Die 20 wichtigsten Social Media KPIs

Social-Media-Trends 2024
Justin Pohl
Justin Pohl

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Social-Media-Marketing verspricht nur dann langfristig Erfolg, wenn Sie Ihre Aktivitäten messen und optimieren können. Dazu gibt es eine Vielzahl von Key Performance Indicators (KPIs), die Sie beim Monitoring und Reporting unterstützen. Welche die 20 wichtigsten Social Media KPIs sind, zeige ich Ihnen in diesem Beitrag.

Frau freut sich über aussagekräftige Social Media KPIs

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Nehmen wir den Bereich Social Media: In diesem Fachgebiet werden oftmals Leistungskennzahlen hinsichtlich einzelner Prozesse im Social-Media-Marketing hinzugezogen. Sie dienen Marketerinnen und Marketern zur Auswertung und Optimierung von Kampagnen und geben Aufschluss darüber, ob zum Beispiel genügend Menschen erreicht wurden oder wie viele Personen sich zur Website durchgeklickt und einen Kauf getätigt haben.

Welche Social Media KPIs gibt es?

Es gibt eine Vielzahl an KPIs, die Unternehmen dabei helfen, den Erfolg ihrer Social-Media-Aktivität zu messen und zu optimieren. Dazu gehören:

  1. Reichweite und Impressionen
  2. Anzahl an Shares / Retweets
  3. Share of Voice (SoV)
  4. Engagement Rate (ER)
  5. Anzahl der Followerinnen und Follower
  6. Anzahl der Kommentare
  7. Tonalität der Kommentare
  8. Anzahl der Likes
  9. Anzahl an Video-Views
  10. Social Media Return on Investment (SROI)
  11. Return on Ad Spend (ROAS)
  12. Click Through Rate (CTR)
  13. Conversion Rate
  14. Lead-to-Deal Conversion Rate
  15. Cost per Click (CPC)
  16. Cost per Lead (CPL)
  17. Cost per Mille (CPM)
  18. Customer Lifetime Value (CLV)
  19. Frequenz von Facebook Ads
  20. Net Promoter Score (NPS)

Die 20 wichtigsten Social-Media-Kennzahlen im Überblick

Ob Facebook, Instagram, TikTok oder LinkedIn: Für erfolgreiche Kampagnen braucht es ein ordentliches Reporting und dessen Grundlage sind wesentliche KPIs. Im Folgenden habe ich die zuvor aufgelisteten Social-Media-Metriken einmal genauer für Sie erklärt.

1. Reichweite und Impressionen

Als Beitragsreichweite wird die Anzahl der Nutzenden bezeichnet, die einen bestimmten Post gesehen haben. Die Zahl der Impressionen, oder im Englischen Impressions, gibt hingegen an, wie oft Userinnen und Usern ein bestimmter Beitrag im Newsfeed angezeigt wurde und ist meist höher als die Reichweite.

Mein Tipp: Vergleichen Sie bei Ihren Beiträgen die Reichweite und die Impressionen. So erkennen Sie, wie viele Personen Sie insgesamt erreichen konnten und wie vielen Userinnen und Usern der Beitrag mehr als einmal angezeigt wurde. Sich allein auf eine hohe Zahl an Impressionen zu verlassen, kann vor allem im Paid Advertising, also bei bezahlter Werbung im Internet, zu falschen Schlussfolgerungen führen.

Formeln

Die reine Beitragsreichweite lässt sich mit einer leichten Formel berechnen:

(Beitragsaufrufe/Anzahl der Follower) x 100 = Beitragsreichweite

Wer die Impressions berechnen möchte, geht wie folgt vor:

Beitragsreichweite x Frequenz

Beispiel

Sie laden ein Reel auf Instagram hoch. Das Video geht viral und sie haben nach kurzer Zeit 20.000 Impressionen. Die Reichweite liegt jedoch bei 15.000. Das bedeutet, dass das Reel von 15.000 Personen gesehen wurde. Darunter waren jedoch einige, die sich das Video mehrmals angesehen haben, weshalb die Impressionen höher ausfallen.

Warum sind diese Kennzahlen wichtig?

Wer die Impressions richtig misst, kann die Streuung der Werbeanzeige betiteln und den relativen Erfolg eines Postings ermitteln.

