Ob Sie gerade eine SEO-Agentur beauftragen möchten, einen Mitarbeiter dafür suchen oder die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Webseite selber in die Hand nehmen möchten: Sie sollten stets im Bilde sein, was im SEO wirklich zählt und welche Maßnahmen Ihnen im Index der Suchmaschine weiterhelfen. Mit dieser Checkliste erstellen Sie Ihre eigene SEO-Audit und bekommen ein Gefühl dafür, welche Schritte in der Optimierung für mehr wertvollen Traffic anstehen.

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1. Server 

  • Überprüfen Sie in den Google Webmaster Tools unter Crawling Fehler, ob zu URLs Fehlermeldungen (4xx, 5xx) vorliegen
  • Erstellen Sie einen Weiterleitungsplan für Seiten, die nicht aufrufbar sind
  • Leiten Sie die fehlerhaften URLs per 301 auf passende Seiten weiter
  • Überprüfen Sie die Server-Antwortzeit für Ihre Website. Sie sollte für alle Unterseiten durchschnittlich nicht über einer Sekunde liegen, besser noch unter 200ms. Mehr zur Leistungsoptimierung finden Sie hier.
  • Vergleichen Sie, ob es für den Server, den Sie aktuell nutzen, bessere und schnellere Alternativen gibt

 2. Metadaten 

  • Sind alle Titel wichtiger Unterseiten definiert und nicht länger als 55-60 Zeichen?
  • Enthalten die Seitentitel die jeweils relevanten Keywords zur Unterseite?
  • Verwenden Sie auf Ihren Unterseiten aussagekräftige Meta Descriptions?
  • Sind die Meta Descriptions nicht länger als 150 Zeichen?
  • Überprüfen Sie, ob relevante Unterseiten fälschlicherweise mit “No Index” und “No Follow” getaggt sind
  • Überprüfen Sie Ihre Website mit einem Tool wie Siteliner auf doppelte Inhalte
  • Fassen Sie Unterseiten mit doppelten Inhalten zusammen und verhindern Sie Duplikate im Google Index. Eine gute Übersicht, wie das funktioniert, finden Sie bei SEO Summary.

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Das kostenlose Tool “Siteliner” bei der Arbeit: auf der Suche nach doppelten Inhalten, die Ihrer Webseite schaden können

3. Inhalte

  • Verwenden Sie Zwischenüberschriften zur Gliederung Ihrer Textinhalte?
  • Sind Ihre Zwischenüberschriften mit Tags (H1, H2, H3 usw.) ausgezeichnet, um die Hierarchien innerhalb Ihrer Inhalte korrekt auszuzeichnen?
  • Ähneln sich die Inhalte mehrerer Unterseite, ohne ausgesprochene Duplikate zu sein? Wenn ja, sollten Sie auch hier überlegen, für mehr Einzigartigkeit zu sorgen oder unwichtige Seiten auszuklammern
  • Verwenden Sie Bilder und Videos, um Textinhalte aufzuwerten?
  • Finden Sie im Internet Seiten, die Ihre Inhalte kopieren (zum Beispiel Content Scraper)?
  • Achten Sie darauf, dass keine Ihrer Unterseiten mehr Anzeigen und Werbung enthält, als einzigartigen Content.
  • Subjektiv aber wichtig: Anzeigen sollten auch nicht von ihren eigentlichen Inhalten ablenken.
  • Verwenden Sie zur Darstellung Ihrer Inhalte nicht JavaScript, Flash oder Frames

 4. URLs

  • Stellen Sie sicher, dass zu jeder neu veröffentlichten Unterseite genau eine URL generiert wird
  • Vermeiden Sie dazu den Einsatz von Tracking-Parametern und Session-IDs, mit denen neue URLs generiert werden, oder fassen Sie diese per Canonical Tag mit der eigentlichen, einzigartigen Unterseite zusammen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Seite nicht parallel über http:// und https:// aufrufbar ist. Leiten Sie zum Beispiel http://www.ihre-seite.de auf https://ihre-seite.de um, falls beide Versionen im Index auftauchen.
  • Stellen Sie sicher, dass URLs nicht mit Groß- UND Kleinbuchstaben-Schreibweise erreichbar sind
  • Sind Ihre URLs kurz und leserlich und werden Sonderzeichen und Umlaute korrekt umgewandelt?

