.png)
Das Wichtigste in Kürze
Newsletter bleiben ein unverzichtbares Marketing-Instrument mit durchschnittlich 36:1 ROI (Für einen Euro „Einsatz" erhalten Sie im Newsletter-Marketing also 36 Euro Umsatz zurück). Mit modernen Tools wie HubSpot erstellen Sie professionelle E-Mail-Kampagnen einfach und kostengünstig – von der Gestaltung im Drag-and-Drop-Editor bis zur detaillierten Performance-Analyse.
- Reichweite & Kontrolle: Knapp fünf Milliarden E-Mail-Nutzer:innen weltweit, direkter Kontakt ohne Algorithmus-Abhängigkeit
- Personalisierung: Segmentierung nach Zielgruppen, individualisierte Inhalte und bis zu 760 % höherer Umsatz
- Tools & Features: HubSpot Drag-and-Drop-Editor, KI-Integration mit Agent Hub, automatische Personalisierung
- Best Practices: AIDA-Formel, Storytelling, rechtskonforme Double-Opt-in-Verfahren und A/B-Testing
Lesezeit: 12 Minuten
Knapp fünf Milliarden Menschen – mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. So viele Menschen nutzen im Jahr 2028 laut einer Prognose E-Mails. Kein Wunder also, dass Newsletter-Marketing ein wertvolles Instrument im Content-Marketing ist. Sie können Ihre Leads direkt und persönlich ansprechen wie wohl auf keinem anderen Kanal, können außerdem segmentieren und skalieren und Ihren Umsatz kurzfristig steigern.
In diesem Artikel zeige ich Ihnen, wie Sie mit Tools wie HubSpot einen professionellen Newsletter erstellen und optimieren. Denn: Voraussetzung für erfolgreiche Newsletter-Kampagnen ist natürlich, dass Ihre E-Mails gelesen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Was sind Newsletter?
- Sind Newsletter noch sinnvoll?
- Wieso es wichtig für Sie ist, gute Newsletter zu erstellen
- Was muss ich bei der Newsletter-Planung bedenken?
- Was sind die besten Newsletter-Tools?
- So erstellen Sie einen Newsletter in 5 Schritten
- So erstellen und versenden Sie einen Newsletter mit HubSpot
- Mit HTML Newsletter erstellen: Das sollten Sie beachten
- Newsletter selbst erstellen: Mit diesen 8 Tipps werden Ihre E-Mails gelesen
- 3 Beispiele für gute Newsletter
- Fazit: Newsletter haben nach wie vor ihre Relevanz
- FAQ: Meistgestellte Fragen rund um Newsletter
Paragraph Snippet: Was sind Newsletter?
Newsletter sind wörtlich übersetzt Neuigkeiten-Briefe. Unternehmen versenden diese digitalen Rundschreiben regelmäßig per E-Mail an eine Liste von Abonnent:innen. Newsletter dienen dazu, Kund:innen und Leads gezielt über Neuigkeiten, Angebote und Sonstiges zu informieren. Newsletter werden in der Regel an Personen versendet, die sich dafür angemeldet haben. Für werbliche E-Mails gelten in Deutschland besondere rechtliche Anforderungen; unter bestimmten Voraussetzungen gibt es Ausnahmen für Bestandskunden.
Sind Newsletter noch sinnvoll?
Mit einem Newsletter bleiben Sie mit Ihren Kund:innen und Interessent:innen nicht nur in Kontakt, sondern vertiefen die Beziehung zu ihnen sogar. Meiner Meinung nach sind Newsletter daher absolut noch sinnvoll und eine Investition im Marketing wert. Zwei von drei Marketingexpert:innen sehen das ebenfalls so und E-Mails als Schlüsselfaktor, um ihre Ziele zu erreichen.
