Wer regelmäßig Landing-Pages oder E-Mails erstellt, kennt das Problem: Sollte die Betreffzeile vielleicht doch etwas anders lauten? Ist die Formulierung auf dem CTA wirklich die ansprechendste? Wir erklären Ihnen, wie Sie mit A/B-Tests die Antworten auf Ihre Fragen erhalten.

Zum Glück müssen sich Marketer hier nicht auf ihr Bauchgefühl verlassen. Mit der A/B-Test-Methode lassen Sie die Zahlen sprechen: Eine Variante markieren Sie gedanklich mit einem A, die andere mit einem B. Mit einer Marketing-Software können Sie nun beide Varianten gegeneinander antreten lassen.

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Wer nutzt A/B-Tests?

Zunächst einmal können wir davon ausgehen, dass wir mit diesem Problem nicht allein sind. Einer Studie zufolge sind 72 % aller Marketer nicht mit ihrer Konversionsrate zufrieden sind. Das heißt: Sie würden gern mehr mit Ihren E-Mails mehr Leads generieren oder mehr Leads qualifizieren. A/B-Tests sind eine Möglichkeit, diesen Prozess zu beschleunigen.

Wie funktioniert ein A/B-Test?

Bei einem A/B-Test erstelle ich meist zwei unterschiedliche Emails oder Landing-Pages und stelle diese auf die Probe. Variante A wird in der Hälfte der Fälle angezeigt, Variante B in der anderen Hälfte.

So erfahre ich genau welche Version besser abschneidet und besser konvertiert. Bei einem Test waren wir zum Beispiel in der Lage, die Konversionsrate um 24 % zu erhöhen. Version B hat hier durch das Bild besser abgeschnitten.

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Bei E-Mails lässt sich diese Methode ebenfalls anwenden. Hier testen Sie zum Beispiel, welche Variante mehr Leads aus Ihren Empfängern generiert.

A/B-Tests: Schritt für Schritt

1. Was möchten Sie testen? 

Um einen erfolgreichen A/B-Test durchzuführen, müssen Sie genau wissen, was Sie testen möchten. Möchten Sie wissen, welche Betreffzeile öfter geöffnet wird? Oder welcher Call-to-Action mehr Klicks erhält? Vor dem Start sollte das Ziel hierfür klar sein.

2. Welche Elemente testen Sie?  

Bevor wir damit anfangen, zwei unterschiedliche Versionen zu erstellen, müssen wir zunächst wissen, was getestet werden soll. Man kann den kleinsten Unterschied wie die Farbe eines Buttons oder ein komplett anderes Design testen.

Oftmals ist es aber so, dass wir zwei unterschiedliche Emails gegeneinander testen wollen, die sich nur leicht voneinander unterscheiden. Entwerfen Sie also die erste Email und ändern Sie bei der zweiten Version den Text auf dem Call-to-Action, die Betreffzeile, das Bild und den Vorschautext.

3. Einmal normal und einmal anders

Die erste Version sollte der Variante entsprechen, die Sie normalerweise versenden oder veröffentlich. Die zweite Version enthält die Variation. 

Ideen für A/B-Tests

1. P.S. oder kein P.S. 

Oftmals kann ein zweiter CTA Wunder bewirken und die Konversionsrate erhöhen. Deshalb lohnt es sich, als kleinen Trick einen zusätzlichen CTA in die zweite Version einzubauen. Überprüfen Sie einfach mal, ob es funktioniert, oder die Leser zu sehr ablenkt.

2. Die zeitliche Planung 

Die Uhrzeit, zu der Sie eine Email verschicken, spielt eine große Rolle. Deshalb lohnt es sich, zu testen, welcher Tag in der Woche und welche Uhrzeit die höchste Öffnungs- und Klickrate versprechen. Wir haben für uns herausgefunden, dass Dienstag und Donnerstag sehr gute Tage sind. Außerdem scheinen unsere Marketing-E-Mails am meisten am frühen Morgen geöffnet zu werden. Das kann aber für jedes Produkt und jede Branche sehr unterschiedlich sein. Deshalb empfiehlt es sich zu testen.

3. Name oder kein Name? 

Es empfiehlt sich ebenfalls zu testen, ob der Einsatz von Namen im Body der E-Mail gut ankommt oder nicht. Manche Leute fühlen sich mit Namen zu persönlich angesprochen, andere empfinden es als gut. Hier gilt es also, auch einmal auszutesten, inwieweit eine persönliche Note Sinn macht.

4. Ein Call-to-Action mit Bild oder nur Text? 

Der CTA innerhalb einer Email ist der Konversionspunkt schlechthin. Ohne einen Handlungsaufruf erhalten, wird der Empfänger nicht aktiv und Sie haben keine Möglichkeit, ihn zu konvertieren. Fangen Sie also an, verschiedene Designs zu testen. Funktioniert ein Text, Bild oder Button am besten?

Fazit

Auch wenn wir oftmals denken, dass das Verfassen einer E-mail nicht allzu schwer ist, sehen wir, wie viele Aspekte optimiert werden können. Denken Sie also immer darüber nach, wo Luft nach oben sein könnte. Mit ein wenig Übung und Spaß bei der Sache erhalten Sie schnell herausragende Ergebnisse und hoffentlich auch mehr Leads für Ihre Datenbank.

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Ursprünglich veröffentlicht am 18. August 2014, aktualisiert am November 26 2019

Themen:

Conversion