Bestimmt haben Sie sich im Internet schon öfter mal auf Webseiten registriert. Vielleicht haben Sie Software wie Evernote, Dropbox, oder Spotify heruntergeladen oder an einem Kurs bei einem Anbieter wie Coursera oder General Assembly teilgenommen.

Mit großer Wahrscheinlichkeit jedoch war Ihre Registrierung die Reaktion auf einen effektiven Call-to-Action.

Es hängt für Unternehmen viel davon ab, die Besucher ihrer Websites mithilfe strategischer Calls-to-Action (CTAs) durch den Kaufprozess zu leiten. Wenn der Text oder das Design eines CTA nicht ansprechend sind oder Besucher nicht auf sympathische Weise durch den Registrierungsprozess geleitet werden, werden sie die entsprechende App oder Website nicht nutzen.

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Um Ihnen zu zeigen, was wirkt und was nicht, haben wir 31 Beispiele für ausgesprochen gelungene Calls-to-Action zusammengestellt. Die CTA-Beispiele sind in drei Gruppen unterteilt:

  • einfache und wirkungsvolle Designs
  • neugierig machender Text
  • mehrere CTAs auf einer Seite

Bitte beachten: Uns liegen keine Performance-Daten für diese Beispiele vor, aber die CTAs entsprechen unseren allgemeinen Empfehlungen. Da dieser Beitrag ursprünglich auf dem Blog von HubSpot.com erschienen ist, handelt es sich bei dem Großteil der Einträge um englischsprachige Beispiele. Die Prinzipien für wirkungsvolle CTAs bleiben dabei jedoch gleich. Falls Sie Calls-to-Action ähnlicher Art auf Ihrer Website einsetzen möchten, sollten Sie jedoch zunächst überprüfen, ob sie für Ihre Zielgruppe geeignet sind.

Einfache, aber wirkungsvolle CTA-Schaltflächen

1) Evernote

„Dein virtuelles Gedächtnis“. Besucher der Website verstehen sofort, worum es geht, wenn sie diese Seite öffnen. Die Website von Evernote ist so aufgebaut, dass die Benutzer auf den ersten Blick sehen können, welche Vorteile die App bietet und wie sie sich anmelden können, um sie zu verwenden. Außerdem verwendet die primäre CTA-Schaltfläche denselben Grünton wie das Evernote-Logo und fällt sofort ins Auge.

CTA auf der Evernote-Homepage

2) Dropbox

Dropbox hat von Anfang an auf ein einfaches Design mit viel Freiraum gesetzt. Selbst die Grafiken auf der Startseite sind schlicht gestaltet.

Vor diesem Hintergrund fällt die blaue CTA-Schaltfläche, die zur kostenlosen Anmeldung auffordert, umso mehr auf:

CTA auf der Dropbox-Homepage

3) OfficeVibe

Hier geht es um einen Slide-in-CTA, der uns bei OfficeVibe aufgefallen ist. Beim Lesen eines Blog-Beitrags erschien unten auf der Seite ein Banner mit einem CTA, um den Blog zu abonnieren. Dieser CTA war besonders wirkungsvoll, da der Text auf dem Slide-in weitere Tipps für Manager versprach und in einem Beitrag erschien, in dem es um Führungsqualitäten ging. Das Angebot entsprach also genau dem Benutzerinteresse.

Slide-in-CTA von OfficeVibe

Außerdem gefällt uns, wie unaufdringlich solche Slide-in-CTAs sind – ganz anders als das, was unsere Kollegin Rachel Leist „Halt-Stopp-sofort-hier-klicken-Popup-CTAs“ nennt. Das Nutzererlebnis ist viel besser, wenn Slide-in-CTAs mehr Informationen bieten, die Leser aber nicht daran hindern, den Blog-Beitrag weiterzulesen.