2. Anzahl an Shares / Reposts

Die Anzahl an Shares oder Reposts gibt an, wie oft Ihre Beiträge geteilt wurden. Je höher diese Zahl, desto besser. Geteilte Beiträge sind dementsprechend auch immer eng mit der Reichweite verbunden. Es gibt keine Formel, allerdings lassen sich die Zahlen schnell über das interne Dashboard einsehen.

Beispiel

Sie laden auf Facebook ein Meme hoch. Durch die „Teilen“-Funktion können Nutzende diesen Beitrag auf Facebook reposten. Darüber hinaus können User und Userinnen den Beitrag auch in anderen sozialen Medien teilen. Das stärkt Ihr Cross-Channel-Marketing. Je höher die Anzahl an Shares, umso besser und relevanter ist Ihr Content für den Algorithmus.

Warum sind diese Kennzahlen wichtig?

Durch das Teilen von Posts profitieren Sie von der Reichweite Ihrer Followerinnen und Follower und steigern Ihre Markenbekanntheit. Oftmals hören Sie in diesem Zusammenhang auch von der Begrifflichkeit „etwas ist viral gegangen“: Solche Social-Media-Phänomene lassen Videos oder andere Postings quasi über Nacht in den Shares und der Reichweite explodieren.

3. Share of Voice (SoV)

Beim SoV wird berechnet, wie häufig eine Marke im Vergleich zur Konkurrenz erwähnt wird. Die Metrik wird üblicherweise in Prozent angegeben.

Formel

Summe eigener Erwähnungen ÷ Summe der Erwähnungen aller relevanten Wettbewerber) x 100 = SoV

Beispiel

Angenommen, Sie entdecken, dass Ihre Marke in 30 Prozent der relevanten Social-Media-Beiträge erwähnt wird, während Ihr Hauptkonkurrent nur in 20 Prozent vorkommt. Das bedeutet, dass Sie eine höhere Share of Voice haben, was zeigt, dass Ihre Marke im Vergleich zu anderen präsenter ist.

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Der Share of Voice dient als Maßstab für die Sichtbarkeit Ihrer Marke und ermöglicht gleichzeitig eine Wettbewerbsanalyse. Denn diese Information liefert Ihnen wertvolle Einblicke in Ihre Positionierung im Markt und hilft Ihnen dabei, Ihre Marketingstrategien zu optimieren.

4. Engagement Rate (ER)

Die Engagement Rate, auch Interaktionsrate, misst, wie viele Ihrer Followerinnen und Follower tatsächlich mit Ihren Beiträgen interagieren – etwa in Form von Likes, Shares oder Kommentaren. Je größer sie ist, desto wahrscheinlicher ist ein hoher Return on Investment.

Formel

Engagement Rate = (Anzahl Engagements ÷ Anzahl Follower) x 100

Beispiel

Sie betreiben einen Online-Shop und teilen regelmäßig Beiträge auf Ihren Social-Media-Kanälen, um Ihre Produkte zu bewerben. Ein Post erhält 5.000 Likes und 500 Kommentare. Sie besitzen 11.000 Follower und Followerinnen. Die ER liegt somit bei 50 Prozent.

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Nützlich ist die Interaktionsrate, um die eigene Performance auf verschiedenen Social-Media-Plattformen zu vergleichen. Im Bereich Influencer Marketing ist die ER zudem bei der Auswahl von passenden Creatorinnen und Creatoren eine Hilfe: Ein hoher Wert deutet auf eine große „echte“ Followerschaft hin.

5. Anzahl der Followerschaft

Die Anzahl der Followerinnen und Follower definiert, wie viele Personen Ihren Account in den sozialen Medien abonniert haben und Ihren Beiträgen folgen. Die Anzahl befindet sich in Ihrem Profil.

Beispiel

Sie führen einen Modeblog auf Instagram und haben 10.000 Follower und Followerinnen. Diese Zahl repräsentiert die Anzahl der Personen, die regelmäßig Ihre Beiträge sehen und Ihnen folgen.

