YouTube-Marketing

Ein umfassender Leitfaden zur Erstellung, Vermarktung und Optimierung von Video-Content

Es gibt wohl kaum jemanden, der noch nie von YouTube gehört hat – oder noch nie einen Nachmittag damit verbracht hat, sich ein Katzenvideo nach dem anderen anzusehen. YouTube ist eine hervorragende Quelle für lustige, unterhaltsame Inhalte. Doch die Plattform wird auch für Marketer immer interessanter. Aus dem aktuellen „State of Inbound“-Bericht geht hervor, dass nahezu die Hälfte (48 %) aller Marketer planen, YouTube im Laufe von 12 Monaten (ab Zeitpunkt der Befragung) in ihre Marketingstrategie aufzunehmen.

Vielleicht bezweifeln Sie, dass auch Ihre Zielgruppe auf YouTube aktiv ist. Doch sind Sie sich da ganz sicher? Statistiken zeigen, dass die Mehrzahl der Internetnutzer sich online Videos ansieht. Und YouTube verzeichnet mehr als 1 Milliarde aktive Benutzer. Das Angebot der Plattform ist so groß, dass es Inhalte in 76 Sprachen umfasst und damit 95 % der Weltbevölkerung abdeckt. Sollten Sie sich immer noch unsicher sein, sehen Sie sich einmal diese Statistiken an:

  • 3,25

    Milliarden Stunden Video-Inhalte werden jeden Monat auf YouTube angesehen

  • Allein auf mobilen Endgeräten erreicht YouTube mehr Nutzer im Alter von

    18-49

    Jahren als alle Nachrichtensender und das Kabelfernsehen

  • 59 %

    aller Führungspersonen bevorzugen Videos gegenüber Inhalten in Textform

Zum einen ist es also sehr wahrscheinlich, dass Ihre Zielgruppe YouTube nutzt. Zum anderen ist die Plattform zudem auch die zweitgrößte Suchmaschine, sodass sie eine hervorragende Möglichkeit zur Suchmaschinenoptimierung und der allgemeinen Stärkung Ihres Markenauftritts darstellt. Auf YouTube können Marketer Inhalte in einem einzigartigen Format präsentieren, das sich zudem recht einfach konsumieren und teilen lässt.

Da das Konzept des YouTube-Marketings auf den ersten Blick vielleicht etwas einschüchternd wirken mag, haben wir einen umfassenden Leitfaden mit vielen hilfreichen Informationen erstellt – für YouTube-Profis und -Neulinge in gleichem Maße. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie einen YouTube-Kanal einrichten, Videos für Suchmaschinen optimieren, eine Werbekampagne auf YouTube starten und Kennzahlen zu Ihren Videos interpretieren.

Wenn Sie im Moment keine Zeit haben, um den Leitfaden komplett zu lesen, können Sie ihn mit einem Lesezeichen versehen, um ihn später zu lesen, oder einfach zu dem Abschnitt springen, der Sie am meisten interessiert:

Einen YouTube-Kanal erstellen

Zunächst einmal möchten wir Sie darauf hinweisen, dass ein eigener YouTube-Kanal nicht wenig Verwaltungs- und Planungsaufwand bedeutet.

Im Gegensatz zu anderen Social-Media-Plattformen werden auf YouTube ausschließlich Videos gehostet. Sollten Sie Ihren YouTube-Kanal nur erstellen, um ein bestimmtes Video hochladen zu können, darüber hinaus aber nicht vorhaben, Ihren Kanal weiter zu pflegen, raten wir Ihnen davon ab. Ein eigener YouTube-Kanal erfordert, dass Sie sich die erforderliche Zeit nehmen, um Ihre Inhalte zu planen, erstellen, bearbeiten, vermarkten und analysieren – und zwar fortlaufend. Zudem müssen Sie sich im Klaren sein, welche Ziele Sie mit Ihrer Marke verfolgen, und sich dann überlegen, wie Sie diese mithilfe von Video-Content besser erreichen können. Doch wenn Sie bereit sind, den erforderlichen Aufwand zu betreiben, dann werden Sie mit attraktiven, teilbaren Inhalten und einer wachsenden Anzahl an Zuschauern belohnt.

Ein Konto erstellen

Ihr erster Schritt besteht darin, einen YouTube-Kanal einzurichten. Und das ist nicht ganz unkompliziert. Wie Sie sicher wissen, gehört YouTube zu Google. Deshalb erhalten Sie im Zuge der Erstellung eines Gmail-Kontos auch die Möglichkeit, ein YouTube-Konto oder ein Google+-Konto etc. einzurichten. Je nach Art Ihres Unternehmens ist es mehr oder weniger ratsam, Ihr E-Mail-Konto mit Ihrem geschäftlichen YouTube-Kanal zu verknüpfen. Dies gilt besonders dann, wenn Sie den Zugriff auf Ihr Konto für Ihre Mitarbeiter oder Agenturpartner freigeben. Wir empfehlen Ihnen, ein allgemeines E-Mail-Konto zu erstellen, das problemlos von mehreren Benutzern verwendet werden kann.

Rufen Sie Google.de auf und klicken Sie oben rechts auf „Anmelden“.

Google-Startseite

Klicken Sie unten im Fenster auf „Konto erstellen“.

Google-Konto erstellen

Geben Sie folgende Daten ein: Ihren Namen, die gewünschte E-Mail-Adresse plus Passwort, Ihren Geburtstag, Ihr Geschlecht, Ihre Telefonnummer und aktuelle E-Mail-Adresse sowie Ihr Land. Klicken Sie dann auf „Weiter“. Bitte beachten Sie, dass Google nur Benutzer zulässt, die mindestens 13 Jahre alt sind.

Google-Konto erstellen – Angaben

Stimmen Sie der Datenschutzrichtlinie und den Nutzungsbedingungen von Google zu und verifizieren Sie Ihr Konto, indem Sie den Code eingeben, den Sie per SMS oder Anruf erhalten haben.

Google-Konto Verifikation

Herzlichen Glückwunsch, Sie besitzen nun ein Google-Konto.

Ein Unternehmenskonto bzw. Brand-Konto auf YouTube einrichten

Bevor Sie nach der Erstellung Ihres Google-Kontos erste Inhalte auf YouTube veröffentlichen können, müssen Sie zunächst noch ein sogenanntes YouTube Brand-Konto einrichten. Dieses Konto benötigen Sie, um Bearbeitungsrechte verwalten und Ihre Onlinepräsenz insgesamt optimieren zu können.

Rufen Sie die Seite YouTube.com auf. Wenn oben rechts ein Personensymbol angezeigt wird, sind Sie bereits angemeldet. Sollte dies nicht der Fall sein, wird an gleicher Stelle die Schaltfläche „Anmelden“ angezeigt. Klicken Sie auf diese und geben Sie den Benutzernamen und das Passwort Ihres Google-Kontos ein.

Klicken Sie anschließend im Accountmenü oben rechts auf „Mein Kanal“.

Mein Kanal im Accountmenü von YouTube

Hier können Sie nun direkt einen Kanal erstellen. Klicken Sie dazu aber nicht auf die Schaltfläche „Kanal erstellen“, sondern stattdessen auf „Unternehmensname / Sonstiger Name“.

YouTube – Anderen Namen verwenden

Geben Sie den Namen Ihres Brand-Kontos ein und klicken Sie auf „Erstellen“. Hinweis: Sie können den Namen Ihres Kanals später jederzeit über Ihre Kontoeinstellungen ändern.

Google Brand-Konto erstellen

Als Nächstes passen Sie die Einstellungen Ihres Brand-Kontos an. Klicken Sie dazu auf „Kanal anpassen“.

Kanal anpassen

Wählen Sie als Erstes ein Kanalsymbol und ein Kanalbild aus. Dies sind die ersten zwei Elemente, die Benutzer sehen, wenn sie Ihren YouTube-Kanal aufrufen. Achten Sie also darauf, Bilder zu wählen, die Ihre Zielgruppe erkennt und die zu Ihrer Marke passen.