4) Netflix

Was hält viele Benutzer davon ab, sich für etwas zu registrieren? Sie befürchten, dass sie das Abonnement nur schwer wieder kündigen können, falls ihnen das Angebot nicht gefällt. Bei Netflix werden diese Bedenken mit dem Text „Jederzeit online kündbar“ zerstreut, der direkt über dem CTA „Gratismonat beginnen“ zu lesen ist. Wahrscheinlich sind allein durch dieses Versprechen eine Menge Neukunden dazugekommen. Außerdem haben auch hier sowohl Logo als auch CTA dieselbe auffällige Farbe.

CTA auf der Netflix-Homepage

5) Square

Zu einem wirkungsvollen CTA-Design gehört mehr als eine gelungene Schaltfläche. Ganz wichtig sind auch die Hintergrundfarbe, die Bilder und die Texte, die in der Nähe der Schaltfläche erscheinen.

Das wissen auch die Designer von Square, die mit einem einzigen Bild zeigen, wie einfach ihr Produkt zu verwenden ist, während die blaue CTA-Schaltfläche zum Klicken einlädt. Bei genauerem Hinsehen werden Sie feststellen, dass die Farbe der Kreditkarte im Bild farblich zur CTA-Schaltfläche passt. Nutzer wissen also, was sie beim Klicken auf die Schaltfläche erwartet.

CTA auf der Homepage von Square

6) Prezi

Auch die Designer bei Prezi setzen bei ihrer Website auf ein minimalistisches Design. Abgesehen von dem grünen Dinosaurier und dem dunkelbraunen Kaffee gibt es in dem hauptsächlich schwarzweißen Design nur ein strahlendes Blau - dasselbe Blau wie im Logo von Prezi. Dieses strahlende Blau ist auf der Startseite strategisch platziert, nämlich für den Haupt-CTA „Testen Sie Prezi“ und den sekundären CTA „Erste Schritte“, die den Benutzer auf dieselbe Seite mit einer Preisliste bringen.

CTA auf der Homepage von Prezi

7) Full Bundle

Full Bundle ist ein weiteres Unternehmen, das Freiraum einsetzt, um den primären CTA auf seiner Website gut zur Geltung zu bringen. Vor dem Hintergrund in dunklem Grau fällt der weiße Call-to-Action besonders auf. Auch mit der Auswahl gerade dieses CTA wird eine Strategie verfolgt. Der Hauptgeschäftszweig des Unternehmens ist der Aufbau von Websites für seine Kunden. Deshalb ist es wichtig, gleich zu Beginn ein Beispiel für die kreative Arbeit zu zeigen, schließlich kommen die meisten Besucher genau deswegen auf diese Website.

CTA auf der Homepage von Full Bundle

8) Panthera

Panthera richtet sich an Tierfreunde, die sich ganz besonders für Großkatzen interessieren und einer Gruppe von Gleichgesinnten beitreten möchten. Um genau diese Benutzer anzusprechen, werden Wortspiele eingesetzt: „Werde Mitglied im Rudel“. Die Seite ist sehr einfach aufgebaut: ein Formular mit zwei einfachen Feldern und einer Schaltfläche, die zum Beitreten auffordert: „Mitglied werden“.

Formular & CTA auf der Homepage von Panthera

CTA-Schaltflächen mit Text, der neugierig macht

9) Huemor

Stellen Sie sich vor, Sie rufen eine Website auf und sehen eine Start-Schaltfläche mit dem Hinweis „Nicht drücken“ … Seien wir ehrlich: Dann wollen Sie doch erst recht auf diese Schaltfläche klicken. Der spielerische Einsatz von psychologischen Tricks passt ausgezeichnet zum Markenbild von Huemor.

CTA auf der Homepage von Huemor

10) Aquaspresso

Sinn und Zweck eines Call-to-Action ist es, Besucher Ihrer Website zu einer bestimmten Aktion zu verleiten. Die besten CTAs geben den Besuchern dafür etwas zurück. Bei Aquaspresso, einem Anbieter von Kaffeeautomaten, hat man dies mit einem Pop-up-CTA auf der Blog-Hauptseite sehr gut umgesetzt.

