„Content is King“. Vielleicht produzieren Sie deshalb bereits fleißig Blogartikel, Tutorials, Infografiken und Videos – doch eigentlich hatten Sie sich mehr davon erhofft? Möglicherweise stagniert der Traffic auf Ihrer Webseite, neue Leads melden sich nur sehr zögerlich bei Ihnen an und auch Anfragen von potenziellen Kundinnen und Kunden sind rar gesät?

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Wenn Sie jetzt nicken, ist es an der Zeit, Ihrer Webseite oder Ihrem Blog durch Conversion Optimierung einen Schub in die richtige Richtung zu geben. Was Sie konkret tun können, um Leserinnen und Leser zu Leads beziehungsweise Kundinnen und Kunden zu konvertieren, erfahren Sie in diesem Artikel.

Warum die Conversion-Rate-Optimierung wichtig für Ihren Erfolg ist

Es gibt unzählige Ziele, die Sie mit einer Webseite verfolgen können: Leads generieren, Kundinnen und Kunden gewinnen, Kooperationen schließen, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einer Bewerbung verleiten und viele mehr. Alle haben gemeinsam, dass sie eine bestimmte Handlung von Ihrer Zielgruppe erfordern.

Je mehr Besucherinnen und Besucher diese Handlung ausführen, desto erfolgreicher sind Sie mit Ihrer Webseite. 

Nehmen wir beispielsweise an, Ihr Ziel wäre, Leads zu gewinnen. Eine Möglichkeit, die Zahl der Anmeldungen zu steigern, ist natürlich, den Traffic auf Ihrer Seite zu erhöhen. Das erfordert jedoch dauerhaft Marketing-Maßnahmen wie SEO, Social-Media-Marketing oder Facebook Ads. Diese sind mit teils erheblichen Kosten verbunden – was Sie wiederum zwingt, Ihren Return on Investment (ROI) sehr genau im Blick zu behalten.

Effektiver ist es, den bereits bestehenden Traffic besser auszunutzen. Durch die Conversion Optimierung erreichen Sie, dass ein größerer Anteil der Webseiten-Besucherinnen und Besucher zu Leads wird. Oder anders gesagt: Sie sehen mehr Ergebnisse, ohne bedeutend mehr Geld investieren zu müssen. Das wiederum kann sich positiv auf Ihre Gewinne auswirken.

Wie funktioniert Conversion Optimierung?

Die Grundlage der Conversion Optimierung ist, die User Experience zu verbessern. Da Menschen einzigartig sind und unterschiedliche Dinge schätzen, ist es elementar, dass Sie Ihre Zielgruppe gut kennen. Wo die einen sich zum Beispiel von leuchtenden Farben angesprochen fühlen, präferieren andere gedeckte Töne. Wo die eine sachliche Ansprechhaltung erwarten und gesiezt werden möchten, sind die anderen glücklich mit einem saloppen Umgangston.

Je besser Sie die Vorlieben und Wünsche Ihrer Kundinnen und Kunden kennen, desto genauer können Sie Texte, Bilder und Design an diesen ausrichten. Allerdings genügt es nicht, Annahmen zu treffen, denn bei aller Sorgfalt könnten Sie damit auch falsch liegen. Erst konkrete Zahlen aus Ihren Analyse-Tools verschaffen Ihnen Gewissheit, welche Maßnahmen die Conversions tatsächlich steigern.

Das führt uns zur zweiten Basis der Conversion Optimierung: fortlaufende Tests. Um an aussagekräftige Daten zu gelangen, sollten Sie immer wieder Elemente Ihrer Webseiten und Blogartikel in A/B-Tests gegeneinander antreten lassen und nach einigen Tagen auswerten, welche Variante Interessentinnen und Interessenten besser überzeugen konnte.

Wichtig ist, dass Sie immer nur ein Element Ihres Funnels zur gleichen Zeit testen. Andernfalls können Sie später nicht mehr zuordnen, welche Veränderung die Verbesserung herbeigeführt hat. Genau das müssen Sie aber wissen, damit Sie die auf einer Seite gewonnen Erkenntnisse auf den Rest Ihrer Webseite übertragen können.

Schritt für Schritt durch die CRO: So gehen Sie vor

Bei der Conversion Optimierung bietet es sich an, einem standardisierten Ablauf zu folgen:

  1. Analysieren Sie Ihre Webseite. Halten Sie fest, welche Seiten und Blogartikel besonders oft gelesen werden, von welchen Traffic-Quellen die Nutzerinnen und Nutzer zu Ihnen kommen, wie sie sich über Ihre Seite bewegen, welche Handlungen sie auf diesem Weg vornehmen, an welcher Stelle es zu Conversions kommt und wo auf Ihrer Seite die Nutzerinnen und Nutzer wieder aussteigen.

