So verfolgen Sie mit nur wenigen Prompts Ihre KI-Sichtbarkeit

Sehen Sie genau, wie Ihr Unternehmen in KI-Antworten erscheint.
Timo Zingsheim
Timo Zingsheim

Aktualisiert:

Prompts, die in einer KI-Konversation getrackt werden

Das Wichtigste in Kürze

Beim Tracken der KI-Sichtbarkeit gilt: Qualität vor Quantität. Mit wenigen, präzise formulierten Prompts erhalten Sie aussagekräftigere Ergebnisse als mit einem umfangreichen Set, das das Thema nur ungefähr trifft.

  • Weniger ist mehr: Einige präzise Prompts tracken die KI-Sichtbarkeit zuverlässiger als viele ungenaue – und vermeiden teures „Rauschen" in den Ergebnissen.
  • Buyer Personas als Ausgangspunkt: Formulieren Sie Prompts, die Ihre idealen Kund:innen entlang der Customer Journey tatsächlich verwenden würden.
  • Produkt- statt Markenfokus: Prompts mit dem Unternehmensnamen verfälschen das Ergebnis. Tracken Sie lieber Themen, bei denen Sie tonangebend sein wollen.
  • 25-50 Prompts reichen aus: Das HubSpot AEO-Tool erlaubt bis zu 50 Prompts – bei präziser Formulierung ist das vollkommen ausreichend.

Lesezeit: 6 Minuten

Möchten Sie prüfen, ob Ihre Answer Engine Optimization funktioniert und Ihre KI-Sichtbarkeit steigt? Dann braucht es keine hunderten Prompts in Ihrem Prompt-Set, das Sie überwachen. Wir versprechen: Es sind deutlich weniger Prompts, als Sie denken. Manche, die Sie instinktiv verfolgen möchten, bringen Ihnen keine neuen Erkenntnisse, sondern nur höhere Kosten. Im schlimmsten Fall verfälschen sie sogar das Ergebnis.

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Ehe Sie also ein umfangreiches Tracking-Set erstellen, nehmen Sie sich etwas Zeit. Mit einigen wenigen, aber passenden Prompts bekommen Sie wertvolle Insights, die falsch-positives Feedback verhindern und ohne Rauschen konkrete Ergebnisse hervorbringen. Wie Sie gezielt gut funktionierende Prompts fürs Tracking auswählen, lesen Sie hier.

Warum reichen wenige Prompts, um die KI-Sichtbarkeit zu verfolgen?

Mit einigen ausgewählten Prompts können Sie mehrere wichtige Informationen über Ihre Sichtbarkeit in KI-Ergebnissen abdecken, etwa:

  • Wie oft wird Ihre Marke erwähnt?
  • In welchem Tonfall werden Sie zitiert?
  • Wird Ihre Marke in Vergleichen empfohlen?

Lassen Sie nur wenige, aber relevante Prompts tracken: In diesem Zusammenhang schlägt Qualität Quantität.

Kein Klick in Sicht

Ihre KI-Sichtbarkeit ist deshalb wichtig, weil sieben von zehn Google-Suchanfragen inzwischen ohne Klick enden – Menschen begnügen sich mit KI-Antworten. Geklickt wird kaum noch.

Was passiert, wenn irrelevante Prompts getracked werden?

Irrelevante Prompts rufen „Rauschen" hervor. Das passiert etwa, wenn Sie Zusatzinformationen liefern, die für die Marke keine konkrete Rolle spielen: Die KI erweitert ihr Suchfeld und bezieht auch Unternehmen mit ein, mit denen Sie nicht in Konkurrenz stehen. So bekommen Sie schlechtere Werte angezeigt. Erstellen Sie Prompts daher nach dem Schema: so lang wie nötig, so kurz wie möglich – und immer thematisch exakt.

Wie beginne ich am besten mit der Prompt-Erstellung?

Um relevante Prompts zu erstellen, gehen Sie von den Kundendaten Ihres Unternehmens und Ihren Buyer Personas aus: Sie kennen Ihre Zielgruppe genau. Berücksichtigen Sie, dass verschiedene Kund:innen für die Suche unterschiedliche KIs benutzen. Frauen nutzen zum Beispiel lieber ChatGPT als Grok.