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Obwohl die Follower-Zahl in Zeiten gekaufter Accounts, die nicht selten gefälscht sind, nicht mehr besonders aussagekräftig ist, gilt sie immer noch als nützliches Indiz für die Bekanntheit und Reichweite eines Profils. Viel wichtiger als die Zahl selbst ist jedoch ihre Entwicklung innerhalb eines bestimmten Zeitraums, also wie schnell oder langsam Ihre Followerschaft gewachsen ist.

6. Anzahl der Kommentare

Die Anzahl der Kommentare misst die Menge an Antworten, die Followerinnen und Follower unter einen Post schreiben. Sie steht entweder direkt unter dem Beitrag oder in den Posting-Insights.

Beispiel

Sie betreiben eine Facebook-Seite für Ihr Restaurant und teilen regelmäßig Fotos und Updates über Ihre Spezialitäten. Die Anzahl der Kommentare unter Ihren Beiträgen kann ein Indikator dafür sein, wie gut Ihre Inhalte bei Ihrem Publikum ankommen.

Wenn zum Beispiel ein Bild von einem neuen Gericht viele positive Kommentare mit Lob für den Geschmack und das Aussehen erhält, zeigt das, dass Ihre Kundschaft mit Ihren Angeboten zufrieden ist.

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Viele und sinnhafte Kommentare unter Beiträgen können die eigene Reichweite steigern und sind daher ein beliebter KPI. Eine hohe Zahl an Kommentaren ist zwar gewünscht, aber trotzdem nicht alles, denn mehr noch als auf die Quantität kommt es auf die Qualität der Statements an und auch darauf, ob Sie in den Kommentaren mit der Followerschaft interagieren.

Am Beispiel des Restaurants wird deutlich: Dies kann nicht nur Ihr Image stärken, sondern auch dazu beitragen, neue Kundinnen und Kunden anzuziehen, die durch die positiven Kommentare ermutigt werden, Ihr Lokal auszuprobieren.

7. Tonalität der Kommentare

Ein nicht zu unterschätzender KPI ist die Tonalität, mit der Kommentare oder Posts, in denen Ihr Unternehmen erwähnt wird, verfasst werden. Die Tonalität lässt sich nicht konkret messen, sondern muss vielmehr durch eine qualitative Analyse ausgewertet werden.

Beispiel:

Als Adidas im März 2024 auf Instagram das neue, pinke Deutschlandtrikot vorstellte, waren die Kommentare zunächst positiv. Die Fans lobten das mutige Design und drückten ihre Vorfreude aus, das Trikot zu kaufen. Schnell veränderte sich jedoch die Tonalität der Kommentare und die Kommentarspalten wurden zu einer hitzigen Diskussion, mit der der DFB allerdings rechnete und nur wenige Tage später ein Reaktions-Video teilte.

Screenshot von Adidas Instagram Kommentarsektion

Quelle: Screenshot Instagram @adidasberlin

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Sie gibt Ihnen wertvolle Hinweise darauf, wie Ihre Marke von Userinnen und Usern wahrgenommen wird. Speziell beim Branding oder Reputationsmanagement spielt diese qualitative Metrik eine große Rolle.

8. Anzahl der Likes

Mit diesem KPI werden die Reaktionen auf einen Post gemessen. Es empfiehlt sich, diese Zahl über längere Zeit und mehrere Beiträge hinweg im Auge zu behalten, da sich hieraus wichtige Erkenntnisse über die Qualität Ihrer Posts gewinnen lassen.

Auch dieser KPI lässt sich nur durch eine qualitative Analyse beziehungsweise über die eigenen Insights erfassen.

Beispiel

Als der vegane Donut-Laden Brammibals ein Foto seiner neusten Kreation auf Instagram teilte, erhielt der Beitrag innerhalb weniger Stunden eine hohe Anzahl von Likes. Diese 2.657 Likes signalisieren, dass das Bild und der Donut gut bei der Followerschaft ankommt. Die Likes tragen maßgeblich zur Bekanntheit des Cafés auf Instagram bei.

Brammibals Donuts Instagram Post mit vielen Likes

Quelle: Screenshot Instagram Account @brammibalsdonuts

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Anhand der Likes für verschiedene Postings können Sie nach einer Zeit erkennen, welche Beiträge gut bei Ihrer Zielgruppe ankamen und welche vielleicht weniger gut. Ihre künftigen Posts können sie anhand dessen ausrichten. Vielleicht haben sie analysiert, dass Beiträge mit Fotos von echten Menschen beliebter sind.

