Die SEO (Search Engine Optimization, also die Suchmaschinen-Optimierung) ist längst nicht mehr nur dazu da, die Vollkommenheit Ihrer Keyword-Phrases zu bewerten. Sie sorgt auch dafür, dass Ihre Website läuft wie ein geölter Motor. Folgende Fragen sind Kennzeichen eines guten SEO-Programms.

  • Funktioniert die Technik? Produzieren Sie den richtigen Content?
  • Verbinden Sie sich mit Kunden, Kollegen und Thought Leaders aus Ihrer Branche?

Und bevor Sie jetzt denken „das ist viel zu kompliziert für mich“ – nein, ist es nicht. Es gibt ein paar Tipps, die Sie ganz leicht befolgen können, um Ihre Rankings zu erhöhen. Hier zunächst einmal neun davon, die Sie beim Kaffeetrinken innerhalb von ein, zwei Stunden erledigen können. 

Schnelle Technik Tipps

1. Webmaster Tools installieren 

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Um Googles Webmaster-Tools nur annähernd erläutern zu können, bräuchte es wahrscheinlich einen eigenen Blog Post. Für die Nicht-Eingeweihten: diese Anwendung zeigt Ihnen, was Google sieht, wenn es Ihre Website crawlt. Wenn Sie Webmaster-Tools auf Ihrer Seite aktivieren und die Website damit verifizieren, erhalten Sie schon Zugang zu Daten, die Ihnen sofort etwas nutzen: zum Beispiel Crawl-Errors oder HTML-Verbesserungen, außerdem zusätzliche Infos zu Content-Keyword-Dateien oder Links auf Ihrer Seite. Auch wenn Sie die Anwendung nur zur Identifikation der 404-Fehler nutzen, die Google beim Crawlen Ihrer Website findet – Sie können diese „bad links“ dann schnell zu einer ähnlichen Seite weiterleiten und den Fluch des Links von sich ablenken.

2. Seiten optimieren

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Stellen Sie sicher, dass Ihre Seiten richtig formatiert sind – nur so erreichen Sie die beste Search- Performance. Mögliche Anwendungen dafür sind zum Beispiel der Page Performance Report von HubSpot, die Webmaster-Tools-HTML-Improvements oder Wordpress-SEO-Plugins wie zum Beispiel Yoast. Sehen Sie Ihren Content mit diesen oder ähnlichen Anwendungen durch – entweder vor der Veröffentlichung oder danach. So können Sie sichergehen, dass Sie die besten Tags für Ihre Titel sowie die richtigen Keywords für eine optimale Search-Performance verwenden.

3. Google Authorship

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Noch immer gibt es Ungläubige und Zweifler, doch irgendwann müssen auch sie es begreifen: Die Zukunft der SEO wird Google Authorship sein. Der Prüfungsausschuss überprüft zwar noch, ob Authorship die Rankings direkt beeinflusst oder nicht – doch der Rest ist sich einig, dass Authorship in jedem Fall einen gewissen Einfluss auf die Rankings haben muss. Hier finden Sie eine Anleitung auf Google+ zur Einrichtung von Authorship. Außerdem können Sie einen Link wie diesen hier zu Ihrem online generierten Content hinzufügen:

<link href="https://plus.google.com/COMPANY-PAGE-ID/" rel="publisher" />

Ein weiterer Vorteil von Authorship:

Ein Suchergebnis, das ansprechend aussieht, zeigt sofort, dass der Content von einer verifizierten Quelle stammt. Allein das kann die Click-Through-Rates um einiges erhöhen.

4. Google Publisher

Ähnlich wie Google Authorship verbindet auch Google Publisher jeden Content mit seinem verifizierten Verfasser. Diese Verbindung mit der Google+-Business-Page Ihres Unternehmens hat Vorteile, die weit über das normale Ranking hinausgehen und Google's Knowledge Graph nutzen: Die Google+-Seite Ihres Unternehmens, die Anzahl Ihrer Follower, Ihr letztes Update und die Option, Ihre Seite zu Kreisen hinzuzufügen, erscheinen in einem Widget für alle Suchergebnisse, die mit Ihrer Marke zusammenhängen.

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Damit Sie von Google Content zugeordnet bekommen, stellen Sie diesen Code ganz oben auf Ihre Website:

<link href="https://plus.google.com/COMPANY-PAGE-ID/" rel="publisher" />

So kann der Status Ihres Unternehmens als Publisher (also Veröffentlicher oder Verfasser) verifiziert werden. Zudem werden ausführlichere Daten über Ihr Unternehmen angezeigt, wenn online danach gesucht wird. Für die Profis: Damit Ihr Content das richtige Autoren-Markup zugeordnet bekommt, verwenden Sie das Google Structured Data Tool.

Schnelle Content Tipps

1. Einen Blog Post schreiben

Es ist die alte Leier, die wir gerne immer wiederholen – weil sie so wichtig ist: Blogging erhöht den Traffic auf Ihrer Website. Hilfreicher Content, den andere lesen und teilen können, verhilft Ihnen auf schnellstem Wege zu SEO-Erfolg. Doch so simpel, wie es sich jetzt anhört, ist es nicht, denn die Suchlandschaft für Blogging verändert sich. Deshalb ist wichtig: Anstatt etwas Nettes, Kurzes zu schreiben oder einen Haufen verschiedener kleiner Blog Posts zu produzieren, nehmen Sie sich lieber Zeit. Schreiben Sie seltener, dafür längere und informativere Posts. Längere, gut geschriebene Artikel sind einfach Text, der besser von Google gecrawlt werden kann und eine höhere Anzahl an interessanten Punkten beinhaltet. Das heißt jetzt nicht, dass Sie pedantisch Wörter zählen sollen. Aber haben Sie keine Angst davor, zu viel zu schreiben.