  2. Stellen Sie auf Basis der ausgewerteten Zahlen Vermutungen an, welche Elemente Ihrer Seiten sich wahrscheinlich positiv oder negativ auf die Conversions auswirken.

  3. Leiten Sie Maßnahmen aus Ihren Vermutungen ab: Was könnten Sie konkret verändern, damit sich Leserinnen und Leser auf Ihrer Seite wohler fühlen, Vertrauen zu Ihnen fassen und dann die gewünschte Handlung abschließen?

  4. Beginnen Sie, A/B-Tests durchzuführen. Starten Sie mit der Maßnahme, die Ihrer Meinung am relevantesten ist und die größten Gewinne verspricht.

  5. Werten Sie nach einigen Tagen, spätestens aber nach zwei Wochen, die Ergebnisse des Tests aus. Welche Variante Ihrer Seite hat besser konvertiert? Behalten Sie das entscheidende Element bei beziehungsweise übertragen Sie es auf alle anderen relevanten Seiten und Artikel.

  6. Führen Sie nach und nach weitere Tests durch.

Conversion Optimierung: Mit diesen drei Maßnahmen können Sie sofort starten

Wir haben es bereits erwähnt: Jede Zielgruppe ist anders und hat unterschiedliche Ansprüche. Aus diesem Grund lassen sich Tipps zur Conversion Optimierung niemals pauschal auf sämtliche Webseiten übertragen. Was auf der einen hervorragend funktioniert, kann sich auf der nächsten als Enttäuschung entpuppen. 

Dennoch existieren einige Tendenzen, welche Faktoren zumindest auf vielen Seiten ausschlaggebend sein können. Mit diesen können Sie Ihre Optimierung starten, falls Ihnen bei der Analyse Ihrer Webseite kein anderer Punkt dringender vorgekommen ist.

1. Optimieren Sie Ihren Content

Viele Nutzerinnen und Nutzer sind im Internet nicht auf der Suche nach Produkten oder Dienstleistungen, sondern wollen Informationen erhalten, Antworten auf Fragen bekommen, Lösungen für Probleme finden oder manchmal auch einfach unterhalten werden. Erstellen Sie Content, der auf diese Wünsche einzahlt.

Liefern Sie Mehrwert, gestalten Sie Ihre Inhalte optisch ansprechend und achten Sie auf einfache Sprache mit wenigen Fachbegriffen und kurzen Sätzen. Je besser Leserinnen und Leser Ihr Content gefällt, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie als Lead oder Kunde bzw. Kundin weiter mit Ihrem Unternehmen zu tun haben wollen.

2. Schaffen Sie Vertrauen

Das Internet ist voller Webseiten und Blogs zu Ihrem Thema. Nutzerinnen und Nutzer kann es in dieser Fülle schwerfallen, sich für eine Quelle zu entscheiden. Geben Sie Ihnen Sicherheit, indem Sie Vertrauen in Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten aufbauen. Dazu können Sie unter anderem:

  • im Text auf häufig gestellte Fragen eingehen,

  • Kundenstimmen auf Ihrer Seite verwenden,

  • Referenzen und Erfolgsgeschichten anführen oder

  • auflisten, in welchen Medien, Blogs oder Podcasts schon über Sie berichtet wurde.

3. Verwenden Sie klare Handlungsaufforderungen

Sie wünschen sich von Ihren Besucherinnen und Besuchern eine konkrete Handlung. Das sollten Sie ihnen sagen! Platzieren Sie eine eindeutige Handlungsaufforderung (Call-to-Action) entweder direkt im Text, als Link oder als Button.

Die genaue Formulierung und Gestaltung kann Gegenstand Ihres ersten A/B-Tests sein. Die passenden Tools dafür finden Sie hier.

Fazit: Conversion Optimierung macht Webseiten effizienter

Conversion Optimierung hilft Ihnen, aus den schon bestehenden Ressourcen mehr herauszuholen. Durch CRO können Sie zum Beispiel die Zahl der Leads erhöhen, ohne zugleich mehr Traffic generieren zu müssen. Auch finanziell zahlt sich eine gesteigerte Conversion Rate oft aus.

Dabei sollte Ihnen allerdings bewusst sein, dass CRO niemals abgeschlossen ist und Geduld erfordert. Es wird immer Elemente auf Ihrer Webseite geben, die Sie mithilfe von A/B-Tests weiter optimieren können. Diese betrachten Sie aber nie alle gleichzeitig, sondern nacheinander.

Es gilt daher: Je früher Sie mit der Conversion Optimierung beginnen, desto besser.

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Titelbild: Twomeows_IS / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 2. Juni 2021, aktualisiert am Juni 02 2021

Themen:

Conversion