Hier möchte man die Besucher dazu bringen, sich die Produkte des Unternehmens genauer anzusehen (und dann am besten zu kaufen). Dies ließe sich zum Beispiel ganz direkt mit einer CTA-Schaltfläche erreichen, etwa „Sehen Sie sich unsere beliebtesten Produkte an“. Die Lösung von Aquaspresso gefällt uns viel besser: Hier bietet der CTA den Lesern des Blogs etwas Besonderes an – „Das Angebot des Tages“ im Austausch gegen die E-Mail-Adresse des Lesers.

Mit dem Hinweis, dass dieses Angebot nur für den heutigen Tag gilt, wird wieder ein psychologischer Kniff angewandt: Dinge haben einen größeren Wert für uns, wenn uns deren begrenzte Verfügbarkeit suggeriert wird. Die Vorstellung, dass das heutige Angebot besser ist als das von morgen und dass sie etwas verpassen könnten, bringt die Leser dazu, das Angebot so schnell wie möglich in Anspruch zu nehmen.

Der CTA für das Angebot des Tages von Aquaspresso

(Dieser CTA wurde übrigens mit dem Lead-Flows Tool von HubSpot Marketing Free erstellt.)

11) QuickSprout

Niemand irrt sich gerne. Deshalb ist es auch so verlockend, eine Schaltfläche wie den Slide-in-CTA von QuickSprout zu klicken. Die Leser werden gefragt: „Machen Sie Fehler bei der SEO?“ Um das herauszufinden, müssen Nutzer nur ihre URL eingeben. Mit diesem geschickten Einsatz der Sprache lässt sich unter Umständen tatsächlich eine höhere Klickrate erreichen.

Außerdem ist es eine hervorragende Taktik, die Leser mitten im Blog-Beitrag abzufangen, bevor sie die Seite wieder verlassen. In vielen Blogs erscheinen die CTAs erst am Ende der einzelnen Beiträge. Studien haben aber gezeigt, dass die meisten Leser einen Artikel gar nicht bis zum Ende lesen, sondern nur 60 % davon.

Slide-in-CTA bei Quicksporout

12) Grey Goose

Dies ist ein Beispiel dafür, wie ein witziger, besonderer CTA Besucher einer Website zum Klicken verleiten kann. Normalerweise rechnen Nutzer damit, Produktseiten oder Pressemitteilungen aufzurufen. Stattdessen gibt es eine angenehme Überraschung: ein CTA mit dem Text „Entdecken Sie einen Cocktail, der perfekt zu Ihnen passt“. Personalisierung ist immer wirkungsvoll und dieser CTA wirkt wie ein verlockendes Spiel. Neben dem Text deutet eine Play-Schaltfläche an, dass die Besucher zu einem Video geleitet werden. Sie haben also schon eine ungefähre Vorstellung davon, was sie erwartet.

CTA auf der Homepage von Grey Goose

13) Treehouse

Viele Unternehmen bieten auf ihrer Website kostenlose Testversionen an. Der CTA auf der Website von Treehouse lautet aber nicht einfach „Kostenlosen Test starten“, sondern „Holen Sie sich jetzt Ihre kostenlose Testversion“. Durch die direkte Anrede mit den Wörtern „Sie“ und „Ihre“ wirkt der Text viel persönlicher. Außerdem wird mit dem Wort „jetzt“ eine gewisse Dringlichkeit erzeugt, damit die Besucher dazu tendieren, zu klicken, weil sie nichts verpassen möchten.

