Wann haben Sie zum letzten Mal die Bestandteile Ihrer Marketingaktivitäten getestet? Wenn Sie die Antwort nicht gleich parat haben, testen Sie wahrscheinlich generell zu wenig. Das ist eigentlich schade, denn selbst mit kleinen Tests können Sie – sofern Sie ein paar einfache Spielregeln beachten – viel erreichen und mehr Traffic, mehr Leads und sogar eine bessere Vertriebsperformance erzielen. Wenn Sie nicht einmal einfachste A/B-Tests nutzen, könnten Sie sich die Chance entgehen lassen, Ihre Marketing-Strategie nachhaltig zu verbessern.

Die folgenden 10 Tipps sollen Ihnen als Anregung dienen, um Ihre A/B-Tests zu optimieren.

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10 Tipps für A/B-Tests

1. Testen Sie viele unterschiedliche Variablen: Im Marketing gibt sehr viele Variablen, die Sie mithilfe von A/B-Tests testen können. Farbe, Größe, Betreffzeile, Content-Angebot, Vorlagen, Layout, Timing, Häufigkeit – die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos! Je mehr Variablen Sie testen, desto besser können Sie Ihre Marketingansätze optimieren und bessere Ergebnisse für Ihre Initiativen erzielen.

2. Testen Sie nicht alle Variablen auf einmal: Bei A/B-Tests sollten Sie sich jeweils auf nur eine einzige Variable konzentrieren. Denn wenn Sie die Effektivität eines Call-to-Action gegenüber eines anderen CTA testen möchten und zwei unterschiedliche Variablen (z. B. Design und Botschaft) verändern, können Sie nicht zweifelsfrei feststellen, warum ein CTA effektiver ist als der andere. Konzentrieren Sie sich bei einem Test jeweils nur auf eine Variable, damit Sie eindeutig feststellen können, warum eine Variante besser abgeschnitten hat als eine andere.

3. Fangen Sie mit etwas Einfachem an: Versuchen Sie sich zunächst an einem einfachen A/B-Test und testen Sie beispielsweise die Farbe oder Größe einer CTA-Schaltfläche auf einer Webseite. Es empfiehlt sich, erst einmal einfacher anzufangen und sich dann zu steigern. Nachdem Sie ein bisschen Erfahrung gesammelt haben, können Sie sich an anspruchsvollere Tests wagen und komplexere Website-Funktionen testen. Tatsache ist, dass selbst geringfügige Veränderungen erhebliche Auswirkungen auf das Ergebnis haben können.

WikiJob beispielsweise fügte im Rahmen eines A/B-Tests auf einer seiner Seiten Erfahrungsberichte ein, um herauszufinden, ob sich dadurch die Konversionsrate auf dieser Seite erhöhen würde. Aufgrund dieser einfachen Veränderung konnten über die Seite mit den Erfahrungsberichten gegenüber der Seite ohne Kundenaussagen 34 % mehr Verkäufe erzielt werde. Beginnen Sie mit einfachen A/B-Tests und sammeln Sie zunächst wichtige Erfahrungen, bis Sie sich anspruchsvollere Tests zutrauen.

4. Scheuen Sie sich nicht vor anspruchsvolleren Tests: Wenn Sie ein paar einfache A/B-Tests erfolgreich absolviert haben, sollten Sie sich nicht scheuen, auch komplexere Tests durchzuführen, wie A/B/C-Tests oder Tests von unterschiedlichen Seitendesigns, bei denen die Wirkung zwei völlig unterschiedlich gestalteter Seiten miteinander verglichen wird. Das scheint im Widerspruch zur obigen Empfehlung zu stehen, nicht mehr als eine Variable auf einmal zu testen. Beim Test des Seitendesigns ist jedoch die ganze Seite als zu testende Variable zu betrachten. 

5. Führen Sie kontinuierlich Tests durch: Es spricht nichts dagegen, kontinuierlich Tests durchzuführen. Wenn Sie über entsprechende Ressourcen verfügen, gibt es keinen Grund, warum Sie nicht zwei unterschiedliche Elemente gleichzeitig testen sollten, z. B. einen CTA auf einer Seite und das Layout einer anderen Seite. Je mehr Erkenntnisse Sie durch gleichzeitige Tests sammeln, desto schneller können Sie Ihren Marketing-Ansatz optimieren.

6. Beschränken Sie A/B-Tests nicht auf nur einen Marketing-Kanal: Sie können problemlos mehr als nur einen Ihrer Marketing-Kanäle testen, z. B. Ihr Website-Design und Ihr E-Mail-Marketing. Sie können Tests für sämtliche Ihrer Marketing-Kanäle durchführen – in Ihrem Blog, in den sozialen Medien, in Ihrer Suchmaschinenoptimierung – einfach überall! Sie sollten jedoch darauf achten, die richtigen Kennzahlen zu verwenden, die für den getesteten Kanal relevant sind.

7. Gehen Sie nicht automatisch davon aus, dass Ihre Ergebnisse statistisch signifikant sind: Nicht bei jedem von Ihnen durchgeführten Test werden statistisch signifikante Ergebnisse erzeugt. Hüten Sie sich also vor derartigen Annahmen. Wenn beim Test mit einer E-Mail-Betreffzeile ein etwas besseres Ergebnis als mit einer anderen Betreffzeile erzielt wird, sollten Sie diesem Umstand allein nicht allzu viel Bedeutung beimessen. Insbesondere sollten Sie Ihre Entscheidungen nicht von Annahmen abhängig machen.

8. Analysieren Sie die statistische Signifikanz Ihrer Ergebnisse: Statt einfach davon auszugehen, dass Ihre Testergebnisse statistisch signifikant sind, sollten Sie eine entsprechende Analyse durchführen. In diesem Blog-Beitrag finden Sie einige Tipps und Tricks, wie Sie die statistische Signifikanz ermitteln können.

9. Geben Sie nicht auf, wenn die Ergebnisse nicht signifikant sind: Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn sich herausstellen sollte, dass die Ergebnisse eines Tests nicht statistisch signifikant sind. Das kann ab und zu passieren, sollte Sie jedoch nicht davon abhalten, auch zukünftig Tests durchzuführen. Vielmehr können Sie aus statistisch nicht signifikanten Testergebnissen den Schluss ziehen, dass die getestete Variable keinen großen Einfluss auf das Ergebnis hatte. Wenn beispielsweise die Farbe einer CTA-Schaltfläche keinen Einfluss auf die Klickrate hatte, könnten Sie stattdessen versuchen, den Text der Schaltfläche zu verändern.

10. Nehmen Sie ausgehend von Ihren Testergebnissen Änderungen vor: Analysieren Sie die Ergebnisse Ihrer Tests und handeln Sie entsprechend! Wenn ein Test statistisch signifikant war, können Sie die Veränderung implementieren. Wenn ein Test nicht signifikant war, bedeutet das, dass die getestete Variable keinen Einfluss auf das Ergebnis hatte. Versuchen Sie es dann mit einer anderen Variablen.

Neuer Call-to-Action (CTA)

Ursprünglich veröffentlicht am 20. November 2018, aktualisiert am 20. November 2018

Themen:

A/B-Testing