SERP: Search Engine Result Page einfach erklärt

Wie KI Ihrer SEO-Strategie hilft
Jennifer Lapp
Jennifer Lapp

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Laufend arbeitet Google daran, wie die Ergebnisseiten einer Suche (Search Engine Result Page) – kurz SERP – aussehen. Vor allem von Bedeutung sind die zahlreichen verschiedenen Elemente, wie Text-Snippets, Google Maps, Infoboxen, Vorschläge, ähnliche Fragen oder Bildergalerie. Wie die Suchergebnisse aktuell aufgebaut sind und welche Möglichkeiten sich daraus für Ihre Suchmaschinenoptimierung ergeben, lernen Sie in diesem Artikel.

Google SERP als Grafik dargestellt

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Google Updates und SERP: Wie verändern sich die Suchergebnisse?

Google hat seine SERPs in den letzten Jahren sowohl kommerzialisiert als auch diversifiziert. Für viele kommerzielle Suchbegriffe erscheinen Google Ads. Sie sind von organischen Suchergebnissen kaum noch zu unterscheiden. Lediglich der kleine Hinweis „Gesponsert“ über der URL zeigt, dass es sich hier um bezahlte Ergebnisse handelt.

Gesponserte SERP-Snippets tauchen ganz oben auf der Suchergebnisseite auf.

Quelle: Screenshot Google

Mit Diversifizierung ist gemeint, dass Google in vielen Situationen selbst die Antwort liefert, anstatt den Suchenden nur den Weg zu anderen Seiten zu weisen. Neben den üblichen Text-Snippets gibt es unter anderem die sogenannten Featured Snippets, die als Textauszug ganz oben in den SERPs angezeigt werden, Frage-Antwort-Boxen und den Knowledge Graph von Google, der die wichtigsten Informationen zu einem Thema zusammenfasst.

Diese Entwicklung ist Chance und Risiko zugleich. Die Quelle seiner Antwort belohnt Google nämlich mit einem Direktlink. Andererseits lässt sich für die Click-Through-Rate nichts Gutes erwarten, wenn Google die Suchanfragen direkt beantwortet und Suchende ihre Antwort ohne weitere Klicks auf eine der angezeigten Websites erhalten.

Eine neue Entwicklung wird die künstliche Intelligenz in diesem Bereich bringen. Search Generative Experience (SGE) ist hier das Stichwort. In den USA testet Google derzeit seine SGE in den SERPs. Antworten auf Suchbegriffe oder auf eine konkrete Suchanfrage werden zusammenfassend beantwortet.

Ähnlich wie bei der Eingabe eines Begriffs in ChatGPT. Der Unterschied: Google gibt in den generierten Antworten Websites oder Webseiten als Referenz an. Insbesondere für Marketer und Marktererinnen ist es im Hinblick auf die eigenen SEO-Strategien wichtig, auf die erste Seite der SERP zu kommen. Dabei ist es grundsätzlich unerheblich, ob dies organisch, über Snippets oder im Zweifel bezahlt geschieht.

SERP-Aufbau und Features: Woraus besteht die Suchergebnisliste?

Die Suchergebnisliste bei Google besteht aus vielen verschiedener Features. Dabei ist wichtig zu verstehen, dass nicht jede SERP gleich aussieht. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten SERP-Features, der Aufbau variiert immer. Meist finden Sie weiter oben gesponserte SERP-Snippets, bevor die organischen Ergebnisse angezeigt werden.

Was ist ein SERP-Snippet?

Als SERP-Snippet wird eine kurze Zusammenfassung einer Website bezeichnet, das in den SERPs von Google und anderen Suchmaschinen auftaucht. Es besteht aus dem Titel der Seite, der URL und einer kurzen Beschreibung. Die Optimierung der Snippets steht für Marketer und Marketerinnen mit an oberster Stelle, um die eigenen Seiten bestmöglich auffindbar zu machen.

Welche Snippets gibt es?

Es gibt zahlreiche Arten von Snippets, die allesamt eine andere Funktion erfüllen. Neben den Standard-Snippets gehören vor allem Rich Snippets (tiefergehende Informationen oder Bewertungen), Featured Snippets, Knowledge Panels und die eben erwähnten ähnlichen Fragen zu den meist angezeigten Snippets in den SERPs. Alle haben eines hingegen gemeinsam: Es werden in der Regel nur sehr wenige Informationen angezeigt.

Paid Search

Wer bezahlt, landet weiter oben in der Suche. Das kann über klassische Snippets via Google Ads, früher Google Adwords, passieren (siehe oben), aber auch über Google Shopping.

Google-Werbeanzeigen und Google Shopping im SERP

Quelle: Screenshot Google

Google Video und Google Bilder

Wenn Sie beispielsweise nach „Erdbeeren“ oder „Tennis lernen für Anfänger“ suchen, werden Ihnen meist auch Bilder und Videos direkt in den Google SERPs angezeigt, die sonst über die Bilder- oder Videosuche ausgegeben werden.

