Linkbuilding Tipps

Ob dieser oder jener Link Ihre Webseite in den Google-Suchergebnissen nach vorne bringt, ist nicht mehr so sicher wie noch vor wenigen Jahren. Sicher ist aber: Backlinks bringen Besucher auf Ihre Seite und machen Ihr Unternehmen bekannter. Vorausgesetzt, Ihre Linkbuilding-Strategie stimmt. Mit den folgenden vier Taktiken fahren Sie garantiert erfolgreich mehr relevante Besucher, Links und Reichweite im Netz ein.

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4 kreative Taktiken für jedes Budget:

Taktik 1: Bekanntheit und Reichweite anderer nutzen 

Schluss mit der Konkurrenz: Sammeln Sie Multiplikatoren, Autoren und relevante Persönlichkeiten auf Ihrer Seite.

Ein einsamer Wolf bringt es im Content Marketing und SEO nicht weit. Zumindest dauert es viel länger, das Vertrauen anderer Webmaster für sich zu gewinnen, wenn Sie für Ihr Unternehmen mit mehr oder weniger anonymen Blog-Posts werben. Wenn Sie es schaffen, namhafte Vertreter Ihrer Branche als Autoren für Ihre Seite zu gewinnen, profitieren Sie von der Reputation anderer. 

Tipp 1 - Partnerschaften zur Content-Erstellung nutzen:

Sie haben langjährige Partner, mit denen Sie ohnehin bereits zusammenarbeiten? Warum weiten Sie Ihre Kooperation nicht auf Ihren Blog aus? Besprechen Sie die Lektionen und Erfolge, die Sie aus gemeinsamen Projekten gezogen haben. Oder lassen Sie Ihre Partner Gastbeiträge zu verwandten Schwerpunkt-Themen schreiben, in denen Sie selbst keine Expertise haben. Sie vergrößern damit auch Ihre Reichweite um das Netzwerk Ihres Partners, sofern er seine Gastauftritt auf Ihrer Seite über eigene Social Media-Kanäle verbreitet. Mindestens aber profitieren Sie von fremdem Wissen und Content, den Sie nicht eigenhändig erstellen brauchen. 

Tipp 2 - Sammeln Sie Expertenstimmen auf Ihrer Seite:

Gewinnen Sie Experten, die Sie zu einem Thema gebündelt in Ihrem Blog auftreten lassen. Sie könnten zum Beispiel einen großen Artikel veröffentlichen, in dem Sie beliebig viele Experten zu einem bestimmten Schwerpunkt zu Wort kommen lassen. So hat es die Berliner Agentur AKM3 zum Thema Linkbuilding gemacht und in einem Blog-Post über 40 Experten zu ihren persönlichen Erfolgsrezepten im Linkaufbau befragt. Das sind alleine 40 potenzielle Linkgeber, die Ihren Gastauftritt hier und da erwähnen können.

Linkbuilding TippsDie Agentur AKM3 hat sich mit ihren Linkbuilding-Tipps einen Namen gemacht. Die Tipp-Sammlung der über 40 Experten wird explizit auf Google nachgefragt.

Tipp 3 - Das Wissen anderer nutzen:

Führen Sie Experten-Interviews. Sie sparen sich damit nicht nur jede Menge Zeit in der Recherche und Erstellung eigener Artikel, sondern profitieren wie in den ersten beiden Tipps vom Namen und der Reichweite Ihres Interview-Partners. Damit machen Sie sich vertrauenswürdig. Das können zum Beispiel Buchautoren, Professoren und Dozenten, Hersteller, Erfinder, Mitarbeiter bekannter Unternehmen, Vereine und Verbände, Politiker oder einfach Menschen mit einer besonderen Vorgeschichte und relevantem Wissen für Ihre Zielgruppe sein.

Wenn Sie diese Tipps umsetzen, erhalten Sie garantiert mehr Aufmerksamkeit, Links und Erwähnungen von Branchen-Medien, relevanten Blogs, Seiten anderer Unternehmen und sozialen Netzwerken. Natürlich werden Sie sich in der Regel schwer tun, direkte Mitbewerber auf die Bühne Ihrer Webseite zu stellen. Das muss aber auch gar nicht sein. Stellen Sie nur sicher, dass Sie Persönlichkeiten auf Ihrer Seite zu Wort kommen lassen, die Ihrer Zielgruppe, Webmastern und Journalisten hilfreiche Informationen bieten und mit deren Namen Sie Ihr Unternehmen gerne in Verbindung bringen. 