Wieso es wichtig für Sie ist, gute Newsletter zu erstellen
Im Gegensatz zu Social Media, Blogs oder YouTube erreichen Sie alle Ihre Abonnent:innen mit dem Newsletter – ganz unabhängig vom Algorithmus der jeweiligen Plattform. Außerdem senden Sie Ihre E-Mails nicht wahllos an alle Menschen auf Ihrer Liste, sondern können genau festlegen, welche Information für welche Person relevant sein könnte. Segmentierung ist im Newsletter- und E-Mail-Marketing äußerst erfolgversprechend: Newsletter-Kampagnen mit segmentierten Zielgruppen erzielen einen um 760 Prozent höheren Umsatz.
Wenn die Empfänger:innen sich aktiv zu Ihrem Newsletter angemeldet haben, ist davon auszugehen, dass sie sich für Ihre Inhalte interessieren. Das macht es deutlich einfacher, ihnen Ihre Angebote zu verkaufen – vor allem im Vergleich mit einer „kalten" Zielgruppe, die Ihr Unternehmen noch nicht kennt. All das resultiert in einem hohen Return on Investment (ROI) von laut Litmus durchschnittlich 36:1. Für einen Euro „Einsatz" erhalten Sie im Newsletter-Marketing also 36 Euro Umsatz zurück.

Quelle: Screenshot aus HubSpot
Was muss ich bei der Newsletter-Planung bedenken?
Es gibt mehrere Punkte, die Sie durchdenken sollten, bevor Sie Ihren ersten E-Mail-Newsletter erstellen. Klären Sie sie im Vorfeld, sonst wenden Sie später viel Zeit für Verbesserungen auf – und zahlen eventuell sogar Lehrgeld in Form von Bußgeld bei DSGVO-Verstößen. Ich führe Sie in fünf Schritten durch die Planung.
1. Wer ist meine Zielgruppe?
Je nachdem, wen Sie ansprechen möchten, kann Ihr Newsletter sehr unterschiedlich klingen. Verfassen Sie ihn immer mit Blick auf Ihre ideale Kundenpersönlichkeit (ICP). Ein zusätzlicher Tipp: Das ist auch ein guter Moment, um festzustellen, ob der Tone of Voice bei Ihrer Unternehmenskommunikation zu Ihrer Zielgruppe passt.
2. Was sind meine Ziele?
Für jeden Newsletter sollten Sie neu überlegen, was Sie erreichen möchten. Das können ganz verschiedene Ziele sein:
- den Umsatz steigern
- die Kundenbindung vertiefen
- Ihre Expertise beweisen
- Ihr Image verbessern
- Traffic auf Ihrer Website erhöhen
- Leads generieren
Je nachdem, was Sie erreichen möchten, stellen Sie die Inhalte zusammen: Produktvorstellungen und Rabattaktionen kurbeln den Verkauf an. Hochwertige Blogartikel, Videos oder Podcasts stärken Ihren Expertenruf und sorgen für mehr Traffic auf Ihren Kanälen. Die Mischung aus allem und Blicke hinter die Kulissen bei Firmenevents oder sozialen Projekten vertiefen die Kundenbindung.
Meine Empfehlung: Arbeiten Sie mit klaren Inhaltsblöcken, falls Sie in Ihrem Content variieren und nicht nur einen ganz kurzen Newsletter. So schaffen Sie Übersicht und einen hohen Wiedererkennungswert.
3. In welcher Frequenz sollte ich den Newsletter versenden?
Sie können den Newsletter einmal die Woche bis einmal im Monat verschicken – wie oft genau, hängt von Ihrer Zielgruppe ab. Privatkund:innen halten Sie mit wöchentlichen Nachrichten auf dem Laufenden, während im B2B-Bereich auch eine Mail alle vier Wochen reichen kann.
Starten Sie am besten mit einem Newsletter alle 14 Tage und prüfen Sie die Akzeptanz, wenn Sie die Frequenz etwas verlängern oder verkürzen. Aus meiner Erfahrung lohnt sich etwas Testen, um den richtigen Punkt zu finden: Sie wollen Ihren Abonnent:innen schließlich Mehrwert bieten, ohne sie zu nerven – aber auch, ohne dass Sie durch längere Pausen in Vergessenheit geraten.