Bei Google tauchen in der SERP verschiedene Videos und Bilder unter den jeweiligen Reitern auf.

Quelle: Screenshot Google

Knowledge Panel

Im Knowledge Panel fasst Google auf der SERP die wichtigsten Informationen zu einem Suchbegriff zusammen. Bei Persönlichkeiten oder Städten erscheint fast immer dieser Bereich an der rechten Seite der Desktop-Suche.

Das Knowledge-Panel ist in der SERP ein wichtiger Bestandteil und fasst die wichtigsten Informationen zu einem Suchbegriff zusammen.

Quelle: Screenshot Google

Ähnliche Fragen

Auch in diesem Bereich sammelt Google einzelne Passagen und Sätze von Webseiten und fasst sie unter „ähnliche Fragen“ kurz und prägnant zusammen. Je mehr Fragen Sie ausklappen, desto mehr erscheinen wieder darunter.

Ähnliche Fragen im SERP helfen Nutzerinnen und Nutzern, weitere Infos zu ihrer Suchanfrage zu finden

Quelle: Screenshot Google

Google News und Google Maps

Bei aktuellen Themen (News) oder Orten (Maps) werden die beiden entsprechenden Features von Google direkt als zusätzliche Informationen auf der Suchergebnisseite eingeblendet.

Google News und Google Maps sind in einer SERP mit den Videos und Bildern vergleichbar.

Quelle: Screenshot Google

Featured Snippet

Das Featured Snippet ist das Ziel vieler SEO-Verantwortlichen: Google pickt sich zu einem bestimmten Suchbegriff eine Seite heraus, die die Informationen am besten abbildet und stellt die gesuchte Auskunft vor.

Im Featured Snippet innerhalb einer SERP sticht eine Seite heraus, die die besten Informationen liefert.

Quelle: Screenshot Google

So sind die Snippets aufgebaut

Die klassischen SERP-Snippets bestehen aus vier Teilen:

  1. Dem Titel der Website.
  2. Der URL beziehungsweise einem Breadcrumb-Menü der angezeigten Website.
  3. Dem Meta-Titel der Seite.
  4. Einer kurzen Meta-Beschreibung der Seite.

Ein SERP-Snippet besteht aus insgesamt vier Teilen.

Quelle: Screenshot Google

Die Snippets können und sollten Sie optimieren, denn sie entscheiden darüber, ob Nutzende ein Suchergebnis anklicken oder weiterscrollen. Ihr Ziel ist es, mit dem Titel und der Beschreibung zu zeigen, was Leser auf Ihrer Seite erwarten können.

Dabei beschränkt Google allerdings den zur Verfügung stehenden Platz. Für den Meta Title wird am Desktop eine Länge von 580 Pixeln empfohlen, auf Mobilgeräten 920 Pixel. Für die Meta Description ist eine maximale Länge von 990 Pixeln am Desktop und 1.300 Pixeln mobil vorgesehen. Ist der Text länger, wird er in den SERPs abgeschnitten.

SERP-Snippet-Generator: Hilfe beim Verfassen der Snippets

Beim Optimieren der Snippets für Ihre Webseite können kostenlose Snippet-Generatoren wie die von SISTRIX oder SUMAX helfen. Sie berechnen nicht nur, wie viele Pixel Ihr Entwurf einnimmt, sondern zeigen Ihnen auch, wie das fertige Snippet später in den SERPs aussehen wird.

Viele Generatoren bieten darüber hinaus eine Übersicht der beliebtesten Sonderzeichen an, die Sie mit einem Klick in Ihren Text übernehmen können. Pfeile, Häkchen und Symbole ziehen Aufmerksamkeit auf sich und können so Ihr Snippet von denen der Konkurrenz abheben. Übertreiben Sie es aber nicht.

Arbeiten Sie mit einem Content-Management-System, haben Sie in der Regel auch die Möglichkeit, die Darstellung der SERP-Snippets direkt dort anzeigen zu lassen und zu optimieren. Bei WordPress können Sie dazu zum Beispiel die Plugins Yoast SEO oder Rank Math installieren.

SERP-Rankingfaktoren: Wie Google in den SERPs die Position eines Ergebnisses bestimmt

Die Suchergebnisse von Google werden in einer Liste angezeigt. Die Liste beginnt mit dem Eintrag, den die Suchmaschine für den Nutzer als am relevantesten erachtet. Je weiter jemand nach unten scrollt, desto weniger relevant werden die Ergebnisse.

Pro Suchergebnisseite stellt Google maximal zehn organische Einträge dar. Auf der ersten Seite ist daher die Sichtbarkeit für Webseiten und Blogs am höchsten.

Die Relevanz einer Seite bewertet Google anhand sogenannter Rankingfaktoren. Welche genau das sind, hält der Suchmaschinenriese weitestgehend geheim und auch die Gewichtung der einzelnen Faktoren ist im Detail unklar.

Bekannt ist allerdings, auf welche Kernpunkte es Google ankommt.