HubSpot AEO

Werden Sie das Unternehmen, das die KI empfiehlt.

  • Ermitteln Sie den Score Ihrer KI-Sichtbarkeit und erfahren Sie, wie Ihre Wettbewerber abschneiden.
  • Verfolgen Sie die Prompts nach, die für Ihr Unternehmen wirklich relevant sind.
  • Verstehen Sie, was Ihre Präsenz in der KI-Suche beeinflusst.
  • Setzen Sie AEO-Erkenntnisse direkt in die Tat um.

Warum sollten Prompts der Customer Journey folgen?

Folgen Sie mit Ihren Prompts der Customer Journey, können Sie alle Punkte von der ersten Idee des Bedarfs bis hin zum Kauf abdecken. Versetzen Sie sich in Ihre Kund:innen hinein und überlegen Sie, mit welchen Prompts sie sich über das Produkt informieren, nähere Infos einholen und Anbieter vergleichen.

Lassen Sie sich dafür von Service und Vertrieb häufig gestellte Fragen nennen, schauen Sie in einschlägige Foren und in die Rubrik „Weitere Fragen“ der Google-Suche. Beginnen Sie mit einem eher allgemein gehaltenen Prompt zu Ihrem Produkt und werden Sie dann präziser - zum Beispiel für eine Buchhaltungssoftware für KMU:

  • Was ist eine einfache Buchhaltungssoftware für kleine Unternehmen?
  • Was sind die Vorteile einer Buchhaltungssoftware für kleine Unternehmen?
  • Welche Buchhaltungssoftware für mittelgroße Unternehmen erfüllt die Anforderungen des Finanzamts?
  • Was kostet eine Buchhaltungssoftware für Unternehmen mit unter 100 Angestellten?
  • Zeig mir die drei besten Buchhaltungssoftwares für mittelgroße Unternehmen im Vergleich 2026
  • Kann Produkt X die Buchhaltung automatisierten
  • Produkt X vs Product Y
  • Was sagen die Nutzer über Produkt X auf OMR Reviews?  

Prüfen Sie die infrage kommenden Prompts auf die Relevanz für Ihr Unternehmen und sortieren Sie aus, was Ihnen nichts bringt. Geben Sie nur die passenden Prompts in Ihr AEO-Tool ein – etwa dem von HubSpot.

Überprüfen Sie mit ChatGPT, Perplexity oder Gemini, ob Sie die Prompts so formuliert haben, dass Sie die thematisch richtigen Antworten erhalten. Ist das so, können Sie sie im Tracking-Tool benutzen. Schauen Sie, inwieweit Ihre Inhalte in den Antworten aufgegriffen werden. Passen Sie diese bei Bedarf an – erweitern Sie sie oder verfassen Sie ganz neue Beiträge.

Ein Tipp von uns: Definieren Sie drei bis vier Customer-Journey-Phasen, die Sie abgedeckt haben wollen. HubSpot hat für sein Prompt-Tracking folgende Phase definiert: 

Was die Kundschaft tut Was der Käufer tut Beispiel-Prompt für 
Bewusstsein Eine Herausforderung erkennen; herausfinden, welche Lösungen es gibt „Wie kann ich die Leistung meiner E-Mail-Marketing-Kampagne verbessern?“ „Was sind die besten E-Mail-Marketing-Plattformen für kleine Unternehmen?“
Überlegungen Anbietervergleich „Vergleiche HubSpot mit Mailchimp, ActiveCampaign und Constant Contact im Bereich E-Mail-Marketing.“
Bewertung Auf der Suche nach Bewertungen und Meinungen „Was sagen Nutzer auf G2 über HubSpot, Mailchimp und ActiveCampaign im Bereich E-Mail-Marketing?“
Entscheidung Feststellen, ob ein Produkt bestimmte Anforderungen erfüllt „Unterstützt HubSpot Marketing Hub Workflows zur E-Mail-Automatisierung?“

Wie können Prompts ein falsch-positives Ergebnis hervorbringen?

