So schreiben Sie einen Blogbeitrag in Zeiten von KI: Aufbau und Tipps

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Timo Zingsheim
Timo Zingsheim

Aktualisiert:

Person schreibt einen Blogbeitrag mit der Hand vor

Das Wichtigste in Kürze

Bloggen ist heute Pflichtprogramm für jedes Unternehmen – für Sichtbarkeit in Google, KI-Suchen und Social Media. Mit der richtigen Struktur, echtem Mehrwert und ein paar SEO-Grundlagen schreibt jede:r einen Blogartikel, der gelesen wird.

  • Ohne Blog keine Sichtbarkeit: Wer nicht bloggt, wird weder von Google noch von ChatGPT oder Gemini gefunden – und hat kein Material für Social Media.
  • Struktur schlägt Länge: Ein guter Blogbeitrag braucht eine klare Gliederung, visuelle Elemente und direkte Antworten auf Nutzerfragen – nicht zwingend 3.000 Wörter.
  • EEAT ist der Schlüssel: KI und Google bevorzugen Inhalte mit persönlicher Erfahrung und Expertise. Schreiben Sie nicht nur über ein Thema, sondern auch darüber, wie Sie es erlebt haben.
  • KI als Assistent, nicht als Autor:in: Nutzen Sie KI-Tools bei Recherche und Gliederung, aber liefern Sie den menschlichen Feinschliff – ungeprüfte KI-Texte halluzinieren und haben keinen AEO-Mehrwert.

Lesezeit: 12 Minuten

Die Wissenschaftler Bower und Clark haben schon 1969 herausgefunden: Fakten bleiben als Geschichten verpackt sechs- bis siebenmal besser im Gedächtnis haften. Wenn Sie also Themen rund um Ihr Unternehmen präsentieren möchten – ob zur Generierung von Leads via SEO und AEO oder „nur“, um News zu teilen –, dann erzählen Sie eine Geschichte.

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Am besten funktioniert das aus meiner Sicht, indem Sie einen Blogartikel schreiben. Bloggen ist für den Erfolg Ihres Marketings unerlässlich geworden: Ohne Blogbeiträge wird Ihre Website weder bei Google gefunden noch von ChatGPT, Gemini & Co. zitiert, Sie haben kein Material für Social Media und verlieren an Einfluss bei Leads und Kundschaft. Und: Sie haben natürlich auch weniger Seiten, auf denen Sie die für die Lead-Generierung so wichtigen Call-to-Actions (CTAs) unterbringen können.

In diesem Artikel zeige ich Ihnen, dass die Angst vor eigenen Artikeln völlig unbegründet ist, und verrate Ihnen Tipps, mit denen Sie den perfekten Blogbeitrag schreiben.

Was ist ein Blogbeitrag?

Ein klassischer Blogbeitrag ist ein Artikel, der auf einer Website (dem sogenannten Blog) veröffentlicht wird. Heute ähneln Blogbeiträge zunehmend Online-Magazinen. Charakteristisch für Blogartikel ist, dass Autor:innen den Text selbst schreiben. Neben recherchierten Inhalten geben Verfasser:innen häufig auch Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen zum jeweiligen Thema.

Wie sehen Struktur und Aufbau eines Blogartikels aus?

Der Aufbau eines gut geschriebenen Blogbeitrags zeichnet sich vor allem durch eine eingängige Struktur aus. Auf eine prägnante Einleitung folgt ein mit Infografiken, Bildern, Aufzählungen, Zitaten und einzigartigen Informationen aufgelockerter Hauptteil. Textwüsten sind nicht besonders ansprechend und schrecken Leser:innen eher ab, als sie anzuziehen. Der perfekte Blogartikel schließt meiner Erfahrung nach mit einer kurzen Zusammenfassung und einem Call-to-Action ab – das können Learnings, Handlungsempfehlungen oder weitere Anregungen sein.

Um Ihrem Blogbeitrag einen organisierten Aufbau zu verleihen, halten Sie sich an das folgende Framework:

  • Überschrift: Ein kurzer, prägnanter Titel (H1), der das Hauptthema identifiziert.

  • Einleitung: Eine knackige Einleitung, die die Aufmerksamkeit der Leserschaft erregt.