CTA auf der Homepage von Treehouse

14) OKCupid

Auf den ersten Blick sieht der CTA von OKCupid gar nicht so besonders aus, aber er überzeugt mit durchdachten Details. Die CTA-Schaltfläche ist leuchtend grün und fällt vor dem dunkelblauen Hintergrund gut auf. Und mit dem Text „Continue“ (Fortfahren/Weiter) haben die Benutzer der Website das Gefühl, dass die Anmeldung nicht lange dauern wird. Allein dieser Text vermittelt den Eindruck, kein langweiliges Formular auszufüllen, sondern ein unterhaltsames Spiel zu spielen.

CTA auf der Website von OK Cupid

15) Blogging.org

Eine ablaufende Uhr ist das beste Mittel, um Websitebesucher zum Klicken zu veranlassen. Nach einer kurzen Zeit auf der Startseite von blogging.org erscheint ein Pop-up-CTA mit einem „Angebot für begrenzte Zeit“ und einem Timer, der zwei Minuten herunterzählt. Genau wie in dem Aquaspresso-Beispiel weiter oben wird hier ein psychologischer Kniff angewandt: Es wird die allzu menschliche Befürchtung ausgenutzt, dass uns etwas durch die Lappen gehen könnte. Je weniger Zeit zum Ausfüllen eines Formulars bleibt, desto schneller wollen die Websitebesucher es ausfüllen, um sich das Angebot nicht entgehen zu lassen.

Natürlich wollten wir auch wissen, was nach Ablauf des Timers passiert. Witzigerweise passiert gar nichts. Der Pop-up-CTA bleibt einfach auf dem Bildschirm, wenn der Countdown bei null angekommen ist.

Popup-CTA von blogging.org

16) IMPACT Branding & Design

Mit dem falschen Text wirken CTAs schnell aufdringlich und marktschreierisch. Ganz anders bei IMPACT. Hier werden Websitebesucher animiert, sich über das Unternehmen zu informieren, bevor sie zu weiteren Aktionen aufgefordert werden. Dieser Call-to-Action ist besonders bemerkenswert, weil noch nicht einmal ein Handlungsverb verwendet wird. Und trotzdem möchte man auf die Schaltfläche klicken.

CTA auf der Website von IMPACT

17) EPIC

Die Agentur EPIC verwendet ihre Homepage hauptsächlich, um ihre Arbeit vorzustellen. Wenn Sie die Seite aufrufen, sehen Sie ein Karussell mit Videos, in denen Arbeiten für verschiedene Kunden gezeigt werden. Zwar gibt es viele andere klickbare Elemente auf der Website, darunter auch die Websites der Kunden, der primäre CTA sticht jedoch hervor und bildet jeweils einen Kontrast zu dem Video, das im Hintergrund abgespielt wird. Die freundliche, einnehmende Sprache („Lassen Sie uns gemeinsam ein Projekt entwickeln“) vermittelt Websitebesuchern, dass sie hier einen kreativen Partner finden können, für den Teamwork besonders wichtig ist.

CTA auf der Website von EPIC

18) APPSTEMPLATES.com

Der spezielle CTA auf dieser Website zeigt direkt an, was die Benutzer sparen können, wenn sie darauf klicken. Die Schaltfläche macht nicht nur deutlich, dass der unbegrenzte Zugriff jetzt nur 89 $ statt 149 $ kostet. Die Aufforderung „Jetzt Mitglied werden“ vermittelt außerdem, dass man etwas verpasst, wenn man nicht klickt. Extrapunkte gibt es noch für den Pfeil, der auf die CTA-Schaltfläche zeigt – ein perfektes Beispiel für einen sehr direkten Hinweis. 

CTA auf der Homepage von apptemplates.com

19) Humboldt County

Die Website der kalifornischen Region Humboldt County ist in jeder Hinsicht beeindruckend: Zu sehen ist ein Vollbildvideo mit atemberaubenden Landschaftsaufnahmen. Ergänzt wird dies durch eine ungewöhnliche CTA-Schaltfläche, die uns sofort an Alice im Wunderland denken lässt: ein weißes Kaninchen und die Worte „Folge dem Zauber“. Der fantastische Charakter der Natur wird damit noch verstärkt und weckt den Wunsch, dem Kaninchen in das Wunderland zu folgen.

