Möchten Sie Ihre Webpräsenz professionalisieren, sind einige Anpassungen in den verschiedenen Bereichen einer Website notwendig. Dabei hat sich die Fußzeile (Footer) als die Visitenkarte eines Unternehmens herauskristallisiert.

Download: Arbeitsmappe für die Neugestaltung Ihrer Website

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Methoden Ihnen für die Bearbeitung des Footers in WordPress zur Verfügung stehen und welche Elemente Sie mit in die Fußzeile aufnehmen sollten.

Was ist ein Footer?

Der Footer ist die Fußzeile Ihrer Webseite. Standardmäßig gehören in den Footer einer Unternehmenswebseite Angaben wie:

  • Impressum,

  • Datenschutz,

  • AGB,

  • Kontaktdaten,

  • Logo und

  • weitere unternehmensbeschreibende Elemente.

Bearbeiten Sie Ihren Footer in WordPress: Impressum hinzufügen

Nachdem Sie Ihre WordPress-Seite eingerichtet haben, wird im Footer standardmäßig die Fußzeile „Powered by WordPress“ erscheinen. Wollen Sie Ihre Webseite an Ihr eigenes Design anpassen, sollten Sie den Footer entsprechend bearbeiten.

Je nachdem, welches Theme Sie für Ihre WordPress-Seite nutzen, gibt es verschiedene Optionen, den Footer zu ändern. Achten Sie jedoch darauf, dass nicht jeder Anbieter es erlaubt, die Urhebernennung zu entfernen. Hinweise darauf, ob Sie Elemente aus dem Footer entfernen dürfen, finden Sie in den Lizenzvereinbarungen.

Ist Ihr Theme von WordPress selbst, können Sie die Änderungen ohne Probleme vornehmen. Sie können dem Bereich Footer-Elemente hinzufügen und auch die Standardzeile „Powered by WordPress“ anpassen oder entfernen.

Bevor Sie jedoch Dinge im Footer verändern, sollten Sie Ihre WordPress-Website unbedingt speichern. Dieser Schritt stellt sicher, dass Sie Ihre Seite schnell wiederherstellen können, falls Sie einen Fehler machen.

Unabhängig davon, ob Sie Ihre Fußzeile bearbeiten oder eine vollständige Neugestaltung vornehmen, sollten Sie Ihre Website immer absichern, damit Sie ggf. zur ursprünglichen Version zurückspringen können.

So können Footer-Bereiche geändert werden

Abhängig von den Funktionen Ihres Themes können die Footer-Bereiche ganz einfach an das gewünschte Design angepasst werden. Sie können entweder:

  • die Theme-Einstellungen ändern,

  • die Fußzeile mithilfe von Widgets aktualisieren,

  • ein Plugin verwenden,

  • den footer.php-Code überarbeiten

  • oder einen Pagebuilder mit einem Plugin nutzen.

Je nach Präferenz und individuellem Kenntnisstand können Sie nun die geeignete Methode für sich auswählen. Für den Fall, dass Sie sich nicht sicher sind, haben wir hier die unterschiedlichen Varianten für Sie beschrieben.

Methode 1: Ändern Sie die Theme-Einstellungen über den Design Customizer

Viele Theme-Entwickler gehen bereits davon aus, dass Sie die Standardfußzeilen bearbeiten möchten. Daher bieten die meisten eine integrierte Option an, um schnelle Änderungen vornehmen zu können. Da der Aufbau zwischen den verschiedenen Themes jedoch variiert, finden Sie die Einstellung nicht unbedingt am selben Ort.

Befindet sich in Ihrem Theme eine Möglichkeit, den Footer über den Design Customizer zu ändern, gehen Sie dazu wie folgt vor:

  1. Melden Sie sich im WordPress-Dashboard an.

  2. Gehen Sie zu Design > Customizer.

  3. Nehmen Sie im Copyright-Bereich Änderungen am Footer vor.

Footer in WordPress copyright bereich

Bild: WPBeginner

Methode 2: Verwenden Sie ein Fußzeilen-Widget

Andere WordPress-Themes nutzen Widgets, um bestimmte Funktionen, wie beispielsweise Fußzeilen, hinzuzufügen. Sie finden Ihr Fußzeilen-Widget unter Design > Widgets oder im Customizer unter Widgets. Wie viele Widgets hinzugefügt werden können, hängt ebenfalls von Ihrem Theme ab.

Um die Fußzeile zu bearbeiten, klicken Sie auf das entsprechende Widget und anschließend auf „Widget hinzufügen“. Entscheiden Sie nun, ob das Footer-Element Text, Bild oder andere Medien enthalten soll. Je nach Theme-Optionen können Sie dem Footer-Bereich verschieden viele Spalten hinzufügen.

Footer in WordPress bearbeiten: Fußzeilen widget

Screenshot: WordPress Theme von Pipdig

Methode 3: Nutzen Sie ein Footer-Plugin

WordPress-Plugins erweitern die Funktionen Ihrer Website. Sie bieten eine einfache Lösung, um Änderungen durchzuführen. Ein weiterer Vorteil:  Für Plugins brauchen Sie keinerlei Programmierkenntnisse.