4. Welche Technik und Software brauche ich zum Versenden von Newslettern?
Sie brauchen ein Tool, mit dem Sie den Newsletter selbst erstellen können. Dafür gibt es inzwischen einige auf dem Markt. HubSpot wäre ein solches Tool, es gibt aber noch viele Alternativen, dazu später mehr. Oft bietet solche Softwares viele Newsletter-Vorlagen und einen einfachen Editor an, in den Sie die verschiedenen Bestandteile der Nachricht einfach einfügen können.
Ein wirklich gutes und nützliches Newsletter-Tool sollte jedoch noch andere Funktionen haben – neben einem schönen Editor:
-
Segmentierung
-
Personalisierung der Newsletter
- Automatisierung
- Erfolgsmessung
- Formular-Erstellung
Sie müssen für Ihren Newsletter ein Anmeldeformular erstellen – einfach Nachrichten ohne Einverständnis zu versenden, ist nicht erlaubt. Wählen Sie dafür am besten ein Newsletter-Tool, dass die Erstellung des Formulars samt Datenschutzhinweisen und Double-Opt-In einfach macht. In HubSpot zum Beispiel können Sie diesen Prozess vollständig abbilden: Landingpage erstellen, Formular DSGVO-konform mit Double Opt-in erstellen, Newsletter personalisiert kreieren, automatisiert versenden und später den Erfolg messen.
Kostenlose E-Mail-Marketing-Software
Ohne Kreditkarte verfügbar. Einfach loslegen.
- Öffnungs- und Klickraten Ihrer E-Mails steigern
- E-Mails automatisch für die Lesenden anpassen
- Alles selbständig erledigen
- KI-Funktionen zum Schreiben von Inhalten
5. Welche rechtlichen Grundlagen muss ich bei meinen Newslettern bedenken?
Senden Sie keine Newsletter an Empfänger:innen, die Ihnen dazu kein Einverständnis gegeben haben. Der Versand von werblichen Newslettern an Ihre Kontaktliste wird im DACH-Raum und im Speziellen in Deutschland durch zahlreiche Gesetze geregelt, darunter:
- das Telemediengesetz (TMG)
- den unlauteren Wettbewerb (UWG)
- das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
- die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
Um Abmahnungen zu vermeiden, sollten Sie sich daher unbedingt mit den rechtlichen Rahmenvorgaben zum E-Mail-Versand beschäftigen. Double-Opt-in sowie ein Abmeldelink in jeder E-Mail etwa sind Pflicht bei werblichen Newsletter.
Warum? Beim Single-Opt-in lässt sich nicht eindeutig belegen, ob die Einwilligung tatsächlich von der betreffenden Person stammt oder ob jemand anderes die Daten eingetragen hat. Das Double-Opt-in hat sich deshalb als bewährtes Verfahren etabliert, um Einwilligungen nachvollziehbar und rechtssicher zu dokumentieren.
Tipp: Prüfen Sie bei der Auswahl Ihres E-Mail-Marketing-Tools, welche Datenschutzfunktionen es bietet und wie sich die Verarbeitung Ihrer Empfängerdaten datenschutzkonform konfigurieren lässt.
Was sind die besten Newsletter-Tools?
Neben dem Newsletter-Tool von HubSpot sind auch die Systeme von
- Brevo - G2-Rating: 4,5
-
Mailchimp - G2-Rating: 4,4
-
Mailjet - G2-Rating: 3,9
-
CleverReach - G2-Rating: 4,0
sehr empfehlenswert.
Alle bieten ähnliche Dienste zum Newsletterversand an – vom Gestalten im Drag-and-drop-Editor über das Personalisieren der Nachrichten und Automation ganzer E-Mail-Strecken bis zum Tracking.
Einen ausführlichen Vergleich zu den besten Newsletter-Tools, finden Sie hier.
So erstellen und versenden Sie einen Newsletter in 7 Schritten
Ich zeige Ihnen nun, wie Sie in sieben Schritten einen Newsletter erstellen – in diesem Beispiel mit HubSpot. In vielen anderen Tools läuft der Prozess ganz ähnlich ab.
