Das Google Displaynetzwerk bietet schier grenzenlose Möglichkeiten im Online-Marketing. Und natürlich setzt der Internetgigant alles daran, seine Werbekunden durch eine laufende Weiterentwicklung bei der Stange zu halten. Damit Sie dabei nicht den Überblick verlieren, haben wir für Sie die wichtigsten Formate und Größen für Display-Anzeigen zusammengefasst.

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Verschiedene Bannerformate für unterschiedliche Kampagnentypen

Online-Marketing ohne Google Displaynetzwerk (GDN) ist heutzutage nahezu undenkbar. Auf mehreren Millionen Websites, Apps, Videos und Blogs können themen-, interessen- oder zielgruppenspezifische Anzeigen platziert werden. Zudem bietet das GDN perfekte Bedingungen für Remarketing-Aktivitäten.

Je nach Zielen, Zielgruppe oder Content der Werbung stehen Ihnen verschiedene Anzeigenformate zur Verfügung, die allesamt über Ihr Google Ads-Konto (früher AdWords) erstellt, verwaltet und ausgeliefert werden können.

Welche Formate Ihnen dabei im konkreten Fall zur Verfügung stehen, hängt vom jeweiligen Kampagnentyp bzw. Kampagnenuntertyp ab. Eine Auflistung dazu finden Sie auch in der Google Ads-Hilfe.

Textanzeigen

Das einfachste und günstige Format sind Textanzeigen. Diese bestehen ausschließlich aus Wörtern und können besonders schnell erstellt werden. Da sie tendenziell keywordoptimiert sind, werden Textanzeigen häufig im Google Suchnetzwerk platziert, sind aber auch als Werbung im Displaynetzwerk geeignet. Durch optionale Erweiterungen können die Anzeigen um detailliertere Informationen oder Kontaktmöglichkeiten ergänzt werden, was sie für die Nutzer attraktiver machen kann.

Bildanzeigen

Bildanzeigen – häufig auch Banneranzeigen genannt – bestehen aus einem oder mehreren Bildern bzw. aus einer Kombination aus Bild- und Textelementen. Die Grafiken können sowohl statisch als auch animiert oder interaktiv erstellt werden. In der Gestaltung sind Sie hier relativ frei. Wenn es darum geht, wie Markenimage, Werbebotschaften oder Produkte dem Corporate Design entsprechend visuell transportiert werden sollen, sind Ihrer Fantasie also wenig Grenzen gesetzt.

Allerdings können Bildanzeigen im Displaynetzwerk auch abgelehnt werden, wenn sie gegen die Anforderungen der Google Ads-Richtlinien verstoßen. Welche Kriterien bei einem Ausschluss konkret ausschlaggebend sind, ist teilweise nicht eindeutig nachvollziehbar. Bekannt ist allerdings, dass Google bei der Prüfung der Ads vor allem auf Bildqualität, Relevanz und Inhalt der Anzeige Wert legt.

Videoanzeigen

Für Anzeigen in Videoportalen, wie zum Beispiel YouTube, gibt es zwei Möglichkeiten der Platzierung: In-Stream und In-Display. Während die Werbung bei Ersterer direkt in gestreamte Videoinhalte eingebunden wird, handelt es sich bei der zweiten Variante um eigenständige Videoanzeigen, die auf den Werbeplätzen im Displaynetzwerk ausgespielt werden.

Shopping-Anzeigen

Shopping-Anzeigen beinhalten ein Bild, die Bezeichnung sowie den Preis eines bestimmten Produktes und verlinken meist auf die Website des Anbieters. Sie werden einem Nutzer angezeigt, wenn er nach diesem oder einem ähnlichen Produkt sucht, und sind insbesondere auch im Remarketing weit verbreitet, beispielsweise wenn der Besucher eines Online-Shops seinen Kauf nicht abgeschlossen hat.

Eine Sonderform dieser Anzeigen sind Showcase-Shopping-Anzeigen. Diese zielen auf Nutzer ab, die nicht auf der Suche nach einem bestimmten Produkt sind, sondern sich etwas breiter angelegt informieren wollen – etwa, indem sie eine Art von Produkt suchen.

Eine typische Suchanfrage könnte hier folgendermaßen lauten: „badehose für herren“. Die Showcase-Shopping-Anzeige kann diese Suchintention beantworten, indem alle darauf zugeschnittenen Produkte (ergo alle Badehosen eines bestimmten Herstellers) zusammen in der Ad präsentiert werden.

