Social Media übt großen Einfluss auf unsere Vorstellung und Meinung von Marken aus und wirken dementsprechend auf unser Kaufverhalten. Das ist der Grund, warum kleine, mittlere und vor allem große Unternehmen eine Social Media Strategie genau planen und gewissenhaft implementieren und ausführen müssen. In diesem Beitrag werden Tipps zur erfolgreichen Markenkommunikation in sozialen Netzwerken vorgestellt.

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Was macht eine Marke aus?

Eine Marke besteht aus dem Markenimage und der Markenidentität. Dabei ist das Image das Bild, das andere von der Marke haben. Die Identität ist das Selbstbild der Marke und definiert, wofür sie steht. Beide Aspekte können mit zielgerichteten Maßnahmen und konsequenter Kommunikation untermauert oder verändert werden. So ist es auch möglich, die Corporate Identity positiv zu beeinflussen und den Wert der Marke zu steigern.

Wichtig: Unausgegorene Maßnahmen und lückenhafte bzw. falsche Kommunikation kann die Marke auch schwer schädigen.

Was bedeutet Markenkommunikation?

Markenkommunikation passiert, sobald Konsumenten und Konsumentinnen mit dem zu vermarktenden Produkt in Berührung kommen. Markenkommunikation heißt also nicht einfach klassische Werbung, sondern klare Marketingstrategien und rege Unternehmenskommunikation.

Markenkommunikation hat das Ziel, eine Marke langfristig auf dem Markt und in der Vorstellung der Menschen zu verfestigen. Mit gelungener Kommunikation ist es möglich, Kundinnen und Kunden zu gewinnen, zu binden und zufrieden zu stellen.

Wie gelingt Markenkommunikation auf Social Media?

Markenkommunikation muss cross-medial funktionieren und sich durch Einheitlichkeit und Klarheit auszeichnen. Die Corporate Identity samt Unternehmenswerten sollte auf allen Kanälen einheitlich vermittelt werden, so auch auf Social Media. Wichtig ist zu bedenken, dass Social Media nicht gleich Social Media ist, denn für den Microblogging-Dienst Twitter eignen sich nicht dieselben Kommunikationsmaßnahmen wie für die auf Bilder fokussierte Plattform Instagram. 

Um die Corporate Identity zu stärken, die Reputation zu verbessern und den Wiedererkennungswert zu steigern, eignen sich Social Media Plattformen zum Publizieren von zielgerichteten Inhalten. Aber wie genau funktioniert moderne Markenkommunikation auf Social Media? Im Folgenden werden einige hilfreiche Tipps vorgestellt.

Häufige Interaktion

Durch die interaktive Natur von Social Media ist es möglich, mit Kunden, Kundinnen und Interessierten in Kontakt zu treten. Es reicht für Marken nicht mehr aus, die Stimmung nur zu beobachten, sie müssen interagieren und partizipieren. Die Menschen erwarten von ihnen volles Engagement, denn sie schenken ihre Aufmerksamkeit und Zeit auf Social Media Plattformen nur den Marken, die nahbar und kommunikativ sind. Kommentare lesen und Like-Zahlen beobachten ist heutzutage nicht genug.

Echter Mehrwert

Inhalte auf Social Media sollen den Menschen tatsächlichen Mehrwert liefern. Hochwertige Inhalte zu Produkten, die unter einer Marke vertrieben werden, bieten Kunden und Kundinnen die Chance, das Produkt genau kennenzulernen. So können sie sich selbst zu einer Kaufentscheidung verhelfen, wenn sie unschlüssig sind. Weitere Inhalte, die Kundinnen, Kunden und Nutzenden auf Social Media zu Mehrwert verhelfen:

  • Hinweise oder Tricks zur Nutzung von Produkten
  • Produktionsvorgänge, um Personen zu zeigen, wie das gekaufte Produkt entstand
  • Meinungen und Rezensionen anderer Nutzerinnen und Nutzer – Stichwort Authentizität
  • Nutzergenerierte Inhalte, die das Produkt in Aktion zeigen – auch von Influencern und Influencerinnen

Zielgruppenbasierte Markenkommunikation

Erfolgreiche Markenkommunikation ist auch auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt und bedient sich der Plattform, auf der die Zielgruppe hauptsächlich aktiv ist. Sinnvolles Markenmanagement setzt gleichzeitig auf eine abgerundete Strategie, die über alle Plattformen hinweg befolgt wird.