5. Interne Links 

  • Sind Ihre Unterseiten, abgesehen von der Hauptnavigation, miteinander verlinkt?
  • Wird durch die Anzahl interner Links, die jede Unterseite erhält, eine Hierarchie in der Gewichtung Ihrer Inhalte erkennbar?
  • Sind Ihre wichtigsten Zielseiten über die Hauptnavigation von jeder Unterseite aus mit einem Klick erreichbar?
  • Verwenden Sie Keywords in den Ankertexten interner Links?
  • Nutzen Sie reine Inhaltsseiten wie Blogbeiträge, um auf Ihre wichtigsten Leistungs- und Produktseiten zu verlinken?

6. Bilder

  • Überprüfen Sie gezielt, ob URLs von Bildern Fehler-Statuscodes ausgeben
  • Leiten Sie die URLs gelöschter oder verschobener Bilder korrekt per 301 weiter
  • Verwenden Sie für Bilder Alt Tags, Bildtitel und, wenn sinnvoll, aussagekräftige Beschriftungen?
  • Enthalten Dateiname, Titel und Alt Tags Ihrer Bilder relevante Keywords?
  • Verwenden Sie Thumbnails und Vorschaubilder. Lassen Sie die vollständige Bildgröße nur auf neuen Seiten oder in einer Lightbox anzeigen.
  • Arbeiten Sie mit CSS Sprites, um Bilddateien im Content einzubinden

7. Website Architektur

  • Halten Sie die Verzeichnisstruktur Ihrer Seite schlank. Zu viele Unterverzeichnisse erschweren Crawling und Indexierung
  • Verwenden Sie eine Sitemap im korrekten Format?
  • Wird in den URLs und Texten interner Links deutlich, welche Begriffe für Ihre Unterseiten relevant und wichtig sind?
  • Überprüfen Sie, ob sich in Ihrem Content interne Broken Links finden

8. Google Maps

  • Bestätigen Sie Ihren Unternehmenseintrag in Google Maps
  • Fügen Sie auf Ihrer Webseite einen Google+ Button mit Link auf Ihren Unternehmenseintrag ein und taggen diesen mit rel="publisher"
  • Verwenden Sie nur EIN Google-Konto für Maps, Analytics und Webmaster Tools
  • Statten Sie Ihren Google-Unternehmenseintrag mit Bildern aus und geben Sie Ihre Adress- und Kontaktdaten vollständig an
  • Veröffentlichen Sie Google+ Beiträge, die direkt im Google-Index erscheinen können

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Die Verknüpfung Ihrer Webseite mit Google+ lässt Ihr Unternehmen im Index noch besser dastehen

9. Google Webmaster Tools 

  • Überprüfen Sie, ob Google auf Ihrer Website strukturierte Daten erkennt und ob diese korrekt ausgezeichnet sind. Google erklärt die Bedeutung strukturierter Daten in diesem Beitrag
  • Sehen Sie sich die Liste der Suchanfragen an, mit denen Nutzer auf Ihre Website kommen. Schauen Sie dabei nicht nur auf Ranking und Besucherzahlen, sondern analysieren Sie auch die Click-Through-Rate
  • Testen Sie mit PageSpeed Insights die Ladegeschwindigkeit Ihrer Seite. Sie erhalten nicht nur Tipps für die Ladezeitenoptimierung, sondern erfahren auch, wie Sie Ihre Website für mobile Nutzer optimieren

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Die Google Webmaster Tools geben Ihnen wertvolle Informationen über den Zustand Ihrer Webseite.

10. Google Analytics

  • Stellen Sie sicher, dass der Analytics Tracking Code jede Unterseite umfasst, die Sie auf Besucherzahlen und Nutzerverhalten auswerten möchten
  • Ihre eigene(n) IP-Adressen sollten vom Tracking ausgeschlossen sein
  • Stellen Sie sicher, dass Sie Mobile-Content separat tracken
  • Vermeiden Sie Meta Refresh und automatische Weiterleitungen

Fazit

Wenn Sie die Punkte dieser Checkliste verinnerlichen und immer wieder abprüfen, machen Sie bereits einen besseren Job als viele Dienstleister, die sich auf SEO spezialisiert haben. Neben den gezeigten kostenlosen Tools können Sie zur Analyse und Umsetzung der Optimierung auch kostenpflichtige Premium-Tools verwenden. Damit sparen Sie Zeit, sollten sich aber nie allein auf die Ergebnisse dieser Werkzeuge verlassen. Ziehen Sie immer auch die Webmaster Tools, den Google-Index selbst sowie Ihren eigenen gesunden Menschenverstand zurate, wenn es um die Optimierung Ihrer Webseite geht.

 

 
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Ursprünglich veröffentlicht am 4. März 2015, aktualisiert am Juli 30 2018

Themen:

SEO