Der Cursor blinkt. Sekunden vergehen. Minuten. Und der Cursor steht noch immer an der gleichen Stelle. Kennen Sie derartige Situationen? Dann leiden Sie vielleicht an einer Schreibblockade. Hier erfahren Sie, wie Sie die Blockade lösen können und in einen Schreibprozess kommen.

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Was kann man gegen eine Schreibblockade tun?

Das Wichtigste ist: Finden Sie den Grund für Ihre Blockade. Fragen Sie sich: Was ist der konkrete Grund oder was sind die verschiedenen Ursachen, warum Sie eine Schreibhemmung haben?

Sind der oder die Gründe klar, warum Sie Angst oder ein sinnbildliches Brett vorm Kopf haben, gilt es, eine Lösung zu finden. Ordnen Sie dazu Ihre Gedanken und beginnen dann mit Ihrem Schreibprozess. Damit Ihnen das besser gelingt, sollten Sie ein paar bewährte Tipps anwenden.

Erstklassige Tipps gegen eine Schreibblockade

Mit diesen Anregungen können Sie einen Schreibstau auflösen und schnell die passenden Worte finden.

Tipp 1: Timing

Versuchen Sie nicht, unter Zeitdruck zu schreiben. Stattdessen ist es besser, rechtzeitig mit der Arbeit zu beginnen. Bei langen Texten sollten Sie zudem einen Zeitplan erstellen, bis wann Sie was fertig haben müssen.

Tipp 2: Strukturieren

Bevor Sie loslegen, sollten Sie sich genau überlegen, was Sie schreiben möchten – und wie. Erarbeiten Sie ein Textkonzept, bei dem Sie beispielsweise den Inhalt, die Struktur und Besonderheiten (Bilder, Links etc.) festhalten.

Tipp 3: Recherche

Wenn Sie noch nicht das Fachwissen haben, das Sie für den Text benötigen, sollten Sie sich dieses vor dem Schreiben aneignen. Lesen Sie Online- und Print-Magazine, Blogs und Bücher, oder schauen Sie sich passende YouTube-Videos an. Werden Sie in kurzer Zeit zum Fachmann bzw. zur Fachfrau!

Tipp 4: Abwechslung

Soll Ihr Text um Bilder, Grafiken oder um Videos ergänzt werden? Dann nutzen Sie Ihre Schreibblockade dazu, um derartige Dinge zu erledigen. So lenken Sie sich von Ihrer Schreibhemmung ab, was auch eine mögliche Angst beseitigt. Ist Ihr Kopf frei, können Sie Ihre Gedanken wieder auf den Text fokussieren.

Tipp 5: Ruhe

Ablenkung ist einer der größten Feinde für ein konzentriertes Arbeiten. Beenden Sie deshalb alle Programme, die Sie nicht zum Schreiben benötigen. Dazu gehören besonders Chat- und Mail-Tools, Musik- und Videoplayer. Sorgen Sie auch für eine gute Atmosphäre, indem Sie unter anderem Ihren Arbeitsplatz aufräumen und für eine angenehme Raumtemperatur sorgen.

Tipp 6: Pausen

Ideen für den Blogartikel finden, Fachliches verständlich erklären, eine saubere Struktur schaffen und eine knackige Überschrift schreiben: All das bringt Ihren Kopf im übertragenen Sinne zum Qualmen. Gönnen Sie sich deshalb genügend Pausen. Eine gute Methode, um den Wechsel aus Arbeiten und Erholung zu bewältigen, ist die Pomodoro-Technik.

Tipp 7: Springen

Kommen Sie trotzdem nicht voran? Überwinden Sie Ihre Schreibblockade, indem Sie Ihren Text nicht chronologisch schreiben, sondern „wild durcheinander”. Das heißt, verfassen Sie spätere Absätze, wenn Sie deren Inhalt gerade im Kopf haben. Springen Sie unter Umständen zwischen den Textfragmenten hin und her, wenn Sie das voranbringt.

Tipp 8: Freewriting

Schreiben Sie ein paar Minuten lang einfach irgendetwas, auch wenn das nichts mit Ihrem eigentlichen Inhalt zu tun hat. Das macht die Gedanken frei und bringt Sie in einen Flow. Ebenso können Sie Techniken des kreativen Schreibens anwenden, um Ideen zu generieren und um Ihren Schreibprozess in Gang zu bringen.

Was sind die Ursachen für eine Schreibblockade?

Es gibt verschiedene Gründe, warum es bei Ihnen zu einer Blockade oder gar einer Angst vor dem Schreiben kommen kann. Unter Umständen lösen mehrere Ursachen in Ihrem Kopf die Schreibhemmung aus. Das können zum Beispiel sein:

1. Fachwissen

Sie müssen einen Text über ein Thema schreiben, mit dem Sie sich wenig bis gar nicht auskennen. Deshalb stehen Sie unter Druck, das fehlende Wissen nachzuholen – meist in kurzer Zeit – und richtig zu verstehen. Zudem haben Sie die Herausforderung, das erlernte Fachwissen kompetent wiederzugeben. So etwas kann verständlicherweise einschüchtern oder gar Angst vor Versagen auslösen.

2. Deadline

Sie müssen Ihren Text bis zu einem festgelegten Datum oder einer klar definierten Uhrzeit fertig haben. Gerade wenn wenig Zeit bleibt und die Deadline immer näher kommt, erzeugt das Stress. Und der führt unter Umständen zu einer Blockade.

3. Textlänge

Ein weiterer Grund für eine Schreibblockade kann der Umfang sein. Haben Sie das Ziel, ein Buch, eine Doktorarbeit oder einen langen Blogartikel zu schreiben, ist das eine gewaltige Aufgabe. Eine, die viel Arbeit bedeutet. So etwas baut ebenso einen unangenehmen Druck auf.

4. Details

Oft ist es nicht mit dem Verfassen des Textes getan. Sie sollen zusätzlich noch passende Bilder besorgen, SEO-Vorgaben erfüllen, Quellen als Belege integrieren oder spezielle technische Vorgaben erfüllen. Ihr Kopf ist deshalb voll mit verschiedenen Aufgaben, weshalb Sie sich nicht mehr auf das Wesentliche – das Schreiben – konzentrieren können.

5. Ablenkung

Eine Heizung, die quietscht; sengende Hitze, die Schweiß auf die Stirn treibt; oder ein Mail-Programm, das ständig neue Nachrichten anzeigt: Eine Schreibblockade entsteht auch, wenn Sie abgelenkt werden. Derart können Ihre Gedanken nicht frei kreisen und Sie haben quasi Ihren Kopf ständig woanders.

Überwinden Sie die Schreibblockade

Lassen Sie sich nicht von einem weißen Blatt Papier oder einem leeren Dokument beeindrucken! Wenden Sie ein paar der genannten Tipps an. Und vielleicht finden Sie auch Rituale, die Ihre Blockade lösen. So kann bei einigen Personen der Duft eines leckeren Kaffees Wunder wirken.

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Titelbild: damircudic / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am Aug 15, 2022 2:00:00 AM, aktualisiert am Januar 20 2023

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