9. Anzahl an Video-Views

Diese Kennzahl gibt an, wie oft ein Video angeschaut wurde. In den Guidelines der jeweiligen Social-Media-Kanäle können Sie nachlesen, ab wann ein Video-View als solcher gezählt wird.

Beispiel

Die Supermarktkette Lidl ist auf den TikTok-Hype direkt aufgesprungen und wird mit bis zu 1,6 Millionen Video-Views belohnt. Das provokante Social-Media-Marketing verschafft dem Discounter Reichweite und stärkt das Image in der jüngeren Zielgruppe.

Screenshot der Lidl TikTok Seite

Quelle: Screenshot TikTok-Account @lidlde

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Die Anzahl der Video-Views ermöglicht es Unternehmen, die Effektivität ihrer Videoinhalte zu messen und ihre zukünftigen Strategien entsprechend anzupassen. Zudem werden Videos von den Algorithmen der sozialen Netzwerke unterstützt. Gute, unterhaltsame Videos, die dem aktuellen Trend folgen, werden regelmäßiger ausgespielt.

10. Social Media Return on Investment (SROI)

Der SROI hilft Ihnen bei der Planung von Social-Media-Kampagnen und misst deren Erfolge. Anders gesagt: Der SROI, immer in Prozent angegeben, ist das Ergebnis der Zeit, des Geldes und der Ressourcen, die Ihr Unternehmen beziehungsweise Ihre Mitarbeitenden für die Social-Media-Aktivitäten ausgegeben haben.

Formel

(Gesamter Gewinn – Gesamtes Investment) ÷ Gesamtes Investment = SROI

Beispiel

Sie haben mit einer Ad 1.000 Euro verdient und dafür 500 Euro investiert. Daraus ergibt sich ein Social ROI von 1 Prozent.

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Ein SROI kann nicht von heute auf morgen berechnet werden. Er benötigt einige Investments. Nach einiger Zeit lässt sich daraus allerdings schließen, wo Sie aktuell mit Ihren Kampagnen stehen, wo Sie hin möchten und wie Sie dieses Ziel erreichen.

Liegt Ihr ROI über 0, haben Ihre Bemühungen Früchte getragen. Ein negativer SROI, also eine Zahl unter 0, deutet auf Verluste hin.

11. Return on Ad Spend (ROAS)

Beim ROAS handelt es sich um einen simplen, aber wichtigen Social Media KPI zur Ermittlung des Gewinns durch Werbeanzeigen. Dazu wird der gesamte Gewinn eines spezifischen Kanals durch die Kosten geteilt, die Sie über denselben Zeitraum hinweg in diesen Kanal investiert haben.

Formel

Werbegewinn ÷ Werbekosten = ROAS

Beispiel

Sie geben 500 Euro für eine Facebook-Werbekampagne aus und generieren daraus einen Gewinn von 2.000 Euro. Das ergibt einen Return on Ad Spend von vier. Das bedeutet, dass Sie für jeden investierten Euro vier Euro Gewinn erzielen.

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Auf diese Weise lässt sich relativ schnell feststellen, ob Ads auf Kanal X für Sie lukrativ sind oder nicht.

12. Click Through Rate (CTR)

Die Klickrate oder CTR gibt die Anzahl der Klicks auf eine Werbeanzeige im Verhältnis zur Gesamtreichweite an.

Formel

Klicks ÷ Gesamtreichweite x 100 = CTR

Beispiel

Wird eine Anzeige zum Beispiel 100 Mal angezeigt und zehnmal geklickt, beträgt die Klickrate 10 Prozent.

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Die Klickrate ist wichtig, da sie direkt zeigt, wie viele Personen, die Ihre Anzeige gesehen haben, tatsächlich darauf geklickt haben. Das wiederum ist ein Maß für die Relevanz und Effektivität Ihrer Anzeigen.