  • Zusammenfassung: Ein „TL;DR“-Teil (too long; didn’t read), der die wichtigsten Informationen für Schnellleser:innen zusammenfasst.

  • Hauptteil: Der tatsächliche Inhalt sollte mit Zwischenüberschriften, Absätzen, Aufzählungen oder Tabellen veranschaulicht werden. Nutzen Sie H2- bis H6-Überschriften, um den Hauptteil sinnvoll zu gliedern – Zwischenüberschriften helfen Ihnen als Verfasser:in genauso wie der Leserschaft.

  • Visuelle Elemente: Bauen Sie Bilder, Infografiken, Videos oder andere visuelle Elemente ein, um den Textinhalt zu veranschaulichen.

  • Fazit: Ein Resümee, das den Inhalt des Blogbeitrags kurz und knapp zusammenfasst.

  • CTA: Eine Handlungsaufforderung am Ende des Blogbeitrags, die zu anderen Blogbeiträgen oder weiterführendem Content leitet.

Unser Ansatz bei HubSpot

Bei HubSpot befragen wir für jeden Blogartikel verschiedene interne Expert:innen zum behandelten Thema. Das kreiert vor allem in Zeiten von austauschbarem KI-Content einzigartige Informationen, die es so nirgends zu lesen gibt. So hebt sich Ihr Blogbeitrag von der grauen KI-Masse ab.

Wie lang sollte ein Blogbeitrag sein?

Die Länge eines Blogbeitrags hängt davon ab, welches Ziel der Artikel verfolgt. Längere Blogartikel, die viele Informationen vermitteln, sind in der Regel zwischen 1000 und 3000 Wörter lang. Ein weiterer Vorteil langer Blogbeiträge ist, dass sie ein gutes Ranking erzielen können.

Kurze Blogbeiträge (auch: Snackable Content) umfassen hingegen 200 bis 600 Wörter. Solche Artikel lassen sich in einer höheren Frequenz veröffentlichen und liefern Leser:innen schnell und prägnant die wichtigsten Informationen zum jeweiligen Thema.

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Anleitung und neun Tipps: Wie schreibe ich den perfekten Blogbeitrag?

Genug zur Theorie: Jetzt geht es ans Schreiben Ihres ersten Blogbeitrags. Aus meiner Sicht ist es wichtig zu verstehen: Informationen stehen zwar nach wie vor im Mittelpunkt des perfekten Blogbeitrags, doch persönliche Erfahrungen und Expertise werden zunehmend wichtiger (EEAT-Konzept). Sie sollten also nicht nur über etwas schreiben, sondern auch darüber, wie Sie es erlebt haben. Nur dann haben Sie auch gute Chancen, in KI-Antworten zitiert zu werden.

Nachfolgend habe ich Ihnen die neun wichtigsten Tipps und Schritte zusammengefasst, die Sie benötigen, um auf Ihrem Blog spannende Artikel zu veröffentlichen:

  1. Berücksichtigen Sie Ihre Zielgruppe

  2. Fangen Sie mit einem Thema und einem provisorischen Titel an

  3. Schreiben Sie eine fesselnde Blogbeitrag-Einleitung

  4. Geben Sie Ihrem Artikel die richtige Struktur

  5. Schreiben Sie mit Mehrwert

  6. Nutzen Sie Bilder, Infografiken und eine ansprechende Formatierung

  7. Fügen Sie am Ende einen Call-to-Action (CTA) hinzu

  8. Optimieren Sie Ihren Beitrag für Suchmaschinen (SEO) und KI (AEO)

  9. Wählen Sie einen prägnanten Titel

1. Berücksichtigen Sie Ihre Zielgruppe

Bevor Sie grundlegend einen Blog erstellen, sollten Sie Ihre Zielgruppe klar vor Augen haben:

  • Worüber will Ihr Publikum informiert werden?

  • Welche Probleme hat Ihre Zielgruppe?

  • Welche Inhalte kommen gut an?

Hier empfehle ich Ihnen, Buyer Personas zu erstellen. Überlegen Sie, welche Informationen Ihnen zu Ihren Buyer Personas und deren Interessen vorliegen, und berücksichtigen Sie dies bei der Wahl des Themas für Ihren Blogbeitrag.

