Wenn Sie eine tolle Geschäftsidee haben, möchten Sie bestimmt direkt loslegen und sie umsetzen. Aber ist diese Idee wettbewerbsfähig und wirtschaftlich sinnvoll? Um diese Frage zu beantworten, sollten Sie eine Rentabilitätsvorschau erstellen.

Diese zeigt Ihnen übersichtlich auf, welche Kosten mit Ihrer Geschäftsidee einhergehen und welche Umsätze Sie erwarten dürfen. Nur wenn Ihr Konzept mittelfristig rentabel ist und Gewinne abwirft, lohnt es sich, Zeit, Energie und Ressourcen in Ihr Geschäft zu investieren.

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So profitieren Sie von einer Rentabilitätsvorschau

Mit einem Umsatzplan und einer Rentabilitätsvorschau können Sie die Rentabilität Ihrer Geschäftsidee berechnen. Sie sehen dann auf einen Blick, ob die zu erwartenden Gewinne die privaten und geschäftlichen Kosten decken oder sogar darüber hinausgehen. Auf diese Weise prüfen Sie die Wirtschaftlichkeit Ihres Unternehmens und können einschätzen, ob Sie Zeit und Ressourcen in das jeweilige Projekt investieren sollten.

Des Weiteren dient die Rentabilitätsvorschau dem Aufzeigen von Möglichkeiten. Das ist beispielsweise dann erforderlich, wenn Sie auf einen Gründungszuschuss oder Investitionen durch Geldgeber beziehungsweise Geldgeberinnen angewiesen sind.

In Kombination mit einem Kapitalbedarfsplan, einer Umsatzplanung und einem Liquiditätsplan zeigen Sie auf, wie das Verhältnis zwischen Kosten und zu erwartenden Gewinnen ist. Über die Umsatzplanung für das erste Jahr und die beiden Folgejahre veranschaulichen Sie, dass sich eine Investition lohnt, weil Umsatz und Gewinn die Kosten deutlich übersteigen. Gerade für eine Existenzgründung ist eine Rentabilitätsvorschau daher unverzichtbar.

Eine Rentabilitätsvorschau erstellen

Bevor Sie eine Rentabilitätsvorschau erstellen können, müssen Sie zunächst die hierfür notwendigen Daten und Informationen zur Verfügung haben. Darum ist es erforderlich, einzelne Pläne wie einen Finanzplan zu erstellen, die beispielsweise über die Ausgaben, den Kapitalbedarf oder die Investitionen informieren.

Umsatz- und Kostenpläne

Eine Umsatzplanung und ein Kostenplan stellen die zu erwartenden Einnahmen den Kosten gegenüber. Um solche Pläne erstellen zu können, sollten Sie Kostenvoranschläge bei verschiedenen Dienstleistern einholen. Auf diese Weise wissen Sie, welche Kosten auf Sie zukommen und wie viel Geld sie zunächst in Ihr Unternehmen stecken müssen, bevor Sie Umsätze erzielen.

Beim Umsatzplan orientieren Sie sich an den marktüblichen Preisen und setzen diese für die von Ihnen erwarteten Aufträge an. Um möglichst auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie die Umsätze tendenziell niedriger und die Kosten eher höher ansetzen.

Liquiditätsplan

Liquidität, also die Zahlungsfähigkeit, ist für jedes Unternehmen im Namen einer seriösen Finanzplanung unverzichtbar. Um eine Rentabilitätsvorschau erstellen zu können, müssen Sie daher die zu erwartenden Einzahlungen und Auszahlungen einander gegenüberstellen. So sehen Sie, ob Sie immer genügend Kapital zur Verfügung haben, um alle Ausgaben stemmen zu können.

Kapitalbedarfsplan

Um eine Existenzgründung seriös durchführen zu können, müssen Sie wissen, wie viel Geld Sie für welche Dinge benötigen. Um sich hier einen Überblick zu verschaffen, ist ein Kapitalbedarfsplan erforderlich. Dieser ist zudem eine gute Hilfe, wenn Sie bei behördlichen Stellen oder Banken Zuschüsse und Kredite für Ihre Ausgaben beantragen wollen.

