Letzten November stand unser Blog-Team vor einer schier unlösbaren Aufgabe: Sie sollten in weniger als einer Stunde Ideen für Blog-Inhalte zusammentragen, die für ein ganzes Jahr reichen sollten. Zugegebenermaßen ein sehr ehrgeiziges Ziel. Wir benötigten jedoch eine große Anzahl an Themen, um den Algorithmus für unseren Generator für Themen von Blog-Artikeln zu füttern. 

Also setzten wir uns zusammen und trugen unsere Blog-Ideen in ein Google-Arbeitsblatt ein. In den ersten fünf Minuten fiel uns fast gar nichts ein, aber nachdem wir ein paar erste Vorschläge eingetragen hatten, kamen die Ideen von ganz alleine. Aus einer Idee ergaben sich 10 weitere Ideen und in kürzester Zeit hatten wir fast 300 Blog-Titel zusammen und noch 15 Minuten Zeit.

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Wir waren selber ziemlich erstaunt. Es kommt wohl nicht so häufig vor, dass Blogger sämtliche Ideen für ihre Blog-Beiträge für das nächste Jahr schon parat haben und diese in nur einer Stunde zusammentragen können.

Es ist aber durchaus machbar und auch nicht nur für etablierte Unternehmen mit den entsprechenden finanziellen Mitteln möglich. Man braucht nur den richtigen Brainstorming-Prozess, um sich Blog-Themen zu überlegen und ein Medium, auf man seine Ideen sammeln kann, sei es ein Google-Arbeitsblatt, ein Word-Dokument, eine Evernote-Notiz oder ganz klassisch Stift und Papier.

Damit hätten Sie den Anfang auch schon gemacht. Doch wie ist es möglich, in weniger als einer Stunde fast 300 Themen zusammenzutragen? Denken Sie daran: Das Wesentliche bei diesem Prozess ist, dass Sie nicht immer wieder bei Null anfangen müssen, wenn Sie ein neues Thema brauchen. Sie können interessante, spannende neue Themen einfach aus alten Themen entwickeln.

1. Überlegen Sie sich das erste Thema

Dieser Schritt ist wahrscheinlich der schwerste. Wenn Ihnen einfach nichts einfallen will, können Sie Folgendes probieren:

Als Erstes können Sie sich überlegen, welche Fragen Ihre Kunden haben könnten und wie Sie diese in Ihren Blog-Beiträgen beantworten könnten. Falls Sie nicht wissen, mit welchen Problemen Ihre Kunden zu kämpfen haben, sollten Sie sie (oder einen internen Mitarbeiter, der viel mit Kunden zu tun hat) danach fragen. Sie könnten auch als Zuhörer an Verkaufsgesprächen teilnehmen, um zu erfahren, welche Fragen potenzielle Kunden Ihres Unternehmens haben.

Es gibt viele Möglichkeiten, um Blog-Ideen zu entwickeln. Dies sind jedoch die zwei effizientesten und effektivsten Methoden. 

2. Ändern Sie den Umfang eines Themas

Wenn Sie erst einmal eine Idee haben, können Sie diese auf verschiedene Art und Weise weiterentwickeln.

Sie könnten etwa ein weit gefasstes Thema enger eingrenzen. Nehmen wir an, Ihre erste Idee lautet „15 Tipps und Tricks für Social-Media-Anfänger“. Dieses Thema können Sie in spezifische Themen unterteilen wie „15 Tipps und Tricks für Pinterest-Anfänger“ oder „15 Tipps und Tricks für Facebook-Anfänger“. Auf dieselbe Weise können Sie enger gefasste Themen ausweiten („15 Tipps und Tricks für Marketing-Anfänger“), ein eng gefasstes Thema auf ein anderes eng gefasstes Thema übertragen („15 Tipps und Tricks für Twitter-Anfänger“) oder das Thema sogar noch weiter eingrenzen („15 Tipps und Tricks für Anfänger mit Facebook-Unternehmensseiten“).

Et voilà: Sie haben aus einer Idee mehrere Themen entwickelt, indem Sie einfach den Umfang des Themas verändert haben. 

3. Ändern Sie den zeitlichen Rahmen

Selbst Blog-Themen, die ein absoluter Dauerbrenner sind, können Sie variieren, indem Sie das Thema zeitlich begrenzen.