Schritt 1: Vorlage und Layout
Die meisten Tools, so auch HubSpot bieten eine Bibliothek mit Vorlagen und Layouts an, aus denen Sie Ihr Newsletter Template erstellen können. Passen Sie diese an Ihre Corporate Identity an: Wählen Sie die Farben und die Schriftart Ihrer Unternehmenswebsite aus und fügen Sie Ihr Logo hinzu.
Die meisten Newsletter-Tools, erlauben Ihnen meist schon bei der Einrichtung Markenfarben, Logo und Schriftart zu hinterlegen. In HubSpot heißt diese Funktion "Brand-Kits". So müssen Sie nur noch die Art der E-Mail wählen und Kleinigkeiten anpassen

Quelle: Newletter-Builder
Schritt 2: Texte, Bilder und Aufbau
Sobald Sie sich für eine Vorlage entschieden haben, wechseln Sie in den Drag-and-Drop-Editor. Hier können Sie Ihre E-Mails designen. Sie haben eine sehr breite Auswahl:
- Bilder
- Texte
- CTAs (Call-to-Action-Buttons)
- Videos
- Social-Media-Buttons
- E-Commerce-Module wie Zahlungen und Produkte
Nutzen Sie Ihre Kolleg:innen zum Testen: Probieren Sie im Team aus, welche Struktur und Elemente am ehesten dazu verleitet, weiter nach unten zu scrollen. Zum formulieren oder korrigieren der Texte kann in HubSpot der Breeze Assistant helfen. Dieser ist sofort in die Plattform integriert und immer als Seitenleiste abrufbar.

Quelle: Newsletter-Software HubSpot
Schritt 3: Newsletter personalisieren
Im dritten Schritt personalisiere ich meine Newsletter. Grundvoraussetzung dafür ist, dass Sie Ihre Kontakte aktiv im CRM bzw. im E-Mail-Tool pflegen. Für HubSpot macht das der Data Hub.
Anhand der Informationen, die Sie Ihren Kontakten zugewiesen oder Ihre Abonnent:innen im Anmeldeformular zu Ihrem Newsletter angegeben haben, können Sie die E-Mails ganz einfach personalisieren. 
Quelle: Newsletter-Software HubSpot
In diesem Beispiel im Screenshot ist es etwa der Vorname. Es gibt aber vor allem in HubSpot deutlich mehr Möglichkeiten E-Mails und Newsletter zu personalisieren:
- Grundsätzliche Segmentierung nach verschiedenen Zielgruppen
- Content-Blöcke nur nach bestimmten Kriterien ausspielen (etwa nach Art der Kundschaft – B2B oder B2C)
- Bestimmte Textfragmente basierend auf bisherigem Kaufverhalten platzieren
Das sind nur drei der vielen Möglichkeiten. Sie könnten zum Beispiel auch den Betreff personalisieren.
Schritt 4: Betreff
Design und Inhalte stehen? Formulieren Sie eine Betreffzeile – personalisiert oder eine für alle – der Betreff ist für viele die Königsdisziplin. Sie sollte nicht mehr als 50 Zeichen lang, knackig und interessant sein.
Gut geeignet sind:
- offene Fragen
- zeitlicher Bezug (saisonal oder mit Datum bei Rabattaktionen)
- spannende Wortkombinationen
- Reime oder Alliterationen
- Aufforderungen
Kostenlose E-Mail-Marketing-Software
Ohne Kreditkarte verfügbar. Einfach loslegen.
- Öffnungs- und Klickraten Ihrer E-Mails steigern
- E-Mails automatisch für die Lesenden anpassen
- Alles selbständig erledigen
- KI-Funktionen zum Schreiben von Inhalten
Tipp: Betreffzeilen mit KI erstellen
Um Betreffzeilen mit KI zu erstellen braucht es Kontext über Ihren Newsletter. Entweder ist die KI-Funktion direkt in Ihre Newsletter-Software integriert und hat wie HubSpot den passenden Kontext, oder Sie greifen auf ein externes Tool wie Claude, ChatGPT oder Gemini zurück.
