Instagram und Facebook werden beide gerne von Unternehmen genutzt, um Reichweite aufzubauen, mit der Zielgruppe zu interagieren und Angebote zu bewerben. Doch welches soziale Netzwerk ist für diese Zwecke besser geeignet? Auf welchem Kanal sind die besten Ergebnisse für Sie drin? Wir lassen die beiden Giganten in einem Wettbewerb „Instagram vs. Facebook“ gegeneinander antreten und finden es heraus.

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Social-Media-Marketing auf Facebook vs. Instagram

Beginnen wir mit den Gemeinsamkeiten zwischen Instagram und Facebook. Beide Plattformen zählen zu den sozialen Netzwerken und haben die primäre Aufgabe, für Austausch zwischen den Nutzerinnen und Nutzern zu sorgen. 

Beide gehören zum großen Facebook-Kosmos. Deshalb lassen sich Instagram und Facebook auch miteinander verbinden, was zum Beispiel Crossposting möglich macht.

Beide Plattformen sind äußerst interessant für Unternehmen, denn sie erreichen unzählige Menschen in aller Welt und können somit zu einer enormen Reichweite führen. Auch Verkäufe direkt über Instagram und Facebook sind möglich. Eine durchdachte Social-Media-Strategie kann folglich zu einer Steigerung des Umsatzes führen.

Die Funktionsweise, Formate und auch Zielgruppen sind bei Instagram und Facebook jedoch vollkommen unterschiedlich.

Instagram vs. Facebook: Die Nutzerinnen und Nutzer

Facebook und Instagram sind nach YouTube und WhatsApp die beliebtesten sozialen Netzwerke in Deutschland. In einer im Mai 2021 veröffentlichten Umfrage gaben 60 Prozent der Internetnutzer an, Facebook zu verwenden. Bei Instagram waren es 46 Prozent.

In konkreten Nutzungszahlen hat Facebook deutlich die Nase vorn. Im vierten Quartal 2020 verzeichnete die Plattform weltweit 1,8 Milliarden tägliche Nutzerinnen und Nutzer. In Europa waren es 308 Millionen Nutzerinnen und Nutzer täglich. Für Deutschland veröffentlicht Facebook keine offiziellen Zahlen. 

Auf Instagram sind weltweit mehr als eine Milliarde Menschen unterwegs. In Deutschland sind es schätzungsweise 21 Millionen – auch hier werden keine offiziellen Zahlen veröffentlicht. Instagram hat allerdings in den vergangenen Jahren stetig seine Nutzerzahlen gesteigert und holt zu den Marktführern auf.

Eine Studie der Universität Ulm hat im Jahr 2020 die soziodemografischen Merkmale der Nutzerinnen und Nutzer beleuchtet. Demnach sind generell mehr Frauen als Männer in den sozialen Medien unterwegs. 

Ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Plattformen ist beim Alter der Nutzerinnen und Nutzer zu erkennen. Dem Social Media Atlas 2021 zufolge wird Facebook besonders gerne von 30- bis 39-Jährigen besucht: Jede dritte Person im Internet in dieser Altersgruppe nutzt Facebook. Bei den 16- bis 29-Jährigen hingegen hat Facebook in den vergangenen Jahren deutlich an Beliebtheit eingebüßt. 

Instagram steht bei jungen Menschen deutlich besser da: 80 Prozent der 16- bis 19-Jährigen sind in dem Netzwerk unterwegs, 82 Prozent der 20- bis 29-Jährigen.

Die Formate auf Instagram und Facebook

Auch die Formate von Instagram und Facebook unterscheiden sich deutlich.

Instagram ist als Netzwerk zum Teilen von Fotos gestartet und noch immer spielen Bilder dort eine große Rolle. Mittlerweile kommen jedoch auch Videos in Form von IGTV und Reels hinzu – und auch in den Storys posten Nutzerinnen und Nutzer gerne kurze Videoschnipsel.

Texte nehmen auf Instagram deutlich weniger Raum ein und sind auf 2.200 Zeichen begrenzt. Weiterführende Links sind nur in Ads möglich.

Facebook handhabt das anders: Auf der Plattform sind sehr lange Texte möglich und es können auch Links zu Angeboten, Veranstaltungen oder Artikeln platziert werden. Nutzerinnen und Nutzer können Beiträge nicht nur kommentieren, sondern auch in ihrem eigenen Feed teilen, was auf Instagram nur über die Storys-Funktion möglich ist.

