Es gibt zahlreiche kostenlose Werkzeuge, mit denen E-Commerce-Unternehmen für sich werben können. Trotzdem lohnt es sich manchmal, in eine bezahlte Anzeige zu investieren, um mehr Traffic auf Ihre Website zu locken. Das Problem bei der Sache: Andere E-Commerce-Unternehmen und sogar Wettbewerber mit festem Firmensitz verwenden die gleichen Suchbegriffe und Keywords wie Sie. Es reicht also nicht, einfach nur Google-AdWords-Kampagnen zu erstellen – Sie müssen sich vor allem mit fantastischen Kampagnen von der Konkurrenz abheben.

HubSpot und SEMrush haben ein kostenloses AdWords-Kampagnen-Kit entwickelt.  Darin finden Sie alles, um 2018 und darüber hinaus PPC und SEM erfolgreich  einzusetzen – hier klicken und herunterladen.

Wir wollen heute mit den Grundlagen anfangen und diese später noch mit ein paar Profi-Tipps und -Tricks ausschmücken. Keine Sorge, Sie können uns vertrauen – wir machen garantiert einen Experten aus Ihnen! Also, legen wir los.

Richten Sie ein AdWords-Konto ein

Bevor es richtig losgehen kann, müssen Sie zunächst ein AdWords-Konto erstellen. Wenn Sie sich registrieren, müssen Sie auch Ihre Bankdaten angeben, damit Google für jeden Klick bezahlt werden kann – legen Sie sich diese also bereit.

Sobald Sie Ihr Konto erstellt haben und loslegen möchten, klicken Sie auf den Button „Ihre erste Kampagne erstellen“.

Wählen Sie den Kampagnentyp aus

Es empfiehlt sich, zu Beginn die Option „Nur Suchnetzwerk“ zu wählen. Diese Auswahl können Sie jederzeit anpassen, wenn Sie Ihre Kampagne erweitern möchten. Geben Sie Ihrer Kampagne als Nächstes einen Namen, damit Sie die Ergebnisse nachverfolgen können. Am besten legen Sie ein Benennungssystem fest, das Sie auch für zukünftige Anzeigen verwenden können, damit Sie den Überblick behalten.

Legen Sie den Standort fest

Als Online-Shop sind Sie natürlich an keinen bestimmten Standort gebunden. Trotzdem kann es hilfreich sein, zu überlegen, wo der Großteil Ihrer Zielgruppe lebt. Wenn Sie das noch nicht wissen, sollten Sie Ihre Kampagne eventuell zwischenspeichern und sich zunächst noch einmal mit Ihren Buyer-Personas beschäftigen. Warum Geld für Anzeigen verschwenden, die Google-Nutzern im Süden des Landes angezeigt werden, wenn der Großteil Ihrer Kunden im Norden lebt?

Sie können natürlich auch andere Länder erreichen, wenn Ihr E-Commerce-Unternehmen international tätig ist. Stellen Sie aber vorher sicher, dass Sie für Anfragen von allen Käufern gewappnet sind, die Sie aufgrund Ihrer Anzeigen finden könnten. Auch hier kann es passieren, dass Sie Geld in den Sand setzen, wenn Sie Besucher anlocken, an die Sie nicht verkaufen können. 

Bestimmen Sie Ihr Budget

Dieser Schritt ist besonders wichtig. Sie sollten natürlich genügend Geld investieren, um eine lohnenswerte Anzeige zu schalten – aber Sie sollten dafür keine Bank ausrauben müssen. Sie können Gebote für Klicks auch manuell festlegen, um das Budget für Ihre Kampagne besser zu kontrollieren. Das bedeutet, dass Ihre Werbeanzeige nicht mehr angezeigt wird, wenn Ihr Budget aufgebraucht ist. So vermeiden Sie das Risiko, später eine Rechnung in schwindelnder Höhe in Ihrem Postfach zu finden.

Wenn Sie den Dreh raus haben, können Sie Ihre Einstellungen später auch auf „Automatisch“ umstellen oder sich für einen Kreditrahmen von Google bewerben. Diese Optionen empfehlen wir allerdings nur erfahrenen Nutzern – denn bezahlte Klicks können auch schnell mal Ihr Bankkonto leerräumen.

Verfassen Sie Ihre Werbeanzeige

Dies ist der wichtigste Schritt auf dem Weg zum AdWords-Experten. Der Text, den Sie für Ihre Kampagne verwenden, soll potenzielle Kunden dazu bewegen, auf Ihre Anzeige zu klicken. Selbstverständlich wollen Sie so viele Leute wie möglich anziehen. Aber Sie wollen auch, dass diese Leute etwas kaufen. Wenn sie nichts kaufen, zahlen Sie trotzdem für den Klick. Zunächst sollten Sie sich also eine tolle Überschrift überlegen, die Suchbegriffe enthält, auf die Ihre Nischenzielgruppe anspringt. Ihnen stehen dafür nur 25 Zeichen zur Verfügung, also benutzen Sie bloß keine Füllwörter. Jedes Wort zählt! Vielleicht müssen Sie auch ein paar Abkürzungen verwenden oder nach kürzeren Synonymen suchen.