Wenn Sie ein externes Tool verwenden, geben Sie dafür Folgendes an:
-
Thema der E-Mail
-
Zielgruppe
- gewünschtes Stilmittel im Betreff (Frage, Alliteration, Aufforderung)
- Zeichenlimit (max. 50 Zeichen)
- Tonfall (seriös, humorvoll, dringlich)
Beispiel-Prompt: „Erstelle 8 Betreffzeilen für einen B2B-Newsletter zum Thema E-Mail-Automatisierung. Zielgruppe: Marketing-Manager:innen im Mittelstand. Max. 50 Zeichen, Tonfall professionell, mit offener Frage."
Testen Sie die Vorschläge per A/B-Test und prüfen Sie sie vor dem Versand immer gegen – KI-Text ungeprüft übernehmen kostet Sie sonst Öffnungsrate.
Schritt 5: Preheader
Der Preheader ist die kleine Zeile, die neben dem Betreff im Postfach noch sichtbar ist. Verschwenden Sie diesen Platz nicht, indem Sie den Betreff wiederholen, sondern ergänzen Sie ihn mit zusätzlichen Informationen, die zum öffnen und lesen anregen.
Schritt 6: Versandzeitpunkt bestimmen
Wann Sie Ihren Newsletter versenden sollten, hängt von Ihrer Zielgruppe ab:
- Im B2B-Bereich soll er Ihre Abonnent:innen während der Arbeitszeit erreichen. Ideal ist es also, wenn Sie ihn morgens an einem Werktag schicken.
- Rentner:innen erreichen Sie gut unter der Woche am Vormittag nach dem Frühstück – das Wochenende hingegen gehört häufig der Familie.
- Junge Eltern schauen oft abends nach ihren E-Mails, wenn die Kinder im Bett sind.
- Privatkund:innen, die einen arbeitsreichen Alltag haben, nehmen sich häufig am Wochenende die Zeit für ihre Mails.
HubSpot und viele andere Newsletter-Tools schlagen Ihnen automatisch einen passenden Versandzeitpunkt vor. In HubSpot basiert dieser Vorschlag zum Beispiel auf den bisherigen Interaktionen Ihrer Leserschaft.
Aber auch hier gilt: testen, testen, testen. Denn keine Zielgruppe reagiert exakt gleich, das Verhalten kann sich ändern und selbst Unternehmen mit einer ähnlichen Zielgruppe müssen ihren Versandzeitpunkt individuell anpassen. Die meisten Tools ermöglichen es Ihnen nicht nur, Newsletter zu erstellen und zu versenden, sondern auch A/B-Tests durchzuführen und auszuwerten, wann Ihre Newsletter geöffnet werden. Richten Sie Ihren Versandzeitpunkt deshalb an den tatsächlichen Nutzungsgewohnheiten Ihrer Empfänger:innen aus.
Hier gibt es einen kleinen Auffrischer in Sachen A/B-Testing:
Schritt 7: Ergebnisse auswerten
Sobald Ihr Newsletter fertig ist, wählen Sie die Kontakte aus, an die Sie ihn versenden möchten. In HubSpot läuft das in der Regel über Listen, mit denen Sie Ihre Zielgruppe segmentieren.
Nach dem Versand sehen Sie direkt im Tool, wie oft Ihr E-Mail-Newsletter geöffnet wurde, wie hoch die Klickrate auf Ihre Links ausfällt, wie gut die Zustellbarkeit Ihrer Kampagne ist und wie stark sich Ihre Leads mit Ihren Landingpages beschäftigen. Mit KI lassen sich diese Kennzahlen zusätzlich auswerten, sodass Sie daraus konkrete Erkenntnisse für künftige Mailings ableiten können.
Quelle: Newsletter-Software HubSpot
Mit HTML Newsletter erstellen: Das sollten Sie beachten
Auch die Nutzung von eigenen HTML-Codes ist möglich, um Newsletter nach Ihren Ansprüchen zu erstellen. Dabei sind jedoch ein paar Sonderregeln zu beachten. Ganz besonders wichtig ist, die Optimierung für Mobilgeräte und gängige E-Mail-Clients zu bedenken.