Nehmen wir als Beispiel ein weit gefasstes Thema wie „Die Geschichte der Suchmaschinenoptimierung“. Das Konzept der Suchmaschinenoptimierung (SEO) gibt es schon seit vielen Jahren. Ein Blog über die Geschichte der SEO wäre also recht lang und umfangreich. Wenn dieses Thema gleich für mehrere Blog-Beiträge herhalten soll, könnten Sie das Thema auf einen bestimmten Zeitraum beschränken, z. B. den letzten Monat. Als Titel wäre dann „SEO-Entwicklungen des letzten Monats“ denkbar. Sie können als Zeitraum auch ein Jahr wählen: „Die größten Veränderungen in der Suchmaschinenoptimierung 2016“.

4. Wählen Sie eine neue Zielgruppe

Häufig verfassen Sie Blogs für unterschiedliche Zielgruppen, für die jedoch nicht jeder Artikel gleichermaßen relevant ist, auch wenn sie sich für ähnliche Themen interessieren. In einem Beitrag über Facebook für einen Marketingleiter sollten Sie sich beispielsweise auf strategische Aspekte konzentrieren, in einem Beitrag über Facebook für Marketing-Neulinge sollten Sie hingegen mehr auf Marketingtaktiken eingehen.

Einen Beitrag auf eine bestimmte Person zuzuschneiden, ist einfacher, als Sie jetzt vielleicht annehmen. Zum Beispiel können Sie dazu in der Überschrift einfach die entsprechende Position erwähnen. Den Titel „Was jeder Marketing-Neuling über Facebook wissen muss“ können Sie dann ganz einfach in „Was jeder Marketingleiter über Facebook wissen muss“ abändern.

Diese Titel beziehen sich natürlich auf zwei unterschiedliche Blog-Beiträge, die jedoch dasselbe Grundkonzept haben: Facebook-Tipps.

5. Entscheiden Sie sich für eine negative oder positive Formulierung

Blog-Beiträge werden häufig positiv formuliert: „20 Social-Media-Regeln, die Sie immer beachten sollten“. Logisch, denn der Inhalt eines Artikels soll den Lesern ja helfen. Daher entscheidet man sich instinktiv für eine positive Formulierung. Wesentlich mehr Ideen für Themen ergeben sich jedoch, wenn Sie die negativen Aspekte aufführen.

Die negative Formulierung der ursprünglichen Blog-Idee würde dann folgendermaßen lauten: „20 Social-Media-Regeln, die Sie niemals beachten sollten“. Ganz einfach, oder? Mithilfe dieses Tricks werden Ihnen kreativere und publikumswirksamere Blog-Themen einfallen, deren Ausarbeitung häufig auch noch mehr Spaß macht.

6. Verwenden Sie neue Formate 

Zu guter Letzt können Sie versuchen, wiederkehrende Themen in einem neuen Format aufzugreifen. Auf diese Weise lässt sich ein Beitrag wie „Der ultimative Leitfaden für E-Mail-Marketing“ ganz einfach als „Die ultimative E-Mail-Marketing-Checkliste“ oder „Der ultimative Leitfaden für E-Mail-Marketing [Infografik]“ wiederverwerten.

Wahrscheinlich müssen Sie den Blickwinkel in den Beiträgen dann etwas an das Format anpassen (ein Beitrag sollte schließlich nicht nur aus einer Infografik, einem Video oder einem Cartoon bestehen). Es ist in jedem Fall sinnvoll, sich zu überlegen, wie man bestehende Themen in ein neues Format verpacken kann, um Themen, die Sie in Ihren Blogs schon häufig behandelt haben, neu aufzubereiten.

7. Streichen Sie Titel, die für Ihre Kunden oder Ihre Zielgruppe irrelevant sind 

Am Ende dieses Prozesses haben Sie eine lange Liste mit Themen, die sich jedoch nicht alle für Ihren Blog eignen werden. Einige Themen passen möglicherweise nicht zu Ihrer Markenpositionierung oder wurden bereits erschöpfend behandelt. Scheuen Sie sich nicht, ungeeignete Themen schonungslos zu streichen. Übrig bleiben dann einige tolle Ideen, die Sie das ganze Jahr über nach Belieben verwenden können.

Vergessen Sie jedoch nicht, dass dieser Brainstorming-Prozess dazu dienen soll, eine gute Basis für einen Vorrat an Inhalten zu schaffen. Dies sind keine Themen, die Sie sklavisch abarbeiten müssen. Ihre Redaktions- oder Marketingstrategie kann sich schließlich auch noch ändern, oder es ergeben sich Neuigkeiten, über die Sie in Ihrem Blog möglichst zeitnah schreiben wollen. Daher sollten Sie Ihre Brainstorming-Session nutzen, um eine Basis für Ihren Redaktionskalender zu schaffen und nicht den gesamten Kalender komplett auszufüllen.

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Ursprünglich veröffentlicht am 2. Januar 2018, aktualisiert am 25. November 2018

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