Taktik 2: Daten erheben

Zeigen Sie der Öffentlichkeit, dass an Ihnen kein Weg vorbeiführt. Werden Sie zur Quelle und zum Urheber von Daten, die niemand anderes hat. 

Transportieren Sie in Ihrem Online-Marketing bisher - in abgewandelter Form - die gleichen oder ähnlichen Botschaften und Argumente wie wie Ihre Mitbewerber? Brechen Sie dieses Muster, unter dem fast jedes Unternehmen in Verdrängungsmärkten leidet. Bieten Sie Inhalte an, die unmöglich jemand anderes haben kann und die den wahren Wert Ihres Unternehmens unterstreichen. Als Urheber relevanter Informationen für die Öffentlichkeit sammeln Sie viel mehr als wertvolle Backlinks ein.

Tipp 1 - Datenschätze im Unternehmen heben:

Nutzen Sie vorhandene Daten aus Ihrem Unternehmen und verarbeiten Sie Ihren Wissensschatz zu Studien, die Ihre öffentliche Wahrnehmung prägen werden. Hausaufgabe: Setzen Sie sich mit den zuständigen Kollegen zusammen und lassen Sie die letzten Jahre revue passieren. Welche Daten, Statistiken, Erkenntnisse und belegbaren Beobachtungen liegen in Ihren Datenbanken und Archiven verborgen, die sich für interessante Whitepaper und andere Content-Produktionen eignen? Ein plakatives Beispiel ist die Kreditstudie des Portals FinanceScout24, die als PDF unter dem Namen “So finanzieren die Deutschen Ihre Träume” veröffentlicht wurde.

Solche Produktionen können für jeden interessant sein, damit auch für potenzielle Linkgeber: Presse, Blogger, Partner und Endkunden in Social Media. Wenn die aufbereiteten Daten einzigartig genug sind, kann ein bisschen Seeding genügen, um ein Lauffeuer auszulösen. Geben Sie sich auch mit einfachen Erwähnungen Ihres Unternehmens bzw. Ihrer Erhebung zufrieden. Mit jeder Erwähnung Ihres Contents werden weitere potenzielle Multiplikatoren auf Ihre Veröffentlichung aufmerksam.

Tipp 2 - Die Geschichten liegen auf der Straße:

Kreative Erhebungen und Studien können Sie auch mit fremden Daten aufstellen. Fassen Sie frei verfügbare Beobachtungen und Daten zu einer besonderen Erhebung mit interessanten Metriken zusammen. Wichtig dabei: untersuchen Sie Fakten, die relevant zu Ihrer Leistung sind. Sie wollen damit schließlich zeigen, dass Sie ein Spezialist für eine klar definierte Zielgruppe und ebenso klar definierte Problemlösungen sind. 

Beispiel: Eine Internetagentur mit Spezialisierung auf Industrie-Unternehmen könnte einen Branchenreport erstellen, allein durch das Screening der Web-Auftritte etablierter Unternehmen. So geschehen im Branchenreport Industrie 2014 von der Agentur pinuts. Kombinieren können Sie solche Reports und Erhebungen natürlich durch Interviews mit den untersuchten Marktteilnehmern oder anderen Spezialisten. Ihr Zeit- und Geld-Budget gibt vor, wie aufwändig und vollständig die Studie sein darf.

Linkbuilding Tipps

Welches Industrie-Unternehmen wird bei diesem Titel nicht schwach? Ein tolles Ziel für Blogs und relevante Wirtschaftsmedien, das im Ernstfall aber auch ohne Links auskommt, wenn dabei frische Leads herausspringen.

Weitere Beispiele für Studien mit überschaubarem Aufwand:

  • Ein Hersteller von Alarmanlagen könnte seine Kunden oder Interessenten auf Ihre größten Sorgen und Ängste im Bezug auf Einbruchsdiebstahl interviewen und als Bericht veröffentlichen.
  • Ein Online-Branchenbuch könnte eine bestimmte Branche auf Existenz einer Webseite hin untersuchen und mit weiteren Daten und Interviews kombinieren.
  • Ein Service für Lektorat könnte die Rechtschreibfehler auf den Top 10 deutschen Online-Medien innerhalb einer bestimmten Zeitspanne zählen und die durchschnittliche Fehlerquote (ggf. anonym) veröffentlichen.

Erhebungen und Studien dieser Art werden Sie oft auch ohne großangelegte Marktforschungen durchführen können. Kreative Ansätze sparen Ihnen viel Zeit und Kosten. Mit Veröffentlichungen dieser Kragenweite machen Sie es ggf. selbst Mitbewerbern nicht einfach, nicht auf Ihre Seite zu verlinken. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt - der Aufwand kann sich in doppelter Hinsicht lohnen, wenn Sie die Inhalte zur Generierung von Kontaktdaten verwenden.