Das Kanalsymbol ist mit dem Facebook-Profilfoto vergleichbar. Das Bild, das Sie hier auswählen, wird auch für Ihre anderen Google-Accounts wie Gmail oder Ihr Google+-Konto verwendet. Für Unternehmen bietet sich hier das Unternehmens-Logo an, für Personen des öffentlichen Lebens eine professionelle Portraitaufnahme.

Um ein Kanalsymbol hochzuladen, klicken Sie auf Ihrem Kanal oben links auf das standardmäßige rote Profilbild. Nun können Sie ein Bild auswählen. Von Google wird empfohlen, ein Quadrat im Format 800 × 800 Pixel oder ein rundes Bild zu verwenden. Beachten Sie, dass es einige Minuten dauern kann, bis Ihr hochgeladenes Kanalsymbol angezeigt wird.

Fügen Sie als Nächstes ein Kanalbild hinzu. Klicken Sie dazu auf Ihrem Kanal oben mittig auf die blaue Schaltfläche „Kanalbild hinzufügen“. Hier empfiehlt es sich, ein Bild im Format 2560 ×1440 Pixel zu wählen, das sich für sämtliche Anzeigemodi eignet und damit sowohl auf Desktop-PCs, Tablets und Smartphones als auch auf Fernsehern optimal angezeigt wird. Wenn Sie sich bezüglich des Designs Ihres Kanalbilds nicht sicher sind, können Sie sich an den von YouTube bereitgestellten Vorlagen orientieren.

Kanalbild und Profilbild anpassen

Wählen Sie anschließend die Registerkarte „Kanalinfo“ und fügen Sie Ihrem Kanal eine Beschreibung, Ihre geschäftliche E-Mail-Adresse, Links zu Ihrer Unternehmenswebsite sowie zu Ihren Social-Media-Profilen hinzu. Das Feld „Kanalbeschreibung“ dient dazu, Ihr Unternehmen vorzustellen und zu erklären, welche Art von Video-Content Sie auf YouTube bereitstellen möchten. Da die Kanalbeschreibung suchmaschinenrelevant ist und Sie mit ihr somit Ihr Suchmaschinenranking beeinflussen können, sollten Sie unbedingt relevante Keywords einbinden. Weiter unten erhalten Sie detailliertere Tipps zur Optimierung Ihrer Kanalbeschreibung.

Beschreibung eines YouTube-Kanals

Im nächsten Schritt können Sie Ihr Konto weiter anpassen. Doch eine wichtige Information vorab: YouTube gibt Ihnen die Möglichkeit, zwei verschiedene Ansichten Ihres Kanals einzurichten – eine für Ihre Abonnenten und eine andere für Nichtabonnenten. Das heißt, dass Zuschauern, die Ihren Kanal noch nicht abonniert haben, andere Inhalte empfohlen werden als Ihren Abonnenten. Eine ziemlich praktische Funktion!

Einer der größten Vorteile dieser Funktion ist, dass Sie einen Kanaltrailer – also die Videoversion Ihrer Kanalbeschreibung – erstellen können, der ausschließlich Nichtabonnenten angezeigt wird. Ihr Trailer sollte kurz (30 bis 60 Sekunden) und aussagekräftig sein. Er dient dazu, neue Abonnenten zu gewinnen und Benutzern aufzuzeigen, worum es auf Ihrem Kanal geht und welche Inhalte sie dort erwarten können. Trailer werden generell nicht durch Werbeanzeigen unterbrochen, um Zuschauer nicht von ihrem eigentlichen Zweck abzulenken.

Stellen Sie als Erstes sicher, dass die Funktion „Kanallayout anpassen“ aktiviert ist. Klicken Sie dazu auf Ihrem Kanal oben rechts neben der Schaltfläche „Abonnieren“ auf das Zahnradsymbol.

Kanaleinstellungen

Falls noch nicht geschehen, aktivieren Sie nun die Funktion „Kanallayout anpassen“ und klicken Sie dann auf „Speichern“.

Kanaleinstellungen anpassen

Nun können Sie Ihren Trailer hochladen. Klicken Sie oben rechts auf die Upload-Schaltfläche (Pfeil nach oben) und wählen Sie die gewünschte Videodatei aus. Vergessen Sie nicht, im Namen und in der Beschreibung Ihres Trailers Keywords zu erwähnen. Nachdem Sie das Video hochgeladen haben, wählen Sie die Registerkarte „Übersicht“ und dann „Für neue Besucher“. Klicken Sie dann auf „Kanaltrailer“.

Kanaltrailer auswählen

Wählen Sie nun den hochgeladenen Trailer aus bzw. geben Sie die URL des Videos an, das an dieser Stelle abgespielt werden soll. Klicken Sie anschließend auf „Speichern“.

Kanaltrailer einrichten

Hinweis: Wenn Ihr Kanal über mehr als 100 Abonnenten verfügt, vor mehr als 30 Tagen erstellt wurde und Sie bereits ein Kanalsymbol und -bild hinzugefügt haben, sind Sie evtl. dazu berechtigt, eine benutzerdefinierte URL zu erstellen. Weitere Informationen zu benutzerdefinierten YouTube-URLs finden Sie hier.

Bevor Sie mit der Umsetzung Ihrer YouTube-Marketingstrategie beginnen, sollten Sie zunächst festlegen, welche Ihrer Mitarbeiter Zugriff auf Ihr YouTube-Konto benötigen. Wenn Sie Mitarbeitern Zugriff gewähren, können sie Sie über ihre eigenen Google-Konten bei der Verwaltung Ihres YouTube-Kontos unterstützen.

Ihnen stehen drei verschiedene Rollen zur Verfügung, die Sie den weiteren Benutzern Ihres Google-Kontos zuweisen können.

  • Inhaber: Inhaber verfügen über uneingeschränkte Berechtigungen zur Verwaltung aller Ihrer Google-Konten bei allen Google-Diensten. Sie können Administratoren hinzufügen und entfernen, Unternehmensinformationen bearbeiten, auf Kommentare antworten und vieles mehr.
  • Administrator: Administratoren verfügen über dieselben Berechtigungen wie Inhaber, mit Ausnahme der Rechte zum Löschen von Einträgen und zur Zugriffsverwaltung. Nur Inhaber und Administratoren sind berechtigt, Ihren YouTube-Kanal zu verwalten.
  • Kommunikationsadministrator: Kommunikationsadministratoren können auf Kommentare antworten und einige weitere Aktionen durchführen. Sie haben keinen Zugriff auf den Video-Manager und können weder Inhalte hochladen noch Analytics-Daten einsehen.

Um Ihrem Konto weitere Benutzer hinzuzufügen, klicken Sie auf Ihrem Kanal oben rechts auf das Zahnradsymbol. Wählen Sie „Konto“ und klicken Sie dann auf „Administratoren hinzufügen oder entfernen“.

Benutzer zu Kanal hinzufügen

Klicken Sie auf „Berechtigungen verwalten“.

Nutzerberechtigungen verwalten

Um neue Benutzer hinzuzufügen, klicken Sie oben rechts auf das Personensymbol.

Nutzer hinzufügen

Geben Sie nun die Gmail-Adresse des Benutzers ein, dem Sie die Berechtigung erteilen möchten, und weisen Sie ihm eine Rolle zu.

Neue Nutzer hinzufügen

Das umfassende Kit für eine erfolgreiche Social-Media-Strategie

Videos für Suchmaschinen optimieren

Ihr YouTube-Kanal ist also vollständig eingerichtet und Sie sind bereit, Content zu veröffentlichen. Dann gilt es nur noch, sicherzugehen, dass dieser auch gefunden wird. Wie bereits erwähnt ist YouTube die zweitgrößte Suchmaschine und während es zweifelsohne entscheidend ist, attraktive Inhalte bereitzustellen, sind durchaus auch weitere Erfolgsfaktoren zu berücksichtigen. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, Ihre Videos so zu optimieren, dass Sie sowohl auf YouTube als auch auf Google möglichst weit oben in den Suchergebnissen erscheinen.

