Außenwerbung, auch Out-of-Home-Werbung genannt, ist noch immer ein wichtiges Mittel, um Aufmerksamkeit für das eigene Unternehmen oder neue Produkte zu erregen. Kreative Plakate, bedruckte Bierdeckel und schrille Sticker sind dabei die analogen Cousins der digitalen Werbung.

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Welche Vorteile bietet Ihnen die Out-of-Home-Werbung?

Unternehmen, die Out-of-Home-Werbung (OOH) als Marketingmethode einsetzen, profitieren von zahlreichen Vorteilen:

1) Akzeptanz

Im Vergleich zu anderen Werbeformen weist die Out-of-Home-Werbung eine relativ hohe Akzeptanz auf. Für Werbetreibende ist es daher einfacher, eine positive Reaktion bei den Betrachtern hervorzurufen.

2) Reichweite

Da sich mit der Außenwerbung große Menschenmengen gleichzeitig oder nacheinander ansprechen lassen, profitieren Sie von einer hohen Reichweite.

3) Abverkauf

Gezielt ausgesteuerte Außenwerbung rund um den Home Point of Sale (POS) erhöht nicht nur die Reichweite, sie kann auch die Kaufentscheidung der Personen, die die Werbung gesehen haben, beeinflussen. Durch die Maßnahmen der Out-of-Home-Werbung lässt sich daher auch der Abverkauf erhöhen.

4) Image

Durch OOH lassen sich Brand Awareness und Brand Image positiv beeinflussen. Mit der geschickten Platzierung Ihrer Werbemittel im öffentlichen Raum können Sie für Mehrfachkontakte bei den potenziellen Kunden sorgen. So speichern diese Ihre Markenbotschaft unbewusst ab.

5) Ausrichtung

Da sich die Kampagnen zeitlich und regional steuern lassen, können Sie sich besser auf vorab definierte Zielgruppen fokussieren.

6) Kosten

Die Kosten für eine Out-of-Home-Kampagne sind von dem Ort, der Zeitspanne und dem Medium abhängig und lassen sich somit an verschiedene Budgets anpassen.

7) Wow-Effekte durch Kreativität

Von kreativen 3D-Effekten bis hin zu Werbemitteln bei der Außenwerbung, die ihre direkte Umgebung auf unterhaltsame Weise miteinbeziehen, profitieren Sie von der Möglichkeit, Ihre kreativen Werbebotschaften in der realen Welt zum Ausdruck zu bringen.

Welche Formen der Außenwerbung gibt es?

Die Außenwerbung bietet Ihnen vielseitige Einsatzmöglichkeiten, um Ihr Unternehmen im öffentlichen Raum zu bewerben. Welche Formen der OOH sich am besten für Ihr Unternehmen eignen, hängt von Ihrem Budget, Ihren Zielen und Ihrer Zielgruppe ab.

Damit Sie die unterschiedlichen Spielarten besser voneinander abgrenzen können, zeigen wir Ihnen die beliebtesten Varianten der Außenwerbung:

1) Plakatwerbung

Sie zählt zu den wichtigsten Werbeträgern und zeichnet sich durch eine große Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten aus: Die Plakatwerbung.

Die Varianten reichen von klassischen Plakaten an Litfaßsäulen bis zur großflächigen XXL-Werbung an Häuserfassaden.

Unter Plakatwerbung fallen außerdem City-Light-Poster, die dank ihrer Beleuchtung eine besonders hohe Werbewirkung haben. Im Vergleich zur klassischen Plakatwerbung bestehen City-Light-Poster aus beleuchteten Werbeflächen, die in der Regel durch eine Glasscheibe geschützt sind.  

2) Verkehrsmittelwerbung

Bei der Verkehrsmittelwerbung kommen öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, Straßenbahnen oder Züge als Schaufläche für die Werbung zum Einsatz.

Die Werbebotschaften lassen sich dabei in Form von Plakaten, Folien-Beklebungen sowie Displays an oder innerhalb der Verkehrsmittel platzieren.

Auch die Werbung innerhalb von Bahnhöfen oder Flughäfen fällt unter die Verkehrsmittelwerbung.

3) Ambient Media

Ambient Media zeichnet sich durch eine Platzierung im unmittelbaren Umfeld der angestrebten Zielgruppe aus. Typische Formate sind hier Bierdeckel, Einkaufstüten, Sticker oder Gratis-Postkarten.

Im Bestfall weisen die ausgewählten Orte sogar einen direkten Bezug zum POS auf und bieten damit perfekte Bedingungen für schnelle. erfolgreiche Conversions.

Der Kölner Schnaps-Hersteller KETTENFETT beispielsweise verteilt in bester Guerilla-Marketing-Manier Sticker im Corporate Design mit markentypischen Slogans wie #SOLÄUFTDAS und #SCHNAPS.

Die Sticker werden dabei an Zielgruppen-relevanten und Händler-nahen Orten wie dem Kölner WeWork-Gebäude ausgelegt, einem Knotenpunkt der lokalen Startup-Szene.

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Bild: Ebay 

4) Digitale Außenwerbung

Neben den klassischen Varianten der Außenwerbung gibt es zunehmend mehr digitale Installationen, durch die sich die Werbebotschaften vermitteln lassen.

In der Praxis besteht diese Form der Außenwerbung häufig aus digitalen Displays, woher auch die Bezeichnung DOOH (Digital-Out-of-Home) stammt.