Viele Menschen öffnen Mailings nicht mehr am Computer in Outlook, sondern auf dem Handy in den unterschiedlichsten E-Mail-Programmen. Wird die Nachricht dort nicht richtig dargestellt, ist die Schrift zu klein oder läuft der Text über den Bildschirmrand hinaus, schalten Ihre Leser:innen ab, bevor sie auch nur einen Satz Ihrer E-Mail erfasst haben.
Das schränkt Ihre Gestaltungsmöglichkeiten mit HTML im Vergleich zu denen auf Websites ein:
- Normaler Text, Überschriften und Tabellen lassen sich meist einfach mit HTML ausweisen.
- Auch Schriftfarben und -größen können Sie ohne Weiteres einstellen, insofern Sie nicht die CSS-Kurzschreibweisen nutzen.
- Verzichten sollten Sie beim E-Mail-Design besser auf Videos und Audios, Java Script und Formulare.
Der Hintergrund: Diese werden in E-Mail-Programmen oft nicht richtig ausgegeben.
HTML-Newsletter „vibe-coden": Eine Option für technisch Versierte
Wer sich mit HTML zumindest ein wenig auskennt, kann sich beim Erstellen eines Newsletter-Templates auch von KI-Tools wie Claude oder ChatGPT unterstützen lassen – ein Ansatz, der inzwischen als „Vibe Coding" bekannt ist. Statt jede Zeile Code selbst zu schreiben, beschreiben Sie einfach in natürlicher Sprache, was Ihr Newsletter können und wie er aussehen soll, und lassen sich einen ersten HTML-Entwurf generieren.
Ein Vorteil: Dieses HTML-Template können Sie, wenn Sie möchten in das E-Mail-Tool Ihrer Wahl hochladen. Das kann besonders dann Zeit sparen, wenn Sie ein individuelles Layout brauchen, das über die Standard-Vorlagen Ihres Tools hinausgeht.
Wichtig ist aber: Prüfen und testen Sie den generierten Code unbedingt in mehreren E-Mail-Clients, bevor Sie ihn versenden. KI-generiertes HTML hält sich nicht immer an die oben genannten Einschränkungen für E-Mail-Design – und ein Layout, das im Browser gut aussieht, kann in Outlook oder auf dem Smartphone trotzdem zerschossen sein.
Kostenlose E-Mail-Marketing-Software
Ohne Kreditkarte verfügbar. Einfach loslegen.
- Öffnungs- und Klickraten Ihrer E-Mails steigern
- E-Mails automatisch für die Lesenden anpassen
- Alles selbständig erledigen
- KI-Funktionen zum Schreiben von Inhalten
Newsletter selbst erstellen: Mit diesen 8 Tipps werden Ihre E-Mails gelesen
Egal, ob Sie HubSpot oder eine andere Newsletter-Software nutzen: In der Regel ist die technische Umsetzung eines Newsletters recht simpel. Sie wählen einfach eine Newsletter-Vorlage aus, passen sie an Ihre Wünsche an, fügen Ihren Text ein und senden die E-Mail ab.
Anspruchsvoller ist es, gute Newsletter zu erstellen, die auch tatsächlich geöffnet und gelesen werden.
Mit den folgenden Tipps werden Ihre Newsletter zum Erfolg:
- Werden Sie sich über Ihre Zielgruppe klar. An wen genau richten Sie sich mit Ihren E-Mails? Auf welcher Stufe der Customer Journey stehen diese Personen? Was beschäftigt sie aktuell? Was brauchen sie?
- Senden Sie nur relevante Newsletter. Segmentieren Sie Ihre Empfängerliste nach Interessen oder Stadium der Kundenreise und senden Sie ihnen nur die Informationen, die für sie wirklich nützlich sind. Schließlich möchten Sie nicht, dass Ihre Newsletter zu den E-Mails gehören, die als Spam eingestuft werden.