Der erste Schritt auf dem Weg zu professionellem YouTube-Marketing besteht darin, Ihre Meta-Daten zu bearbeiten und zu optimieren. Meta-Daten liefern Benutzern im Grunde zusätzliche Informationen zu Ihren Videos. Beispiele hierfür wären: Videotitel, Beschreibung, Markierungen, Kategorien, Thumbnails und Untertitel. Welche Daten Sie hier angeben, ist wichtig, da Videos auf Basis der Meta-Daten indexiert und in den Suchergebnissen aufgeführt werden. Von den Meta-Daten hängt also ab, ob Benutzer Ihre Videos auch tatsächlich finden. Formulieren Sie Meta-Daten immer möglichst kurz und prägnant. Und beachten Sie, dass Ihr Content unter Umständen entfernt wird, wenn Sie Keywords auswählen, die für Ihren Content nicht wirklich relevant sind. Sehen Sie sich das nachstehende Video an, um weitere Tipps zur Suchmaschinenoptimierung von Videos zu erhalten.

Titel

Genau wie bei der On-Page-SEO ist auch bei Videos die Formulierung von Titel und Beschreibung entscheidend. Wenn Benutzer durch eine Liste von Videos scrollen, lesen sie als Erstes deren Titel. Daher sollten diese unbedingt aussagekräftig und interessant sein. Ein Titel sollte entweder Interesse wecken oder auf den ersten Blick vermitteln, dass Benutzer hier eine Lösung für ihr Problem finden. Recherchieren Sie Keywords, um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, welche Keywords Benutzer verwenden. Setzen Sie die wichtigsten Informationen und Keywords an den Anfang von Titeln und verwenden Sie nur circa 60 Zeichen, sodass Titel in den Suchergebnissen vollständig angezeigt und nicht abgeschnitten werden.

Beschreibung

Beachten Sie, dass auf YouTube zunächst nur die ersten zwei bis drei Zeilen (etwa 100 Zeichen) der Videobeschreibung angezeigt werden. Um die gesamte Beschreibung lesen zu können, müssen Benutzer erst auf „Mehr anzeigen“ klicken. Daher sollten Sie wichtige Links und CTAs auf jeden Fall zu Beginn der Beschreibung einfügen. Den Text selbst sollten Sie so formulieren, dass möglichst viele Benutzer Ihr Video aufrufen und mit Ihrem Content interagieren. Unter der Beschreibung können Sie das Transkript einfügen. Dies ist deshalb sinnvoll, weil Videos generell viele Keywords enthalten und Sie damit also Ihr Ranking verbessern können. Sie haben auch die Möglichkeit, eine Standard-Kanalbeschreibung mit Links zu Ihren Social-Media-Profilen, Informationen zu Mitwirkenden und Zeitangaben einzufügen. Videotitel und -beschreibungen können auch #Hashtags enthalten. Achten Sie nur darauf, es nicht zu übertreiben. 

Tags

Sobald Sie Ihre Keywords in den Titel und die Videobeschreibung eingefügt haben, können Sie die wichtigsten Keywords mithilfe von Tags hervorheben. Tags dienen dazu, Videos mit ähnlichen Videos zu verlinken und so ihre Reichweite zu erhöhen. Achten Sie darauf, zuerst die wichtigsten Keywords mit Tags zu versehen, und verwenden Sie sowohl allgemeine Keywords als auch spezifische Longtail-Keywords. 

Kategorie

Nachdem Sie ein Video auf YouTube hochgeladen haben, können Sie diesem über die erweiterten Einstellungen eine Kategorie zuweisen. Videokategorien dienen dazu, Ihre Inhalte mit anderen, ähnlichen YouTube-Inhalten in Verbindung zu bringen. Dazu können Sie eine der folgenden Kategorien auswählen: Film & Animation, Autos & Fahrzeuge, Musik, Tiere, Sport, Reisen & Events, Spiele, Menschen & Blogs, Comedy, Unterhaltung, Nachrichten & Politik, Praktische Tipps & Styling, Bildung, Wissenschaft & Technik und Soziales Engagement.

YouTube-Video SEO

Thumbnail

Ein Video-Thumbnail ist das Vorschaubild eines Videos, also das Bild, das Benutzer sehen, wenn Sie durch eine Liste von Videos scrollen. Welches Bild hier angezeigt wird, kann sich ganz erheblich auf die Anzahl der Aufrufe Ihres Videos auswirken. YouTube schlägt Ihnen zwar automatisch einige Thumbnail-Optionen vor, wir empfehlen Ihnen aber, Ihr eigenes zu erstellen und hochzuladen. Laut Berichten von YouTube verfügen 90 % der erfolgreichsten YouTube-Videos über ein benutzerdefiniertes Thumbnail. Stellen Sie also bereits beim Videodreh sicher, dass Ihnen später einige hochwertige und aussagekräftige Aufnahmen für das Thumbnail vorliegen. Laut YouTube sollten Sie am besten ein Bild im Format 1280 × 720 Pixel wählen, um sicherzugehen, dass dieses auf wirklich jedem Bildschirm bzw. Display optimal dargestellt wird. 

Hinweis: Sie müssen Ihr YouTube-Konto bestätigen, um ein benutzerdefiniertes Thumbnail hochladen zu können. Rufen Sie dazu einfach die Seite youtube.com/verify auf, lassen Sie sich einen Bestätigungscode senden und geben Sie ihn ein.

SRT-Dateien (Untertitel)

Untertitel sind nicht nur für Zuschauer hilfreich, sondern auch für Sie. Sie bieten Ihnen nämlich eine weitere Gelegenheit, wichtige Keywords einzubringen, und helfen Ihnen so dabei, Ihre Videos für Suchmaschinen zu optimieren. Um Untertitel zu einem YouTube-Video hinzuzufügen, laden Sie einfach eine Datei mit den Untertiteln, ggf. auch inklusive Timecodes, in einem der unterstützten Dateiformate hoch. Sie können aber auch das vollständige Transkript hochladen und einstellen, dass das Timing automatisch erfolgt, die Untertitel oder auch deren Übersetzung während der Videowiedergabe eingeben oder Sie können einen Experten damit beauftragen, Ihr Video zu transkribieren oder zu übersetzen.           

Wenn Sie einem Video Untertitel hinzufügen möchten, öffnen Sie den Video-Manager und klicken unter „Video-Manager“ auf „Videos“. Suchen Sie das betreffende Video und öffnen Sie das Dropdown-Menü „Bearbeiten“. Wählen Sie die Option „Untertitel“. Nun können Sie wählen, wie Sie Untertitel hinzufügen möchten.

Untertitel hinzufügen

Infokarten und Abspanne (Anmerkungen)

Im Mai 2017 hat YouTube den Editor für Anmerkungen eingestellt. Stattdessen sollen nun Infokarten und der Abspann genutzt werden, um Zuschauer zu befragen und externe Webseiten sowie andere Videos zu verlinken. Doch keine Sorge! Infokarten und Abspanne lassen sich genauso einfach zu einem Video hinzufügen wie Anmerkungen. Infokarten sind Mitteilungen in kleinem rechteckigem Format, die sowohl in der Desktop-Version als auch auf Mobilgeräten oben rechts angezeigt werden. Sie können jedem Video bis zu fünf Infokarten hinzufügen. Achten Sie dabei jedoch darauf, sie so zu platzieren, dass Ihre Zuschauer genügend Zeit haben, die gewünschte Aktion durchzuführen.

Um eine Infokarte hinzuzufügen, öffnen Sie den Video-Manager und dann das Dropdown-Menü „Bearbeiten“. Wählen Sie hier die Option „Infokarten“.