13. Conversion Rate

Die Conversion Rate ist eine wichtige Kennzahl für den Umsatz von Social-Media-Maßnahmen. Sie gibt den Prozentsatz der Besuchenden an, die eine Konversion tätigen, also eine zuvor von Ihnen definierte Aktion durchführen, wie etwa die Eintragung für einen Newsletter. Klassischerweise wird sie für die Performance von Websites genutzt, aber sie kann beispielsweise auch den Erfolg von Social-Media-Kampagnen messen.

Formel

(Conversions ÷ Interaktionen) x 100 = Conversion Rate

Beispiel

Angenommen, Ihr Online-Shop hat 1.000 Besuchende auf Ihrer Website, die zuvor mit Ihrem Beitrag interagiert haben. 50 davon kaufen das angepriesene Produkt. Die Conversion Rate beträgt in diesem Fall fünf Prozent, da 50 von 1.000 Personen eine Konversion getätigt haben.

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Die Conversion Rate ist eine der einfachsten, aber auch effektivsten Methoden, um zu messen, ob und wie gut Ihre Social-Media-Strategie funktioniert. Sie hilft Ihnen dabei, Ihre Ziele strategisch anzupassen, sollten Sie beispielsweise erkennen, dass zu wenige Menschen auf den Link zu Ihrem Online-Shop klicken. Beispielsweise kann ein Resultat sein, die Klickwege zu Ihrer Website zu vereinfachen.

14. Lead-to-Deal Conversion Rate

Nicht jede Konversion führt automatisch zu einem Deal. Deshalb existiert neben der Conversion Rate noch die sogenannte Lead-to-Deal Conversion Rate. Dieser KPI zeigt die Umwandlungsrate von Leads in Deals, also in tatsächliche Verkäufe. Je höher diese Rate ist, desto besser.

Formel

(Deals ÷ Leads) x 100 = Lead-to-Deal Conversion Rate

Beispiel

Sie bewerben auf Instagram ein E-Book. Mit jedem Download haben Sie ein Lead gewonnen. Das führt nicht zwangsläufig zu einem Kaufabschluss, doch das Potenzial für neue Kundschaft ist da. Haben Sie 4 Deals abgeschlossen von 100 Personen, die das E-Book heruntergeladen haben, liegt die Lead-to-Deal Conversion Rate bei vier Prozent.

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Vor allem für B2B-Unternehmen ist diese Social Media KPI ausschlaggebend, da sie oftmals eine Vielzahl von Leads generieren, bevor es zu einem Deal-Abschluss kommt. Außerdem kann Ihr Vertriebsteam genau feststellen, ob die gewählte Plattform der richtige Marketingkanal ist.

15. Cost per Click (CPC)

Mit dieser Kennzahl wird berechnet, wie viel ein Klick auf eine Werbeanzeige kostet.

Formel

Werbekosten ÷ Klicks = CPC

Beispiel

Sie geben 100 Euro für eine Facebook-Anzeige aus und erhalten durch diese Anzeige insgesamt 50 Klicks. Die CPC beträgt in diesem Fall zwei Euro, da 100 Euro durch 50 Klicks geteilt werden.

Ist der CPC zu hoch, sollten Sie versuchen, Ihre Conversion Rate zu verbessern oder die Ads anzupassen. Denn wenn zu wenig Menschen auf Ihre Werbung klicken, geben Sie zu viel Geld aus. Wer den CPC hingegen zu niedrig einstellt, muss damit rechnen, dass Werbeanzeigen wenig bis gar nicht geschaltet werden

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Der CPC ist unter anderem wichtig, wenn Sie mehrere Ads untereinander vergleichen möchten, um zu schauen, wann der Traffic am besten ist beziehungsweise war. Außerdem können Sie mit dem CPC verschiedene Ziele erreichen: Sie können neue Leads finden, potenzielle Kundschaft fördern oder höhere Conversions erzielen.

16. Cost per Lead (CPL)

Ähnlich zum CPC misst dieser KPI die Kosten, die bei Ihren Werbeanzeigen pro Lead anfallen. Ist diese Zahl sehr hoch, sollten Sie die Ad entweder optimieren oder abschalten.

Formel

Werbekosten ÷ Leads = CPL

Beispiel

Haben Sie für eine Anzeige für ein E-Book auf Instagram 5.000 Euro ausgegeben und 1.000 Leads generiert, dann haben Sie für die Akquise fünf Euro pro Lead bezahlt.