Viele Kunden und Kundinnen sind auf mehreren Plattformen aktiv – so muss die Markenkommunikation auf allen Plattformen einheitlich sein, aber trotzdem genug Raum für individuelle Schwerpunktsetzung lassen.

Facebook eignet sich für lokale Inhalte und Vernetzung, Twitter mehr für Ankündigungen und Promotion. Foto und Video funktioniert auf Instagram am besten.

Emotion und Persönlichkeit

Erfolgreiche Markenkommunikation spricht (potenzielle) Zielgruppen auf persönlicher Ebene an, erweckt Emotionen und provoziert Engagement. Rund um die Corporate Identity und Unternehmenswerte soll eine Story entstehen, die die Kundschaft abholt und in der sie sich repräsentiert und verstanden fühlen. Marken und Lifestyle sind untrennbar miteinander verbunden.

In Stories können die Menschen, die zur Marke gehören, ins Zentrum gerückt werden. Es ist möglich, Werte und Ideale zu betonen und Neuerungen bzw. zukünftige Vorhaben ankündigen. Das Um und Auf ist, dass Menschen sich angesprochen fühlen und sich in Geschichten wiedererkennen.

Nur Marken, die es schaffen, in Menschen Emotionen zu erwecken, bleiben ihnen auf längere Zeit im Gedächtnis. Idealerweise ruft die Markenkommunikation positive Emotionen oder Erinnerungen hervor.

Kollaboration mit Spezialisten

Abhängig vom jeweiligen Ziel, sollten externe Fachleute und kreative Köpfe zur Kollaboration eingeladen werden. Kreativer Input ist für die Stärkung der Marke sehr wichtig, eigene Agenturen bieten Support wo auch immer dieser gebraucht wird – Strategiefindung, Influencer-Marketing, Live Streaming und viele weitere Leistungen.

Die externen Fachleute kooperieren mit Unternehmen bzw. Marken, um diese in ihrer Kampagne zu unterstützen und die Corporate Identity hervorzuheben und zu stärken.

Auch offline kann eine Kollaboration die Marke maßgeblich stärken und zwar durch das Hinzuziehen von linearen Medien wie Print und TV. Marken, denen eine ausgewogene Strategie zugrunde liegt, haben die Möglichkeit, den potenziellen Kunden und Kundinnen einen Berührungspunkt in den traditionellen Medien zu liefern und sie so zu motivieren, in den interaktiveren sozialen Medien mit der Marke in Dialog zu treten.

Unterstützung von außen

Um die Autorität der Marke zu untermauern und Reichweite dazuzugewinnen, setzen erfolgreiche Marken auf die Unterstützung von bekannten Bloggern und Influencerinnen. Dabei ist Authentizität das A und O, denn deren Personal Branding muss zur Corporate Identity passen und darf die Werte des Unternehmens nicht untergraben.

Umgang mit Negativkritik

Negativkritik und der Umgang damit kann eine Marke maßgeblich beeinflussen. Menschen können auf Social Media zu Zeugen werden, wie eine Marke auf schlechte Rückmeldungen reagiert. Marken, die es schaffen, in ihrer Kommunikationsstrategie - inklusive dem Umgang mit Negativkritik – ein einheitliches Bild zu erzeugen, erwecken auch Vertrauen bei (potenziellen) Kundinnen und Kunden.

Fazit: Erfolgreiche Markenkommunikation durch Social Media

Social Media Plattformen sind für die Markenkommunikation ein wichtiger Kanal, der nach Einheitlichkeit, Authentizität und Interaktion verlangt. Marketingstrategien müssen genau geplant und befolgt werden, um eine Marke über Plattformen hinweg aufzubauen und zu stärken.

Markenkommunikation soll Emotionen erzeugen und Kunden und Kundinnen echten Mehrwert liefern – erst dann entsteht eine Bindung zwischen Mensch und Marke, die sogar ein Leben lang halten kann.

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Titelbild: zakokor / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 7. Oktober 2021, aktualisiert am Oktober 07 2021

Themen:

Social-Media-Marketing