Influencer Marketing Kosten: Diese Preismodelle gibt es

Influencer Marketing Leitfaden
Justin Pohl
Justin Pohl

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Im Influencer Marketing treffen Unternehmen auf Influencerinnen und Influencer, um gemeinsam authentische Botschaften zu kreieren und zu verbreiten. Doch was kostet diese moderne Form des Marketings? So viel sei verraten: Für Influencer Marketing variieren die Kosten stark – sie sind abhängig von der Reichweite, der Plattform und der Art der Zusammenarbeit. In diesem Artikel erläutern wir die verschiedenen Preismodelle.

Influencerin hält Geld in der Hand symbolisierend für Influencer-Marketing-Kosten

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Wie viel kosten Influencer?

In der sehr schnelllebigen Welt des Influencer-Marketings variieren die Preise je nach Plattform, Reichweite und Engagement-Rate der Influencerinnen und Influencer erheblich. Laut Statista sehen die Preisspannen auf verschiedenen Plattformen wie folgt aus:

Instagram

  • Nano-Influencer (500 bis 5.000 Follower und Followerinnen): etwa 65 US-Dollar bis 111 US-Dollar pro Beitrag oder Video
  • Micro-Influencer (5.000 bis 30.000): etwa 170 US-Dollar bis 261 US-Dollar pro Beitrag oder Video
  • Power-Influencer (30.000 bis 500.000): etwa 535 US-Dollar bis 960 US-Dollar pro Beitrag oder Video
  • Celebrity-Influencer (500.000+): etwa 2.738 US-Dollar bis 4 .678 US-Dollar pro Beitrag oder Video

YouTube

  • Nano-Influencer: 315 US-Dollar pro Video
  • Micro-Influencer: 908 US-Dollar pro Video
  • Celebrity-Influencer: 3.857 US-Dollar pro Video

TikTok

  • Nano-Influencer: 4 US-Dollar bis 800 US-Dollar pro Beitrag oder Video
  • Micro-Influencer: 25 US-Dollar bis 1.500 US-Dollar pro Beitrag oder Video
  • Macro-Influencer: 793 US-Dollar bis 2.000 US-Dollar pro Beitrag oder Video
  • Mega-Influencer: 1.600 US-Dollar bis 2.400 US-Dollar pro Beitrag oder Video

Diese Preise geben Ihnen einen groben Überblick über die möglichen Kosten für Influencer-Kooperationen. Wichtig an dieser Stelle: Das ist nur eine Schätzung. Die Realität kann davon je nach Person und Kanal abweichen.

Nachteile dieser generellen Preisspannen

Solche generellen Preisangaben haben einen Nachteil: Sie zeigen weder die Nische noch das Zielpublikum. So ist es möglich, dass Influencing für eine breite Masse angelegt ist, was aufgrund des Streuverlusts möglicherweise gar nicht so teuer ist.

Es ist aber auch im Rahmen der Möglichkeiten, dass sich ein Zielpublikum in einer klaren Nische aufhält. Hier sind beispielsweise auf 1.000 Follower und Followerinnen gerechnete Preise höher, weil die Zielgruppe eben so spitz ist und es weniger Streuverluste gibt.

Kosten für eine Influencer-Kooperation: Preismodelle

Die Kosten für Influencer-Marketing können je nach verschiedenen Faktoren stark variieren. Hier sind einige gängige Preismodelle:

  • Kosten pro Beitrag (Cost per Post, CPP): Hierbei wird ein fester Betrag pro Beitrag vereinbart.
  • Kosten pro Engagement (Cost per Engagement, CPE): Bei diesem Modell werden die Kosten basierend auf der Anzahl der Interaktionen berechnet, beispielsweise ergeben 100 Interaktionen für ein Budget von 500 Euro einen CPE von fünf Euro.
  • Affiliate-Marketing: Hier erhalten Influencerinnen und Influencer eine Provision für jeden Verkauf oder Lead. Oft geschieht das über Produktlinks auf Amazon oder den Onlineshop des Werbenden.
  • Unbezahlte Kooperationen: Manchmal arbeiten Influencerinnen und Influencer auch ohne monetäre Vergütung, beispielsweise im Austausch für Produkte oder Dienstleistungen.
  • Buyout Influencing: Dieses Modell bezieht sich auf den Kauf der Nutzungsrechte am Content von Influencerinnen und Influencern durch Unternehmen. Dabei wird vertraglich festgelegt, wie und wo der Content weiterverwendet werden darf. Das kann zusätzliche Kosten verursachen, da neben der ursprünglichen Vergütung für den Beitrag auch die Rechte am Content erworben werden.

