Filme als Kommunikationsweg zu produzieren, ist eine sehr gute Idee. Erstens ist der Film als Medium ideal um Information verständlich und unterhaltsam aufzubereiten, weshalb auch jeder lieber ein Filmchen anguckt, als einen Text durchzulesen. Zweitens mögen Suchmaschinen Filme. Die Suchmaschine schließt aus der Existenz von Filmen auf einer Website auf einen hohen Informationswert dieser Online-Präsenz. Die Annahme: Wer einen Film produziert, hat wertvolle Information zu bieten und sich daher besonders viel Mühe gegeben diese entsprechend zu präsentieren.

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Denn es ist schließlich viel schwieriger und aufwändiger einen Film zu erstellen als einen Text zu verfassen und mit Bildern zu versehen. So hat eine Website mit Video-Content eine bis zu 50-fach höhere Chance auf eine Platzierung auf Seite 1 der Suchergebnisse.

Auf YouTube werden pro Minute ca. 100 Stunden neues Filmmaterial hochgeladen und Internetnutzer weltweit gucken sich jeden Monat ca. sechs Milliarden Stunden Videomaterial an. Das meiste davon ist definitiv nicht die Art von hochwertigem Content über die wir hier sprechen. Aber diese schiere Menge an Film-Content erschafft ein Chaos, aus dem es hervorzustechen gilt. Genau deshalb muss man auch die Website selbst mit SEO-Maßnahmen pushen.

Wir haben die wichtigsten Faktoren für die Verbesserung des Suchmaschinen-Rankings Ihrer Filme identifiziert und für Sie zusammengestellt.

Die 10 besten Tipps für SEO bei Web-Videos

1. Hosten Sie Ihre Videos selbst auf Ihrem eigenen Webspace.

Laden Sie die Clips nicht einfach bei YouTube, Vimeo und Co. hoch, um Sie dann mit per Link auf Ihrer Website einzubetten. So überlassen Sie den ganzen Traffic und die Kontrolle den Video-Plattformen. Sie sollten die gängigen Plattformen lediglich als Streu-Medien für Ihre Brand Awareness begreifen. Das bedeutet, dass Sie Ihre Filme AUCH bei Videoplattformen hochladen müssen. Aber dort sollten Ihre Filme primär dazu dienen, die User auf Ihre Website zu führen.

2. Nutzen Sie die „Streu-Medien“.

Zu Unrecht, denn genau in dieser Funktion sind Videonetzwerke ungemein wichtig für das „Seeding“, also das möglichst weite Verbreiten Ihrer Videos im Netz. YouTube allen voran. YouTube ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine, denn genau als solche fungiert die Plattform für alle, die nach Musik, Filmen, Serien, Tutorials usw. suchen. Um Ihr Video relevant und suchmaschinenfreundlich zu gestalten, versehen Sie es mit einer ausführlichen Beschreibung (hier hilft schema.org) und einem gesunden Maß an Meta-Tags. Füllen Sie Ihren Publisher-Account außerdem mit so vielen Informationen und Kontakt-Wegen wie möglich. Das schafft vor allem Vertrauen bei den Usern und unterstreicht den Eindruck eines ehrlich gemeinten, hochwertigen Angebotes.

3. Legen Sie auf Ihrer Website eine Video-Sitemap an.

Eine Sitemap ist für SEO sehr wichtig, denn sie erleichtert den Crawlern die Erfassung Ihrer Inhalte. Es gibt beispielsweise spezielle Plugins, die Ihnen in diesem Punkt die Arbeit abnehmen und erleichtern.

4. Vermeiden Sie es, allen Video-Content auf einer Seite als „Mauer“ zu posten.

Niemand will ewig lange durch eine unübersichtliche Liste scrollen. Geben Sie jedem Film seine eigene Landing-Page. Zusammen mit der Sitemap sorgt dies für eine sehr SEO-freundliche Strukturierung. Zudem gibt dies Ihnen die Möglichkeit, den Traffic für jeden einzelnen Film zu tracken... und auch den Traffic vom Film weg: Gehen die Besucher danach weiter auf Ihrer Seite spazieren? Gehen sie zum Online-Shop? Verlassen Sie Ihre Website?

