A/B Tests sind eine hervorragende Methode, um seine Webseite das letzte Feintuning zu geben und somit noch mehr Conversions heraus zu kitzeln. Ein sauberer durchgeführter A/B Test kann sich erheblich auf die Effektivität Ihrer Marketingbemühungen auswirken und sollte zu dem Repertoire eines jeden Online-Marketers gehören.

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Dabei sind A/B-Tests sehr versatil und können für Landing Pages bis hinzu Search Ads, verwendet werden. Dieser Artikel konzentriert sich auf den Bereich A/B Tests für Webseiten und wie Sie die größten SEO Fehler vermeiden und nicht Ihren organischen Traffic verlieren.

Testen Sie Ihre Inhalte

Sie können bei Ihren A/B-Tests die Auswirkung von unterschiedlichen Überschriften, Tonalität, Calls-to-Action, Bilder testen und wie sich dies auf das Verhalten Ihrer Webseitenbesucher auswirkt.

Die Webcrawler analysieren bei ihrer Reise durch das Netz bis jetzt nur die schriftlichen Inhalte Ihrer Webseite. Das heißt, dass die Position des CTA-Buttons auf der Webseite für den Webcrawler zum Beispiel noch keine Rolle spielt.

Dasselbe gilt für die Farbe des Textes oder der Webseite selbst. Die Webcrawler interessieren sich somit nicht für die Details Ihrer Inhalte, für die Conversion Optimierung spielt das Design Ihres CTA-Buttons jedoch eine tragende Rolle.

Seien Sie vorsichtig im Umgang mit Cloaking

Cloaking ist eine Technik der Suchmaschinenoptimierung, bei der dem Webcrawler eine andere Webseite mit der gleichen URL präsentiert wird als dem normalen Webseitenbesucher. Diese Technik ist ein gängige Funktion bei A/B Testtools, da sie erlauben den Webcrawler auszuschließen, um das Textergebnis nicht zu verfälschen.

Leider war diese Methodik früher eine gängige SEO Black Hat Praxis. Deshalb reagieren Suchmaschinen heutzutage immer noch sehr allergisch auf Cloaking und der Einsatz dieser Methodik kann dazu führen, dass Ihre Webseiten von den Suchergebnissen gänzlich ausgeschlossen werden.

Webcrawler bestehen auf dieselbe User Experience wie alle anderen Webseitenbesucher. Deshalb sollten Sie vermeiden, die Besucher Ihrer Webseiten in zwei Lager aufzuteilen.

Mit rel=canonical-Tag Missverständnisse vermeiden

Damit Ihre Inhalte von den Suchmaschinen gefunden werden, müssen diese erst einmal Ihre Webseiten mit Hilfe von Webcrawlern indexieren. Bei A/B Tests mit unterschiedlichen URLs, aber ähnlichen Inhalten, kann es dazu führen, dass eine Ihrer Webseiten nicht auf dem Suchmaschinen Index landet. Da Suchmaschinen vermeiden wollen, dass Nutzer des Öfteren auf Webseiten mit identischen Inhalten landen.

Zum Glück kann man den Webcrawlern aber vorgeben, welche Webseiten von ihnen indexiert werden sollen und welche nicht. Sollten Sie also bei Ihren A/B Tests mehrere URLs mit einem ähnlichen Inhalten verwenden, sollten Sie den rel=“canonical“-Tag im Head von Ihrer Webseite einsetzen, um der Suchmaschine anzuweisen, welche Webseiten nicht indexiert werden soll.

Google bewirbt den Einsatz rel=“canonical“-Tags, anstatt des Einsatzes des Meta-Tag „noindex“, da Google vermeiden will, dass bestimmte Inhalte nicht von Suchmaschinen erfasst werden. Google will lediglich wissen, welcher der Inhalt das Originale ist. Der Rel=“canonical“ Tag erlaubt den Suchmaschinen Ihre Webseiten zu gruppieren und indexieren.