Investitionsplan

Der Investitionsplan ist im Unterschied zum Kapitalbedarfsplan lediglich bei der Existenzgründung entscheidend. Er gibt Auskunft darüber, wie viele Investitionen Sie in Ihr Unternehmen stecken müssen, damit dieses in der Anlaufphase erfolgreich wirtschaften und Umsätze erzielen kann.

Markt- und Wettbewerbsanalysen

Markt- und Wettbewerbsanalysen sind wichtig, damit Sie einschätzen können, ob Ihre Geschäftsidee konkurrenzfähig ist. Hierfür ist es erforderlich, die Qualität der einzelnen Produkte und Dienstleistungen den Services anderer Anbieter gegenüberzustellen. Außerdem muss eine Preiskalkulation erfolgen, um zu prüfen, ob Ihre Angebote marktüblichen Preisen entsprechen oder deutlich teurer oder billiger sind.

So berechnen Sie die Rentabilität Ihres Unternehmens

Wenn Sie alle notwendigen Informationen gesammelt und Pläne erstellt haben, können Sie damit beginnen, die Rentabilitätsvorschau beziehungsweise einen Rentabilitätsplan zu erstellen und die Rentabilität ihres Betriebes zu berechnen.

Hierfür stellen Sie die Umsätze und Kosten im ersten Jahr sowie diejenigen des zweiten und dritten Geschäftsjahres einander tabellarisch gegenüber. Passen Sie die entsprechenden Kosten und Umsätze an, da mit der Zeit immer mehr Aufträge eingehen, die höhere Kosten verursachen und größere Gewinne einbringen.

Bedenken Sie immer, dass der Rentabilitätsplan und die Ertragsvorschau Ihnen dabei helfen, den Überblick über Ihre Finanzen zu behalten und einzuschätzen, ob sich die Ist-Werte Ihrer Arbeit stark von den Soll-Werten unterscheiden.

Gleichzeitig vermitteln Sie Banken und den Versicherungen einen guten Eindruck von Ihrer Arbeit. Entsprechend ist es wichtig, dass Sie möglichst genau arbeiten und keine Fehler in Bezug auf den Wareneinsatz, den Rohgewinn, die Aufwendungen und die Betriebsausgaben machen.

Übrigens: Für die Rentabilitätsvorschau finden Sie im Internet verschiedene Vorlagen. Sie kann in etwa so aussehen:Rentabilitätsvorschau Vorlage

Quelle: Gründerlexikon

Investieren Sie Zeit und Ressourcen in eine möglichst genaue Rentabilitätsvorschau

Für Gründer und Gründerinnen ist es unverzichtbar, eine umfassende und präzise Rentabilitätsplanung durchzuführen. Nur so haben Sie die Möglichkeit, Investoren und Investorinnen von Ihrer Geschäftsidee zu überzeugen und notwendiges Kapital für Ihr Unternehmen zu generieren. Gleichzeitig können Sie mit der Rentabilitätsvorschau einschätzen, ob sich Ihr Unternehmen in die richtige Richtung entwickelt.

Achten Sie bei der Erstellung der Rentabilitätsvorschau darauf, dass diese auch im Gründungsjahr möglichst keinen Verlust ausweist und dass sich die Rentabilität im Laufe der Zeit steigert. Verluste nehmen Behörden sowie Investoren und Investorinnen oft negativ auf, wodurch es schwieriger wird, notwendige Gelder zu generieren.

Gleichzeitig sollten Sie die Gewinne nicht zu hoch veranschlagen, da von diesen die Höhe des Krankenversicherungsbeitrags abhängt. Arbeiten Sie daher möglichst präzise und bleiben Sie unterhalb des Mindestbeitrags Ihrer Krankenkasse.

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Titelbild: Prostock-Studio / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 5. Oktober 2021, aktualisiert am Oktober 05 2021

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