Wenn Ihre Leserschaft beispielsweise aus jungen Personen besteht, die ihr eigenes Unternehmen gründen wollen, müssen Sie ihnen nicht erst den Umgang mit Social Media beibringen – das werden die meisten von ihnen bereits perfekt beherrschen. Allerdings könnten Sie in diesem Fall darüber schreiben, wie Unternehmen Social Media richtig anwenden.

Ihr Beitrag könnte anhand von realen Praxisbeispielen und basierend auf Ihren persönlichen Erfahrungen erläutern, wie Firmen Social Media fürs Networking nutzen können und wie sie sich darstellen sollten, um nicht zu locker, sondern professionell zu wirken. Mit dieser kleinen Änderung bewegen Sie sich weg von generischen KI-Blogbeiträgen, hin zu dem, was Ihre Zielgruppe wirklich lesen will (und sollte) und auch im Sinne der AEO (Answer Engine Optimization) ist.

2. Fangen Sie mit einem Thema und einem provisorischen Titel an

Bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, müssen Sie zunächst ein passendes Thema für Ihren Blogbeitrag auswählen. Für den Anfang kann das Thema allgemein gehalten werden. Wenn Sie beispielsweise Klempner sind, könnten Sie einen Beitrag über tropfende Wasserhähne verfassen. Überlegen Sie sich dann einige Variationen des Titels oder verschiedene Herangehensweisen, um das Thema besser eingrenzen zu können.

Vielleicht beschränken Sie sich auf Werkzeuge für die Reparatur von tropfenden Wasserhähnen oder häufige Ursachen dafür. Ein provisorischer Titel ist konkret und dient Ihnen während des Schreibens als roter Faden.

Auch wenn der provisorische Titel zunächst ganz anders lautet als der endgültige (dazu gleich mehr), liefert er dennoch genügend Informationen und ermöglicht es Ihnen, sich in Ihrem Blogbeitrag auf das Wesentliche zu konzentrieren.

„Suchmaschinen und KI-Systeme lieben Fragen. Überlegen Sie sich also, was Ihre Zielgruppe zum Thema fragen könnte – über Googles KI-Suche oder den Sprachassistenten von ChatGPT etwa. Bauen Sie diese Fragen (und Antworten) in Ihren Blogartikel ein. Tools wie AlsoAsked oder AnswerThePublic helfen ebenfalls.“

3. Schreiben Sie eine fesselnde Blogbeitrag-Einleitung

Erregen Sie zunächst die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe. Wenn Leser:innen nach den ersten Abschnitten – oder sogar nach den ersten Sätzen – das Interesse verlieren, werden sie dem restlichen Artikel keine Chance mehr geben. Sie können das Interesse Ihrer Leserschaft auf ganz verschiedene Weise wecken: Versuchen Sie es mit einem Witz oder einer einfühlsamen Geschichte, einer interessanten Tatsache oder einer überraschenden Statistik, wie ich es bei diesem Blogartikel gemacht habe.

Beschreiben Sie anschließend, worum es in Ihrem Blogartikel geht und was die Leser:innen lernen oder erfahren können. Das gibt der Leserschaft einen Grund weiterzulesen, und stellt gleichzeitig heraus, inwiefern der Beitrag einen Mehrwert für sie bietet.

4. Geben Sie Ihrem Artikel die richtige Struktur

Manchmal ist die Menge an Informationen in einem Blogbeitrag einfach überwältigend. Gestalten Sie Ihre Inhalte deshalb am besten so, dass Ihre Leserschaft nicht von der Länge des Beitrags abgeschreckt wird. Sie können Ihre Inhalte auf verschiedene Art und Weise strukturieren: Verwenden Sie Abschnitte, Tipps oder Aufzählungen.

Drei gängige Arten von Blogbeiträgen sind:

  • Listicles (Listen-Beiträge)

  • Guides (Schritt-für-Schritt-Anleitung)

  • Wikis (erweiterte Definition)

Versuchen Sie zudem, Inhalte unter einer Überschrift oder Frage so aufzubauen, dass der erste Absatz alleinstehend direkt die Intention der Überschrift bzw. Frage beantwortet. Dieses Konzept wird Chunking genannt. Werden Sie erst danach kleinteiliger.

