Podcasts in einer App abonnieren, herunterladen und anhören: All diese Funktionen vereint die Google Podcast-Anwendung. Doch auch für Produzenten ist der Service vielversprechend – Reichweite und wichtige Analysedaten sind mit dem Podcast-Manager in wenigen Klicks einsehbar.

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Funktionen Google Podcast umfasst und wie Sie dafür sorgen können, dass Ihr eigener Podcast in der Google-Suchmaschine gelistet wird.

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Google Podcast: Web-Interface, iOS- und Android-App

Die Google Podcast-App wurde 2018 zunächst für Android-Geräte veröffentlicht. Nun dürfen sich jedoch auch iOS-Anwender freuen: Anfang des Jahres erhielt die App eine Überarbeitung und ist seitdem sowohl im Google Play Store sowie im App Store erhältlich. Zusätzlich steht auch eine Web-Anwendung zur Verfügung.

Die Aufteilung des Web-Interface gliedert sich in die Rubriken „Shows entdecken“ und „Abos“. Den Nutzern wird somit eine Übersicht über ihre abonnierten Kanäle sowie Vorschläge für neue Podcasts geboten. Klickt ein Nutzer eine Podcast-Folge an, wird diese direkt im Browser abgespielt.

Die App ist ebenfalls sehr simpel gehalten. Sie umfasst die Bereiche „Home“, „Entdecken“ und „Aktivität“. Unter dem Reiter „Home“ werden alle Podcasts gelistet, die Nutzer abonniert haben. Unter „Entdecken“ schlägt der Algorithmus Podcasts aus unterschiedlichen Themenbereichen vor.

Die Kategorien reichen von Nachrichten über Kultur und Bildung bis hin zu Gesundheit und Fitness oder Selbstverbesserung. Der Aktivitätenbereich zeigt eine Übersicht über die eigene Wiedergabeliste, Downloads, Verlauf sowie Abos. Podcast-Episoden lassen sich in der App herunterladen. So können die Folgen nicht nur online, sondern auch offline angehört werden. 

Podcast veröffentlichen: Wie funktioniert Google Podcast für Creator?

Google Podcast ist jedoch nicht nur für Hörer interessant. Nein, die App soll auch Creators helfen, Ihren Podcast zu veröffentlichen, um so die Reichweite des eigenen Kanals zu vergrößern. Dazu müssen Produzenten Ihren Podcast über den Podcast Manager bei Google einreichen. Neben der Beanspruchung der Eigentumsrechte können von hier aus auch wichtige Insights verwaltet werden.

Um einen Podcast bei Google zu listen, gibt es zwei verschiedene Vorgehensweisen – abhängig davon, ob Sie Ihren Podcast bei einem Drittanbieter hosten oder nicht.

Einen gehosteten Podcast einreichen

Hosten Sie Ihren Podcast über einen entsprechenden Anbieter, wie beispielsweise Anchor, Libsyn oder Podbean, übernimmt dieser für Sie in der Regel die Erstellung und Veröffentlichung des RSS-Feeds. Auch die Distribution auf Google ist daher oftmals Standard.

Um zu überprüfen, ob Ihr Podcast automatisch auf Google Podcast veröffentlicht wurde, können Sie eine einfache Suche auf Google starten. Sollten Sie Ihren Podcast nicht finden, wenden Sie sich an Ihren Hostinganbieter, um zu klären, warum Sie nicht in der Google-Suche gelistet sind.

Podcast mithilfe von RSS-Feed einreichen

Hosten Sie Ihren Podcast hingegen nicht bei einem Anbieter, dann müssen Sie einen RSS-Feed erstellen. Ein RSS-Feed ist eine strukturierte Textdatei, die alle wichtigen Informationen zum Podcast enthält. Sie beschreibt Ihren Podcast und die dazugehörigen Folgen.

