Aufgrund der jüngsten Penguin-Updates haben sich die bewährten Methoden rund um das Thema Linkbuilding wieder einmal geändert. Google Pigeon ist ein Algorithmus-Update, das darauf abzielt, das Suchmaschinen-Ranking einer Website herabzustufen, wenn diese eine hohe Anzahl an Spam-Links und minderwertigen Links in ihrem Backlink-Profil aufweist. In den vergangenen Jahren sind solche Algorithmen immer cleverer und stärker geworden. Daher wird es immer wichtiger, sich beim Aufbau von effizienten Links auf White-Hat-Taktiken zu konzentrieren.

Um Ihnen dabei zu helfen, die jüngsten Veränderungen zu verstehen, habe ich ein paar Informationen zusammengestellt, die Ihnen erklären, wie Sie die falschen Linkbuilding-Taktiken vermeiden und sich die richtigen angewöhnen.

Was ist Linkbuilding?

Moz definiert Linkbuilding als „den Prozess, Hyperlinks von anderen Websites zur eigenen zu schaffen“. Außerdem können Suchmaschinen anhand von Hyperlinks das Web durchsuchen.

Linkbuilding-Strategien sind mal schwieriger und mal leichter umzusetzen, doch für viele Suchmaschinenoptimierer (mich selbst eingeschlossen) sind sie der schwierigste Teil des Jobs. Anders ausgedrückt: Wenn Sie die Kunst des Linkbuilding meistern, sind Sie der Konkurrenz einen Schritt voraus.

Wie wichtig ist Linkbuilding?

Laut einer Studie von Search Metrics gilt die Anzahl an Backlinks im Backlink-Profil einer Website als der viertwichtigste Faktor der SEO. Allerdings sind die Backlinks nur effektiv, wenn sie als hochrangig eingestuft werden.

Beispielsweise ist ein Backlink von einer hochrangigen Website wie der Huffington Post effektiver als 50 Backlinks von einer Website mit niedrigem Ranking.

Auf Wiedersehen Black-Hat-Linkbuilding

Falls Sie das nicht schon längst getan haben, ist es an der Zeit, endgültig alle Black-Hat-Linkbuilding-Strategien über Bord zu werfen. Diese Techniken verletzen die Richtlinien von Google und Bing, weil sie minderwertige Backlinks produzieren. Außerdem laufen Sie mit diesen Taktiken Gefahr, von den Suchmaschinen bestraft zu werden.

Zu Black-Hat-Strategien zählen:

1. Linktauschprogramme

Laut den Google Webmaster-Tool-Qualitätsrichtlinien gilt: „Alle Links, die den PageRank oder das Ranking einer Website in den Google-Suchergebnissen beeinflussen sollen, können als Teil eines Linktauschprogramms und als Verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster von Google angesehen werden. Dazu gehören alle Maßnahmen, mit denen Links zu Ihrer Website oder ausgehende Links von Ihrer Website manipuliert werden.“

Um zu vermeiden, dass sich das Ranking Ihrer Website dramatisch verschlechtert, sollten Sie die folgenden Methoden vermeiden:

  • Links kaufen oder verkaufen, die Ihr Backlink-Profil aufstocken. Dazu zählt die Bezahlung von Blog-Beiträgen, die Links enthalten, der Tausch von Links gegen Services sowie das Senden von kostenlosen Produkten im Gegenzug für einen Link zu Ihrer Website.
  • Zu häufig Links austauschen. Also einen Webmaster mit dem Angebot kontaktieren: „Ich verlinke auf Ihre Website, wenn Sie auf meine verlinken.“
  • Automatische Services verwenden. Damit sind bezahlte Services gemeint, die Ihre Links für Sie verteilen und aufbauen.

2. Advertorials oder Gästebloggen im großen Stil

Advertorials sind bezahlte Inhalte, die als redaktionelle Beiträge getarnt sind (denken Sie an den Wolf im Schafspelz).

Werbeanzeigen werden allgemein als Linktauschprogramm eingestuft. Und da Sie dafür bezahlen, könnten Sie auch dafür bestraft werden.

Neben Werbeanzeigen ist es ebenso wichtig, die Anzahl Ihrer Gästeblog-Beiträge für andere Websites zu beschränken – auch dafür könnte Ihre Website bestraft werden.

Damit ist nicht gemeint, dass Sie das Gästebloggen komplett aufgeben sollten. Vielmehr kann dies ein extrem wichtiger Bestandteil Ihrer SEO-Strategie sein, solange Sie die Qualitätsrichtlinien von Google beachten und sich auf eine begrenzte Anzahl beschränken.

3. Pressemitteilung mit hochoptimiertem Linktext

Wenn Sie interessante Neuigkeiten haben, die Sie verbreiten möchten, sind Pressemitteilungen sehr hilfreich – auch für den Linkaufbau.

Leider versuchen Firmen oft, dieses Konzept auszunutzen und möglichst viele Linktexte vollgestopft mit Keywords einzubauen, die auf ihre Website verlinken. Wenn Sie diese Strategie mit relevanten Inhalten verfolgen, sollten Sie darauf achten, eine Mixtur aus Markenname und URL als Linktext zu verwenden.

Es gibt keinen Grund, sich vor Pressemitteilungen zu fürchten. Solange sie richtig strukturiert werden, können sie sogar zu Ihren wichtigsten Tools für wertvolle Links gehören. Denken Sie einfach daran, dass Sie Ihre Texte für Menschen verfassen und nicht nur für Suchmaschinen.

... Und hallo White-Hat-Linkbuilding!