Werbetreibenden bietet sich damit auch im öffentlichen Raum die Möglichkeit, auf „Bewegtbild“-Formate zurückzugreifen, um die Zielgruppe anzusprechen. Da Sie bei dieser Methode die Möglichkeit haben, Ihre Werbebotschaft je nach Ort, Tageszeit oder Wetterlage zu verändern, lassen sich Streuverluste effizient verringern.

So könnte ein Reiseanbieter seine Werbebotschaften beispielsweise an das aktuelle Wetter anpassen. Bei starkem Regen böte es sich in diesem Fall an, eine Reise in den Süden zu bewerben, um die größte Werbewirkung bei den Passanten zu erzielen. Sobald die Sonne wieder scheint, könnte dann eine Städtereise nach Nordeuropa angeboten werden.

Was sollten Sie bei der Außenwerbung in Form von Schildern, City-Light-Postern oder Displays beachten?

Bei Schildern oder Plakaten gibt es eine große Anzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Achten Sie daher auf eine Art von Plakatwerbung, die zu Ihrem individuellen Budget, Zeitrahmen und Zielen passt.

Da sich City-Light-Poster häufig über Unternehmen wie Ströer oder JCDecaux buchen lassen, gibt es hier individuelle Richtlinien zu beachten. Behalten Sie daher vor allem die Vorgaben zu den technischen Daten unbedingt im Blick.

Setzen Sie dagegen auf digitale Außenwerbung mit „Bewegtbild“, eignen sich kurze Spots, die eine eindeutige und leicht verständliche Werbebotschaft übermitteln.

Die nachfolgenden Aspekte sollten Sie dagegen bei jedem Werbeträger berücksichtigen:

1) Zielgruppe

Richten Sie sich bei jeder Form der Außenwerbung an eine klar definierte Zielgruppe.

Fokussieren Sie sich auch bei der Ausgestaltung des Werbeträgers auf Ihre potenziellen Kunden, indem Sie sich in Ihre Buyer Persona hineinversetzen und überlegen, welche Touchpoints sie täglich passiert.

2) Werbebotschaft 

Formulieren Sie Ihre Kernbotschaft in wenigen Worten, um Ihre Aussage prägnant zu kommunizieren.

Ströer empfiehlt dazu eine Beschränkung der Headline auf maximal zwei Zeilen.

3) Farbwahl

Entscheiden Sie sich tendenzielle eher für kräftige und auffällige Farben, die die Aufmerksamkeit der Betrachter erregen, aber auch zu Ihrem Produkt und Ihrer Corporate Identity passen.

Welche Möglichkeiten bietet Außenwerbung künftig?

Durch die Digitalisierung ergeben sich zahlreiche neue Möglichkeiten für Werbetreibende. Die Out-of-Home-Werbung ist davon nicht ausgeschlossen. Tatsächlich verspricht die digitale Außenwerbung umfassende Veränderungen und neue Chancen für Unternehmen.

Im Vergleich zu den analogen Formen der Außenwerbung lässt sich die Aufmerksamkeit der Passanten mithilfe von digitalen City-Light-Postern oder LCD-Bildschirmen eher bannen, da die Inhalte hier nicht statisch sind, sondern durch „Bewegtbild“ vielerlei kreative und abwechslungsreiche Möglichkeiten der Ausgestaltung bieten.

Zudem können Sie bei der digitalen Alternative bereits jetzt auf eine sinnvolle Kombination aus Werbung und Infotainment setzen: Auf diese Weise bieten Sie den Passanten nicht nur Ihre Werbebotschaft, sondern auch aktuelle Nachrichten oder Verkehrs- und Wetterinformationen, was die Relevanz Ihrer (Werbe-)Botschaften für die Zielgruppe enorm erhöht.

Auch Entwicklungen im Bereich der Augmented Reality beeinflussen die Ausgestaltung der Werbeträger: Durch die virtuelle Realität lassen sich beispielsweise Werbeplakate als multimediales Erlebnis auf Smartphones übertragen. Die Kamera des mobilen Endgerätes erfasst dabei einen Code, Bilder oder Objekte auf dem Werbemittel und erweitert die Realität durch digitale Inhalte auf dem Bildschirm.

Mithilfe der digitalen Außenwerbung lassen sich daher Aufmerksamkeit erregende Werbemittel aufstellen, die zudem eine hohe Werbewirkung versprechen.

In naher Zukunft könnten Unternehmen dagegen von personalisierten Werbemedien und Passanten-Tracking profitieren, welche eine noch größere Werbewirkung bei den Konsumenten ermöglichen: Sobald die Daten der Passanten in Echtzeit erfasst werden können, lassen sich auch die Inhalte auf den digitalen Werbeträgern dynamisch anpassen. Daraus ergibt sich individuell zugeschnittene Werbung, die jedem Konsumenten einen echten Mehrwert garantiert.

Die klassische Außenwerbung bietet Unternehmen umfassende Möglichkeiten. Zusammen mit der digitalen Out-of-Home-Werbung ergeben sich weitere Vorteile, auf die die Werbetreibenden in den kommenden Jahren zurückgreifen können.

Durch die aktuellen Veränderungen lassen sich die Werbemittel der digitalen Außenwerbung zudem immer mehr an die vorhandenen Buyer Personas eines Unternehmens anpassen. Dadurch kann auch im Outbound-Bereich ein relativ genaues Targeting erfolgen.

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Headerbild: Freddy Do / Unsplash

Ursprünglich veröffentlicht am 11. Februar 2020, aktualisiert am August 04 2020

Themen:

Marketing & Werbung