Infokarten hinzufügen

Klicken Sie auf „Infokarte hinzufügen“ und wählen Sie den gewünschten Kartentyp aus: Video- oder Playlist-Infokarte, Kanal-Infokarte, Abstimmungs-Infokarte oder Link-Infokarte.

Infokarten einrichten

Nachdem Sie die Infokarte erstellt haben, können Sie sie einfach an die gewünschte Stelle im Video ziehen. Ihre Änderungen werden automatisch gespeichert.

Positionierung von Infokarten

Abspanne geben Ihnen die Möglichkeit, Ihr Video um 5 bis 20 Sekunden zu verlängern und diese zusätzliche Zeit zu nutzen, um Ihre Zuschauer auf weitere YouTube-Videos oder -Kanäle aufmerksam zu machen und um externe Links einzufügen, wie beispielsweise zu Ihrer Website. Abspanne bewegen Benutzer dazu, weiter mit Ihren Inhalten bzw. Ihrer Marke zu interagieren.

Einen Abspann fügen Sie wie folgt hinzu: Öffnen Sie den Video-Manager und dann das Dropdown-Menü „Bearbeiten“. Wählen Sie hier die Option für Abspanne und Anmerkungen.

Abspann und Anmerkungen hinzufügen

Anschließend wählen Sie die Elemente aus, die Sie Ihrem Abspann hinzufügen möchten. Dazu können sie entweder den Abspann eines anderen Videos importieren, eine YouTube-Vorlage verwenden oder manuell Elemente erstellen. Beachten Sie bitte, dass die Richtlinien von YouTube erfordern, dass Sie im Abspann auf mindestens ein anderes YouTube-Video oder eine Playlist verweisen.

Abspann einrichten

Beispiele von Anmerkungen im Abspann

Playlists

Wenn Sie mit Ihren Videos hauptsächlich einige wenige Themen abdecken, dann sind Playlists genau das Richtige für Sie. Denn diese ermöglichen es Ihnen, verschiedene Videos zum selben Thema einschließlich Videos von anderen Kanälen in einer Playlist zusammenzufassen. Mit Playlists können Sie Ihre Videos übersichtlich organisieren und Nutzern am Endes eines Videos gleich ein neues vorschlagen. Und das Beste: Playlists werden in den Suchergebnissen separat aufgeführt. Wenn Sie Playlists erstellen, wird Ihr Inhalt schneller gefunden.

Um eine neue Playlist zu erstellen, rufen Sie ein Video auf, das Sie in diese Playlist aufnehmen möchten, und klicken dann unter dem Video auf das Symbol . Wählen Sie „Neue Playlist erstellen“. Geben Sie der Playlist einen Namen und klicken Sie auf „Erstellen“.

Video zu einer Playlist hinzufügen

Die Kunst der Social-Media-Content-Kreation

Videos für YouTube erstellen

Sobald Sie Ihren Kanal eingerichtet haben, können Sie auch schon erste Inhalte veröffentlichen. In diesem Abschnitt erfahren Sie, was Sie bei der Aufnahme von Videos beachten sollten, wie Sie Videos bearbeiten und welche verschiedenen Arten von Videos Sie auf YouTube posten können. Wenn Sie nicht so recht wissen, wo Sie am besten beginnen, hilft es Ihnen bestimmt, sich einige Beispiele für gelungene Werbevideos und Videokampagnen anzusehen. Vielleicht geben Ihnen diese ein paar Ideen für Ihr nächstes Projekt.

8 verschiedene Arten von Videos

Bevor Sie mit der Videoaufnahme beginnen, sollten Sie sich überlegen, mit welcher Art von Video sich Ihr Ziel am effektivsten erreichen lässt. Beachten Sie dabei, dass die verschiedenen Videotypen unterschiedlich wichtig und effektiv sind. Die erfolgreichsten YouTube-Marketer ranken die Arten von Videos laut einem Artikel der Zeitung The Huffington Post wie folgt:

1. Erfahrungsberichte von Kunden

Dies sind kurze Interviews mit zufriedenen Kunden. Sie stärken das Vertrauen der Zuschauer in Ihr Unternehmen und Ihr Produkt.

2. On-Demand-Produktpräsentationen

Demo-Videos dienen der kurzen Vorstellung der Funktionen und Vorteile eines Produkts.

3. Informative Videos und Tutorials

In Videos dieser Art wird Benutzern ausführlich erklärt, wie ein bestimmtes Produkt bzw. verschiedene Komponenten eines Produkts oder Services verwendet werden. Tutorials eignen sich hervorragend, um Kundenfragen zu beantworten oder eine neue Funktion eines Produkts vorzustellen. 

4. Interviews mit Vordenkern

Interviews mit Experten oder Vordenkern können Ihnen dabei helfen, sich in Ihrer Branche einen guten Namen zu machen.
 

5. Projektbewertungen und Fallstudien

In Projektbewertungen oder Fallstudien werden erfolgreiche Kampagnen oder Projekte vorgestellt, häufig anhand von Statistiken und Ergebnissen.

6. YouTube Live

YouTube Live dient, wie der Name schon sagt, der Live-Übertragung von Inhalten. Mit Live-Streaming können Sie Ihre Zielgruppe ganz einfach an besonderen Momenten teilhaben lassen und ihnen außerdem die Möglichkeit geben, Ihre Inhalte in Echtzeit zu kommentieren und mit Ihnen zu interagieren. Live-Videos werden außerdem auch aufgezeichnet und zu Ihren hochgeladenen Videos hinzugefügt.
 
YouTube Live-Beispiel

7. Videoblogs 

Videoblogs dienen dem Teilen von Videos, mit denen Sie Ihren Alltag oder bestimmte Veranstaltungen dokumentieren. Diese Videos werden für gewöhnlich täglich oder wöchentlich veröffentlicht. Sie können diese Art von Video auch nutzen, um z. B. die wichtigsten Punkte und Tipps eines Blog-Beitrags kurz zusammenzufassen und Ihrer Zielgruppe diese Informationen damit in einem weiteren Format zugänglich zu machen.
 

8. Eventvideos

Mit dieser Art von Video zeichnen Sie eine Konferenz oder Messe etc. aus Perspektive der Teilnehmer auf. Diese Videos eignen sich hervorragend, um die Stimmung der Teilnehmer festzuhalten.
 


Ein Videoskript erstellen

Zielsetzung

Genau wie bei allen anderen Kampagnen und Inhalten ist es auch hier entscheidend, dass Sie als Erstes festlegen, welche Ergebnisse Sie erzielen wollen. Möchten Sie beispielsweise die Bekanntheit Ihrer Marke steigern, den Inbound-Traffic Ihrer Website erhöhen, mehr Abonnenten für Ihren Kanal gewinnen oder erreichen, dass Ihre Inhalte häufiger geteilt werden? Legen Sie unbedingt zu Beginn Ihres Produktionsprozesses ein primäres Ziel für Ihr Video fest, sodass Sie das Skript und auch Ihre Strategie ganz darauf ausrichten können. Während Sie sich für Ihren YouTube-Kanal durchaus verschiedene Ziele setzen können, wie die Steigerung der Markenbekanntheit und die Gewinnung weiterer Abonnenten etc., sollten Sie sich bei Videos auf ein einziges Ziel beschränken. 

