Vielleicht haben Sie schon Dutzende – wenn nicht Hunderte – SEO-Artikel gelesen. Dabei haben Sie vermutlich unzählige Tipps und Tricks gelernt, wie Sie Ihre Webseite für Google optimieren können. Doch trotz all dieser Lektüre haben Sie noch nichts Konkretes gemacht? Das wollen wir heute ändern.Besonders bei der Onpage-SEO sollten Sie nicht trödeln. Schließlich geht es hier darum, festzulegen, was das Thema oder Ziel und wer die Zielgruppe einer bestimmten Seite ist. Und Sie wählen die Keywords und Formulierungen, auf die Sie sich konzentrieren wollen. Wie Sie am besten vorgehen, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Laden Sie hier unsere kostenlose On-Page-SEO-Vorlage herunter und optimieren  Sie Ihre Website.

Was ist Onpage-SEO?

Onpage-SEO ist Teil der Suchmaschinenoptimierung. Der Begriff bezeichnet alle inhaltlichen und technischen Maßnahmen, die Sie direkt auf einer Webseite vornehmen. 

Er unterscheidet sich von dem des Onsite-SEO, bei dem die Webseite als Ganzes betrachtet wird sowie vom Offpage-SEO. Dabei geht es um Optimierungen außerhalb Ihrer Webseite, auf die Sie nur begrenzt Einfluss haben. Das bekannteste Beispiel hierfür ist der Aufbau von Backlinks.

Die Top 10 der Suchmaschinenoptimierung: Auf diese Faktoren sollten Sie unbedingt achten

Google entscheidet anhand etlicher verschiedener Rankingfaktoren über die Position einer Webseite in den Suchergebnissen. Googles Robots indexieren zwar jede Seite (außer, Sie schließen sie von der Indexierung aus), aber in der Regel landen nur zehn davon auf den ersten Seiten der SERPs.

Um selbst ein gutes Ranking zu erzielen, sollten Sie Ihre Aufmerksamkeit in erster Linie auf die folgenden Faktoren und Maßnahmen lenken:

  1. Auswahl passender Keywords

  2. Korrekter Einsatz der gewählten Keywords

  3. Sinnvolle Webseiten-Struktur

  4. Content mit Mehrwert

  5. Wahl optimierter Seitentitel

  6. Optimierung von Zwischenüberschriften

  7. Optimierung von Metadaten

  8. Optimierung von Bildern

  9. Gekonnter Einsatz interner Verlinkungen

  10. Optimierung der Ladezeiten

Schritt für Schritt durch die Onpage-Optimierung

Das Schwierige an der Suchmaschinenoptimierung ist zweifelsohne, eine Methode zu entwickeln, mit der Sie die unterschiedlichen SEO-Elemente organisieren und nachverfolgen können.

Mit der On-Page-SEO-Vorlage können Sie an einem Ort Ihre Seiten und Keywords koordinieren und Änderungen nachverfolgen.

Im restlichen Teil dieses Beitrags nutzen wir diese Vorlage, um Ihnen zu erklären, wie Sie Ihre On-Page-SEO besser managen können – Schritt für Schritt.

(Anmerkung: Wir nutzen in diesem Beitrag die fiktive Webseite „http://ww.quantify.ly“. Sie dient dazu, Ihnen zu veranschaulichen, wie Ihre Seite in der Vorlage aussehen kann.)

Schritt 1: Crawlen Sie Ihre Seite

Beginnen Sie damit, sich einen Überblick über die Indexierung Ihrer Seiten zu verschaffen. HubSpot-Kunden können das mit dem Seiten-Performance-Tool (im Menü „Berichte“) machen. Wenn Sie HubSpot nicht nutzen, können Sie ein kostenloses Tool wie Xenus Link-Crawler nutzen.

Nachdem Sie Ihre Seite gecrawlt und die Ergebnisse als Excel-Datei (oder als .csv) exportiert haben, sollten Sie sich auf drei Spalten konzentrieren: Die Web-Adresse (auch als URL bekannt), den Seitentitel und die Meta Description (Seitenbeschreibung). Kopieren Sie diese drei Spalten in Ihre Vorlage.

Die URL sollte in Spalte B erscheinen, der Seitentitel in Spalte C und die Meta Description in Spalte E.

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Schritt 2: Machen Sie einen SEO-Audit und definieren Sie die Architektur Ihrer Seite

In Ihrer Vorlage haben Sie jetzt einen Überblick über Ihre Webseite. Nun können Sie die Seiten organisieren und priorisieren. Werfen Sie zunächst einen Blick darauf, wo in Ihrer Webseiten-Architektur sich Ihre bestehenden Seiten befinden.

Vermerken Sie, ob eine Seite Ihre Homepage ist (davon haben Sie im Idealfall nur eine), eine Seite erster Unterordnung oder zweiter Unterordnung, eine interne Seite, etc.

