Facebook ist und bleibt das führende soziale Netzwerk in Deutschland – und damit als Werbeplatz weiterhin ein Garant für Reichweite. Rund 32 Millionen Deutsche loggen sich laut Firmenangaben mindestens einmal im Monat ein. Gut 23 Millionen davon loggen sich täglich ein und bekommen damit auch eine Vielzahl von unterschiedlichen Werbeanzeigen angezeigt. Der Tech-Riese aus Palo Alto ist damit die größte Werbeplattform weltweit.

Doch welche Facebook-Anzeigen funktionieren am besten für Ihr Unternehmen und was gilt es dabei zu beachten? Wir zeigen es Ihnen anhand von sechs Beispielen erfolgreicher Werbetreibender auf Facebook.

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Beispiele von Facebook Ads: Welche Anzeige-Formen gibt es?

Facebook bietet aktuell (Stand Juli 2019) unter anderem diese Anzeigenformate an:

  • Image Ads
  • Video Ads
  • Slideshow Ads
  • Carousel Ads
  • Collection Ads
  • Instant Experience
  • Messenger Ads
  • Playable Ads

Da sämtliche Werbeanzeigen bei Facebook und Instagram ein Bild enthalten müssen, bilden Image Ads in gewisser Weise die Grundausstattung der Anzeigenformate. Daneben können mit Video Ads auch Videos als Werbemittel verwenden werden.

Mehrere solcher Bilder oder Videos lassen sich dann als Slideshow Ads schalten – Carousel Ads erlauben sogar bis zu zehn Motive mitsamt unterschiedlicher Links. Collection Ads hingegen funktionieren eher wie ein Katalog mit einem schnell ladenden Hauptmotiv.

Instant-Experience-Anzeigen sind Vollbildvarianten der Anzeigen und funktionieren nur auf Smartphones. Messenger Ads werden im Messenger-Postfach der Nutzer platziert. Playable Ads sind interaktive Anzeigen im Videoformat, die die Testversion einer Spiele-App bewerben.

Alle Anzeigen-Formate gemein ist ein zentraler Call-To-Action, der die Facebook-Nutzer zu einer Folgehandlung bewegen soll. Bei der Wahl des passenden Werbeformats sollten Sie sich also zuallererst mit dem Ziel befassen, auf das eine Anzeige hinarbeiten soll.

Facebook-Anzeigen: Das Ziel bestimmt das Format

Facebook selbst weist darauf hin, dass die unterschiedlichen Formate jeweils für ganz bestimmte Ziele konzipiert sind. Ein Onlineshop, welcher verschiedene Produkte präsentieren möchte, ist besser damit beraten, Carousel Ads oder Collection Ads zu nutzen als simple Image Ads. Denn so bietet sich den potenziellen Kunden schon direkt in der Timeline die Möglichkeit, durch das Sortiment zu stöbern, statt erst zum Shop selbst geführt werden zu müssen.

Gleichzeitig kann es bei einem einzelnen Produkt sinnvoll sein, den Fokus zu verengen und lediglich auf ein Bild bzw. Video mit griffigem Call-to-Action zu setzen, um Nutzer direkt auf eine Landing-Page zu leiten und dort weitere Inhalte nachzuliefern. Das gewünschte Marketingziel sollte also schon bei der Auswahl des Formats bedacht werden, um Anzeigen bei Facebook ideal einzusetzen. Davon ausgehend muss dann das Kreativmaterial, das heißt Bild bzw. Video und Text, im Sinne des Marketingziels gestaltet werden.

Inspirierende Beispiele für Facebook Ads

Wie Unternehmen dies erfolgreich umsetzen, zeigen Ihnen folgende Beispiele gelungener Facebook Ads.

1. Information auf den Punkt

Nutzer werden im Netz von Informationen regelrecht überflutet. Der Facebook-Newsfeed bildet da keine Ausnahme – sondern ist im Gegenteil eine endlose Aneinanderreihung von visuellem Input. Dementsprechend sind solche Werbeanzeigen im Vorteil, die aus der Masse hervorstechen, beispielsweise indem sie klare, unmissverständliche Botschaften kommunizieren. Das lässt sich etwa mit prägnanten Aussagen und minimalistischem Design erreichen.

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Ein gutes Beispiel liefert die digitale Versicherung Coya, welche bereits auf den ersten Blick verständlich ihr Angebot kommuniziert – und dabei noch mit einem gekonnten Wortspiel Aufmerksamkeit im Feed erregt.

2. Nutzen klar kommunizieren

Mehrwert stellt im Onlinemarketing einen zentralen Erfolgsfaktor dar. Nur die Inhalte, die für die Nutzer Relevanz haben, indem sie ein bestimmtes Bedürfnis adressieren, sind bei der Masse an Content auch konkurrenzfähig. Das gilt auch für Facebook Ads.