Geben Sie den Namen Ihrer Marke in die Prompts ein, mit denen Sie die KI-Sichtbarkeit messen möchten, wird sie natürlich in allen Ergebnissen genannt. Das sagt aber nichts über ihre tatsächliche Sichtbarkeit aus. Daher sollten die meisten Prompts sich auf die Branche oder auf das Produkt beziehen. 

Ein Prompt mit dem Namen des Unternehmens kann Ihnen zeigen, wie die Marke wahrgenommen wird. Fordern Sie die KI beispielsweise auf, Ihr Unternehmen mit Ihren größten Konkurrent:innen zu vergleichen. Alternativ fragen Sie nach den wichtigsten Herstellern Ihres Produkts oder nach Funktionen. So sehen Sie, wie groß Ihr Share of Voice ist und in welchem Ton die KI Ihre Marke erwähnt.

Wie funktionieren die Prompts im HubSpot AEO-Tool?

Im HubSpot AEO-Tool können Sie, je nach Paket, bis zu 50 einzelne Prompts hinterlegen, zu denen das Tool Ihre KI-Sichtbarkeit überprüfen soll. HubSpot AEO gibt es in zwei Ausführungen. Als alleinstehendes Tool und in den Marketing Hub Professional und Enterprise integriert.  Mit der integrierten Version erstellt HubSpot AEO auf Basis Ihrer Kundendaten im CRM die Prompts automatisch.

Screenshot aus HubSpot AEO mit der Filterung von Prompts nach Quelle

Quelle: HubSpot

Anhand dieser Prompts ist eine fokussierte Analyse möglich – mehr brauchen Sie nicht. Da Sie auch die Namen von Konkurrenzunternehmen, ideale Kundenprofile sowie Ihre Produkte und Dienstleistungen eingeben können, erhalten Sie aussagekräftige Ergebnisse.

Quelle: YouTube 

Das Tool überprüft bei Bedarf täglich, wie gut ausgeprägt die Sichtbarkeit des Unternehmens in den KI-Ergebnissen ist. Neben dem Share of Voice misst es auch die Citation Rate, die Mention Rate und diverse weitere KPIs. Sie können sich die Entwicklung im Laufe der Zeit grafisch anzeigen lassen und so Ihre Inhalte anpassen.

Fazit: Gute Prompts statt vieler Prompts

Sie können beim Erstellen Ihrer Prompts durchaus ins Detail gehen. Eine Inspirationsquelle für passende Sätze finden Sie zum Beispiel bei Google unter „weitere Fragen“. Achten Sie aber darauf, dass die Prompts exakt passen und klar an der Customer Journey ausgelegt sind! Gut geeignet ist die definition von Phasen, sodass sie eine klare Leitplanke haben, was Sie tracken sollten.

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FAQ: Meistgestellte Fragen zur KI-Sichtbarkeitsmessung

Warum reichen wenige Prompts zum Tracken der KI-Sichtbarkeit aus?
Weil Nutzer:innen zu Ihrem Produkt respektive Ihren Dienstleistungen nur wenige konkrete Fragen haben: Sie möchten sich informieren, das beste Angebot finden und einen Kauf tätigen. Dafür sind Prompts, die Hintergrundinformationen liefern, unnötig.
Warum sind zu viele Prompts zum Tracken der KI-Sichtbarkeit schädlich?
Erstellen Sie Prompts, die Interessierte nicht entlang der Customer Journey nutzen, tracken Sie Ergebnisse, die Ihnen nichts bringen. Die KI kann den Suchradius ausweiten, sodass sie für Ihre Marke einen viel kleineren Share of Voice anzeigt, als sie im relevanten Bereich hat.
Wie validiere ich einen Prompt?
Erstellen Sie einen Prompt und überprüfen Sie in Tools wie ChatGPT, Perplexity & Co., ob er sinnvolle Antworten hervorbringt. Erst danach sollten Sie ihn in Ihr Tracking-Tool eingeben. Kommt Ihre Marke in den Antworten nicht vor, müssen Sie Ihren Content passend erweitern.

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