CTA auf der Homepage von Humboldt County, Kalifornien

Nach dem Klicken auf die CTA-Schaltfläche wird es sogar noch besser: Die Website wird zu einer Art Abenteuerspiel mit Wahlmöglichkeiten, ermöglicht den Benutzern, einen eigenen Weg auszuwählen, und bringt sie so dazu, mehr Zeit auf der Website zu verbringen.

Abenteuerspiel auf der Website von Humboldt County, Kalifornien 

Mehrere Call-to-Action-Schaltflächen

20) Uber

Uber möchte zwei sehr unterschiedliche Benutzertypen dazu bringen, sich bei der Website des Unternehmens anzumelden: Fahrgäste und Fahrer. Diese beiden Personas verfolgen ganz unterschiedliche Interessen. Auf seiner Website gelingt es dem Unternehmen jedoch, sie zu verknüpfen: Im Hintergrund sieht man Uber-Fahrer und -Fahrgäste von überall auf der Welt, die Spaß haben.

CTAs auf der Homepage von Uber

21) Spotify

Auf der Spotify-Homepage ist auf den ersten Blick klar, dass das Unternehmen hauptsächlich Benutzern zunächst vor allem die kostenlose Nutzung des Dienstes nahelegen möchte. Die CTA-Schaltfläche für ein Premium-Konto ist viel unauffälliger. Nicht nur der Text macht dies deutlich; auch die Farben der CTA-Schaltflächen verstärken den Eindruck. Die CTA-Schaltfläche für die kostenlose Nutzung ist leuchtend grün und fällt sofort ins Auge, während die weiße CTA-Schaltfläche für Premium-Konten fast mit dem Hintergrund verschmilzt. Dieser Kontrast lenkt die Websitebesucher automatisch zum Gratis-CTA.

CTAs auf der Spotify-Homepage

22) Ugmonk

Ausstiegs-CTAs unterscheiden sich von anderen Pop-ups. Sie werden abhängig vom Verhalten der Benutzer einer Website eingeblendet, nämlich just in dem Moment, wenn sich ein Benutzer anschickt, die Website zu verlassen. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen ihnen einen Grund zu geben, doch noch auf der Website zu bleiben.

Ugmonk setzt einen sehr gelungenen Ausstiegs-CTA ein und bietet den Websitebesuchern als letzten Versuch zwei Optionen an. Zunächst wird ein Nachlass von 15 % auf die Produkte des Unternehmens angeboten, danach folgen zwei Optionen: „Ja bitte, senden Sie mir den Gutschein“ und „Nein danke, ich bin nicht interessiert“. Es ist sehr hilfreich, dass jede CTA-Schaltfläche erklärt, was „Ja“ und „Nein“ tatsächlich bedeuten. Es fällt auch positiv auf, dass nicht versucht wird, den Benutzern ein schlechtes Gewissen zu machen, wie etwa „Nein danke, die Umwelt ist mir egal“ wie schon auf anderen Websites gesehen. Außerdem sieht die „Ja bitte“-Schaltfläche viel freundlicher und einladender aus als die andere Option.

Ausstiegs-CTA auf der Homepage von ugmonk

23) Pinterest

Wenn Sie sich bei Pinterest registrieren möchten, haben Sie zwei Möglichkeiten: über Facebook oder mit einer E-Mail-Adresse. Falls Sie ein Facebook-Konto haben, möchte Pinterest, dass Sie diese Option nutzen. Das wird optisch verdeutlicht, denn die blaue Facebook-CTA-Schaltfläche steht an erster Stelle und ist farblich viel auffälliger und durch das bekannte Logo leicht wiederzuerkennen. Außerdem ist es ja auch logisch: Wenn Sie sich über Facebook anmelden, kann Pinterest Per API auf die Daten von Facebook zugreifen und erfährt so viel mehr über Sie, als wenn Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse anmelden.