Damit schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen wird Ihr Text lesbarer, falls jemand ihn aufruft. Zum anderen steigern klare Strukturen Ihre Chancen, in KI-Antworten zitiert zu werden. Da sich 80 Prozent der Suchenden bei 40 Prozent aller Anfragen auf die KI-Antworten verlassen, ist das aus AEO-Sicht immens wichtig.

5. Schreiben Sie mit Mehrwert

Der nächste Schritt – aber noch nicht der letzte – ist das eigentliche Verfassen des Blogbeitrags. Schreiben Sie frei oder mit Unterstützung der KI, etwa mit dem Content Agent unserer KI Breeze, über ein Thema, mit dem Sie sich auskennen. Führen Sie bei Bedarf weitere Recherchen durch.

Screenshot des HubSpot Breeze Content Agent

Quelle: Screenshot HubSpot

Je mehr Informationen, Beispiele und Daten Sie haben, desto überzeugender wird Ihr Beitrag. Denken Sie bei externen Quellen außerdem an korrekte Quellenangaben.

Das Wichtigste beim Verfassen des Artikels ist, dass er den Leser:innen dabei hilft, ein Problem zu lösen. Wenn der Inhalt des Blogbeitrags keinen Mehrwert bietet oder den Wissensdurst der Leserschaft nicht stillt, wird er nicht gelesen.

6. Nutzen Sie Bilder, Infografiken und eine ansprechende Formatierung

Sie sind noch nicht ganz fertig, aber Sie haben es fast geschafft! Das Editieren ist ein wichtiger Bestandteil des Bloggens, der nicht zu kurz kommen sollte. Finden Sie Kolleg:innen, die Grammatik gut beherrschen und das Korrekturlesen Ihres Beitrags übernehmen können – oder nutzen Sie KI-Tools dafür. Außerdem sollten Sie die folgenden Layout-Optionen beachten, um das Maximum aus Ihrem Blogartikel zu schöpfen.

Bildmaterial

Vergewissern Sie sich, dass Sie ein optisch ansprechendes und für Ihren Beitrag relevantes Bild ausgewählt haben. Da Inhalte mit Bildern auf Social-Media-Plattformen eher auffallen, spielen Bilder heutzutage eine sehr große Rolle für den Erfolg Ihres Blogbeitrags. Vergeben Sie Ihren Bildern außerdem Alt-Tags, um sie für Suchmaschinen zu optimieren.

Mein Tipp: Erstellen Sie pro Beitrag mindestens eine sinnvolle Infografik. Das ist einzigartiger Content mit Mehrwert, der Ihrem Suchmaschinenranking hilft. Meine Kollegin Romana Handlova zeigt in unserem Video, welche Tools dabei helfen:

 

Optische Darstellung

Nicht nur Bilder werten einen Beitrag optisch auf – auch die Formatierung und Strukturierung des Beitrags sind hier von Bedeutung.

Ein gut formatierter und optisch ansprechender Beitrag zeichnet sich dadurch aus, dass er mit Überschriften und Zwischenüberschriften arbeitet, um lange Textabschnitte aufzuteilen. Die Überschriften sollten zudem einen einheitlichen Stil aufweisen.

Screenshots sollten immer einen ähnlichen, klar definierten Rahmen haben, damit sie gut in den Beitrag passen. Der Stil sollte von Beitrag zu Beitrag gleich bleiben. Ein einheitlicher Stil trägt zur Professionalität Ihrer Inhalte und Ihrer Marke bei und schont zudem die Augen der Leserschaft.

Keywords

Die Unterbringung von primären und sekundären Keywords spielt für die SEO und AEO Ihres Blogbeitrags eine wichtige Rolle. Achten Sie darauf, dass das Haupt-Keyword in der H1, in mindestens einer H2 und mehrmals im Text selbst auftaucht. Um sekundäre Keywords zu integrieren, hilft Ihnen ein WDF*IDF-Tool. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie kein Keyword-Stuffing betreiben, sondern stattdessen auf eine natürliche Integration relevanter Stichworte setzen.