Die zweite und dritte Zeile dürfen Sie dann mit 35 Zeichen füllen. Nutzen Sie die zweite Zeile, um die Vorzüge Ihres Angebots hervorzuheben. Wie wird das Produkt die Probleme Ihrer Kunden lösen? In der dritten Zeile können Sie auf eine bestimmte Funktion aufmerksam machen. Wenn Ihre AdWords-Anzeige bei Ihrer Zielgruppe nicht ankommt, empfiehlt es sich, den Text der Anzeige anzupassen.

Legen Sie die angezeigte URL fest

Es ist wichtig, den Unterschied zwischen den verschiedenen URLs, die Sie für Ihre Anzeige verwenden, zu kennen. Die angezeigte URL soll Ihrer Zielgruppe in Erinnerung bleiben. Dabei handelt es sich um die Homepage Ihrer Website, die Adresse, die Leute in den Browser eintippen – es sei denn, sie finden über eine Anzeige auf Ihre Website. Diese URL sollten Sie anzeigen.

Fügen Sie Ihre Ziel-URL hinzu

Eine PPC-Anzeige sollte niemals direkt auf Ihre Homepage führen. Dafür sollten Sie eine Landing-Page einrichten, auf der die in der AdWords-Anzeige erwähnten Produkte kurz vorgestellt werden. Wenn Besucher direkt auf Ihrer Homepage landen, müssen sie sich selbst zu den Produkten durchklicken, die sie interessieren – meist ist ihnen das zu mühsam. Deshalb ist es wichtig, dass Sie den Unterschied zwischen der angezeigten URL und der Ziel-URL verstehen und die beiden nicht verwechseln.

Fügen Sie Keywords hinzu

Bedenken Sie immer, dass Sie mit vielen anderen Unternehmen um die gleiche Zielgruppe wetteifern. Nehmen Sie sich daher ein bisschen Zeit, um sich ein Keyword zu überlegen, das Leute erreicht, die zum Kauf bereit sind. Anstelle von „Luxus-Schuhe“ können Sie in Ihrer PPC-Anzeige beispielsweise das Keyword „rote Absatzschuhe aus Leder“ verwenden. Dadurch könnten Ihnen natürlich einige Leute durchs Netz gehen, die einfach nach Luxus-Schuhen suchen wollen. Dafür fangen Sie aber die ab, die sich schon für ein genaues Modell entschieden haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass solche Besucher bei Ihnen zuschlagen, erhöht sich noch, wenn Ihre Anzeige direkt auf eine Landing-Page mit roten Absatzschuhen aus Leder führt. Das sind bezahlte Klicks, die sich wirklich bezahlt machen!

Sie können auch negative Keywords verwenden, um kein Geld für unnötige Klicks zu verschwenden. Negative Keywords vermitteln AdWords, wofür Ihre Anzeige nicht angezeigt werden soll. Sie können also Keywords verwenden wie „rote Absatzschuhe aus Leder, nicht Stilettos“. 

Legen Sie Gebote für Klicks fest

Zum Schluss müssen Sie Google noch mitteilen, wie viel Sie für Ihre Klicks ausgeben möchten. Vergessen Sie nicht, dass es dabei um Ihre Sichtbarkeit geht. Wer bereit ist, mehr für Klicks auszugeben, erscheint auch öfter in Suchergebnissen. Um Geld zu verdienen, müssen Sie erst einmal etwas Geld investieren. Das gilt vor allem für das „Pay per Click“-System. Solange Sie Ihr Budget manuell kontrollieren, können Sie solange Klicks einheimsen, bis Ihr Guthaben aufgebraucht ist. Stocken Sie Ihr Budget einfach wieder auf, wenn Sie Ihre Kampagne erneut starten möchten.

Prüfen, prüfen, prüfen

Es schadet nie, Ihre Anzeige noch einmal genau zu überprüfen, bevor Sie diese ins Netz stellen. Stimmt die Rechtschreibung? Wenn eines Ihrer Keywords einen Rechtschreibfehler enthält, werden Sie für dieses Keyword nicht gefunden. Haben Sie überprüft, ob Sie das Budget auch wirklich manuell kontrollieren? Falls nicht, könnte schon morgen gähnende Leere auf Ihrem Konto herrschen. Wenn Sie sich wirklich sicher sind, dass alles stimmt, atmen Sie noch einmal tief durch und veröffentlichen Sie Ihre Kampagne.

Auch nachdem Sie Ihre Anzeige veröffentlicht haben, sollten Sie regelmäßig A/B-Tests für die Ergebnisse durchführen. Ändern Sie ab und zu Ihre Überschriften, stellen Sie neue Funktionen Ihres Produkts vor oder betonen Sie andere Vorteile Ihres Angebots. Und vergessen Sie nicht, die Konversionsrate für jede Anzeige genau zu beobachten. Auf die eine oder andere Weise können Sie Ihre Anzeige garantiert noch verbessern, um künftig noch mehr aus Google AdWords herauszuholen.

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Ursprünglich veröffentlicht am 17. Mai 2016, aktualisiert am Dezember 22 2017

Themen:

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