Taktik 3: Meinungen produzieren 

Meinungen bewegen die Öffentlichkeit und sind damit ein hervorragendes Tool, um Links zu gewinnen. 

Bringen Sie kritische Meinungen in den Umlauf: Auch das klappt, indem Sie Gastautoren auf Ihrer Seite zu Wort kommen lassen. Stechen Sie im Wettbewerb hervor, indem Sie Äußerungen und Diskussionsstoff zu aktuellen Themen oder Dauerbrennern Ihrer Branche veröffentlichen.

Tipp 1 - Beziehen Sie Stellung:

Daten und Informationen mit einzigartigem Nutzen sind ein wertvoller Bestandteil Ihres Online-Marketings. Aufmerksamkeit und damit Chancen für Verlinkungen schaffen Sie aber auch, indem Sie klar Stellung beziehen. Das können ein häufig diskutiertes Fachthema sein, kritische Prognosen, Ihr persönliches Resumee des Jahres oder Kritik an Entwicklungen in Ihrer Branche. Indem Sie persönlich Stellung beziehen, schaffen Sie einen einzigartigen Anker für Ihr Publikum und potenzielle Linkgeber, die Ihre Ausführungen, Erfahrungen und Beobachtungen interessant und nützlich finden. Je mehr Reputation Sie genießen, desto stärker nehmen Sie Einfluss auf die öffentliche Meinung und machen sich dadurch zur Quelle für Webmaster und Journalisten. Winks mit dem Zaunpfahl: Plakative und provokante Äußerungen übertrumpfen nicht selten angepasste bis langweilige Statements.

Tipp 2 - Kritischen Stimmen eine Plattform geben:

Lassen Sie Meinungsführer mit ihren kritischen oder widersprüchlichen Meinungen zu Wort kommen. Im Mittelpunkt steht ein Thema, das Ihre Zielgruppe und Branche bewegt und so für Aufmerksamkeit sorgen kann. Wenn die Inhalte Ihrer Webseite bisher vor allem durch fachlichen Mehrwert glänzen, können Sie mit Kolumnen den Nutzen für Ihre Besucher abrunden und werden zur wertvollen Quelle für andere Webmaster, die über den Gegenstand berichten oder abwägen und dabei Belege verlinken wollen.

Tipp 3 - Holen Sie die Diskussion auf Ihre Seite:

Wenn am Sonntag-Abend Millionen Deutsche nach dem Tatort die Diskussionsrunde von Günther Jauch verfolgen, versucht der TV-Moderator das Publikum mit strittigen bis emotionalen Themen zu binden. Machen Sie es den Diskussionsrunden im TV nach: Interviewen Sie Experten zu einem strittigen Thema aus Ihrer Branche oder zu einem Schwerpunkt, der Ihre Zielgruppe bewegt. In Form eines Interviews im Blog, Videos, Webinars, Podcasts usw.

So souverän wie Jauch bleiben

Halten Sie sich dabei neutral, wenn Ihre Interviewpartner gegensätzliche Meinungen haben. Damit nehmen Sie von Ihrem Unternehmen den Verdacht, die eine oder andere persönliche Meinung zu unterstützen. Stattdessen profitieren Sie im besten Fall vom geballten Diskussionsstoff, etwa in den Kommentaren Ihres Blogs, Forums oder auf Facebook. Wichtig: Beachten Sie, dass die Moderation von Diskussionen Zeit in Anspruch nimmt. Alleine das Freischalten von Kommentaren in Ihrem Blog ist eine Aufgabe für sich. Beleidigende Kommentare und Äußerungen sowie andere extreme Statements (z.B. politischer Natur) sollten Sie gleich zensieren. 

Wenn Sie das Netz mit Meinungen prägen, machen Sie sich relevant und sorgen für Aufmerksamkeit sowie Potenzial für Links und Erwähnungen. Je nach Äußerungen und Meinungen können Sie aber auch im negativen Kontext genannt und verlinkt werden – das liegt in der Natur der Sache, wenn es um Meinungen und strittige Themen geht. Grenzen Sie sich von Meinungen Dritter immer ab, zum Beispiel mit einem Hinweis unter Gastartikeln.