Die Datei wird dann unter einer URL veröffentlicht, sodass Google Ihren Podcast crawlen und indexieren kann. Da dieser Schritt essentiell ist, um in der Google-Suche zu ranken, sollten Sie unbedingt auf eine saubere Struktur Ihres RSS-Feeds achten. Beachten Sie dabei auch, dass dieser den Richtlinien von Google entspricht. Google selbst gibt im Hilfecenter notwendige Tags vor, die Sie für die Strukturierung Ihres RSS-Feeds nutzen sollten – sowohl auf Podcast- als auch auf Episodenebene.

Neben dem RSS-Feed ist es außerdem empfehlenswert, eine Startseite einzurichten. Das hat den Vorteil, dass in der Google-Suche neben den Episoden auch ein Suchmaschineneintrag mit der Beschreibung Ihres Podcasts angezeigt wird.

Google suche Podcast

Quelle: Google-Suche HubSpot Podcast

Für die Erstellung der Startseite sind grundlegende HTML-Kenntnisse erforderlich. Die Startseite verknüpfen Sie mit einem <link>-Tag mit Ihrem RSS-Feed. So wird für den Crawler ersichtlich, dass der Podcast und die Startseite zueinander gehören.

Google Podcast startseiteBeispiel von Google für eine Podcast-Startseite / Quelle: Screenshot Google Support

Im nächsten Schritt fordern Sie Google dazu auf, Ihren Feed sowie die Startseite zu crawlen, damit Ihr Podcast indexiert wird. Melden Sie sich dazu mit Ihrem Google-Konto beim Podcast-Manager an. Geben Sie hier die URL Ihres RSS-Feeds ein.

Anschließend müssen Sie noch die Feedvorschau prüfen und einen Bestätigungscode anfordern. Haben Sie den Code erhalten, können Sie im letzten Schritt die Inhaberschaft für Ihren Podcast verifizieren.

Google Podcast managerQuelle: Google Podcast-Manager

Hier finden Nutzer Ihren Podcast: Suchmaschine, App und weitere Plattformen

Das Spektrum der Google-Anwendungen ist groß. Auch deshalb ist es für Produzenten interessant, den eigenen Podcasts bei Google zu listen. Denn so steigen die Kontaktpunkte zur Zielgruppe. Google stellt die Podcasts nämlich in vielen Anwendungen bereit. Dazu gehören:

  • Google-Suchmaschine,

  • Web-Interface,

  • Google Podcast-App,

  • Google Home-Lautsprechersystem,

  • Google Assistent und

  • Android Auto.

Podcast analysieren: Lernen Sie Ihre Hörerschaft kennen

Mit dem Podcast-Manager haben Sie nicht nur die Möglichkeit Ihren Podcast bei Google einzureichen und die Urheberrechte zu bestätigen, sondern auch Zugriff auf Analysedaten. Der Podcast-Manager stellt essentielle Insights zur Verfügung, die Ihnen Informationen über Ihre Zielgruppe liefern.

So können Sie etwa feststellen, wann Zuhörer Ihre Episoden anhören und auch, zu welchem Zeitpunkt Sie besonders häufig abspringen. Hier liegt wichtiges Feedback für die Optimierung.

Springen Ihre Zuhörer beispielsweise immer in der Hälfte einer Folge ab, sind Ihre Episoden eventuell zu lang. Die Zuhörer fühlen sich nicht mehr unterhalten und schalten weg – und verpassen somit wahrscheinlich auch den von Ihnen platzierten CTA am Ende der Podcast-Folge.

Die Analysedaten geben außerdem Aufschluss über die Geräteauswahl der Zuhörer. So finden Sie heraus, wo Ihr Publikum Sie am häufigsten findet und können dieses Feedback in strategische Entscheidungen einfließen lassen.

Fazit: Podcasts an einem Ort

Die Google Podcast App ist eine Anwendung, die für den Hörer eine Vielzahl von Podcasts an einem Ort bündelt. Doch auch für Produzenten ist die App vielversprechend. Mithilfe des Podcast-Managers kann der RSS-Feed des eigenen Podcasts eingereicht werden, um die Eigentumsrechte zu beanspruchen und in den Google-Anwendungen zu ranken. Zusätzlich bietet der Analysebereich wichtige Insights zur Zielgruppe.

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Titelbild: coffeekai / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 3. Februar 2021, aktualisiert am Februar 03 2021

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