Jedes Modell hat seine Vor- und Nachteile. Die richtige Wahl hängt immer von Ihren spezifischen Zielen und dem Budget ab. Ein Verständnis der verschiedenen Preismodelle hilft allerdings dabei, eine Influencer-Marketing-Strategie besser zu planen.

Preise für Influencer berechnen

Die Preise können wie beschrieben auf verschiedenen Formeln basieren. Eine gängige Methode ist die Berechnung des TKP (Tausend-Kontakt-Preis):

Preis der Kooperation = (Reichweite in Tausend) * TKP

Beispiel: Ein Influencer mit 300.000 Followern und Followerinnen und einem TKP von zehn Euro würde für eine Kooperation 3.000 Euro berechnen. Der TKP wird vorher verhandelt und schwangt je nach Branche und Nische.

Diese Beispiele und Preismodelle verdeutlichen, dass die Kosten für Influencer-Kooperationen stark variieren können. Sie hängen von vielen Faktoren ab, einschließlich der Plattform, der Reichweite des Influencers oder der Influencerin, der Engagement-Rate und den spezifischen Zielen der Kampagne.

Tipps, wie Sie bessere Preise mit Influencern verhandeln

Die Verhandlung mit Influencerinnen und Influencern kann zunächst herausfordernd erscheinen, doch mit den richtigen Strategien können Sie bessere Preise erzielen. Hier sind einige Tipps:

  • Kenntnis des Marktwerts: Informieren Sie sich über die durchschnittlichen Kosten für Influencerinnen und Influencer in Ihrer Branche und auf der gewählten Plattform.
  • Transparente Kommunikation: Klare Kommunikation über Ihre Erwartungen, das Budget und die Ziele der Kampagne hilft, Missverständnisse zu vermeiden und bessere Preise zu verhandeln.
  • Langfristige Beziehungen: Betrachten Sie die Möglichkeit langfristiger Kooperationen. Influencerinnen und Influencer sind oft bereit, bessere Preise für längere Zusammenarbeiten anzubieten.
  • Leistungsbasierte Vergütung: Erwägen Sie leistungsbasierte Vergütungsmodelle wie Affiliate-Programme, bei denen die Influencenden eine Provision für jeden Verkauf oder Lead erhalten.
  • Unbezahlte Kooperationen: Wenn Ihr Budget begrenzt ist, könnten unbezahlte Kooperationen eine Option sein. Bieten Sie Produkte, Dienstleistungen oder andere nicht-monetäre Vorteile an.
  • Gezielt kleinere, stark wachsende Kanäle suchen: Große Kanäle haben oft Agenten und Agentinnen, die hohe Summen verlangen. Kleinere, vielversprechende Kanäle mit überproportionalem Wachstum sind oft die besseren Vertragspartner und -partnerinnen, da die Kosten und der Ertrag in einem besseren Verhältnis stehen:

Ein abschließender Tipp: Falls Sie selbst unsicher sind, können Sie Agenturen engagieren. Diese übernehmen dann die Verhandlung von Influencer-Verträgen.

Fazit: Auf das richtige Influencing setzen

Im Influencer Marketing sind die Kosten je nach Plattform und den gewählten Botschaftern und Botschafterinnen variabel. Eine klare Vertragsstruktur und die Auswahl der passenden Influencer sind entscheidend für den Erfolg Ihrer Kampagne.

Durch geschickte Verhandlungen und eine gut durchdachte Strategie können Sie eine erfolgreiche Influencer-Kampagne realisieren. Langfristige Beziehungen zu Markenbotschaftern und -botschafterinnen können zudem zu besseren Konditionen und einer stärkeren Markenbindung führen. So holen Sie das Beste aus Ihrem Budget heraus und fördern die Reichweite Ihrer Marke.

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Titelbild: Massonstock / iStock / Getty Images Plus

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