Taktik 4: Online-Tools und Services entwickeln 

Nützliche Tools setzen sich - wie besonders nützliche Inhalte - fast immer durch. Die Entwicklung digitaler Werkzeuge, Apps und dynamischer Inhalte ist aufwändig, zieht aber fast zwangsläufig Links nach sich. Aber das Netz braucht keinen hundertsten Umsatzsteuer-Rechner. Wenn Sie Tools entwickeln, setzen Sie auf einzigartigen Nutzen oder entwickeln Sie bestehende Lösungen weiter. Links werden somit das - wenn auch wertvolle - Abfallprodukt Ihres Online-Marketings.

Beispiel: Das Textanalyse-Tool der Wortliga hat sich mehr oder weniger von selber durchgesetzt. Trotz eingebauter Zeichenbeschränkung dauerte es nach einer Pressemitteilung und einigen Gastbeiträgen zum Thema Textverständlichkeit nicht lange, bis sich die kostenlose Lösung wie ein Lauffeuer im Netz verbreitete. Hinter dem Tool steht ein Dienstleistungsunternehmen, das redaktionelle Inhalte für Content Marketing und SEO produziert. Auf den ersten Blick ist das Tool ein Widerspruch und macht der Dienstleistung Konkurrenz, auf den zweiten Blick ist es ein Werkzeug zur dauerhaften Steigerung von Reichweite über Links und Erwähnungen. 

Entwickeln Sie eigene Tools und fragen Sie sich dabei, welche Probleme Ihrer Zielgruppe damit besonders gut gelöst werden sollen. Wenn Sie einen unvergleichbaren Mehrwert mit Ihren Entwicklungen bieten, sind Ihnen Empfehlungen anderer Webmaster, Gatekeeper und zufriedener Nutzer sicher. 

Seeding: So wenig wie möglich, so viel wie nötig

Ihnen ist sicher aufgefallen, dass bisher nicht die Rede vom Seeding war. Der kreative Spielraum beim Verbreiten von Inhalten und der Ansprache potentieller Linkgeber ist begrenzt. Ihr Seeding kann höchstens so kreativ sein, wie es Ihre Inhalte sind. Sorgen sie also einfach dafür, dass andere von Ihren Veröffentlichungen und Angeboten mitbekommen:

  • Sorgen Sie für Reichweite in den SERPs. Produzieren Sie dafür so präzise wie möglich Inhalte mit Ausrichtung auf zutreffende Suchanfragen.
  • Verbreiten Sie Ihre Inhalte über soziale Medien. Ein sponsored Post auf Facebook mit entsprechendem Zielgruppen-Targeting sollte obligatorisch sein.
  • Verschonen Sie Blogger und Journalisten mit unpersönlichen Mailings und Link-Anfragen. Teilen Sie mit, was Sie zu bieten haben und bitten Sie um eine Antwort, ob Ihr Content bzw. Ihre Aktion für eine Veröffentlichung interessant ist.
  • Gut möglich, dass manche Webmaster noch nie von SEOs und ihrem Durst nach Links gehört haben. Bald wird sich das aber ändern. Andere verlangen mittlerweile reflexartig Geld, als Gegenleistung für einen Backlink. Räumen Sie diese Option erst gar nicht ein. Verschicken Sie keine Linkanfragen. Setzen Sie Kollegen in Kenntnis. Machen Sie sich Freunde und gewinnen Sie Verbündete. Andere Webmaster, die etwas mit Ihren Inhalten anfangen können und sie ihren Nutzern empfehlen, vielleicht verlinken. Ich persönlich verlinke niemanden, der mich mit einer versteckten Linkanfrage hinters Licht führen möchte. Wer mich aber begeistert und wer etwas hat, das ich meinen Nutzern, Kunden und Partnern nicht vorenthalten möchte, den empfehle ich gerne weiter - nicht nur im Netz.

Fazit

Jeden der vier Tipps dieses Artikels können Sie eigenhändig umsetzen und miteinander kombinieren - es ist eine Frage der Kapazität und des Budgets, ob Sie Teile der Strategien an einen Dienstleister auslagern.

Im Netz gibt es viele Tipps und clevere Tricks für den Aufbau von Links. Mit den obenstehenden Anregungen generieren Sie aber mehr als flüchtige Backlinks, sondern heben Ihr Inbound-Marketing auf ein neues Level. Sie machen sich für Multiplikatoren, Partner und Kunden zu einer kaum umschiffbaren Adresse im Netz und darüber hinaus. Das zieht Links nach sich: mal früher, mal später, dafür aber dauerhaft und nachhaltig.

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Ursprünglich veröffentlicht am 30. März 2015, aktualisiert am Februar 10 2017

Themen:

Link-Building