Marketing auf der Überholspur

21 Februar 2017

Instagram-Marketing: 5 Beispiele von B2B-Unternehmen

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B2B Instagram-Marketing

Instagram ist nur etwas fürs B2C-Marketing? Nein! Der Online-Dienst zum Teilen von Fotos und Videos beflügelt auch das B2B-Marketing. Wie das funktionieren kann, das zeigen folgende Beispiele von General Electric, IBM, Siemens und Liebherr.

Instagram hat mittlerweile mehr als 600 Millionen Benutzer, verkündete der Online-Dienst am 15. Dezember 2016. Täglich sind über 300 Millionen User aktiv, die jeden Tag über 95 Millionen Bilder posten und insgesamt schon 40 Milliarden Bilder geteilt haben. Ein mächtiges Netzwerk also. Das wissen auch große Unternehmen wie Coca Cola, die Instagram für die Endkundenansprache längst in ihren B2C-Marketing-Mix integriert haben.

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Doch wie sieht es im B2B-Marketing zwischen Unternehmen aus? Im Umgang mit Geschäftskunden zögern viele Unternehmen immer noch, die Plattform für ihr Marketing zu nutzen. Warum eigentlich? B2B heißt nicht, dass die Zielgruppe keinen Spaß an Fotos hat. Die Onlineplattform bietet beste Gelegenheit, der eigenen Marke ein Gesicht zu geben, Produkte und Dienstleistungen zu emotionalisieren, Kunden zu binden und den Traffic auf verlinkten Landing-Pages zu erhöhen.

Beispiele für B2B-Instagram-Marketing

1. Eindruck machen: General Electric überzeugt B2B-Kunden mit pompösen Produktfotos 

General Electric (GE) gehört zu den größten Konzernen der Welt und hat das Potenzial von B2B-Marketing über Instagram erkannt – und das bereits 2011. Im Business-Account von GE befinden sich derzeit 799 Fotos. 273.000 Abonnenten folgen dem Konzern. Vielen von ihnen wird schon die Kinnlade runtergefallen sein. Denn der Konzern setzt auf beeindruckende Bildsprache.

Zu sehen sind Fotos von Angestellten, die an gigantischen Turbinenteilen arbeiten, und Bilder von riesigen Montagehallen, in denen Triebwagen für Züge entstehen – das ist ähnlich beeindruckend wie High-Tech-Bilder der NASA.

Ohne viele Worte unterstreichen die Fotos die Kompetenz und Größe des Konzerns. Das beweisen auch die vielen begeisterten Kommentare der Instagram-User.

2. Lufthansa Cargo nimmt den Follower mit ins Cockpit

Die Lufthansa Cargo AG befördert jedes Jahr über 1,6 Millionen Tonnen Fracht – von temperaturempfindlichen Medikamenten über Turnierpferde bis hin zu mehreren Tonnen schweren Maschinenteilen. Auf Instagram erzählt die sechstgrößte Frachtfluggesellschaft der Welt ihren B2B-Kunden mit Fotos Geschichten. Stories aus dem Alltag von 17 Flugzeugen, die jedes Jahr über acht Milliarden Kilometer zurücklegen und 300 Zielorte in etwa 100 Ländern ansteuern.

 

Nothing like hanging in the pilot’s seat for a moment or two. #pilotsPerspective (c) Felix Gottwald

A photo posted by Lufthansa Cargo (@lufthansacargoag) on

Mitarbeiter Felix Gottwald beispielsweise hat es sich kurz auf dem Pilotensitz bequem gemacht und einen Schnappschuss des Cockpits gepostet. Die Bildunterschrift lautet: „Nichts ist wie für ein oder zwei Momente auf dem Pilotensitz rumzuhängen.“ Die begeisterten Kommentare der Follower: „Aaaaaaah ja! Das würde ich liebend gerne auch“ und „Besonders, um die Sonne auf- und untergehen zu sehen.“ Dazu Emoticons mit Herzen in den Augen.

Neben dem Cockpit-Foto sind auf dem Instagram-Account auch beeindruckende Luftaufnahmen von Städten im Dunkeln und Flughäfen bei Nacht zu sehen. Es sind Bilder, die eine eigentlich nüchtern anmutende Dienstleistung emotionalisieren und damit zur Kundenbindung beitragen.

Die Firmenbeschreibung, die auf der Startseite des Accounts zu sehen ist, nutzt Lufthansa Cargo, um ein neues Produkt zu verlinken. Bei derzeit 74.000 Followern dürfte dieser CTA zu mehr Traffic auf der Landing-Page führen. Letztendlich auch zu mehr Leads und Sales. 

3. Für mehr Nachhaltigkeit: IBM nutzt Instagram, um Print-Marketingmaßnahmen zu verstärken

Der US-amerikanische Konzern IBM setzt bei der Bildansprache trotz seiner Größe auf ganz einfache Mittel. Beispiel: Vor einiger Zeit hatte die New York Times ein Advertorial über Watson veröffentlicht – ein IBM-Computerprogramm aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz, das berühmt wurde, als es in der Quizsendung Jeopardy die menschliche Konkurrenz abhängte.