Inhalt und Qualität des Contents

Zunächst einmal spielen Inhalt und Qualität des Contents eine entscheidende Rolle: Sie sollte zur Suchintention der Nutzerinnen und Nutzer passen.

Verhalten der Besuchenden

Auch das Verhalten der Website-Besuchenden wird von Google genau beobachtet. Seiten, auf denen sich die Menschen lange aufhalten, mit dem Content interagieren und sich offensichtlich wohlfühlen, haben bessere Google-Ranking-Chancen als solche, die Nutzende enttäuscht zurücklassen und deshalb schnell wieder verlassen werden. In diesen Fällen kann sich das Google-Ranking verbessern.

Für Ersteller bedeutet das: Nicht nur Ihr Content ist wichtig, sondern auch die Gestaltung, Strukturierung und Nutzerfreundlichkeit Ihrer Webseite.

Autorität und Trust

Großen Einfluss hat auch die Autorität beziehungsweise die Vertrauenswürdigkeit (Trust) einer Seite. Diese wird wiederum von verschiedenen Faktoren bestimmt. Besonders wichtig an dieser Stelle sind Backlinks von thematisch verwandten, hochwertigen fremden Webseiten.

Der Google-Algorithmus erfasst alle relevanten Punkte, bewertet sie und entscheidet auf dieser Basis über die Position der einzelnen Ergebnisse innerhalb der SERP.

Was ist eine SERP-Analyse?

Bei einer SERP-Analyse untersuchen Sie die Ergebnisseiten zum Beispiel von Google systematisch ab. Das Ziel: Sie möchten herausfinden, wie bestimmte Seiten auf den vordersten Plätzen gelandet sind. So ermitteln und verstehen Sie wichtige Faktoren wie Keywords, Inhalte und Backlinks, die die Reihenfolge beeinflussen. Dies liefert wertvollen Input für Ihre eigenen SEO-Strategien.

Ranking-Check, SERP-Simulator und SERP-Monitoring: So ermitteln Sie Ihre Rankings

Die SERP wird nicht nur durch die Qualität einer Webseite bestimmt, sondern auch durch Anwenderinnen und Anwender selbst. Google erfasst zum Beispiel, von welchem Ort aus Suchende ihre Anfrage abschicken und kann zuordnen, für welche Themen sie sich in der Vergangenheit bereits interessiert haben. Entsprechend passt der Algorithmus die Suchergebnisse an.

Ein Beispiel: Wenn Sie von Hamburg aus das Wort „Friseur“ googeln, werden Ihnen Friseursalons in Hamburg angezeigt. Suchen Sie aber das gleiche Wort von Berlin aus, erhalten Sie auch Ergebnisse aus Berlin. Es gibt also immer Unterschiede bei den Suchtreffern.

Was für Verbraucher und Verbraucherinnen praktisch ist und Zeit sparen kann, erschwert Expertinnen und Experten aus dem Online-Marketing die Analyse ihrer Rankings.

Das Problem lässt sich umgehen, indem Sie zur Analyse ein Inkognito-Fenster in Ihrem Browser verwenden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Online-Tools, die Ihnen Ihr neutrales Ranking verraten. Darunter zum Beispiel Keyword-Tools wie KWFinder und Ubersuggest oder der kostenlose Ranking-Check von Der Digitale Unternehmer.

Wenn Sie Ihre SERP-Ergebnisse zuverlässig überprüfen möchten, kostet das insbesondere bei der manuellen Kontrolle viel Zeit. Um sich die Arbeit zu erleichtern, bietet sich die Nutzung sowie Installation sogenannter SERP-APIs an.

Eine API, auch als Programmierschnittstelle bekannt, liefert den Nutzenden unter anderem Suchbegriffe, verwendete Suchmaschine, den Ort, die Sprache den Gerätetypen oder das Betriebssystem. Inzwischen bieten verschiedene Hersteller eine Möglichkeit an, um strukturierte Informationen auszulesen.

Fazit: Um in der SERP oben zu landen, sollten Sie Ihre SEO-Hausaufgaben erledigen

Wenn Sie mit Ihrer Webseite weit vorne in den SERP-Ergebnissen auftauchen und eine gute Click-Through-Rate (Klickrate) erreichen möchten, sollten Sie sich mit einigen Kernthemen beschäftigen. Zum einen sollten Sie Meta Titles und Meta Descriptions optimieren. Setzen Sie auf knackige Titel und Beschreibungen, die neugierig machen. Achten Sie auf die richtige Länge der Metadaten.

Dieser Prozess nennt sich Onpage-SEO und ist Teil der Suchmaschinenoptimierung. Außerdem schenkt Google der mobilen Suche immer mehr Augenmerk. Sie sollten bestenfalls alle Ihre Themen auch für mobile Endgeräte entwickeln. Belohnt werden die, die sich kurzfassen können und prägnant die wichtigsten Informationen präsentieren. Behalten Sie zuletzt Google und seine Updates im Blick. Gerade im Bereich KI kann sich auch für die SERPs einiges tun.

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Titelbild: bakhtiar_zein / iStock / Getty Images Plus

Themen: SEO

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