7. Fügen Sie am Ende einen Call-to-Action (CTA) hinzu

Am Ende jedes Blogbeitrags sollten Sie einen CTA hinzufügen. Viele Leute denken, dass ein CTA in erster Linie dem Marketing dient. Ihre Besucher:innen lesen den Blogartikel, klicken auf den CTA und generieren schließlich einen Lead. Aber der CTA kann auch Ihrer Leserschaft nutzen – beispielsweise durch ein spannendes Angebot, weitere relevante Inhalte oder zusätzliche, kostenfreie Content Assets.

Das ist doch eine Win-win-Situation, oder? Die Leserschaft hat die Möglichkeit, sich weiter zu informieren, und Sie generieren einen neuen Lead, aus dem vielleicht sogar irgendwann Kundschaft wird.

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8. Optimieren Sie Ihren Beitrag für Suchmaschinen (SEO) und KI (AEO)

Nachdem der Inhalt feststeht, geht es an den Feinschliff. SEO bedeutet heute nicht mehr nur, Keywords an bestimmten Stellen zu platzieren. Vielmehr geht es darum, Suchmaschinen und KI-Modellen (wie Gemini oder ChatGPT) dabei zu helfen, den Kontext Ihres Artikels zu verstehen.

Schaubild AEO vs SEO

Meta-Title

Die meisten Blogging-Programme nutzen die Überschrift Ihres Beitrags als Meta-Title – dieser ist das wichtigste Element für OnPage-SEO, das Ihnen zur Verfügung steht. Sie sollten jedoch unbedingt auf die Länge des Meta-Titles achten und diesen gegebenenfalls anpassen. Andernfalls wird er in den Suchergebnissen abgeschnitten angezeigt. Versuchen Sie, den Titel auf 55 bis maximal 65 Zeichen zu beschränken und idealerweise das Hauptkeyword unterzubringen.

Meta-Description

Meta-Beschreibungen beeinflussen das Ranking nicht (mehr) direkt, können in der klassischen Google-Suche aber immer noch entscheidend dafür sein, ob jemand auf einen Beitrag klickt oder nicht. Sie bieten Suchenden eine kurze Beschreibung des Beitrags, bevor sie ihn anklicken. Idealerweise beinhalten sie zwischen 150 und 160 Zeichen und enthalten das Hauptkeyword oder ein sekundäres, relevantes Keyword.

Nicht wundern: Google schreibt diese Beschreibung teilweise selbstständig um, wenn sie nicht perfekt zum Suchbegriff passt. Lassen Sie sie trotzdem nicht leer.

Interne Verlinkungen im richtigen Topic Cluster

Interne Verlinkungen sind ein wichtiger Ranking-Faktor. Setzen Sie allerdings nicht wahllos Links, sondern denken Sie in Themenclustern:

  • Verlinken Sie von Ihrem neuen Artikel auf ältere, vertiefende Beiträge und umgekehrt.

  • Nutzen Sie variierende Anchor-Texte (die klickbaren Wörter). Statt immer nur das „harte Keyword“ zu verlinken, nutzen Sie natürliche Phrasen, die den Kontext beschreiben. Das hilft der KI, den semantischen Zusammenhang Ihrer Seite zu verstehen.

Strukturierte Daten

Um Suchmaschinen zu signalisieren, ob es sich bei Ihrem Text um ein Rezept, eine Anleitung oder eine FAQ handelt, sollten Sie Schema Markup nutzen. Viele SEO-Plugins – etwa für WordPress – übernehmen das automatisch.

Besonders wertvoll ist die FAQ-Schema-Box. Wenn Sie Fragen direkt im Code auszeichnen, steigt die Chance, dass Ihre Antwort direkt in den Google-Suchergebnissen oder als Antwort einer Sprachassistenz (Voice Search) ausgespielt wird.

Optimierung für Mobilgeräte

Mittlerweile ist es zudem entscheidend, eine responsive Website zu haben. Die meisten Menschen besuchen Ihren Blog über ein Smartphone oder Tablet, in Deutschland laut aktuellen Daten zwei von drei Nutzer:innen. Daher ist es wichtig, dass Ihre Blogbeiträge an das mobile Nutzungserlebnis angepasst sind. Eine schlechte User Experience wirkt sich außerdem negativ auf Ihr Ranking aus.

