Um die Conversion Rate einer Website zu steigern, gibt es scheinbar endlose Möglichkeiten: neues Design, schnellere Ladezeiten, kluge Werbetexte. Sogar kleinste Veränderungen wie die Farben von Schaltflächen können einen Einfluss haben. Doch viele dieser Ansätze sind nicht für alle Unternehmen realistisch, denn die meisten CRO-Taktiken (Conversion Rate Optimization) nehmen viel Zeit in Anspruch und/oder übersteigen das Marketingbudget kleinerer Unternehmen.

Doch eine höhere Conversion Rate muss nicht teuer sein oder tagelange Arbeit bedeuten. Denn es gibt einen erwiesenen Ansatz, der beinahe keinen Extra-Aufwand bedeutet und gratis implementiert werden kann: Social Proof.

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Social Proof: Höhere Conversion Rate, leicht gemacht

Jeder Unternehmer kennt den Wert von Mundpropaganda. Doch Kundenrezensionen sind nur die einfachste Form des Social Proof. in diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Arten und Weisen, wie Social Proof zu einer höheren Conversion Rate beiträgt.

Wieso gerade Social Proof?

Social Proof ist gerade im Internet effektiv, weil nicht viele Unternehmer seine Möglichkeiten voll ausschöpfen. Offline ist Social Proof hingegen offensichtlich und allgegenwärtig: Wir gehen lieber in ein gefülltes Restaurant als in eins, in dem nur wenige Gäste sitzen. Würde man also die „Conversion Rate“ für die Laufkundschaft eines Restaurants berechnen, dann würden mehr Gäste dem Restaurant noch mehr Gäste einbringen — die Conversion Rate wäre also höher.

Social Proof kann auf verschiedene Art und Weise greifen:

  • Mitläufereffekt / Herdentrieb. Menschen sind soziale Wesen, und wenn es so aussieht, als ob auf einmal alle etwas Bestimmtes tun/kaufen/tragen, dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass wir es auch tun/kaufen/tragen. Und sehen wir eine Menschenmenge, dann fragen wir uns sofort, warum diese sich versammelt hat.
  • Was machen unsere direkten Bekanntschaften? Wenn Freunde, Verwandte oder andere Vertraute etwas tun bzw. empfehlen, vertrauen wir sofort darauf. Dies liegt ganz einfach daran, dass nun „einer von uns“ etwas tut, nicht nur alle anderen.
  • Experten-Meinungen. Ähnlich wie die Meinungen von direkten Bekanntschaften genießen auch Experten (sowohl echte als auch vermeintliche) einen Vertrauensbonus.
  • Gütesiegel und -Symbole: Wir alle kennen etwa die Aufkleber von TripAdvisor, die an den Schaufenstern von vielen Restaurants kleben. Solche Gütesiegel erzeugen durch Social Proof den Eindruck, dass viele andere Kunden dem Restaurant vertrauen.

Und selbstverständlich kommen diese menschlichen Eigenschaften auch online zum Tragen. Besucherzähler auf Blogs gibt es seit vielen Jahren. Unternehmen sammeln Kundenrezensionen und veröffentlichen sie auf ihren Websites. Und Sterne-Bewertungen auf Google (oder anderen Plattformen wie Yelp) sorgen für mehr Vertrauen.

Das Problem dabei: All das bedeutet Arbeit. Nur wenige Unternehmer haben die Zeit, ihre Website ständig zu bearbeiten. Kundenmeinungen einzuholen und zu veröffentlichen, kostet Zeit. Zeit, die die meisten Unternehmer nicht haben.

Deswegen sind viele der Strategien oft unrealistisch für Unternehmen, die keine eigene Marketingabteilung haben und nicht monatlich tausende Euro an eine Agentur bezahlen können.

Kann Social Proof Werbung ersetzen?