Das Storyboard erstellen und den Text verfassen

Sobald Sie sich für ein Ziel entschieden haben, können Sie mit der Erstellung Ihres Storyboards beginnen. Ein Storyboard visualisiert das Drehbuch und dient der Planung der einzelnen Szenen eines Videos. Vielleicht haben Sie sogar schon einmal eins gesehen. Storyboards ähneln Comics. Sie enthalten grobe Skizzen der geplanten Szenen, einschließlich kurzer Beschreibungen sowie Informationen zum Dialog und zur Kameraposition und -bewegung. Welche Details Sie in Ihr Storyboard aufnehmen, ist natürlich Ihnen überlassen. Wir empfehlen Ihnen aber, Folgendes unbedingt einzuschließen:

  • Einen Frame für jede wichtige Szene und jede neue Location
  • Eine grobe Beschreibung jeder Szene (Tageszeit, Wetter, Stimmung der Darsteller etc.)
  • Den Text jeder Szene
  • Angaben zur Kameraführung und dazu, aus welcher Nähe gefilmt werden soll 

Zusätzliche Multimedia-Elemente planen

Wenn Sie vorhaben, Multimedia-Elemente wie Diagramme, ein Titelbild oder Ähnliches in Ihr Video zu integrieren, planen Sie diese von Anfang an ein. Nehmen Sie sie in Ihr Storyboard mit auf, um sicherzustellen, dass die einzelnen Content-Elemente nahtlos ineinander übergehen. 

Die Länge des Videos festlegen

Legen Sie im Zuge der Erstellung Ihres Storyboards auch gleich die Länge Ihres Videos fest. Auf YouTube finden Videos mit einer Länge von unter zwei Minuten den größten Anklang. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten Punkte, die Sie erwähnen müssen, um das in Schritt 1 festgelegte Ziel zu erreichen. Bei längeren Videos sollten Sie darauf achten, dass Sie das Interesse der Zuschauer nicht verlieren. Experimentieren Sie dazu einfach ein wenig mit dem Tempo, Handlungsbogen und mit visuellen Elementen.

Die Wahl der passenden Location(s)

Nachdem Sie das Ziel und die Länge Ihres Videos festgelegt und das Storyboard fertiggestellt haben, ist es an der Zeit, sich Gedanken zum Drehort zu machen. In der Filmbranche wird dieser Schritt als Location-Scouting bezeichnet und genau wie bei jedem anderen Schritt wirkt sich auch hier Ihre Wahl entscheidend auf den Erfolg Ihres Videos aus. Um den richtigen Drehort zu wählen, sollten Sie zunächst Ihr Storyboard zur Hand nehmen und eine Liste aller Orte erstellen, die darin vorkommen. Wie viele Drehorte Sie benötigen, hängt von Ihrem Konzept ab und kann von einem Ort pro Video bis zu einem Ort pro Szene variieren. 

Bei der Suche nach den richtigen Locations können Freunde, Kollegen und Familienmitglieder eine große Hilfe sein. Beachten Sie, dass Sie an manchen Drehorten (wie Unternehmen und anderen Gebäuden in Privatbesitz) nur mit Genehmigung filmen dürfen. Gerade bei Ihren ersten Produktionen empfehlen wir Ihnen, sich das Leben nicht unnötig schwer zu machen, und sich daher auf Drehorte zu beschränken, die Ihnen Freunde und Bekannte vermitteln können.

Besichtigen Sie die geplanten Drehorte unbedingt im Vorfeld der Aufzeichnung und prüfen Sie, ob die geplanten Aufnahmen dort auch wirklich möglich sind. In der Regel ist es von Vorteil, wenn Ihnen möglichst viel Platz zur Verfügung steht, sodass Sie die Kameraposition flexibel anpassen können. Achten Sie außerdem auf laute Straßen oder andere Geräusche wie den Lärm von Klimaanlagen etc., die Ihre Aufzeichnung stören könnten. Prüfen Sie auch die Lichtverhältnisse und vergessen Sie dabei nicht, die Tageszeit zu berücksichtigen. Denn es kann zum Beispiel sein, dass ein Raum zwar morgens hell genug ist, Sie nachmittags oder abends aber zusätzliche elektrische Beleuchtung benötigen.

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6 Tipps für die Aufzeichnung professioneller Videos

Für die Aufzeichnung professioneller Videos ist heutzutage keine teure Kamera bzw. ein umfassendes Budget mehr erforderlich. Die Technologie von Smartphone-Kameras ist mittlerweile so fortgeschritten, dass ihre Qualität völlig ausreicht. Wenn Sie ein Video mit Ihrem Smartphone aufzeichnen, sollten Sie allerdings darauf achten, es dabei quer zu halten. Da YouTube Videos standardmäßig im Querformat anzeigt, vermeiden Sie so ein ungünstiges Zuschneiden oder Framing des Videos beim Upload auf YouTube. Unabhängig von der verwendeten Kamera helfen Ihnen diese Tipps dabei, professionelle und ansprechende Videos zu erstellen:

1. Verwenden Sie ein Stativ

Sie möchten schließlich, dass sich Ihre Zuschauer auf den Inhalt des Videos und nicht auf die wackelige Kameraführung konzentrieren. Verwenden Sie für statische Aufnahmen also besser ein Stativ oder platzieren Sie die Kamera auf einer flachen Ebene.

2. Aktivieren Sie den manuellen Modus

Verzichten Sie, sofern möglich, auf jegliche automatische Einstellung, sodass Sie den Fokus, die Belichtung und weitere Einstellungen selbst festlegen können. 

3. Filmen Sie aus verschiedenen Winkeln und Abständen

Filmen Sie jede Szene aus mehreren Perspektiven, sodass Sie später beim Schneiden aus verschiedenen Clips auswählen können. Bei Interviews oder anderen Aufnahmen, bei denen nur eine einzige Person im Bild ist, können Sie beispielsweise von der Frontalansicht in die 45-Grad-Ansicht wechseln. Außerdem können Sie ein wenig Abwechslung in Ihre Aufnahmen bringen, indem Sie den Abstand zwischen Person und Kamera vergrößern bzw. verkleinern oder heran- bzw. herauszoomen. Durch den Wechsel zwischen verschiedenen Winkeln und Abständen bleibt das Video interessant und ansprechend. 

4. Filmen Sie mehr Material als eigentlich nötig

Im Nachhinein Szenen herauszuschneiden ist kein Problem. Sie haben aber nicht immer die Möglichkeit, für weitere Aufnahmen noch einmal zum Drehort zurückzukehren. Sammeln Sie also genügend Material, indem Sie mehrere Takes jeder Szene drehen. Zählen Sie außerdem nach Start der Aufzeichnung sowie nach dem Ende der Szene jeweils bis fünf, um sicherzugehen, dass Sie alles Wichtige auf Band haben. 

5. Setzen Sie Kamerafahrten ein

Wenn Ihnen ein Slider oder eine Steadicam zur Verfügung steht, können Sie ein wenig Bewegung ins Spiel bringen. Es genügt bereits, die Kamera leicht von links nach rechts zu schwenken, oder das Objekt kurzfristig näher heranzuholen, um Ihr Video interessanter zu gestalten. 

6. Verwenden Sie ein hochwertiges Mikrofon

Wenn sich in Ihrem Video Personen unterhalten, dann verwenden Sie unbedingt ein qualitativ hochwertiges Mikrofon. Es sind zahlreiche Mikrofone erhältlich, mit denen der Ton bei Videoaufnahmen separat aufgenommen werden kann. Es gibt sogar Mikrofone, die an Smartphones angeschlossen werden können, um deren Audioqualität zu verbessern. 

Videos aufbereiten

Tools

Die Auswahl an Bearbeitungstools und -software ist groß. Je nach Betriebssystem ist auf Ihrem Computer unter Umständen bereits eine kostenlose Bearbeitungssoftware wie iMovie oder Windows Movie Maker vorinstalliert. Diese Programme bieten grundlegende Funktionen zur Bearbeitung von Videos. So können Sie mit ihnen beispielsweise Clips zusammenschneiden, Titel hinzufügen und einige eingeschränkte Filter- und Farbkorrekturfunktionen nutzen. Sie können aber auch eine professionelle Videoschnittsoftware wie Final Cut Pro X oder Adobe Premiere CC verwenden. Diese sind zwar nicht ganz günstig, bieten aber zahlreiche Bearbeitungsfunktionen. Alternativ sind auch auf YouTube einige Bearbeitungsfunktionen verfügbar. So können Sie dort beispielsweise einzelne Clips zu einem Video zusammenführen. 