Diese Homepage zielt hauptsächlich darauf ab, neue Mitglieder zu gewinnen. Oben rechts finden Sie aber auch einen diskreten CTA zur Anmeldung für Benutzer, die bereits ein Pinterest-Konto haben.

CTA zur Anmeldung bei Pinterest

24) Madewell

Madewell (Eigentümer J. Crew) hatte schon immer ein herausragendes Websitedesign und ist einer der Vorreiter im E-Commerce-Bereich. Das zeigt auch der Einsatz von CTAs auf der Homepage.

Beim ersten Aufrufen der Seite werden Sie mit der Überschrift „Ich suche nach …“ begrüßt, gefolgt von einer Kategorie wie etwa „Kleidung, die sich fürs Reisen eignet“. Unter diesem Text gibt es zwei Optionen: „Ja, das will ich sehen“ oder „Hmm … Was gibt‘s denn noch?“ Die Websitebesucher können sich also zwischen zwei CTAs entscheiden, um entweder Kleidung für unterwegs anzusehen oder die nächste Kategorie aufzurufen – und wieder zwei Möglichkeiten zu haben. Durch diese einfache Form der „Gamification“, d. h. des Einsatzes spielähnlicher Elemente, wird die Website besonders für die Benutzer interessanter, die ohne ein bestimmtes Ziel auf die Website gekommen sind.

CTAs auf der Webseite von Madewell

25) Instagram

Da Instagram hauptsächlich als mobile App genutzt wird, sehen Besucher drei schwarze CTAs in derselben Größe: zum Herunterladen von Instagram aus dem Apple App Store, dem Google Play Store und dem Windows Store. Die CTAs sind deshalb gleich groß, weil es völlig egal ist, ob die App bei Apple, Google oder Microsoft heruntergeladen wird … ein Download ist ein Download, und genau dafür ist Instagram optimiert. Wenn Sie bereits ein Instagram-Konto haben, können Sie auch auf einen CTA zum Anmelden klicken.

CTAs auf der Homepage von Instagram

26) Barkbox

Die beiden CTAs auf der Homepage von Barkbox zeigen, dass das Unternehmen seine Kunden ganz genau kennt: Es gibt zwar viele Websitebesucher, die Barkbox für ihren eigenen Hund bestellen, aber es gibt auch viele Hundefreunde, die Barkbox verschenken möchten. Um diesen beiden Gruppen den Weg zum Einkauf zu zeigen, gibt es für jede einen eigenen CTA in derselben Größe: „Abonnieren“ und „Verschenken“. 

Als kleines Extra gibt es einen niedlichen Pop-up-CTA rechts im Bildschirm, über den Benutzer einen Kommentar hinterlassen können. Wenn Sie darauf klicken, erscheint ein kleines Fenster mit dem Hinweis: „Wuff! Unser Rudel ist gerade nicht online. Hinterlassen Sie bitte eine Nachricht und wir bellen so schnell es geht zurück.“ Text, der mit Humor punktet.

CTAs auf der Website von Barkbox

27) t.c. pharma

Die meisten Red Bull-Fans wissen vermutlich gar nicht, wer hinter der Marke steht: Größter Anteilseigner ist t.c.pharma, ein thailändisches Unternehmen, das Energydrinks, Elektrolytgetränke und andere Getränke und Snacks herstellt. Auf der Homepage des Unternehmens finden sich zwei CTA-Schaltflächen in derselben Größe: „Mehr erfahren“ und „Produkte anzeigen“ – wegen der leuchtenden Farbe der ersten Schaltfläche ist jedoch klar, dass die Websitebenutzer eigentlich auf „Mehr erfahren“ klicken sollen.