(Authentischer) Social Proof funktioniert nur dann, wenn eine Website schon Besucher bekommt. Eine ausgereifte Traffic-Strategie kann Social Proof deswegen nicht ersetzen, er kann sie aber tatkräftig unterstützen, indem aus dem generierten Traffic mehr Conversions entstehen. Dennoch gibt es auch für die Generierung von Traffic Strategien, die mit geringem Aufwand umzusetzen sind. Hierzu gehören beispielsweise Push-Benachrichtigungen, die Besucher zurück auf die Website bringen.

Glücklicherweise lassen sich heute viele Social-Proof-Funktionen für Websites über verschiedene Tools automatisieren:

1. Besucherzähler

Viele Unternehmen bauen in ihre Websites Besucherzähler ein. Dort wird dann angezeigt, wie viele Besucher die Website momentan besuchen (oder sie besucht haben). Der Effekt ist ähnlich wie der, den wir spüren, wenn wir ein gefülltes Restaurant sehen.

2. Conversion-Benachrichtigungen

Diese kleinen Pop-Ups zeigen Conversions an. Dazu zählen zum Beispiel Verkäufe oder Anmeldungen für eine E-Mail-Liste. Das hat einen ähnlichen Effekt wie ein leeres Regal im Supermarkt: Es weckt das Verlangen, noch ein Produkt abzubekommen. Wenn diese Benachrichtigungen einen Link enthalten, können die Besucher schnell auf relevanten Seiten gelangen.

3. Kundenmeinungen/Testimonials

Während Kundenmeinungen auch ohne Tools angezeigt werden können, vereinfachen entsprechende Tools den Prozess natürlich, da so nicht jede Kundenmeinung individuell gesammelt und eingebaut werden muss.

4. Sterne-Bewertungen

Sterne und andere Formen von Bewertungen zeigen nicht nur, dass andere Nutzer ein Produkt kaufen/einen Service verwenden. Sie zeigen auch, dass andere dem Unternehmen vertrauen. Einige Tools können sogar dabei helfen, die auf anderen Plattformen erhaltenen Sterne auf der eigenen Website anzuzeigen.

5. Anzeigen von sozialen Netzwerken

Über die Zahl der Facebook-Likes, YouTube-Abonnenten oder Instagram-Follower können Unternehmen zeigen, dass sie über eine entsprechende Reichweite verfügen und so mehr Besucher auf die entsprechenden Kanäle bringen. Außerdem bauen die bestehenden Zahlen Vertrauen auf. Das ist dann so ähnlich, wie wenn sich eine Menschenmenge ansammelt und man sehen möchte, was los ist.

Alle diese Tools erzeugen mehr Vertrauen und damit eine höhere Conversion Rate. Dank verschiedenster Software-Tools können Unternehmen Social Proof auch online nutzen und ihre Conversion Rates erhöhen. Es empfiehlt sich, eine Kombination verschiedener Strategien zu nutzen, um den Effekt zu maximieren.

Um den Aufwand zu minimieren, empfiehlt es sich, miteinander kompatible Tools zu verwenden. Das liegt daran, dass viele Tools eine Website oft unnötig verlangsamen und die Verwaltung verschiedenster Programme mehr Arbeit bedeutet, als ein zentrales Dashboard zu verwalten. Auf der anderen Seite sind heutzutage auch Anbieter verfügbar, die eine Vielzahl von Social-Proof-Tools unter einer Plattform und zu einem Preis kombinieren.

Fazit

Social Proof führt zu höheren Conversion Rates. Während Social Proof sich online zunächst nur schwierig umsetzen ließ, ist es heute dank verschiedenster Software vergleichsweise einfach und läuft teilweise sogar vollständig automatisch. Wer also seine Conversion Rate ohne großes Budget oder viel Aufwand steigern möchte, der sollte sich mit entsprechenden Social-Proof-Tools vertraut machen.

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Dies ist ein Gastbeitrag von Carsten Schäfer, Gründer von crowdy.ai, der ersten Clients-Convert-Clients Marketing-Plattform. 

Ursprünglich veröffentlicht am 11. April 2019, aktualisiert am April 11 2019

Themen:

Conversion