Video-Thumbnails

Wenn Sie ein Video auf YouTube hochladen, können Sie das Thumbnail auswählen, das auf Ihrem Kanal, in den Suchergebnissen und in der Spalte rechts angezeigt wird. Wir empfehlen, Ihr eigenes, benutzerdefiniertes Thumbnail hochzuladen. 

Wasserzeichen

YouTube bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihren Videos ein benutzerdefiniertes Wasserzeichen hinzuzufügen. Dabei handelt es sich um eine benutzerdefinierte Schaltfläche, über die Zuschauer Ihren Kanal abonnieren können, während Sie sich eines Ihrer Videos ansehen. 

Öffnen Sie dazu das Creator Studio. Klicken Sie auf „Kanal“ und dann auf „Branding“. Befolgen Sie anschließend die Anweisungen zum Upload Ihrer Datei.

Wasserzeichen hinzufügen

Musik und Soundeffekte

Die Qualität der Musik und Soundeffekte eines Videos können darüber entscheiden, ob ein Video als professionelle Produktion oder als das Werk eines Laien wahrgenommen wird. Glücklicherweise reicht heutzutage auch ein kleines Budget für professionelle Soundeffekte. Bei der Auswahl der Musik für ein Video sollten Sie sich daran orientieren, in welche Stimmung Sie die Zuschauer versetzen möchten. Musik ist eines der effektivsten Mittel, mit dem Sie beeinflussen können, welche Emotionen ein Video bei seinen Zuschauern hervorruft. Häufig orientieren sich sogar Editoren, Kameramänner und Schauspieler an der Musik. Wenn Sie Ihre Marke einer neuen Zielgruppe präsentieren, empfiehlt sich beispielsweise fröhliche, schwungvolle Musik. Ein weiterer, sehr wichtiger Aspekt, den Sie bei der Auswahl von Musik beachten sollten, sind Nutzungsrechte. Achten Sie darauf, nur lizenzfreie Titel auszuwählen. Lizenzfrei heißt zwar nicht, dass Sie die Musik kostenlos nutzen können. Für diese Titel zahlen Sie aber nur einmal eine Pauschale und jegliche zusätzliche Tantiemen oder Lizenzgebühren entfallen.

Auf YouTube steht Ihnen eine ganze Bibliothek mit Soundeffekten und Musiktiteln zur Verfügung, die Sie kostenlos in Ihren Videos verwenden dürfen. Alternativ finden Sie auch auf Pond5, Epidemic Sound und PremiumBeat erstklassige lizenzfreie Musik. Dort können Sie aus unzähligen professionell aufgezeichneten und produzierten Titeln aus verschiedensten Genres und mit unterschiedlichen Längen und Tempi auswählen. PremiumBeat und Pond5 bieten beide eine äußerst umfassende Sammlung an Soundeffekten, die Ihnen dabei hilft, Ihren Videos mehr Charakter zu verleihen. Manchmal reichen bereits einige unauffällige Soundeffekte im Hintergrund aus, um die Qualität eines Videos deutlich anzuheben und seine Zuschauer in seinen Bann zu ziehen.

Einen YouTube-Kanal und YouTube-Videos vermarkten

Mit der Produktion von Videos und deren Suchmaschinenoptimierung ist es aber noch nicht getan. Denn nun steht die Vermarktung Ihres Kanals und Ihrer Inhalte an. Das ideale Ziel ist natürlich eine breite Basis von Abonnenten und eine möglichst gute Position Ihrer Inhalte in den Suchergebnissen. Doch gerade für Neulinge ist dies nicht immer einfach zu erreichen. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihren YouTube-Kanal und Ihre Videos auch auf anderen Plattformen bewerben. Praktischerweise bieten sowohl YouTube als auch andere Plattformen Funktionen, über die sich Videos ganz einfach teilen lassen. Und so bewerben Sie Ihren YouTube-Content am besten auf anderen Kanälen:

Social Media

Ihre YouTube-Videos in sozialen Netzwerken zu teilen, ist eine einfache Möglichkeit, auf sie aufmerksam zu machen und mit Zuschauern zu interagieren. YouTube macht es seinen Benutzern sehr einfach, Videos auf anderen Kanälen zu teilen und zu bewerben. Klicken Sie einfach unter dem Video, das Sie teilen möchten, auf die Schaltfläche „Teilen“. Anschließend können Sie die Plattform auswählen, auf der Sie das Video bewerben möchten. YouTube erstellt sogar verkürzte URLs für Videos, sodass Sie sie noch einfacher teilen können. 

Bei der Vermarktung Ihres YouTube-Kanals und Ihrer Videos sollten Sie strategisch vorgehen. So gibt es effektivere Methoden, als Ihre Videos einfach in Ihrer Chronik bzw. Ihrem Feed zu teilen. Überlegen Sie sich, zu welchem Zweck Sie das Video produziert haben. Wenn Sie beispielsweise ein Tutorial erstellt haben, weil Sie viele Fragen zur Verwendung Ihres Produkts erhalten haben, empfiehlt es sich, auf diese Fragen mit dem Link zu diesem Tutorial zu antworten. Videos, die Sie im Rahmen einer Kampagne oder eines weltweiten Trends erstellt haben, sollten Sie möglichst mit relevanten #Hashtags markieren, um ihre Reichweite zu erhöhen.

Blog-Beiträge und Websites

Bewerben Sie Ihren YouTube-Kanal und Ihre Videos auch auf Ihrer Website und Ihrem Blog. Sorgen Sie zunächst dafür, dass Ihr YouTube-Kanal besser gefunden wird, indem Sie Ihrer Website und Ihrem Blog eine Schaltfläche hinzufügen, über die Besucher Ihrem YouTube-Kanal folgen können. Betten Sie dann relevante Videos in Ihre Website oder in Blog-Beiträge ein. So können Sie beispielsweise ein YouTube-Video als Begleitmaterial zu einem bestimmten Blog-Beitrag erstellen oder auf Ihrer Website Kundenrezensionen oder Fallstudien im Videoformat teilen. Damit bewerben Sie nicht nur Ihren YouTube-Kanal und Ihre Videos, sondern Sie erhöhen gleichzeitig auch Ihren Website-Traffic.

Um ein Video auf Ihrer Website oder Ihrem Blog zu teilen, kopieren Sie den Einbettungscode, der unter dem betreffenden Video angezeigt wird.

YouTube-Video einbetten

E-Mail

Geben Sie Acht, dass Sie Ihre bestehenden Kunden nicht aufgrund Ihrer Bemühungen vernachlässigen, neue Kunden und Leads zu gewinnen. Bewerben Sie Ihre Videos und Ihren YouTube-Kanal auch mithilfe relevanter E-Mail-Listen. Fordern Sie Ihre Kontakte dazu auf, sich einen Blog-Beitrag anzusehen, in den Sie ein Video eingebettet haben, um neben der Reichweite des Videos auch Ihren Website-Traffic zu erhöhen. Wenn Sie eine Playlist erstellt haben, die zum Thema passt, können Sie auch auf diese aufmerksam machen. E-Mail-Newsletter mit hilfreichen Informationen und Inhalten stellen eine effiziente Methode dar, die Kundenbindung zu fördern.

Websites zu Fragen und Antworten

Wenn Ihre Videos Antworten auf bestimmte Fragen liefern, können Sie diese auf beliebten Q&A-Websites wie Quora teilen und so auf Ihr Unternehmen und Ihre Inhalte aufmerksam machen. Sehen Sie sich an, welche Fragen dort gestellt werden, und teilen Sie ggf. Videos, die Benutzern weiterhelfen.