Ob und wie viel Sie ausgeben sollten, hängt von Ihrer Branche und dem Produkt ab. Bestenfalls sollten Sie die durchschnittlichen Kundenakquisitionskosten kennen und mit dem Wettbewerb vergleichen können.

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Mit den Werten können Sie Werbemaßnahmen besser skalieren und auch verfeinern. Letztlich können Sie so Kampagnen optimieren, um Kosten zu reduzieren und gleichzeitig die Qualität der Leads verbessern.

17. Cost per Mille (CPM)

Die Cost-per-Mille-Kennzahl wird für Paid Media genutzt und im Deutschen als Tausenderkontaktpreis (TKP) bezeichnet. Dieser gibt an, wie teuer eine Anzeige ist, um damit exakt eintausend Nutzende zu erreichen.

Formel

(Werbekosten ÷ Reichweite) x 1000 = CPM

Beispiel:

Sie geben 200 Euro für eine Werbeanzeige auf TikTok aus, die eine Reichweite von 50.000 Nutzenden hat. Der Cost per Mille (CPM) beträgt daher vier Euro.

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Grundsätzlich hilft dieser KPI dabei, Plattformen und Ads zu vergleichen und so herauszufinden, wo Sie mit dem geringsten Kostenaufwand die meisten Nutzerinnen und Nutzer erreichen.

18. Customer Lifetime Value (CLV)

Der Aufbau von Kundenvertrauen und Markentreue zählt zu den größten Herausforderungen eines Unternehmens. Eine wichtige Metrik in diesem Bereich ist der Customer Lifetime Value. Er bildet den Durchschnittswert ab, den eine Kundin oder ein Kunde über die gesamte Dauer der Kundenbeziehung für ein Unternehmen hat.

Formel

(Gesamter Umsatz - Gesamte Marketingkosten) ÷ Anzahl der Kunden = CLV

Einfach gesagt: Treue Kundinnen, die seit Jahren immer wieder fleißig bei Ihnen einkaufen, steigern Ihre Umsätze und haben einen hohen CLV.

Beispiel

Angenommen, ein durchschnittlicher Kunde generiert einen Umsatz von 500 Euro, während die Social-Media-Marketingkosten für die Kundenakquise und Bindung 100 Euro betragen. Der berechnete CLV beträgt 4 Euro pro Kunde, was als Maß für die Rentabilität der Social-Media-Marketingaktivitäten dient.

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Mit dem CLV gewinnen Sie wertvolle Erkenntnisse über die Kundschaft – unter anderem, wie oft jemand kauft und was die Person ausgibt. Denn der CLV ist letztlich nichts anderes als der Geldbetrag, den ein Kunde bzw. eine Kundin während einer Dauer der Geschäftsbeziehung ausgibt. Der Wert blickt damit in die Zukunft und kann Ihnen zeigen, wie viel Geld der Kunde bzw. die Kundin noch ausgeben wird.

Auf diese Weise erfahren Sie natürlich auch, ob Ihre Marketingkampagnen Früchte getragen haben.

19. Frequenz von Facebook Ads

Dieser KPI berechnet, wie häufig Nutzerinnen und Nutzer eine Anzeige im Durchschnitt gesehen haben. Man könnte davon ausgehen, dass eine hohe Frequenz positiv ist, doch dem ist nicht so: Wird jemandem immer wieder die gleiche Ad angezeigt, wird die Anzeige möglicherweise blockiert oder als uninteressant gemeldet.

Formel

Anzahl der Impressions ÷ Anzahl der erreichten Personen = Frequenz

Beispiel

Wenn Sie eine Facebook-Anzeige schalten, die insgesamt 5000 Impressions erzielt und dabei 1000 Personen erreicht, dann beträgt die Frequenz 5. Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person die Anzeige 5-mal gesehen hat.

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Anhand der Frequenz können Sie schauen, ob Sie die Ausspielung Ihrer Kampagne noch optimieren müssen. Vielleicht müssen Sie an der Zielgruppe schrauben, mehr Geld ausgeben oder andere Elemente, wie etwa den Text, anpassen. Daraus lernen Sie für künftige Ads.