Der Schnappschuss für Instagram zeigt einen Mitarbeiter, der den doppelseitigen Artikel mit einem zufriedenen Grinsen in die Kamera hält. In der Bildbeschreibung verweist IBM auf ein Produktvideo zu Watson. 2.986 Follower haben den Beitrag geliked, wahrscheinlich haben sich viele Follower das Video angesehen. Unter ihnen bestimmt auch potenzielle Kunden, die Watson zukünftig für Internetanalysen nutzen. Fazit: IBM zeigt, wie ein simples Foto und eine prägnante Bildbeschreibung mit Verlinkung zum Produkt zur kostengünstigen und effektiven Marketingmaßnahme wird. Sie führt kurzerhand zu einer medialen Mehrfachnutzung des veröffentlichten Advertorials.

4. Geschichtsunterricht: Siemens bietet Zeitreise durch die Firmengeschichte

Und wie sieht es bei deutschen Unternehmen aus? Hierzulande zeigt Siemens, wie sich Instagram in den Marketingmix integrieren lässt. Der deutsche Technologiekonzern hat es mit nur 246 Beiträgen geschafft, 43.700 Abonnenten zu gewinnen. Anders als IBM postet das Unternehmen allerdings keine Smartphone-Schnappschüsse, sondern setzt fast ausschließlich auf professionelle Hochglanzfotos.

Darauf zu sehen: Werker, die an riesigen Rotoren für Gasturbinen arbeiten, Bilder von gigantischen Kränen, die Schiffe mit Containern beladen, aber auch Schwarz-Weiß-Fotos von Turbinen aus dem Jahr 1972. Diese Fotos laden Follower auf eine Zeitreise durch die Unternehmensgeschichte ein. Eine wirkungsvolle Strategie, um die eigene Expertise zu unterstreichen und gleichzeitig Retro-Stimmung zu erzeugen.

5. Marketing für das Kind in uns allen: Liebherr zeigt Fotos von Baggern, Kränen und Zementmischern 

Beeindruckend ist auch der Instagram-Account von Liebherr. Das familiengeführte Unternehmen aus der Schweiz zeigt dort beeindruckende Bilder von Baumaschinen – von Baggern, Kränen und Zementmischern, die auf den größten Baustellen dieser Welt aktiv sind. Bilder, die das kleine Spielkind in unserem Inneren ansprechen.

So möchte man sich bei der Innenansicht eines Bagger-Cockpits mit Ausblick auf die riesige Schaufel am liebsten hinters Steuern setzen und losbaggern. Eine weiteres Beispiel dafür, wie sich allein mit Bildern Produkte emotionalisieren lassen. Mittlerweile stehen 122 Bilder online, mit denen das Unternehmen 22.900 Abonnenten gewonnen hat. Tendenz steigend.

Learnings aus den gezeigten Beispielen

Es kommt nicht nur auf die Bilder an. Sie erregen zwar Aufmerksamkeit und vermitteln bereits einen Teil der Unternehmensphilosophie. Doch ohne einen erklärenden Kurztext, der die Essenz des Gesehenen kurz und knackig beschreibt, fühlt sich der Betrachter alleingelassen. Deshalb: Schreiben Sie mit kurzen, nicht verschachtelten Sätzen eine Bildunterschrift.

Loben Sie aber nicht das Produkt selbst in den Himmel. Nehmen Sie stattdessen seinen Nutzen für Kunden in den Fokus. Und nutzen Sie die Gelegenheit, um einen Link zu einer passenden Landing-Page zu setzen, die den Followern Zusatzinfos in Aussicht stellt.

Last but not least: Nutzen Sie gezielt – nicht übertrieben – Hashtags, um die Verbreitung des Contents zu beschleunigen. Viel Spaß dabei!

Instagram ist auch für B2B-Marketing geeignet

Seit Juli 2016 gibt es die Möglichkeit, das eigene Profil in ein geschäftliches Profil umzuwandeln. Dort gibt es beispielsweise einen CTA-Button, über den Unternehmen eine Telefonnummer oder den Link zur eigenen Website hinterlegen können. Eine effektive Einladung zur Interaktion mit der Zielgruppe. Doch nicht nur das: Unternehmen wandeln zudem mit wenigen Klicks einen Beitrag kurzerhand in eine Werbeanzeige um, die zwischen den Videos und Bildern ihrer Zielgruppe erscheint.

Instagram ist ein Werkzeug, das Sie mit vergleichsweise wenig Aufwand in ihren Marketing-Werkzeugkasten aufnehmen können. Sie lassen B2B-Kunden an Ihrem Geschäftsalltag teilhaben, emotionalisieren Produkte und Dienstleistungen und stärken dadurch die Kundenbindung. Die Onlineplattform eignet sich aber auch, um Produkte zu verlinken, Traffic für Landing-Pages und dadurch letztlich mehr Leads zu generieren.

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Instagram im B2B-Marketing gemacht? Erzählen Sie uns doch davon in den Kommentaren. 

So nutzen Sie Instagram for Business

Themen: Social Media

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