Teamwork

Haben Sie Verbindungen zu einem Unternehmen, das hervorragend auf YouTube repräsentiert ist? Wenn ja, dann bitten Sie doch einfach um Zusammenarbeit, wie beispielsweise um die gemeinsame Erstellung eines Videos oder einer Playlist. Eine solche Kooperation ist für beide Seiten von Vorteil, da die Reichweite der einzelnen Kanäle jeweils um die Zielgruppe des anderen erweitert wird. Die Möglichkeiten für eine kreative Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen sind vielfältig. Achten Sie nur darauf, Unternehmen zu wählen, dessen Ziele und Zielgruppen Ihren eigenen ähneln. Außerdem sollte die Partnerschaft mit Ihrer Marketingstrategie konform sein. 

Mit Zuschauern interagieren

Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Publikum interagieren. Gehen Sie auf Kommentare ein, beantworten Sie Fragen, bitten Sie um Feedback und bedanken Sie sich bei Ihren Zuschauern für deren Unterstützung. Da dies Aufgaben sind, die schnell vernachlässigt werden, empfehlen wir Ihnen, sich regelmäßig gezielt Zeit zu nehmen, um die Kommentare zu Ihren Videos durchzugehen und ggf. darauf zu reagieren. 

Die Vorlage für Ihren Social-Media-Kalender

Eine Einführung in YouTube Analytics

Nachdem Sie so viel Zeit und Energie in Ihren YouTube-Kanal, die Erstellung von Inhalten, deren Optimierung für Suchmaschinen sowie ihre Vermarktung investiert haben, möchten Sie sicherlich auch wissen, in welchem Maße sich diese Mühen bezahlt machen.

Verzagen Sie nicht, wenn Sie zunächst nicht viel mit YouTube Analytics anfangen können. So viele Kennzahlen und Diagramme können auf den ersten Blick durchaus verwirrend sein. Die gute Nachricht: Wenn Sie sich erst einmal näher damit auseinandergesetzt haben, werden Sie sehen, dass sich die Kennzahlen im Grunde ganz einfach interpretieren lassen.

Ein klares Ziel setzen

Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie verstehen, wie entscheidend es ist, Videos auf ein bestimmtes Ziel auszurichten. Wenn Sie kein Ziel festlegen, können Sie auch keine Ergebnisse messen. Videos sollten von Anfang bis Ende auf einen bestimmten Zweck ausgerichtet sein – vom Dreh über die Bearbeitung zum Upload bis hin zur Optimierung und Veröffentlichung.

Dabei ist es ratsam, je ein Ziel pro Video zu wählen. Am häufigsten werden Videos erstellt, um die Markenbekanntheit zu steigern, mehr Aufrufe bzw. Klicks zu erzielen, mehr Inbound-Links zu generieren und mehr Social-Media-Shares zu bekommen. Je nachdem, wie Sie Videos in Ihre Marketingaktivitäten einbinden, können Sie damit beispielsweise die Öffnungsrate einer E-Mail-Serie steigern oder die Konversionsrate einer Landing-Page erhöhen. YouTube eignet sich hervorragend, um den Bekanntheitsgrad einer Marke zu steigern.

Wie bereits erwähnt ist YouTube die zweitgrößte Suchmaschine. Videos, die Sie dort veröffentlichen, erscheinen zum einen in der organischen Suche. Zum anderen können Sie durch bezahlte Anzeigen auf sie aufmerksam machen. Videos helfen Ihnen erheblich dabei, eine persönliche Beziehung zu Ihrer Zielgruppe aufzubauen, da Sie so Ihre Mitarbeiter, Kunden und Partner persönlich zu Wort kommen lassen können. Außerdem können Sie Videos nutzen, um das Vertrauen Ihrer Zielkunden in Ihr Unternehmen zu steigern, indem Sie Inhalte teilen, die ihnen weiterhelfen. Welche Art von Video Sie wählen sollten, hängt unter anderem davon ab, ob Sie das Video durch bezahlte Anzeigen bewerben werden oder auf die Optimierung organischer Suchen setzen. Ist Letzteres der Fall, empfehlen sich Kundenrezensionen, Produkt-Tutorials oder ein Video zur Unternehmensgeschichte.

Wichtige Kennzahlen

Der Einstieg in die Analyse der Kennzahlen zu Ihren YouTube-Videos kann durchaus etwas frustrierend sein. Doch es ist wichtig, dass Sie Ihren Erfolg messen. Denn andererseits ist es auch frustrierend, wenn eines Ihrer Videos viel weniger Aufrufe und Aufmerksamkeit erhält als erwartet. Mithilfe von YouTube Analytics können Sie feststellen, wie Ihr Video gefunden wurde, wie lange es sich Besucher angesehen haben und wie intensiv sie damit interagiert haben. Sehen wir uns also einmal an, welche Kennzahlen von YouTube Analytics erfasst werden und wo Sie diese finden.

Rufen Sie die Seite youtube.com/analytics auf. Nun sollte ein Analytics-Dashboard mit einer Übersicht über die Performance Ihrer Videos während der vergangenen 28 Tage angezeigt werden. Über das Dropdown-Menü oben rechts können Sie auch einen anderen Zeitraum auswählen. Der Übersichtsbericht liefert wichtige Leistungskennzahlen, Interaktions-Kennzahlen, demografische Daten, Traffic-Quellen und Informationen zu Ihren erfolgreichsten Inhalten.

Außerdem können Sie folgende Filter auf die Ergebnisse anwenden: Inhalt, Gerätetyp, Region oder Standort, Alle hochgeladenen Inhalte oder nur Playlists, Abonnentenstatus, Wiedergabetyp, Zugriffe nach YouTube-Produkt und Verwendete Übersetzungen. Zusätzlich dazu können Sie die Ergebnisse in verschiedenen Diagrammen oder sogar einer interaktiven Karte anzeigen.

YouTube-Analytics

Anhand welcher Kennzahlen Sie den Erfolg einer Kampagne messen, hängt zwar von vielen verschiedenen Faktoren ab, es gibt aber einige, die Sie auf jeden Fall im Auge behalten sollten:

Wiedergabezeit und Zuschauerbindung

Dem Bericht zur Wiedergabezeit können Sie entnehmen, wie viel Zeit (in Minuten) Zuschauer damit verbracht haben, sich Inhalte auf Ihrem Kanal anzusehen – insgesamt und pro Video. So können Sie prüfen, welche Videos Ihre Zuschauer tatsächlich ansehen und welche sie lediglich anklicken und dann abbrechen. Die Wiedergabezeit ist eine wichtige Kennzahl, da sie zu den Ranking-Faktoren von YouTube zählt. Je länger die Wiedergabezeit eines Videos ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass es eine gute Platzierung im Suchmaschinenranking erhält. YouTube bietet außerdem die Möglichkeit, Berichte zu bestimmten einzelnen Kennzahlen zu erstellen, darunter Wiedergabezeit, Aufrufe, durchschnittliche Wiedergabedauer und den durchschnittlichen Prozentsatz der Wiedergabe des Videos. Dabei können Sie diese Kennzahlen in Bezug auf einzelne Videos, Standorte, Veröffentlichungsdaten und mehr prüfen. Der durchschnittliche Prozentsatz der Wiedergabe eines Videos gibt Aufschluss darüber, wie vollständig sich Zuschauer ein bestimmtes Video im Durchschnitt angesehen haben (pro Aufruf). Je höher der Prozentsatz, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich Zuschauer das gesamte Video ansehen. Integrieren Sie Infokarten und Abspanne in Videos, bei denen dieser Wert hoch ist, um zu erreichen, dass Ihre Calls-to-Action häufiger angeklickt werden.