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Schritt 3: Werden Sie sich darüber klar, was Ihre einzelnen Seiten leisten sollen

Dies ist ein wichtiger Schritt, den viele Marketer vergessen. In Spalte G definieren Sie den Zweck Ihrer Seiten – und damit letztlich auch Ihrer Webesite. Jede Seite sollte ein Ziel verfolgen, das nicht nur darin besteht, für ein bestimmtes Keyword zu ranken.

Mögliche Ziele sind zum Beispiel das Gewinnen neuer Leads, eine Kontaktaufnahme durch die Leser oder das Bewerben eines Angebots.

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Schritt 4: Definieren Sie Ihre Zielgruppe

In Spalte H haben Sie die Möglichkeit, die Zielgruppe einer Seite festzulegen. Handelt es sich um eine einzelne Buyer-Persona oder um verschiedene Personas? Behalten Sie diese Persona im Hinterkopf, während Sie die Seite optimieren. (Vergessen Sie nicht, dass Sie Ihre Webseite für Menschen verbessern – nicht nur für Roboter.)

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Schritt 5: Aktualisieren Sie URLs, Seitentitel und Meta-Beschreibung

Metadaten sind die Informationen, die als Snippets direkt bei Google in den Suchergebnissen (SERPs) angezeigt werden. Sie bestehen aus einer URL, einem Seitentitel und einer kurzen Beschreibung, der sogenannten Meta Description oder Meta-Beschreibung.

Prüfen Sie, ob Sie Ihre aktuellen URLs, Seitentitel und Meta Descriptions verbessern können. Hier zeigen sich die Stärken der SEO-Vorlage: Sie erhalten einen Überblick über die unterschiedlichen Inhalte, die Sie auf Ihrer Webseite haben.

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Sie sehen, wie die Spalten D, F, L und N automatisch die Länge jedes Elements errechnen. Die empfohlene Länge für Seitentitel sind maximal 70 Zeichen. Wenn Sie also schnell etwas an Ihrer Seite optimieren wollen, dann kürzen Sie die Titel, die länger als 70 Zeichen sind. Ein Seitentitel sollte den Zweck einer Seite verdeutlichen, ohne redundant zu sein.

Die empfohlene Länge für Meta Descriptions sind 150 Zeichen. Passen Sie auf, dass Sie nicht zu viele Keywords hineinzwängen. Stellen Sie sich vor, Sie erklären in einem Gespräch in einem Satz, was Ihre Seite behandelt. Das ist Ihre Meta Description.

Die URL-Struktur auf Ihrer Webseite sollte möglichst einfach gehalten werden. Am besten ist eine URL, wenn sie kurz und leicht zu merken ist.

Schritt 6: Beobachten Sie Themen und Keywords für jede Seite

Das Keyword ist der Suchbegriff, den Nutzer bei Google eingeben. Dieses ist meist zugleich das Thema für eine Seite. Definieren Sie nur ein Thema pro Seite – auf diese Weise können Sie detailliertere Informationen zu diesem Thema bereitstellen. Außerdem optimieren Sie Ihre Seiten so für jeweils nur ein Keyword.

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Es gibt natürlich einige Ausnahmen von dieser Regel. Ihre Homepage ist ein klassisches Beispiel: Sie verfolgt das Ziel, zu erklären, was Ihre gesamte Webseite bezweckt, und dafür benötigen Sie wahrscheinlich eine ganze Reihe von Keywords. Eine weitere Ausnahme sind Überblicksseiten wie Service- oder Produktseiten, die Ihre Services und Produkte umreißen.

Schritt 7: Überprüfen und bearbeiten Sie Seiteninhalte

Gute Inhalte müssen umfassend, klar verständlich und lösungsorientiert sein. Fesseln Sie Ihre Leser! Schreiben Sie für Ihre Zielgruppe und bieten Sie hilfreiche Informationen an. Gute Inhalte sind außerdem frei von Fehlern, also prüfen Sie Rechtschreibung und Grammatik.

Streben Sie mindestens 500 Wörter pro Seite an. Formatieren Sie die Inhalte und nutzen Sie Überschriften sowie Zwischenüberschriften, um sie besser lesbar zu machen. Achten Sie darauf, einzigartige Inhalte zu erstellen, denn Duplicate Content wird von Google abgestraft.

Wenn Leser sich gut auf Ihrer Seite zurechtfinden, interessante Informationen vorfinden und sich wohlfühlen, wird Google das belohnen. 

Die Spalten P bis R können Sie dafür nutzen, um Änderungen an Ihren Inhalten nachzuverfolgen.

Schritt 8: Ergänzen Sie visuelle Inhalte

Inhalte können mehr als nur Text sein. Denken Sie also darüber nach, welchen visuellen Content Sie in eine Seite integrieren können (natürlich nur, solange dieser einen Zweck erfüllt). Die Spalten S und T stehen bereit, um entsprechende Anmerkungen zu machen. 