Instagram vs. Facebook: Die Ads

Sowohl auf Instagram als auch auf Facebook spielen Werbeanzeigen für Unternehmen eine große Rolle. Denn wenn es viele Nutzerinnen und Nutzer gibt, wird natürlich auch viel Content produziert. Gleichzeitig wächst aber der Platz im Feed nicht mit.

Facebook und Instagram müssen deshalb priorisieren, welche Beiträge den Nutzerinnen und Nutzern ausgespielt werden. Besonders auf Facebook liegt der Fokus dabei seit 2018 auf persönlicher Interaktion von Privatpersonen. Unternehmensseiten haben es schwer, eine große organische Reichweite zu erzielen.

Mit Ads lässt sich diese Hürde umgehen. Auf beiden Plattformen können Sie anhand von demografischen Daten, Interessen oder dem Verhalten in der Vergangenheit definieren, wen genau Sie mit Ihren Inhalten und Angeboten erreichen möchten. Das ermöglicht es Ihnen, genau zur richtigen Zeit mit passendem Content an Ihre Zielgruppe heranzutreten.

Da Ads sowohl für Facebook als auch für Instagram über den Facebook Werbeanzeigenmanager erstellt werden, ist das Funktionsprinzip der Anzeigen in beiden Netzwerken sehr ähnlich.

Instagram Influencer vs. Reichweitenaufbau auf Facebook

Eine Besonderheit auf Instagram sind die Influencerinnen und Influencer: Menschen, die in ihrer thematischen Nische eine besonders große Reichweite haben, denen Followerinnen und Follower vertrauen und die deshalb Einfluss auf die Meinungsbildung ihrer Community haben – auch, wenn es um Produkte geht.

Influencer-Marketing bietet für Unternehmen eine vielversprechende Möglichkeit, die organische Reichweite zu steigern. Dazu schließen sie einen Vertrag mit einem Influencer oder einer Influencerin ab, die oder der von der eigenen Zielgruppe abonniert wird. Diese bewerben ein Angebot des Unternehmens auf ihrem Kanal – zum Beispiel über Feed-Posts oder in der Story – und bekommen dafür Geld oder eine materielle Gegenleistung.

Auf Facebook gibt es Influencer-Marketing in dieser Form nicht. Doch auch dort existieren natürlich Seiten und Profile mit überdurchschnittlicher Reichweite und viel Einfluss auf Ihre Abonnentinnen und Abonnenten. Als Unternehmen profitieren Sie davon, wenn diese Seiten Ihre Beiträge teilen und so weiterverbreiten. Aus diesem Grund lohnt es sich, sich von Anfang an auf Facebook mit anderen zu vernetzen und gute Beziehungen aufzubauen.

Fazit: Was ist besser - Instagram oder Facebook?

Für welches soziale Netzwerk sollten Sie sich nun entscheiden: Facebook oder Instagram? Leider lässt sich diese Frage pauschal nicht beantworten. Beide Plattformen haben großes Potenzial und geben Ihnen die Möglichkeit, viele Menschen mit Ihren Inhalten und Angeboten zu erreichen. Die Frage ist eher, wer eigentlich Ihre Zielgruppe ist.

Auf Instagram erreichen Sie eher junge Menschen unter 30 Jahren. Facebook ist dafür beliebter bei allen über 30 Jahren.

Weil Instagram stark auf Bildern und Videos basiert, handelt es sich um einen vergleichsweise kreativen Ort. Auch das sollte Ihnen bewusst sein, wenn Sie sich entscheiden, dort aktiv zu werden. Auf Instagram werden Sie nur erfolgreich, wenn Ihr Bildmaterial mit dem gut ausgeleuchteten, hochauflösenden Content der Konkurrenz mithalten kann. 

Auch auf Facebook werden schöne Bilder natürlich geschätzt – Sie können aber auch viel über durchdachte Texte ausrichten. Zudem bietet das Social Network eine größere Bandbreite an Formaten. Sie können dort beispielsweise ein Q&A erstellen, Veranstaltungen anlegen oder eine Spendenaktion starten.

Welches Netzwerk für Sie besser geeignet ist, sollten Sie folglich anhand Ihrer Ziele und Zielgruppe entscheiden. Für viele Unternehmen ist es eine gute Strategie, Instagram und Facebook miteinander zu kombinieren.

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Titelbild: VectorFun / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 17. Juni 2021, aktualisiert am Juni 17 2021

Themen:

Instagram-Marketing