- Senden Sie Ihre Newsletter regelmäßig. Mit jeder E-Mail vertiefen Sie Ihre Beziehung zu den Leser:innen. Wenn Ihre Inhalte Mehrwert bieten und hilfreich sind, werden sich Ihre Abonnent:innen schon auf die nächste Nachricht von Ihnen freuen. Nutzen Sie dafür am besten ein Newsletter-Template, das Sie immer wieder verwenden können.
- Nutzen Sie für Ihre Newsletter-Texte die AIDA-Formel. AIDA steht für Attention, Interest, Desire und Action. Erregen Sie also mit einer knackigen, aussagekräftigen Betreffzeile zunächst die Aufmerksamkeit Ihrer Abonnent:innen. Im ersten Absatz erzeugen Sie Interesse, danach machen Sie Ihr Angebot schmackhaft, indem Sie die Vorteile und Gewinne für die Kund:innen hervorheben, und erst dann laden Sie über einen Call-to-Action zu einer Handlung ein.
- Nutzen Sie Storytelling. Menschen lieben Geschichten. Deshalb ist es viel wahrscheinlicher, dass Abonnent:innen Ihre E-Mails lesen und darauf reagieren, wenn Sie Ihre Informationen und Angebote in einer kleinen Geschichte verpacken.
- Halten Sie Ihre Newsletter kurz. Gehen Sie davon aus, dass Ihre Leser:innen sehr beschäftigt sind und wenig Zeit haben. Auch beim Storytelling gilt daher die Faustregel: So lang wie nötig, so kurz wie möglich.
- Verwenden Sie eine vertrauenswürdige Absenderadresse. Vermeiden Sie „Noreply"-Absender. Am besten funktionieren in der Regel Ihr eigener Name oder der Ihres Unternehmens. Auch eine Kombination dieser beiden ist denkbar.
- Versenden Sie E-Mails zur rechten Zeit. Wann der richtige Versandzeitpunkt ist, hängt von Ihrer Zielgruppe ab – siehe oben.
3 Beispiele für gute Newsletter
Obwohl ich mich bei vielen Newslettern auch wieder abmelde, schaffen es einige auf Dauer in mein Postfach. Von dreien zeige ich Ihnen Beispiele mit aus meiner Sicht besonders gelungenen Headlines, Designs und weiteren Elementen.
1. Duschbrocken: Klarer Betreff

Quelle: Screenshot Posteingang – E-Mail von Duschbrocken
Der Betreff dieses Newsletters von Duschbrocken macht klar: Es gibt 10 Prozent Rabatt, für 48 Stunden – nicht mehr, nicht weniger. Mir gefällt die einfache Klarheit im Betreff. In Kombination mit dem Preheader („Osternest jetzt füllen!") und dem Emoji wirkt der Newsletter so rund und hat auch einen Bezug zum Zeitpunkt des Versands – kurz vor Ostern.
2. JustSpices: Ohne viel Text und mit überzeugendem Newsletter-Design

Quelle: Screenshot – E-Mail von Just Spices
Das nächste Newsletter-Beispiel ist vom Gewürzhersteller JustSpices. Der gesamte Newsletter, auch, was Sie nicht auf dem Screenshot stehen, besteht aus ganz viel buntem Hintergrund, auffälligen Visuals und sehr wenig Text. Die Headline „Appetit auf Rabatt?" ist sehr kurz und knackig, der CTA „Jetzt sparen" zeigt mir direkt meinen Vorteil.
3. Geile Weine: Mutig und direkt
Der Weinversandhändler Geile Weine zeigt schon beim Unternehmensnamen Mut. Und der zieht sich auch durch die Newsletter. Eine etwas provokante Headline im E-Mail-Header („Für echte Stecher"), hervorstechende CTAs und kurze, knackige Texte: Hier passt der Newsletter perfekt zur Marke – aus meiner Sicht ebenfalls ein wichtiger Punkt in einem stimmigen Marketing-Mix.


