Dadurch kann sie sich indirekt positiv auf Ihr Ranking auswirken – sie zählt aber nicht zu den offiziellen Ranking-Faktoren.

Die Zeichenzahl für die Meta-Description ist begrenzt. Der genaue Umfang variiert von Suchmaschine zu Suchmaschine und hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder geändert. Für Google liegt er aktuell bei 920 px – was ungefähr 156 Zeichen entspricht. Alles, was darüber hinausgeht, wird in den Suchergebnissen mit drei Punkten abgekürzt.

Der Robots-Tag

Der Robots-Tag gibt Suchmaschinen Hinweise zum Crawlen und Indexieren einer Seite. Sie können über die Tag-Werte „index“ und „noindex“ zum Beispiel steuern, ob die Seite in den Suchergebnissen erscheinen soll oder sie bewusst davon ausschließen. Dank der Befehle „follow“ und „nofollow” können Sie entscheiden, ob Crawler ausgehenden Links zu anderen Webseiten folgen sollen oder nicht.

Der Keyword-Tag

Der Keyword-Tag enthält die wichtigsten Keywords für Ihre Seite. Früher war er entscheidend für ein gutes Ranking, konnte aber leicht manipuliert werden. Deshalb hat er im Laufe der Zeit immer mehr an Gewicht verloren. Google ignoriert ihn heute völlig. Einige andere Suchmaschinen beachten ihn zwar noch, messen ihm aber nur wenig Bedeutung bei.

Der Content-Type-/Language-Tag

Der Content-Type-Tag regelt, welcher Zeichensatz auf einer Webseite verwendet wird. Das ist insbesondere wichtig, damit Umlaute korrekt angezeigt werden.

Außerdem können Sie Google darauf hinweisen, für welche sprachliche Zielgruppe die Seite gedacht ist. Wenn Sie eine deutschsprachige Webseite haben, werden Sie sich im Regelfall sicher an ein deutschsprachiges Publikum richten. Aber auch, wenn Sie Spanischkurse für Deutsche anbieten und Ihre Sales Page deshalb ganz oder zum Teil auf Spanisch formuliert haben, ist es sinnvoll, die sprachspezifische Zielgruppe für Google festzuhalten.

Der Author-Tag

Die Bedeutung des Author-Tags liegt schon im Namen: Er verrät Google, wer der Autor oder Herausgeber der Inhalte einer Seite ist.

Der Viewport-Tag

Mit dem Viewport-Tag zeigen Sie Google, dass Ihre Webseite für Mobilgeräte optimiert ist. Er steuert auch, wie eine Seite mobil gerendert bzw. ausgegeben werden soll.

Der Adult-Tag

Sollten Sie auf Ihrer Webseite Inhalte anbieten, die nicht jugendfrei sind, können Sie diese durch den Adult-Tag markieren. Nutzer, die die SafeSearch aktiviert haben, können Ihre Seite dann nicht in den Suchergebnissen sehen.

Meta-Elemente auf Ihrer Webseite einbauen: So geht’s

Wenn Sie WordPress für Ihre Webseite nutzen, müssen Sie die verschiedenen Meta-Tags manuell in den Head-Bereich Ihrer Seite einbinden. Alternativ können Sie ein SEO-Plugin wie Yoast SEO oder Rankmath nutzen.

Im HubSpot CMS ist die Verwaltung der Meta-Tags direkt integriert. Loggen Sie sich zunächst ins CMS ein und wählen Sie im Backend die Webseite oder Landing-Page aus, für die Sie Tags vergeben wollen. Im Bearbeitungsfenster klicken Sie ganz oben auf den Reiter „Einstellungen”. Nun öffnen sich verschiedene Felder.

SEO Wissen_Meta Tags_1

In den Bereich „Seitentitel” tragen Sie den Title-Tag ein. Im Feld „Meta-Beschreibung” ist Platz für die Meta-Description.

Wenn Sie ganz nach unten scrollen, können Sie den Bereich „Erweiterte Optionen” ausklappen. Den Keyword-Tag platzieren Sie dort ganz einfach im Feld „HTML in der Kopfzeile”. Verwenden Sie dafür folgenden Code:

<META NAME="Keywords" CONTENT="example1,example2">

Die Begriffe example1 und example2 ersetzen Sie durch die gewünschten Keywords.

SEO Wissen_Meta Tags_2

Fazit: Meta-Tags bringen Sie in der Gunst von Suchmaschinen und Nutzern nach vorn

Zwar haben Meta-Tags heute nicht mehr die Bedeutung für Suchmaschinen wie noch in den 90er Jahren. Dennoch sollten Sie sie in Ihrer Marketing-Strategie nicht außer Acht lassen. Der Title-Tag ist nach wie vor ein direkter Ranking-Faktor. Gemeinsam mit der Meta-Beschreibung beeinflusst er zudem die Klickrate in den Suchergebnissen.

Sind Titel und Description nicht optimiert, laufen Sie Gefahr, dass Nutzer Ihre Webseite nicht anklicken – und dann nützt Ihnen auch ein Top-Ranking gar nichts. Sorgen Sie also dafür, dass diese beiden wichtigen Meta-Tags mit Keywords versehen sind, Nutzer neugierig auf Ihre Inhalte machen und im besten Fall eine eindeutige Handlungsaufforderung enthalten.

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Titelbild: photovibes / Getty Images

Ursprünglich veröffentlicht am 14. Oktober 2020, aktualisiert am Oktober 14 2020

Themen:

SEO