9. Wählen Sie einen prägnanten Titel

Zu guter Letzt ist es an der Zeit, Ihrem Titel den letzten Schliff zu geben. Hier ist meine einfache Formel zum Verfassen prägnanter Titel, die die Aufmerksamkeit Ihrer Leserschaft erregen. Das gilt es zu beachten:

  1. Beginnen Sie mit einem provisorischen Titel. Ich nutze gerne ChatGPT & Co., um verschiedene Varianten zu erstellen. Sie können etwa Prompts wie „Erstelle 10 Titel-Varianten für diesen Text, die neugierig machen, das Hauptproblem ansprechen und nicht nach Clickbait klingen“ für Ideen und später kreatives Schreiben nutzen.

  2. Behalten Sie bei der Bearbeitung des Titels im Hinterkopf, dass dieser präzise und deutlich bleiben sollte.

  3. Überlegen Sie dann, wie Sie Ihren Titel attraktiver gestalten können – sei es mit einer guten Ausdrucksweise, Alliterationen oder anderen literarischen Mitteln.

  4. Verwenden Sie das Hauptkeyword, um Ihren Titel für SEO zu optimieren.

  5. Schließlich sollten Sie überlegen, wie Sie den Titel kürzen können. Niemand mag lange, überwältigende Titel – und denken Sie daran: Bei mehr als 55 bis 65 Zeichen wird der Titel in den Google-Suchergebnissen abgeschnitten.

Keine Angst vorm eigenen Blogpost

Für viele Unternehmen ist es eine Herausforderung, einen eigenen Blog zu führen. Schreiben ist schließlich nicht jedermanns Sache und manchmal kann die Suche nach der perfekten Formulierung schwierig sein.

Doch die Angst vor dem Bloggen ist vollkommen unbegründet. Mit dem richtigen Tool wie der kostenlosen Blog-Software von HubSpot, der richtigen Anleitung und ein paar hilfreichen Tipps kann jede und jeder Blogbeiträge schreiben, solange die Thematik des Artikels stimmt. Und da Sie bereits Expertise für Ihre Branche haben, hält Sie nichts mehr davon ab, regelmäßig hervorragende Blogposts zu veröffentlichen – und keine Sorge, Sie müssen nicht einmal viel Zeit investieren.

Was macht einen guten Blogartikel aus?

Ein guter Blogartikel bietet Leser:innen einen eindeutigen Mehrwert. Er schafft einen tiefen Einblick zum Thema, verrät Tipps und Tricks und hebt sich von anderen Quellen ab. Origineller Content, der verständlich und lösungsorientiert formuliert ist, zieht die Aufmerksamkeit der Leserschaft auf sich. Aus Autorensicht sollte ein guter Blogartikel außerdem suchmaschinenoptimiert sein, damit er für seine Keywords in den Suchergebnissen rankt.

Damit Ihr Blogartikel ein Erfolg wird, sollten Sie sich die Ziele des Bloggens vor dem Schreiben bewusst machen:

  • Geht es Ihnen um die tiefergehende Information Ihrer Leserschaft zu einem spezifischen Branchenaspekt?

  • Wollen Sie den Artikel nutzen, um Ihre professionelle Ansicht zu einem bestimmten Thema zu formulieren?

  • Möchten Sie Awareness generieren oder eine berührende Geschichte zur Kundenbindung erzählen?

Je klarer Sie Ihr Ziel vor Augen haben, desto leichter wird das Schreiben.

5 Beispiele für gute Blogartikel

Mir begegnen immer wieder Blogartikel, die alle meine Tipps berücksichtigen und mich als Leser in ihren Bann ziehen. Zwar sind die Beiträge niemals statisch und verändern sich laufend, diese fünf jedoch können Sie sich als Best Practice anschauen:

  • Kurzer Artikel mit guter Struktur und Infografik: Bisonapp 

  • How-to-Artikel mit vielen auflockernden Elementen: Ökotest

  • Listicle mit konkreten Tipps und hilfreichen Grafiken: Mitocare

  • AEO-optimierter Artikel: ClickUp

  • Tiefgreifender Beitrag mit vielen Statistiken und Zitaten: DVWG 

Welche Fehler sollten beim Schreiben eines Blogartikels vermieden werden?