Quelle: Eigne Screenshots
Fazit: Newsletter haben nach wie vor ihre Relevanz
Auf kaum einem anderen Weg können Sie Ihre Kund:innen so direkt, persönlich und individualisiert erreichen wie mit einem eigenen Newsletter. Mit der passenden Software erstellen Sie Ihren Newsletter einfach, schnell und kostengünstig. Sie haben dabei viele Optionen:
- Newsletter im Baukasten per Drag-and-Drop komplett individuell und manuell erstellen
- Mithilfe von KI-Integrationen wie Agent Hub das Maximum aus Headlines und Betreffzeilen herausholen
- Mit KI den ganzen Newsletter automatisiert erstellen lassen (wichtig: prüfen Sie die Inhalte vor dem Versand!)
Grundsätzlich gilt: Verpacken Sie hochwertige, relevante Inhalte nach der AIDA-Formel oder in einer Geschichte und verschicken Sie sie an die richtige Zielgruppe. Dann steht fantastischen Klickraten nichts mehr im Wege.
Hier rate ich Ihnen jedoch, sich nicht zu sehr an Durchschnittszahlen aufzuhalten. Eine Inxmail-Studie etwa ermittelt eine durchschnittliche Öffnungsrate von 24,1 Prozent. Wichtig zu wissen: Diese variiert je nach Branche und Zielgruppe. Im Tourismus-Bereich lag die Öffnungsrate 2026 etwa bei 51,2 Prozent.
Vergleichen Sie sich also im Rahmen Ihrer Marketing-Strategie nur mit Ihrer Branche und Wettbewerbern, die ähnlich wie Sie agieren. Das oberste Ziel sollte immer sein, Ihre persönlichen Öffnungsraten und Click-Through-Rates zu erhöhen sowie die Bounce Rate zu senken. Viel Erfolg dabei!
FAQ: Meistgestellte Fragen rund um Newsletter
Sind Newsletter noch sinnvoll?
Kann ich meinen Newsletter mit KI erstellen?
Klar, Sie können sich beim Erstellen Ihres Newsletters von der KI unterstützen lassen: Nutzen Sie sie zur Themenfindung, für Betreff-Vorschläge und zur Texterstellung. Manche Tools wie HubSpot bieten die Möglichkeit, nach Angabe von Ziel, Zielgruppe, Layout-Vorlage und wichtigen Daten und Fakten den ganzen Newsletter erstellen zu lassen, sodass Sie nur noch Bilder einfügen müssen. Aber Achtung: Schicken Sie niemals einen KI-generierten Newsletter weg, den Sie nicht gegengelesen und überarbeitet haben!
Wie kann ich LinkedIn-Newsletter erstellen?
Unter „Artikel schreiben" finden Sie im Dropdown-Menü die Option „Newsletter erstellen". Fügen Sie ein Logo oder ein Bild, eine passende Beschreibung und einen Titel sowie die gewünschte Frequenz hinzu. Dann speichern Sie, schreiben den Inhalt und veröffentlichen Ihren Newsletter (er ist öffentlich sichtbar).
Eine Anleitung gibt es hier:
Wie kann ich einen Newsletter in WhatsApp erstellen?
Beantragen Sie ein WhatsApp Unternehmenskonto (Business App für kleine und Business Platform für große Unternehmen) und verknüpfen Sie es mit einem passenden Newsletter-Tool. Erstellen Sie die Newsletter mithilfe der Vorlagen und reichen Sie sie bei Meta zur Kontrolle ein – die Absegnung kann bis zu 48 Stunden dauern.
Wie kann ich Newsletter mit Outlook erstellen?
Wählen Sie neben „Neue E-Mail" nach Klick auf den Pfeil „Newsletter" und dann „Newsletter erstellen" aus. Vergeben Sie einen Titel und entscheiden Sie über die Sichtbarkeit. Unter „Edition erstellen" kreieren Sie dann den Newsletter selbst. Aber, Achtung: Der Outlook-Newsletter ist aus meiner Sicht allerdings nur für interne Unternehmensnews geeignet.
E-Mail Marketing