CTAs auf der Website von t.c. pharma

28) General Assembly

Wenn Sie durch die Website von General Assembly scrollen, sehen Sie CTAs für verschiedene Kurse, bei denen Sie sich registrieren können. Aber unten auf der Seite kommt ein weiterer CTA ins Bild, der Sie dazu auffordert, sich für E-Mail-Updates anzumelden.

Wegen der Position und der Art der Einblendung sieht er aus wie ein sekundärer CTA, aber tatsächlich könnten die Webdesigner auch versucht haben, hier einen äußerst wichtigen CTA hinein zu schmuggeln, weil er viel bunter und auffälliger ist als die CTAs für die einzelnen Kurse. Wenn Sie Ihre eigenen CTAs erstellen, experimentieren Sie mit leuchtenden Farben – selbst wenn diese gar nicht zu Ihrem sonstigen Design passen – und testen Sie, ob Sie damit mehr Aufmerksamkeit gewinnen.

CTA auf der Website von General Assembly

29) charity: water

Charity: water möchte vorrangig erreichen, dass Geld für sauberes Wasser gespendet wird. Die Organisation kann aber nicht davon ausgehen, dass alle auf dieselbe Art zahlen möchten. Die CTAs auf der Homepage verfolgen einen eigenwilligen Ansatz, um unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten anzubieten: Der Betrag ist bereits in ein einzeiliges Formular eingetragen und darunter gibt es zwei gleichrangige CTAs, um entweder mit Kreditkarte oder über PayPal zu zahlen. Die beiden CTAs haben dieselbe Größe und dasselbe Design. Für charity: water ist es nicht wichtig, wie Sie spenden, Hauptsache, Sie spenden überhaupt etwas.

CTAs auf der Website von Charity:Water

30) Hipmunk

Wenn Sie die Hipmunk-Website aufrufen, dann möchten Sie vermutlich einen Flug buchen. Es gibt aber vier Tabs, die Sie auswählen können: Flüge, Hotels, Mietwagen und Pauschalangebote. Wenn Sie auf eine dieser Optionen klicken, ändert sich das Formular, damit Sie die entsprechenden Informationen eingeben können. Und damit sich auch ja niemand vertut, hat Hipmunk rechts neben dem Formular noch einen CTA in leuchtendem Orange platziert. Neben dem Wort „Suchen“ sehen Sie auf dieser Schaltfläche auch noch ein kleines Flugzeug als Bestätigung, dass Sie tatsächlich einen Flug und kein Hotel suchen. Sind Sie auf dem Hotel-Tab, ändert sich das Symbol zu einem Hotel. Das gilt natürlich auch für Mietwagen und Pauschalreisen.

CTAs auf der Website von Hipmunk

31) MakeMyPersona

Hier sehen Sie ein weiteres Beispiel für ein gelungenes Pop-up-Fenster mit mehreren Calls-to-Action, die sich hier jedoch deutlich in Größe, Farbe und Gestaltung voneinander unterscheiden. In diesem Fall haben die Designer von MakeMyPersona den CTA „Holen Sie sich die Vorlage!“ viel attraktiver und zum Klicken verlockender gestaltet als den CTA „Nein danke, im Moment nicht“, der nicht einmal wie eine klickbare Schaltfläche aussieht.

Die Formulierung der Ablehnung fällt ebenfalls positiv auf. Eine Marke, die Benutzern kein schlechtes Gewissen macht, wenn sie ein Angebot ablehnen, wirkt erheblich sympathischer.

Ausstiegs-CTA von Make My Persona

Und das waren unsere 31 Beispiele. Hoffentlich konnten wir Ihnen damit einen Einblick verschaffen, wie viel eine kleine Veränderung an einem CTA ausmachen kann. Falls Sie nun Ihre eigenen CTAs erstellen möchten, werfen Sie doch einfach einen Blick auf unsere kostenlosen Vorlagen!

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Ursprünglich veröffentlicht am 20. Dezember 2017, aktualisiert am 25. November 2018

Themen:

Call-to-Actions