Wenn Sie ein Bild zu einer Seite hinzufügen, achten Sie darauf, dass der Dateiname und der ALT-Text selbsterklärend sind und ein Keyword enthalten. Sorgen Sie zudem dafür, dass die Dateigröße so klein wie möglich ist, um den Pagespeed der Seite nicht zu belasten.

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Schritt 9: Denken Sie an die interne Verlinkung

Viele Marketer vergessen diesen Schritt, obwohl interne Links ein absolutes Muss sind. Nutzen Sie die Spalten U bis W, um Links zu planen oder nachzuverfolgen, wie Sie die vorhandenen Links optimieren.

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Google schätzt es, wenn Sie Links nicht „roh“ veröffentlichen, sondern sinnvoll auf den Text legen. Stellen Sie aber sicher, dass Ihre Anchor-Texte mehr als nur Keywords enthalten.

Das Ziel besteht nicht darin, so viele Keywords wie möglich unterzubringen, sondern darin, dass Leser sich einfacher auf Ihrer Seite zurechtfinden. Vor diesem Hintergrund können Sie zum Beispiel auf weiterführende Informationen zu einem Thema oder ein passendes Angebot verlinken.

Schritt 10: Optimieren Sie Ihre Konversionsraten

Wenn Sie Ihre Seite noch nicht dahingehend optimieren, dass Sie mehr Abonnenten oder Leads generieren … dann sollten Sie schnellstmöglich damit beginnen.

Die Spalten X bis AF helfen Ihnen dabei, Ihre Konversionsraten zu optimieren und mehr aus Ihrem Online-Marketing herauszuholen. Denken Sie daran, dass jede Seite auf Ihrer Webseite eine Konversionschance darstellt. Das bedeutet, dass jede Seite mindestens einen Call-to-Action (CTA) beinhalten sollte. Sie können jedoch auch mehrere CTAs kombinieren. 

Versuchen Sie, einen CTA-Mix auf Ihrer Seite zu haben, der die Buyer's–Journey abbildet – Top-of-the-Funnel, Middel-of-the-Funnel und Bottom-of-the-Funnel. (Wenn Sie ein HubSpot-Kunde sind, können Sie Smart Content nutzen, um CTAs für bestimmte Seitenbesucher anzupassen.)

Notieren Sie die Veränderungen Ihrer Konversionsraten, wenn Sie CTAs hinzufügen, bearbeiten oder aktualisieren.

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Fehler finden mit einem SEO-Onpage-Tool

Vielleicht haben Sie schon mal eine Seite nach bestem Wissen optimiert, aber das Google-Ranking lässt dennoch zu wünschen übrig. In diesem Fall kann es helfen, ein SEO-Onpage-Tool zu Hilfe zu nehmen. Die meisten guten Tools sind kostenpflichtig. Einige können Sie aber in abgespeckter Form auch kostenlos nutzen. 

Seobility und SISTRIX Smart ermöglichen beispielsweise einen technischen Check Ihrer Webseite. Haben Sie Zwischenüberschriften falsch ausgewiesen, defekte Links eingebaut, fehlerhaften HTML-Code verwendet oder die Metadaten nicht korrekt optimiert, werden Ihnen diese Fehler übersichtlich angezeigt.

In jedem Fall nutzen sollten Sie die Google Search Console. Dieses kostenlose Tool informiert Sie über Indexierungsschwierigkeiten, Probleme Ihrer Webseite auf Mobilgeräten oder mangelhafte Core Web Vitals wie die Ladegeschwindigkeit.

Zudem können Sie die Klickrate (CTR) Ihrer Suchergebnisse einsehen und bei Bedarf die Metadaten anpassen.

Fazit: Erst ein klarer Plan macht die SEO-Onpage-Optimierung erfolgreich

SEO ist keine einmalige Aufgabe, sondern etwas, dass Sie ständig im Auge behalten müssen und verbessern können. Es ist deshalb wichtig, dass Sie einen klaren Plan entwickeln, Schritt für Schritt umsetzen und Veränderungen laufend beobachten. Ihre SEO-Vorlage ist ein lebendiges Dokument, das Ihnen über die kommenden Monate (oder Jahre) hinweg dabei helfen kann, gute Rankings zu erzielen.

Nachdem Sie einen SEO-Plan aufgestellt haben, können Sie die Änderungen entweder selbst umsetzen oder an Ihren Webmaster delegieren. Beachten Sie, dass mit der Umsetzung ein gewisser Zeitaufwand verbunden ist und laden Sie sich nicht zu viel auf.

Am besten streben Sie fünf bis zehn Seiten pro Woche an. Erst, wenn Sie die wichtigsten Onpage-Aufgaben erledigt haben, sollten Sie über die Offpage-Optimierung nachdenken.

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Titelbild: oatawa / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 4. Februar 2021, aktualisiert am Februar 04 2021

Themen:

SEO