 2. Auf Google+ teilen

Gerade haben wir Ihnen schon etwas über die Google Authorship- und Publisher-Markups erzählt – beide setzen für Ihre Anwendung eine Google+-Seite voraus. Sie fragen sich, warum Sie überhaupt ein Google+-Profil oder eine Google+-Seite haben sollten, wenn Sie Ihren Content dort sowieso nicht teilen? Dann fragen wir doch mal zurück: Warum sollte Google Ihren Content sichtbar machen, wenn Sie nicht einmal Googles eigenes Social Network nutzen? Es hat sowohl indirekte als auch offensichtliche SEO-Vorteile, Content auf Google+ zu teilen.

Um mit etwas ganz Einfachem zu beginnen:

Wenn Ihre Marke mit jemandem auf Google+ verbunden wird, werden Ihre Updates sehr wahrscheinlich in den Suchergebnissen dieser Person auftauchen.

Es geht aber noch weiter:

In einer Studie von Searchmetrics hat sich herausgestellt, dass von allen sozialen Signalen, die Google in seinem Algorithmus verwendet, die Aktivität von Google +1 die höchste Korrelation zum Ranking hat. Indem Sie Ihren Content teilen, geben Sie anderen die Gelegenheit, den +1-Button zur Bestätigung zu Ihrem Content auszuwählen, was Ihren Rankings auf lange Sicht gut tun wird. Falls Sie Starthilfe für Google+ brauchen, sehen Sie sich dieses Google+ Cheat Sheet an. 

Schnelle Beziehungs-Tipps

1. Mit Thought Leaders verbinden

Content auf Google+ zu teilen ist ein guter Anfang – aber um erfolgreich zu sein, brauchen Sie Menschen, die Ihren Content teilen. An dieser Stelle unser Rat: Verbinden Sie sich mit anderen Thought Leaders aus Ihrer Branche. Mindestens einmal in der Woche sollten Sie sich die Zeit nehmen, Leute aus Ihrer Branche zu finden, mit denen Sie sich auf Google+ verbinden können. Jede Verknüpfung kann Ihnen zu einem höheren Stand in den personalisierten Suchergebnissen der Leute verhelfen, mit denen Sie sich verbinden. Denken Sie aber daran: Nicht nur Sie verbinden sich mit einer anderen Person, sondern die Person verbindet sich auch mit Ihnen. Sie sollten Ihren Content also nur mit jemandem teilen, der Ihren Content auch veröffentlichen darf. Verbindungen sind nicht nur dazu da, um Beziehungen zu Thought Leaders zu knüpfen, sondern um auch selbst zu einem zu werden.   

2. Content anpreisen

Manchmal reicht eine einfache Social Network-Verbindung leider nicht ganz aus. Nicht jeder wird Ihnen auf Google+ folgen und es gibt sogar Thought Leaders, die keinen Google+ Account haben. Also steigen Sie auf die old school-Methode um: Mithilfe des guten alten PR-Handbuches können Sie Blogs und Verfasser suchen, um sich mit ihnen außerhalb von Google+ zu verbinden. Schreiben Sie zum Beispiel eine einfache, persönliche E-Mail über Ihren neuesten Blog Post. Auch so können Sie Kontakte innerhalb Ihrer Branche knüpfen. Ein neuer Kontakt kann direkte SEO-Folgen haben, beispielsweise wenn diese Person Ihren Content verlinkt oder in seinen / ihren Social Networks teilt. Und auch auf lange Sicht können gute Beziehungen Ihre Links und Shares vermehren, natürlich vor allem, wenn Sie richtig guten Content produzieren.

3. Offline gehen

Der SEO-Horizont endet nicht mit dem Internet. Sie können auch offline etwas tun. Bei Events, Sponsoren-Akquise oder Informationsveranstaltungen, bei denen es offline um Online-Themen geht, können Sie Kontakte knüpfen und Ihren Search-Traffic erhöhen. Wie Sie Ihre digitalen Assets in die vermeintlich nicht-digitalen Events integrieren, müssen Sie jedoch genau überdenken.

Unsere Tipps hierfür:

Live zu bloggen oder post-event zu bloggen sind zum Beispiel tolle Möglichkeiten, Ihre Offline- mit der Online-Welt zu verbinden. Dabei ist es egal, ob Sie eine reguläre Unternehmens-Sitzung dafür nutzen oder eine große Konferenz – Sie werden jeden Monat Gelegenheiten finden, um Write-Ups zu veranstalten. Diese Live-Events können Ihnen sowohl helfen, Kontakte zu knüpfen (worum es oben schon ging) als auch ein Vorwand sein, ein paar Namen in Ihrem Content zu erwähnen. Und selbst der bescheidenste Mensch der Welt wird es sich nicht verkneifen können, Content zu teilen, in dem er erwähnt wird.

Haben die Tipps geholfen? 

Marketer Handbuch: Content Planung  

Ursprünglich veröffentlicht am 13. Januar 2014, aktualisiert am Dezember 04 2017

Themen:

SEO