Selbst mit den besten Tools und der ausgefeiltesten Anleitung passieren Fehler, die Ihre Leser:innen und Google vergraulen. Meiner Erfahrung nach sind es vor allem drei Fehler, die Sie vermeiden sollten:

  • Fließtext ohne Auflockerung: Nichts schreckt (mobile) Nutzer:innen mehr ab als ellenlange Textblöcke ohne Absätze, Bilder, Aufzählungen und Fettungen. Das Auge muss „scannen“ können.

  • Reine KI-Inhalte: Nutzen Sie KI wie Breeze als Assistenz, aber nicht als Autor:in. Ungeprüfte KI-Texte können halluzinieren (Falschinformationen) und haben keinen für AEO so wichtigen persönlichen Input.

  • Schreiben an der Zielgruppe vorbei: Der schönste und perfekt optimierte Text bringt nichts, wenn er eine Frage beantwortet, die niemand gestellt hat. Ignorieren Sie niemals die Suchintention (Search Intent).

Fazit: Überzeugen Sie die Leserschaft durch Blogartikel mit Mehrwert

Blogartikel erfüllen aus Lesersicht vor allem eins: Sie vermitteln Wissen und helfen bei einem vorhandenen Problem. Für Unternehmen stellen Blogbeiträge, die zu spezifischen Keywords ihrer Branche ranken, jedoch auch einen Lead-Magneten dar. Indem Sie die wichtigsten Punkte beachten, die ich Ihnen vorgestellt habe, kreieren Sie so Content, den gleichermaßen Ihre (potenziellen) Kund:innen wie auch KI-Suchmaschinen wertschätzen.

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Hier sind abschließend meine jeweils fünf wichtigsten Dos and Don'ts für Blogartikel:

Do’s

Don’ts

Persönliche Erfahrungen und Expertenmeinungen einbringen (EEAT)

Reine KI-Texte veröffentlichen ohne menschlichen Feinschliff

Strukturierte Daten nutzen, zudem mit Tabellen, Aufzählungen, Boxen & Co. viel Struktur in den Text bringen

Keyword-Stuffing betreiben

Visuelle Elemente wie Infografiken, Videos und einzigartige Bilder einbauen

Reine Stock-Fotos nutzen

Klare Handlungsaufforderung (CTA), mindestens eine am Ende

Artikel ohne Zusammenfassungen, Fazit und Tipps veröffentlichen

AEO-Grundlagen beachten (zum Beispiel Chunking, Fragen stellen und beantworten, klare Struktur)

Clickbait-Titel verwenden

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Blogbeitrag?
Ein Blogbeitrag ist ein Artikel, der auf einer Website – dem sogenannten Blog – veröffentlicht wird. Charakteristisch ist, dass Autor:innen den Text selbst verfassen und neben recherchierten Fakten häufig auch persönliche Erfahrungen zum jeweiligen Thema einbringen. Heute ähneln viele Unternehmensblogs inhaltlich und optisch Online-Magazinen.
Wie lang sollte ein Blogbeitrag sein?
Die ideale Länge hängt vom Ziel des Artikels ab. Informationsreiche Beiträge, die gut ranken sollen, umfassen in der Regel zwischen 1.000 und 3.000 Wörter. Kürzere Beiträge – sogenannter Snackable Content – liegen bei 200 bis 600 Wörtern und eignen sich für häufigere Veröffentlichungen mit prägnanten Informationen.
Was macht einen guten Blogartikel aus?
Ein guter Blogartikel bietet der Leserschaft einen eindeutigen Mehrwert: Er löst ein Problem, vermittelt Wissen und hebt sich durch originelle Inhalte von anderen Quellen ab. Hinzu kommen eine klare Struktur mit Überschriften und visuellen Elementen, eine suchmaschinenoptimierte Aufbereitung sowie persönliche Erfahrungen und Expertise der Autor:innen – das sogenannte EEAT-Konzept.
Wie optimiere ich einen Blogbeitrag für SEO und KI-Suchen (AEO)?
Für SEO sollten das Hauptkeyword in der H1, mindestens einer H2 und mehrfach im Fließtext vorkommen. Meta-Title (55–65 Zeichen) und Meta-Description (150–160 Zeichen) sollten gepflegt sein. Für die AEO (Answer Engine Optimization) empfiehlt sich das sogenannte Chunking: Jeder Abschnitt beantwortet direkt die Intention seiner Überschrift. Strukturierte Daten
Themen:

Blogging

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