Nutzen Sie den HTTP-Statuscode 302

Um eine Webseite weiterzuleiten wird meist der 301 (Moved Permanently) HTTP-Statuscode genutzt, um den Webseitenbesuchern und Webcrawlern mitzuteilen, dass sich Ihre vorherigen Inhalte auf einer neuen URL befinden.

Sie sollten bei einem URL-Umzug aber die URL Ihrer alten Webseite nicht aufgeben, da Sie unmöglich wissen können, wie viel Links im Laufe der Zeit noch auf Ihre alte URL verweisen werden. Des Weiteren spielen SEO technisch die Links, die auf Ihre alte URL verweisen, einen weiteren entscheiden Faktor.

Bei A/B Tests wird der 301 HTTP-Statuscode oft benutzt, um den Webseitenbesucher von der Originalseite auf die Testseite weiterzuleiten. Nun sollten Sie aber bedenken, dass es sich bei A/B Tests nicht um einen permanenten Umzug der Seite handelt, sondern just um einen temporären.

Der 302 Statuscode deutet dem Webcrawler an, dass es sich bei dem Umzug nur, um eine temporäre Weiterleitung handelt. Dabei gilt zu beachten, dass die Suchmaschinen beim Einsatz des HTTP-Statuscode 302 Ihre original URL nicht vom Index entfernen, sondern sie nur temporär kalt stellen.

Wenn die Webcrawler für die nächste Indexierung Ihre Seite aufsuchen, werden sie die Weiterleitung überprüfen. Ist diese dann wieder deaktiviert, wird die alte URL wieder hergestellt.

Nachdem A/B Test sollten Sie aber eine 301 Weiterleitung implementieren. Da Sie schließlich vermeiden möchten, dass Sie zwei URLs mit den fast gleichen Inhalten unter derselben Domain am laufen haben. Also platzieren Sie nach den A/B Tests einen 301 HTTP-Statuscode auf der URL die im Test am schlechtesten abgeschnitten hat, um auf die Seite weiterzuleiten, welche der Sieger Ihres A/B Test ist.

Falls Ihr A/B Test Tool so eingestellt ist, dass Ihre Original URL immer in Betrieb ist und die Ergebnisse an diese weitergeleitet werden, sollten Sie kontrollieren, dass die Test-URL auf die Original-URL weiterleitet.

Übertreiben Sie es nicht es mit dem Testen

Wie lange Sie den A/B Test laufen lassen sollte ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel die Anzahl der Besucher und die Nummer an erreichten Conversions. Ein gutes A/B Tool wird Ihnen mitteilen, wann die kritische Masse an Daten erhoben ist, um ein aussagekräftiges Resultat zu liefern.

Nach Beenden des Tests, sollten Sie so schnell wie möglich die verschiedensten Variationen löschen und die Inhalte einsetzen, welche bei den Tests am Besten abgeschnitten haben. Zusätzlich müssen Sie die alternativen URLs und Testskripte löschen.

Zum Schluss sollten Sie bedenken, das die Suchmaschine es als Täuschungsversuch interpretiert kann, wenn der A/B Test länger als nötig läuft, um Methoden wie das oben besprochene Cloaking zu verschleiern. Dies stellt vor allem ein Problem dar, wenn Sie Ihre Seitenvariationen einer großen Besucherzahl zeigen. 

A/B Tests sind ein essentielles Werkzeug der Conversion Optimierung und sollten von Zeit zu Zeit eingesetzt werden, um die Performance Ihrer Webseiten zu steigern. Ich hoffe, dieser Artikel konnte Ihnen einen Einblick geben, auf was Sie bei Ihren A/B Tests zu achten haben, um keine Einbußen bei Ihrem SERP-Ranking zu erleiden.

Grundsätzlich sollten sich A/B Tests nicht negativ auf Ihre SEO-Maßnahmen auswirken, wenn Sie den vorrangegangen Anordnungen folge leisten. Lassen Sie sich also nicht verunsichern und fangen Sie am besten noch heute damit an Ihre Webseite mit A/B Tests zu optimieren. Ich würde mich über anregende Kommentare sehr freuen.

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Ursprünglich veröffentlicht am 17. April 2015, aktualisiert am November 26 2019

Themen:

Conversion