White-Hat-Linkbuilding-Strategien sind Ihre Verbündeten. Im Gegensatz zu Black-Hat-Strategien sind sie mit sehr geringem Risiko verbunden und richten sich normalerweise nach den Webmaster-Richtlinien, die von den Suchmaschinen vorgegeben werden. Anders gesagt: Diese Strategien können Sie mit gutem Gewissen verfolgen, ohne, dass Sie Probleme mit Google bekommen.

Für maximalen Erfolg mit diesen Strategien, sollten Sie sich darauf konzentrieren, originelle und frische Inhalte zu erstellen, die Ihre Community inspirieren. Sie sollten außerdem eine Strategie für die Verbreitung dieser Inhalte entwerfen und herausfinden, über welche Kanäle Sie Ihre Reichweite am besten steigern können.

Zu White-Hat-Strategien zählen:

1. Bestehende Beziehungen

Am besten (und am einfachsten) bauen Sie Links auf, indem Sie Ihre bestehenden Beziehungen nutzen.Wenn Sie beispielsweise eine Liste an Partnern haben, die möglicherweise dazu bereit wären, auf Ihre Website zu verlinken – fragen Sie einfach nach.

Sie brauchen Ideen? Hier ist eine kleine Übersicht von Beziehungen, die Ihnen weiterhelfen könnten:

  • Anbieter
  • Partner
  • Kunden
  • Lieferanten
  • Gemeinnützige Organisationen
  • Messen und Konferenzen
  • Leute, die Ihre Marke erwähnen

Es ist wichtig, dass Sie sehr direkt und ehrlich bei dieser Art von Ansprache sind. Erklären Sie genau, was Sie möchten und was für Ihren Kontakt dabei herausspringt. So haben Sie weitaus bessere Chancen auf eine positive Antwort.

2. Gästebloggen im kleinen Stil

Obwohl Gästebloggen eine absolut legitime Art des Linkbuilding ist, sollten Sie nicht alles darauf setzen. Wenn Sie einen Beitrag für andere Blogs schreiben, sollten Sie stets hochwertigen Content erstellen und nicht einfach irgendetwas aufs Papier schmieren (im übertragenem Sinne), nur um einen Link zu ergattern. Lesen Sie die folgenden Richtlinien bevor Sie loslegen, damit Ihr Gästeblog zum Erfolg wird:

  • Ist die Website hochrangig? Das können Sie herausfinden, indem Sie das Backlink-Profil einer Website prüfen. Hier können Sie sehen, ob die Website ethische Methoden verwendet und kein Risiko für Suchmaschinen-Strafen besteht.
  • Wer ist das Zielpublikum? Stellen Sie sicher, dass dies für Ihre Branche relevant ist.
  • Ist die Quelle seriös? Schauen Sie sich die Inhalte genau an und prüfen Sie, ob alle Informationen hinreichend unterstützt und auf dem neusten Stand sind.
  • Hat die Website eine starke Social Community? Schauen Sie sich die Social Media-Follower und Shares an, um herauszufinden, ob die Website beliebt ist.

Auch hier gilt: Übertreiben Sie diese Strategie nicht, aber lassen Sie sie auch nicht außer Acht. Als Faustregel sollten Sie sich darauf konzentrieren, zwei überzeugende, klar strukturierte Artikel zu schreiben und dann wieder zu einer anderen SEO-Strategie zu wechseln. Sie können jederzeit wieder auf das Gästebloggen zurückkommen, wenn sich diese Methode als besonders wirksam erweist.

3. Content erstellen, zu dem man gern verlinkt

Diese Methode erscheint vielleicht offensichtlich, wird aber häufig übersehen.

Es ist ganz einfach: Wenn Sie hochwertige Links aufbauen möchten, müssen Sie hochwertige Inhalte schaffen, die andere auch gern weiterempfehlen. Das kann entweder ein toller Blog-Beitrag, eine Infografik, interaktiver Content, eine Umfrage oder ein hilfreicher Leitfaden sein.

Sobald diese wertvollen Inhalte erstellt sind, sollten Sie über einen klardefinierten, sinnvollen Plan zur Verbreitung nachdenken. Das bedeutet: Die Inhalte sollten nicht nur auf Ihrer Website verfügbar sein, sondern auch in Ihre Social Media-Strategie miteinbezogen werden und auf den Plattformen verbreitet werden, auf denen sich Ihr Zielpublikum tummelt.

Der heilige Gral am Ende dieses Aufwands: Andere Benutzer stoßen auf Ihre Inhalte finden sie so hilfreich, dass sie sich dazu entscheiden, sie zu teilen und auf Sie als die kreative Quelle verweisen.

Checkliste

Bevor Sie sich an die Arbeit machen – hier noch einmal eine Übersicht der drei wichtigsten Punkte:

  1. Wenn Sie Backlinks für Ihre Website aufbauen, vermeiden Sie jegliche Black-Hat-Methoden. Beschränken Sie sich auf White-Hat-Techniken.
  2. Relevante und hochwertige Inhalte werden Ihnen letztendlich auch hochwertige Links bescheren.
  3. Werden Sie ruhig ein bisschen kreativ beim Erstellen von Content. Wenn Sie verschiedene Methoden ausprobieren, finden Sie schneller heraus, was gut funktioniert und was nicht.

Linkbuilding kann Ihre Website in den Rankings nach oben katapultieren. Aber nur, wenn Sie es überlegt angehen und durch die richtigen Taktiken Bestrafungen durch Suchmaschinen vermeiden.

Sie brauchen noch mehr Ideen? Hier finden Sie 4 weitere kreative Linkbuilding Ideen, die Sie ausprobieren können.

Ursprünglich veröffentlicht am 2. Juni 2015, aktualisiert am 28. November 2018

Themen:

Link Building