20. Net Promoter Score (NPS)

Mit dieser Kennzahl wird die Kundenzufriedenheit eines Unternehmens gemessen. Der NPS wird im Rahmen einer NPS-Umfrage durchgeführt, bei der die Kundschaft anhand ihrer Antworten in drei Kategorien eingeteilt werden: Detraktoren (Kritiker), Indifferente und Promotoren (Förderer).

Formel

Der NPS-Wert ergibt sich dann aus der Differenz von Promotoren und Detraktoren.

Beispiel

Führen Sie eine NPS-Umfrage auf einer Ihrer Social-Media-Plattformen durch, bei der 60 Prozent der Befragten positive Bewertungen abgeben, bewertet die Mehrheit Ihrer Social-Media-Followerschaft Sie positiv und ist zufrieden.

Warum ist diese Kennzahl wichtig?

Dieser Zahl können Sie entnehmen, wie wahrscheinlich es ist, dass Kundinnen und Kunden Ihr Unternehmen weiterempfehlen.

Die richtigen Social Media KPIs für Ihre Ziele festlegen

Die KPIs, die ich Ihnen vorgestellt habe, sind in verschiedenen Bereichen relevant, um die Leistung Ihrer Social-Media-Aktivitäten zu messen und Ihre Marketingstrategien zu optimieren. Die nachfolgende Übersicht zeigt Ihnen, welche Kennzahl zu welchem übergeordneten Ziel passt:

Bereich KPI
Reach Reichweite
Share of Voice
Anzahl der Follower
Anzahl der Video-Views
Frequenz von Facebook Ads
Impressionen
Engagement Engagement Rate
Anzahl der Shares/Retweets
Anzahl der Kommentare
Tonalität der Kommentare
Anzahl der Likes
Conversion Conversion Rate
Lead-to-Deal Conversion Rate
Return on Ad Spend
Click Through Rate
Cost per Click (CPC)
Cost per Lead (CPL)
Customer Lifetime Value
Social Media Return on Investment
Net Promoter Score

Fünf Analyse-Tools für Social Media KPIs, die Sie kennen müssen

Um die Leistung ihrer Social-Media-Strategien zu maximieren, nutzen viele Unternehmen spezielle Tools, die es ihnen ermöglichen, ihre Aktivitäten zu verwalten, zu analysieren und zu optimieren. Zu den beliebtesten Tools gehören:

  1. Hootsuite: Ein umfassendes Social Media-Management-Tool, das Ihnen hilft, Ihre Social-Media-Kanäle zu verwalten, Beiträge zu planen und Analysen durchzuführen.
  2. Buffer: Ein Tool zur Planung und Veröffentlichung von Social-Media-Beiträgen, das auch Analysefunktionen bietet, um die Leistung Ihrer Inhalte zu verfolgen.
  3. Sprout Social: Eine Social-Media-Management-Plattform, die es Ihnen ermöglicht, Ihre Präsenz auf verschiedenen Plattformen zu verwalten, zu analysieren und zu optimieren.
  4. Google Analytics: Ein leistungsstarkes Analyse-Tool, das Ihnen Einblicke in die Leistung Ihrer Website sowie den Traffic von Social-Media-Plattformen bietet.
  5. Brandwatch: Das Tool ermöglicht, Gespräche über Ihre Marke in den sozialen Medien zu verfolgen und zu analysieren, um Einblicke in die Meinungen und Trends zu erhalten.

Fazit: KPIs für Social Media sind erfolgskritisch

Viele Unternehmen haben Social-Media-Marketing bereits fest im Marketing-Mix etabliert. Entsprechend wichtig ist ein sorgfältiges Monitoring der Aktivitäten mittels passender KPIs. Nur durch die Erhebung relevanter Kennzahlen können Sie einschätzen, ob konkrete Marketingstrategien erfolgreich waren und Ihre Unternehmensziele erreicht wurden.

Zudem helfen KPIs bei der Planung und Steuerung Ihrer zukünftigen Maßnahmen in den sozialen Netzwerken. Dafür bleibt eines jedoch äußerst wichtig: Erst wenn die genutzten Kennzahlen in Relation zueinander gesetzt werden, können Sie relevante Erkenntnisse daraus ziehen.

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Titelbild: HubSpot

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