Gerade zum Jahresbeginn nutzen viele Online-Marketer die Zeit, um sich Gedanken über das bevorstehende Jahr und die kommenden Trends zu machen. Das österreichische Unternehmen Swat.io hat dies zum Anlass genommen, um unter den Branchen-Profis im deutschsprachigen Raum eine kleine Umfrage zu den Social-Media-Trends von 2019 durchzuführen. In diesem Artikel finden Sie eine Zusammenfassung der am häufigsten genannten Entwicklungen.

Social-Media-Trends-2019Verteilung der genannten Social-Media-Trends 2019 in einer Experten-Umfrage, durchgeführt durch Swat.io

Fans und Follower mit Social-Media-Inhalte zu begeistern, ist nicht einfach.  Swat.io und HubSpot geben im gemeinsamen Handbuch Tipps für das Erstellen von  Social-Media-Inhalten – hier kostenlos herunterladen.

Trend Nr. 1: Stories

Ganz gleich, ob auf Instagram, Facebook oder WhatsApp, „Stories“-Funktionen haben im vergangenen Jahr die Welt erobert. Ihr Siegeszug wird sich 2019 fortsetzen, darin sind sich die von Swat.io befragten Experten einig. Stories sind direkt, persönlich und erlauben es Marken, menschliche” Geschichten zu erzählen. Florian Litterst prognostiziert etwa, dass „die Verlagerung des Nutzerverhaltens von Feeds zu Stories auf allen Plattformen” weitergehen wird und empfiehlt, diese Beliebtheit unbedingt auch bei der Entwicklung von Anzeigen zu berücksichtigen.

Stories%20Nutzer%20pro%20AppTäglich aktive Nutzer von Stories-Funktionen pro App; Quelle: TechCrunch

Trend Nr. 2: Messenger-Marketing

Die Kommunikation via Messenger-Apps wird laut den Umfrageteilnehmern ebenfalls eine große Rolle im Marketing-Mix von 2019 spielen. Ganz gleich, ob WhatsApp, Facebook Messenger oder Instagram, Chatbots im Kundenservice, zur Contentverbreitung sowie im Rahmen von Kundenbindungsmaßnahmen werden an Relevanz gewinnen. Aber auch der direkte Kontakt über Privatnachrichten wird immer beliebter. Schließlich gibt er den Nutzern eine Selbstbestimmtheit über Konversationen”, wie es Curt Simon Harlinghausen, Global Client Partner bei Publicis.Sapient formuliert. Für Unternehmen wird es vor allem wichtig werden, ihr Messenger-Marketing gezielt in die eigenen Kanäle und Prozesse zu integrieren.

Messenger-NutzungLaut Bitkom verwenden 9 von 10 Nutzern regelmäßig Messenger-Apps; Quelle: Bitkom

Trend Nr. 3: Live-Videos

Insbesondere Facebook und Instagram setzen aktuell stark auf Bewegtbilder und Live-Content. In der Kombination von beidem sehen die befragten Social-Media-Experten einen weiteren großen Trend für das angelaufene Jahr. Live-Videos stellen Marketing-Abteilungen in Unternehmen allerdings vor neue Herausforderungen, da sie eine gewisse Spontanität und Authentizität ausdrücken sollen, aber dennoch geplant sein müssen. Die Interaktivität, die dadurch möglich wird, macht Live-Videos zu einem Schlüsselelement in Hinblick auf die Beziehungen zwischen Marken und ihren Anhängern”, ist sich Katharina Ratzberger, Leiterin für Content-Marketing bei Pulpmedia, sicher. Wünschenswert seien aber in jedem Fall neue, kreative Format-Ideen für bewegte Live-Inhalte, so die Befragten.

Live-VideosWas sich Nutzer von Live Content erwarten; Quelle: Livestream

Trend Nr. 4: Professionalisierung

Trend Nummer 4 bezieht sich nicht auf konkrete Funktionen oder Plattformen, sondern auf die generellen Strategien von Unternehmen. 2019 wird demnach ein Jahr, in dem sich die Social-Media-Marketing-Branche weiter professionalisiert. Das schließt vor allem ein, solide und funktionierende Fundamente weiter auszubauen, Prozesse zu verbessern sowie strategisch-fokussierte und datenbasierte Dialoge zu entwickeln. Ausschlaggebend für die Professionalisierung wird letztlich der Kostenfaktor sein. Denn wenn es darum geht, möglichst viele Menschen über Social Media zu erreichen, werden Unternehmen verstärkt auf kostenpflichtige Optionen und kreative, ausgefallene Strategien setzen müssen”, so Online- und Social-Media-Berater Felix Beilharz.

Trend Nr. 5: Kennzahlen

Der Ruf nach einer besseren Messbarkeit von Social-Media-Aktivitäten wird in der Umfrage von Swat.io ebenfalls mehrmals erwähnt. Außerdem gehen die Befragten davon aus, dass neben der genannten Professionalisierung das Thema Monetarisierung weiter vorangetrieben werden wird.

Für Thomas Meyer, Social-Media-Stratege bei Toman+Meyer, ist klar: Die Schnittstelle Social Media und Betriebswirtschaftslehre wird auch im kleinen und mittelständischen Bereich wichtig und Forderungen nach Kennzahlen wie CAC, ROI oder CLV werden auf den Tischen der Social-Media-Manager landen.”

Eine Herausforderung hierbei wird darin bestehen, dass sich die (zumindest gefühlt) unterschiedlichen Social-Media-Lager der Community- und der Performance-Fraktion” einander annähern, voneinander lernen und ihre Ergebnisse mit denselben Kennzahlen messen.

Facebook-AnalyticsFacebook-Analytics vereint die verschiedensten Kennzahlen in übersichtlichen Dashboards; Quelle: AllFacebook.de

Weitere Social-Media-Trends

Neben den genannten Top 5 Trends sind es Themen wie Community Building”, „gesprochene Inhalte” sowie „kostenpflichtiger Content” und Konsolidierung”, die von der Branche als maßgebliche Entwicklungen für 2019 identifiziert wurden.

Aktives Community Building spiele deshalb weiter eine Rolle, weil sich auf diese Weise langfristige Beziehungen aufbauen lassen, die kundennahe Erlebnisse mit der Marke oder dem Produkt schaffen. Für Unternehmen bietet der Aufbau von Bezugsgruppen eine große Chance. Daher sollten in diesem Jahr verstärkt die Markenwerte und die Mission in den Mittelpunkt der Kommunikation gestellt werden.

Social Media werden auditiver: Sprachassistenten, Sprachsteuerung und KI sorgen mit dafür, dass Sprachnachrichten und gesprochene Inhalte an Bedeutung gewinnen. Der Podcast-Boom passt dazu”, ist Kommunikationsberaterin Dr. Kerstin Hoffmann überzeugt.

PodcastsGesprochene Inhalte werden zunehmend beliebter; Quelle: Statista

Unternehmen werden 2019 auch merken, dass eine effiziente Reichweite für ihre Inhalte nur mehr mit dem gezielten Einsatz von kostenpflichtigen Optionen erreicht werden können. Insofern gilt es, sich intensiv mit den jeweiligen Möglichkeiten zu beschäftigen und gegebenenfalls die eigenen Strategien anzupassen.

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Ursprünglich veröffentlicht am 12. Februar 2019, aktualisiert am 19. Februar 2019

Themen:

Social-Media-Marketing