App-Anzeigen

Um die Downloadzahlen und die Interaktionsrate von Anwendungen zu erhöhen, können spezielle App-Anzeigen geschaltet werden. Diese leiten den Nutzer entweder in den App-Store oder per Deep Link direkt in die bereits installierte App. Ausgespielt wird die Anzeige nur auf jenen Geräten, die auch tatsächlich mit der Anwendung kompatibel sind.

Rich-Media-Anzeigen

Ebenfalls auf Interaktion zielen Rich-Media-Anzeigen ab: Hierbei werden interaktive Elemente in Banner- oder Videoanzeigen integriert, um dem Nutzer zum Beispiel in Form eines Call-to-Action (CTA) zu einer bestimmten Handlung aufzufordern.

Die gängigsten Größen für AdWords-Banner

So unterschiedlich wie das Webdesign der unzähligen Partner im Google Displaynetzwerk sind auch die zur Verfügung stehenden Werbeplätze. Um Anzeigen auf den gewünschten Websites schalten zu können, müssen sie dementsprechend in einer geeigneten Größe aufbereitet und in einem zulässigen Dateiformat in Google Ads hinterlegt werden.

Die unterstützten Bildformate für statische oder animierte Banneranzeigen sind GIF, JPG und PNG bzw. ZIP mit HTML und optional CSS, JS, GIG, PNG, JPG, JPEG, SVG für HTML-Anzeigen. Für alle Anzeigentypen gilt eine maximale Dateigröße von 150 KB.

Hinweis: Die Anzeigen müssen gewissen Anforderungen entsprechen, die in den Google Ads-Richtlinien exakt definiert sind.

Die am häufigsten verwendeten Maße (Angaben in Pixel, Breite x Höhe) samt allgemein gültiger Bezeichnungen sind:

Quadratisch und rechteckig

  • Small Square: 200 x 200

  • Square: 250 x 250

  • Vertical Rectangle: 240 x 400

  • Inline Rectangle: 300 x 250

  • Large Rectangle: 336 x 280

  • Triple Widescreen: 250 x 360

  • Netboard: 580 x 400

Skyscraper

  • Skyscraper: 120 x 600

  • Wide Skyscraper: 160 x 600

  • Half Page: 300 x 600

  • Hochformat: 300 x 1050

Leaderboard

  • Banner: 468 x 60

  • Top Banner: 930 x 180

  • Leaderboard: 728 x 90

  • Large Leaderboard: 970 x 90

  • Billboard: 970 x 250

  • Panorama: 980 x 120

Mobil

  • Mobiles Banner: 300 x 50 bzw. 320 x 50

  • Großes mobiles Banner: 320 x 100

Praktische Alternative: Responsive-Anzeigen

Um Banner mit möglichst geringem Aufwand für jede beliebige Website zu optimieren, ohne sich über die geeignete Größe Gedanken machen zu müssen, sind Responsive-Anzeigen eine interessante Option.

Dabei werden Text- oder Bildanzeigen in Größe, Darstellung und Format automatisch an die jeweilige Werbefläche im Displaynetzwerk angepasst, die für die Ad gerade zur Verfügung steht. Der Werbekunde kann dazu bestimmte Bausteine festlegen (bis zu 15 Bilder, fünf Logos, fünf Anzeigentitel, fünf Beschreibungen, Name des Unternehmens, Ziel-URL), die dann von Google zu einer passenden Anzeige kombiniert werden.

Auch dynamische Responsive-Anzeigen sind möglich, deren Anzeigeninhalte durch Verknüpfung mit einem Daten- bzw. Shopping-Feed und einem Remarketing-Tag variabel und auf den jeweiligen Nutzer abgestimmt ausgespielt werden.

Verhältnismäßig neu sind außerdem Lightbox-Anzeigen: Diese ebenfalls responsive erstellten Banner reagieren darauf, wenn der User auf die Werbefläche klickt oder sich mit der Maus darüber bewegt: Als Reaktion werden die Inhalte nun im Vollbild dargestellt, Videos abgespielt oder es beginnt eine Foto-Slideshow.

Alle Bannerformate und -größen haben gewisse Vorteile

Welche Anzeige letztendlich am besten geeignet ist, hängt davon ab, wie gut oder schlecht sich die Werbeinhalte damit transportieren lassen, auf welchen Werbeflächen sie platziert werden sollen und auf welchen Endgeräten die Werbung ausgegeben werden soll.

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Titelbild: limeart / getty images

Ursprünglich veröffentlicht am 7. August 2020, aktualisiert am August 07 2020

Themen:

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