Briefodruck verzichtet in diesem Sinne bei seiner Videoanzeige auf blumige Worte oder kreative Slogans und wirbt stattdessen mit einem nutzbringenden Angebot für seine Klientel. Entsprechend heißt es schon in der Überschrift: „Mehr Response”. Und auch die Beschreibung argumentiert rein nutzenorientiert, wenn sie ganze 80 Mailing-Inspirationen anbietet.

Im Video wird das Angebot dann schließlich noch ausführlicher erklärt.

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3. Auf „Microinteractions“ setzen

Durch eine Anzeige blättern wie durch einen Katalog – diesen Vorteil der Social -Media-Plattform machen sich etwa die Modelabel AEVOR sowie KAPTEN & SON ideal zu eigen. So gewinnen potenzielle Kunden bereits vor dem Besuch im eigentlichen Shop einen Überblick, und zwar sowohl über das Sortiment als auch über die Preise.

Der Beschreibungstext tritt angesichts dessen in den Hintergrund und ist im Beispiel von AEVOR reduziert auf die wichtigsten Informationen für interessierte Nutzer. KAPTEN & SON hat hingegen eine direkte Ansprache gewählt, um die Nutzer auf die Produkte in ihrem Warenkorb hinzuweisen. In diesem Fall handelt es sich offenbar um eine Retargeting-Anzeige, die Shop-Besuchern als Facebook-Werbung ausgespielt wird.

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4. Irritation als Blickfang einsetzen

Im Informations-Overkill kann Reduktion und Klarheit ein Vorteil sein, wie die ersten beiden Beispiele zeigen. Aber auch gezielte Irritation kann Blicke auf sich ziehen. Marketer wissen: Aufmerksamkeit zu gewinnen kommt vor der eigentlichen Wahrnehmung von Informationen. Die bekannte AIDA-Formel stellt nicht umsonst das A für Aufmerksamkeit ganz an den Anfang.

Durch eine gezielte Irritation etwa lässt sich nicht nur der Blick und somit die Aufmerksamkeit von Nutzern gewinnen. Darüber hinaus erzeugt diese Irritation auch den Wunsch nach Aufklärung bzw. Kontextualisierung. So sorgt das merkwürdige Motiv im folgenden Beispiel von Netflix fast automatisch dafür, einen Blick auf die Überschrift zu werfen – welche über eine neue Veröffentlichung informiert.

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5. Kunden durch eine Frage direkt involvieren

Anstelle eines visuellen Blickfangs lässt sich auch eine (provokante) Frage als Köder einsetzen, um die anvisierten Nutzer mit dem Inhalt einer Anzeige zu konfrontieren. Fragen funktionieren dabei viel besser als geschlossene Aussagen, da sie das Publikum zum Nachdenken animieren.

Eine Frage wie „Wollen Sie lieber mehr Geld verdienen oder mehr Freizeit haben?” zwingt unser Gehirn fast schon dazu, eine Antwort zu suchen. Und nachdem wir diese gefunden haben, gleichen wir sie mit dem ab, was uns die Anzeige liefert. So spielt zum Beispiel die folgende Anzeige von Google den Ball dergestalt an die Leser.

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6. Das Publikum emotional ansprechen

Eine Studie von Kantar Millward Brown bewies unlängst, dass emotionale Werbung am längsten wirkt. Wenn eine Anzeige nicht nur auf den rationalen Teil des Gehirns abzielt, sondern die Gefühlsebene anspricht, erhöht sich die Erfolgswahrscheinlichkeit. Diese Erkenntnis nutzen bereits einige Unternehmen in ihrem Facebook-Marketing auf höchst überzeugende Art.

Insbesondere wird diese Methode bei sozialen Projekten oder Non-Profit-Organisationen verwendet – welche uns regelmäßig emotionale Motive oder stark aktivierende Formulierungen präsentieren. Ein ähnliches Beispiel liefert diese Facebook-Anzeige von etepetete – welche mit emotional aufgeladenen Wörtern wie „retten” und „weggeschmissen” eine eindeutige emotionale Botschaft sendet.

facebook-ads-beispiel-etepeteteWie Ihnen Anzeigen auf Facebook gelingen

Um selber erfolgreich auf Facebook Anzeigen zu schalten, sollten Sie sich zuerst Ihr Ziel bewusst machen. Welches Verhalten möchten Sie bei potenziellen Kunden nach dem Betrachten hervorrufen? Danach sollten Sie die unterschiedlichen Anzeigenmöglichkeiten darauf abklopfen, ob sie diesem Ziel ideal zuarbeiten. Wenn es an die Kreation einer konkreten Anzeige geht, liefern Ihnen unsere Beispiele eine wichtige Hilfestellung:

Während bildstarke und wenig erklärungsbedürftige Produkte, etwa aus dem Bereich Mode, direkt über Facebook Ads visuell inszeniert werden können, kann bei erklärungsbedürftigen Dienstleistungen die klare Kommunikation des Nutzens ebenso zielführend sein wie eine emotionale Ansprache, Fragen oder ein geschickter Blickfang.

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Ursprünglich veröffentlicht am 21. August 2019, aktualisiert am August 21 2019