CPC, CTR und PPC. TKP, POS und B2B. Was sich nach einem Song der Fantastischen Vier anhört, ist fester Bestandteil des Marketingrepertoires. Für Einsteiger klingt das erst einmal kompliziert. Dabei sind gerade Pay per Click und Cost per Click schnell erklärt und bieten entscheidendes Potenzial für die Steuerung Ihrer nächsten Kampagnen.

Wir erklären Ihnen, was die beiden Begriffe bedeuten, wie Sie Ihre erste PPC-Kampagne starten und was der große Vorteil an dem Abrechnungsmodell ist.

Leitfaden: So nutzen Sie G Suite für die effektive Organisation von  Marketing-Kampagnen.

PPC wird dementsprechend auch manchmal Klickvergütung genannt. Der Vorteil ist, dass Sie nur bezahlen, wenn eine tatsächliche Aktion – ein Klick auf Ihre Anzeige beziehungsweise ein Besuch Ihrer Website – ausgeführt wird.

Was ist CPC (Cost Per Click)?

Während der PPC die Abrechnungsmethode ist, bezeichnet CPC (Cost per Click) den entsprechenden Preis, den Sie für den einzelnen Klick auf Ihre Anzeige bezahlen. Das Prinzip ist simpel: Sie bezahlen nur dann, wenn Ihr Werbemittel auch angeklickt wird.

Der CPC kann ein Fixpreis sein, häufig bieten Sie aber auch auf ein Keyword. Das funktioniert dann wie eine Auktion: Das Unternehmen, welches den höchsten Betrag bietet, bekommt den Werbeplatz. Je mehr Sie also pro Klick bieten, desto häufiger erscheint Ihre Anzeige in den Suchergebnissen.

Dabei können Sie auswählen, ob Ihre Anzeige nur bei der exakten Eingabe Ihrer Keywords oder stattdessen in einem breiterem Kontext ausgespielt werden soll. Es ist auch möglich, Ihre Anzeigen auf bestimmte Regionen zu beschränken (Geo-Targeting) oder Suchanfragen, in denen bestimmte Wörter vorkommen, auszuschließen. Wie gut Ihre Anzeige performt, sehen Sie an der Click-Through-Rate (CTR): Diese Zahl sagt aus, welcher Prozentsatz der Nutzer, denen die Anzeige ausgespielt wird, Ihr Werbemittel anklickt.

Was sind PPC-Kampagnen?

PPC-Kampagnen sind Kampagnen, die auf dem Prinzip des Pay per Click basieren. Dabei ist SEA, also Search Engine Advertising, einer der Bereiche, in dem das Prinzip des Pay per Click am häufigsten angewendet wird. Google AdWords oder Yahoo Search Marketing funktionieren ebenfalls mit Klickpreisen. Aber auch Facebook-Anzeigen, Displays und Banner oder Textlinks im Affiliate Marketing werden häufig pro Klick bezahlt.

Weil Google Adwords sicherlich zu einem der bekanntesten Tools gehört, möchten wir Ihnen an diesem Beispiel das Aufsetzen einer PPC-Kampagne erklären. Ist das Prinzip einmal verstanden, können Sie es auf viele weitere Tools anwenden.

PPC und CPC Anleitung: So geht’s

Sie richten einen Account bei dem Anbieter ein, bei dem Sie Anzeigen schalten möchten. Im Fall von Google AdWords können Sie sich mit Ihrem Google-Account anmelden und erstellen anschließend, falls nötig, verschiedene Konten für die Unternehmen, die Sie betreuen. Unter diesen Konten können Sie dann Kampagnen anlegen. Sie werden gebeten, Ihre Kreditkarte als Zahlungsmittel zu hinterlegen und einen Preis für die Kampagne auszuwählen.

Für die PPC-Kampagne bestimmen Sie dann Keywords. Diese sorgen dafür, dass die anorganischen Suchergebnisse – also Ihre Anzeigen – immer dann in den Suchergebnissen ausgespielt werden, wenn ein User nach den entsprechenden Keywords sucht.

Beachten Sie, dass in den meisten Fällen mehrere Unternehmen dieselben Keywords bewerben möchten. Wenn das der Fall ist, kommt es zwischen den Bietenden zu einer Auktion um den Erhalt der Werbeplatzierung: Wenn Sie also einen Euro als CPC bieten, ein anderes Unternehmen aber nur 90 Cent, so erhalten Sie den Werbeplatz und Ihre Konkurrenz geht leer aus.

Sobald Nutzer dann nach dem entsprechenden Keyword suchen, wird diesen Ihr Adword beziehungsweise Ihre Anzeige ausgespielt. Der große Vorteil an PPC ist, dass Sie nur bezahlen, wenn Ihre Anzeige erfolgreich ist und ein Nutzer tatsächlich auf diese klickt.

Der Account ist in wenigen Minuten eingerichtet und Sie können gleich mit dem Erstellen Ihrer Anzeigen loslegen. Nun können Sie experimentieren, welche Wortwahl und Keywords die höchste CTR erzielen.

Zum messbaren Ziel: Die Reichweite

Jetzt wissen Sie, wofür PPC steht und wie eine PPC-Kampagne aussehen kann. Aber wofür das ganze Prozedere?

Durch die Formel des Pay per Click können Sie vordergründig die Reichweite der Unternehmenspräsenz im Netz steigern – und das komplett steuerbar, weil Ihnen die volle Kostenkontrolle obliegt. Das erlaubt es Ihnen, von vornherein festzulegen, welches Budget Sie für Ihre Kampagne ausgeben möchten.

Unangenehme Überraschungen bleiben so aus. Und Sie minimieren Streuverluste an Nutzer, denen die Anzeige zwar ausgespielt wird, die diese aber nicht anklicken (oder gar nicht erst wahrnehmen). Sie zahlen also nur dann, wenn Ihre Anzeigen die Nutzer auch wirklich ansprechen und diese auf Ihr Webangebot aufmerksam werden.

Für Ihren Alltag als Marketer bedeutet das, dass Reichweite nicht nur ein vager Begriff bleibt, sondern zu einem messbaren und operationalisierbaren Ziel wird.

So nutzen Sie die Google Suite

Headerbild: designer491 / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 28. Oktober 2019, aktualisiert am Oktober 28 2019

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