5. Seeding, Seeding, Seeding.

Seeding, wie weiter oben schon erwähnt, ist der Vorgang der Verbreitung Ihrer Videos im Netz. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass es genügt, Ihre neuen Videos mit ein paar Freunden zu teilen und auf YouTube hochzuladen. Verbreiten Sie sie auf allen verfügbaren Kanälen, fordern Sie zum Teilen auf. Außerdem sollten Sie anderen Website-Betreiben und Bloggern ausdrücklich klarmachen, dass es erwünscht ist, dass Ihr Video auf anderen Präsenzen eingebettet wird.

6. Nehmen Sie die User an die Hand.

Fügen Sie Ihrem Video Untertitel mit Zusatzinformation hinzu. Setzen Sie einen Call to action an entsprechenden Stellen ein. Untertiteln Sie den Film mit dem Text des Off-Sprechers für alle, die das Video ohne Ton ansehen müssen. Das verbessert nicht nur die „User-Experience“ für den Betrachter, es hilft auch der SEO. Suchmaschinen können Ihren Film zwar nicht ansehen, aber sie lesen neben Titeln, Tags und Beschreibungen auch solche Inhalte wie Untertitel oder Verlinkungen heraus. 

7. Ergänzend zum Thema Suchmaschinen können Ihren Film nicht angucken:

Beschreiben Sie Ihren Film auf Ihrer Website, fertigen Sie ein Transkript an. Das bedeutet nicht, dass Sie jedes Detail beschreiben müssen, sondern einfach eine inhaltliche Wiedergabe verfassen. Auf diese Art können Suchmaschinen nämlich genau beurteilen, was im Film zu sehen ist. Und User, die ihn gerade aus irgendwelchen Gründen nicht ansehen können, werden trotzdem nicht alleine gelassen.

8. Der richtige Titel.

Wählen Sie den Filmtitel mit Bedacht. Er muss zwei Zielgruppen ansprechen: Menschen und Suchmaschinen. Für letztere muss er deskriptiv genug sein, um zu vermitteln, worum es geht. Die Maschine muss den Film anhand von Begriffen einordnen können. Für Menschen muss er ansprechend und überzeugend sein. Bei einem Tutorial beispielsweise muss sicher kein spannender Titel her, aber einer, der dem User vermittelt, genau das gefunden zu haben, was ihm am besten weiterhilft. Bei Imagefilmen ist beim Titel schon wesentlich mehr Kreativität gefragt. Hier besteht die Gefahr darin, nicht zu abstrakt zu werden.

9. Das richtige Thumbnail.

Das „Thumbnail“ ist die Bildszene, die man im Standbild als Vorschau sieht, wenn der Film als Suchergebnis angezeigt wird. Welches Bild dort angezeigt wird, können Sie beeinflussen. Wie das geht, erklärt Google hier.

10. Der Content muss gut sein!

Dieser letzte Punkt ist eigentlich kein Tipp, aber der Vollständigkeit halber wollen wir es doch nicht unerwähnt lassen. Einfach irgendetwas Filmähnliches zu produzieren, nur um so etwas auch auf der Website zu haben, ist verschwendete Liebesmüh. Legen Sie sich einen Plan zurecht, was Sie kommunizieren wollen und an wen. Arbeiten Sie aus, wie man daraus möglichst interessante, originelle und einzigartige Filme machen kann. Denn nur solche werden gerne gesehen und geteilt und werfen ein positives Licht auf die Reputation Ihres Produkts oder Ihrer Marke. 

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Ursprünglich veröffentlicht am 30. Januar 2015, aktualisiert am Juli 30 2018

Themen:

Video-Marketing