Führen Sie die folgenden Schritte durch, um die Fußzeile mithilfe eines Plugins zu bearbeiten:

  1. Installieren und aktivieren Sie das Plugin „Remove Footer Credit“.

  2. Gehen Sie zu Tools > Remove Footer Credit.

  3. Geben Sie anschließend den Text oder HTML-Code, den Sie aus Ihrem Footer entfernen möchten, in das erste Textfeld ein. Fügen Sie dann Ihren eigenen Fußzeilentext zum zweiten Textfeld hinzu.

  4. Klicken Sie auf „Save“. (Speichern)

Footer in WordPress bearbeiten footer plugin

Bild: WordPress

Methode 4: Bearbeiten Sie den Footer.php-Code

Die Fußzeile wird im Quellcode als footer.php-Datei definiert. Sie können die Datei bearbeiten, indem Sie zu Design > Theme-Editor gehen. Befolgen Sie dann die folgenden Schritte:

  1. Wählen Sie das Theme in der rechten Seitenleiste aus.

  2. Suchen Sie den Footer-Code (footer.php) unter den Theme-Dateien und klicken Sie die Datei an.

  3. Suchen Sie nun mithilfe von „STR + F“ den Code-Schnipsel:

Footer in WordPress bearbeiten code schnipsel

 

code schnipsel für den footer in wp einfügen

Bild: ThemeSkills

1. Ersetzen Sie den PHP-Code durch den folgenden Code und ersetzen Sie „add text here“ durch Ihren spezifischen Inhalt.

Footer in WordPress bearbeiten php-code ersetzen

2. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Datei aktualisieren“.

3. Im Footer Ihrer Webseite steht nun der von Ihnen hinzugefügte Text.

Methode 5: Verwenden Sie einen Theme-Builder mit einem Footer-Plugin

Theme-Builder sind eine weitere Möglichkeit, das Design Ihrer Webseite an Ihre Marke anzupassen. Die meisten Tools verfügen über ein integriertes Footer-Plugin, mit dem Sie Ihre Fußzeile verändern können.

Jupiter X bietet beispielsweise einen intuitiven Drag-and-Drop-Editor, mit dem Sie die Fußzeile ganz einfach anpassen können. Widgets können in Echtzeit hinzugefügt, geändert oder entfernt werden. Zudem stehen Ihnen auch Dutzende vorgefertigter Vorlagen für den Footer zur Verfügung.

Auch das Tool Elementor bietet dynamische Vorlagen zum Erstellen ansprechender Webseiten ganz ohne Programmierkenntnisse. Wählen Sie aus einer Vielzahl von Footer-Vorlagen aus und fügen Sie relevante Kategorien und Seiten auf Ihrer Website hinzu.

Footer in WordPress bearbeiten elementor footer

Bild: Elementor

Zu guter Letzt können Sie den intuitiven Themify-Builder ausprobieren. Entfernen Sie ganz einfach die Standardinformationen zum Urheberrecht und erstellen Sie mit nur wenigen Klicks Ihre benutzerdefinierte Fußzeile.

Häufige Fehler beim Bearbeiten der Fußzeile in WordPress

Beim Bearbeiten Ihrer Webseite sollten Sie stets auf Nummer sicher gehen, denn bereits ein kleiner Fehler kann Ihre gesamte Website lahmlegen. Deshalb finden Sie nachfolgend häufige Fehlerquellen, die Sie bei Änderungen Ihrer Fußzeile unbedingt vermeiden sollten:

Aktualisieren des CSS

Eine Änderung am CSS im Theme ist eine Möglichkeit, die Fußzeile Ihrer Webseite abzuändern.

Dazu wird folgender Code-Schnipsel hinzufügt:

Footer in WordPress bearbeiten css code

Diese Methode verbirgt die Links in Ihrem Footer. Doch Vorsicht: Das Ausblenden der Links täuscht den Google-Algorithmus! Google bewertet eine solche Aktion als Verstoß gegen die Richtlinien und könnte infolgedessen Ihr Suchmaschinen-Ranking senken. Aus diesem Grund sollten Sie auf dieses Vorgehen lieber verzichten. 

Verstoß gegen Lizenzvereinbarungen des Theme-Anbieters

Themes von Drittanbietern enthalten möglicherweise Bestimmungen in den Lizenzvereinbarungen, die Sie daran hindern könnten, Urheberrechtshinweise aus dem Footer zu entfernen. Beachten Sie deshalb unbedingt die individuellen Bestimmungen für Ihr Theme, bevor Sie sich womöglich rechtlich auf dünnes Eis begeben. 

Indem Sie den Footer Ihrer Webseite bearbeiten, können Sie ganz einfach unerwünschte Verweise in der Fußzeile entfernen und das Design an das Erscheinungsbild Ihrer Marke anpassen. Achten Sie jedoch unbedingt auf die jeweiligen Lizenzvereinbarungen Ihres Theme-Anbieters und ein korrektes Vorgehen, um potentielle Fehlerquellen zu vermeiden.

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Titelbild: wutwhanfoto / getty images

Ursprünglich veröffentlicht am 21. Mai 2020, aktualisiert am Mai 21 2020

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Wordpress