YouTube-Diagramm zur Wiedergabezeit

Beispiel für ein Liniendiagramm zur Wiedergabezeit

YouTube-Diagramm zur Wiedergabezeit

Beispiel für ein Mehrliniendiagramm zur Wiedergabezeit

Traffic-Quellen

Der Bericht zu den Zugriffsquellen für Aufrufe gibt Aufschluss darüber, wie Zuschauer Ihre Inhalte gefunden haben. Er liefert Ihnen wertvolle Informationen dazu, wo Sie Ihren YouTube-Content am besten bewerben sollten. Dazu können Sie dem Bericht beispielsweise entnehmen, ob Zuschauer auf Twitter oder über die YouTube-Suche auf Ihre Inhalte gestoßen sind. Unter dem allgemeinen Menüpunkt „Zugriffsquellen“ finden Sie noch detailliertere Informationen. Auf Basis dieser Daten können Sie dann Ihre YouTube-Marketingstrategie optimieren. Vergessen Sie dabei nicht, auch Ihre Meta-Daten zu verbessern.

YouTube-Diagramm zu Zugriffsquellen

Balkendiagramm-Beispiel: Überblick über Zugriffsquellen

YouTube-Diagramm zu Zugriffsquellen

Balkendiagramm-Beispiel zu externen Zugriffsquellen

Demographische Daten

Der Demografiebericht liefert Daten zum Alter und Geschlecht Ihrer Zuschauer und hilft Ihnen, Ihre Zielgruppe genauer zu definieren. So können Sie die Daten zu Altersgruppen und Geschlecht zusätzlich noch nach anderen Kriterien wie dem Standort filtern. Mithilfe dieses Berichts können Sie Ihren Content noch präziser auf Ihre YouTube-Zielgruppe abstimmen und ermitteln, wie gut er bei Ihren Buyer-Personas ankommt.

YouTube-Diagramm zu demografischen Daten

Beispiel für ein Balkendiagramm zu demografischen Daten

Interaktionsberichte

Diese Berichte geben Aufschluss darüber, welche Inhalte bei Ihrer Zielgruppe den größten Anklang finden. Sie enthalten Informationen dazu, welcher Content angeklickt, geteilt, kommentiert und empfohlen wird. Darüber hinaus finden Sie hier Daten zur Performance von Infokarten und Abspannen. Diesen Daten sind hilfreich, da Sie so erfahren, mit welchen Inhalten Ihre Zielgruppe interagiert. Diese Informationen können Sie dann nutzen, um die CTAs in Ihren künftigen Videos zu optimieren.

Der ultimative Leitfaden für Social-Media-Werbung

Eine YouTube-Werbekampagne durchführen

Neben der Förderung des organischen Traffics können Sie auch verschiedene Optionen für bezahlte Anzeigen nutzen, um Ihre YouTube-Videos zu bewerben. In diesem Abschnitt führen wir Sie in die Erstellung von YouTube-Werbekampagnen ein.

Kosten von YouTube-Werbeanzeigen

Die Kosten für YouTube-Werbeanzeigen hängen von der Anzahl der Aufrufe ab. Das heißt, dass Ihnen nur tatsächliche Interaktionen mit der Anzeige berechnet werden. Wird Ihre Werbeanzeige übersprungen, fallen keine Kosten an. Der genaue Preis pro Klick hängt von der Beliebtheit Ihrer Keywords ab und beträgt im Schnitt etwa 0,06 US-Dollar. Nachdem Sie ein Tagesbudget für Ihre Kampagne festgelegt haben, wird Ihre Anzeige jeweils so lange geschaltet, bis dieses Tagesbudget erschöpft ist.

Die verschiedenen Arten von YouTube-Werbeanzeigen

Video Discovery-Anzeigen

TrueView Video Discovery-Anzeigen werden auf YouTube auf der Startseite, in den Suchergebnissen und auf Wiedergabeseiten in den Vorschlägen für ähnliche Videos angezeigt. Klickt man auf eine solche Anzeige, wird das zugehörige Video aufgerufen.

YouTube-Discovery-Anzeige 1

YouTube-Discovery-Anzeige 2

YouTube-Discovery-Anzeige 3

In-Stream-Videoanzeigen

In-Stream-Videoanzeigen sind Werbeanzeigen, die in ein YouTube-Video eingebettet sind. TrueView In-Stream-Videoanzeigen werden zu Beginn eines Videos abgespielt. Sie können ihnen Overlays mit Text oder CTAs hinzufügen und Nutzer haben in der Regel die Möglichkeit, die Videoanzeige nach fünf Sekunden zu überspringen. Bei Videos, die über 10 Minuten lang sind, können In-Stream-Videoanzeigen nicht nur am Anfang des Videos platziert werden, sondern auch während des Videos.

YouTube-In-Stream-Anzeige

Eine vollständige Liste aller Optionen für YouTube-Werbeanzeigen finden Sie hier.

Eine Kampagne erstellen

Sie können auf Basis jedes beliebigen Videos eine Kampagne erstellen, das Sie auf Ihrem YouTube-Kanal hochgeladen haben. Öffnen Sie Ihr Google AdWords-Konto.

Fügen Sie das gewünschte Video hinzu, indem Sie seine YouTube-URL kopieren und in das Feld neben „Videoanzeige“ einfügen.

AdWords-Kampagnen-Setup

Verfassen Sie eine Überschrift sowie eine Beschreibung, die in den Suchergebnissen angezeigt wird, und wählen Sie ein Thumbnail.

Auswahl eines Thumbnails für eine Video-Kampagne

Legen Sie fest, wohin Benutzer geleitet werden, nachdem sie auf Ihre Werbeanzeige geklickt haben: auf Ihren YouTube-Kanal oder Ihre Website.

AdWords-Kriterien

Wählen Sie ein Tagesbudget für Ihre Werbeanzeige und geben Sie an, wie viel Sie maximal pro Aufruf bezahlen möchten.

AdWords-Budget

Geben Sie an, in welchen Regionen die Anzeige geschaltet werden soll. Sie haben auch die Möglichkeit, bestimmte Gegenden auszuschließen.

AdWords – Region für Anzeige auswählen

Im nächsten Schritt definieren Sie die Zielgruppe Ihrer Werbeanzeige, indem Sie die gewünschten demografischen und psychografischen Daten auswählen. Dazu zählen Alter, Geschlecht, Interessen und vieles mehr. Verknüpfen Sie Ihr AdWords-Konto mit Ihrem YouTube-Kanal und schließen Sie die Erstellung ab. Dadurch wird die Werbeanzeige automatisch aktiviert.

AdWords – demografische Daten AdWords-Kampagne fertigstellen

Fazit

Mit mehr als einer Milliarde aktiver Nutzer ist YouTube mittlerweile viel mehr als nur eine Plattform für lustigen, unterhaltsamen Content. YouTube hat sich zu einer wichtigen Marketing-Plattform entwickelt, die Ihnen die Möglichkeit bietet, Ihre Marke mit visuellen Inhalten zu bewerben. Und mit Videos können Sie Ihren organischen Traffic um 157 % steigern

Achten Sie darauf, Ihren YouTube-Kanal und Ihre Videos im Rahmen Ihrer Inbound-Marketing-Strategie zu bewerben. Erstellen Sie Content, der eine interessante Geschichte erzählt und Zuschauern hilfreiche Informationen liefert. Bewerben Sie diese Inhalte auf allen Kanälen, also in sozialen Netzwerken, per E-Mail, auf Ihrem Unternehmensblog und auf Ihrer Webseite. Optimieren Sie Ihren Content mit Infokarten, Abspannen und klar formulierten CTAs.

Das Konzept des YouTube-Marketings mag vielleicht auf den ersten Blick ein wenig überfordernd wirken. Im Grunde ist es aber ganz einfach, auf der Plattform Inhalte zu teilen. Ihre Zielgruppe wartet darauf, informativen sowie unterhaltsamen Video-Content von Ihnen zu sehen und damit zu interagieren. Befolgen Sie also unsere Tipps und finden Sie Ihre optimale YouTube-Marketingstrategie!

Auf unserem Marketing-Blog finden Sie mehr zum Thema

Autorin

  • Alicia Collins

    Content-Strategie @ HubSpot