Sie überwachen sicherlich die Performance Ihrer Präsenzen im Web und Social Media und messen regelmäßig Visits, Interaktionen, Reichweite usw. Das ist wichtig und gut, aber wissen Sie auch was jenseits Ihres Owned Content über Ihre Marke gesprochen wird? Web Monitoring lautet das Zauberwort. Jedoch wie und wo fängt man damit an und was muss man über Monitoring wissen?

Informationsbedürfnis identifizieren 

Bevor man sich auf die Suche macht, sollte klar sein, was man genau sucht. Welches Informationsbedürfnis haben Sie in Bezug auf Ihre Marke? Möchten Sie wissen, wie Ihr Ruf im Internet ist? Ist Ihnen das Feedback zu einer Kampagne wichtig? Oder möchten Sie vielleicht die Konkurrenz beobachten, um interessante Rückschlüsse für die eigene Strategie schließen zu können?

Viele Unternehmen kommen erst auf die Idee mit dem Monitoring zu beginnen, wenn eine Krise eingetreten ist, und es eigentlich schon zu spät ist. Denn auch zur Krisenprävention ist Monitoring ein wichtiges Instrument. Als erstes müssen Sie also wissen, was Ihr Ziel ist und was Sie genau in Erfahrung bringen möchten. Dazu empfiehlt es sich eine Keywordsammlung anzulegen. Diese Sammlung sollte die Schlüsselwörter enthalten, die am ehesten von der Zielgruppe in Bezug auf Ihr Ziel genutzt werden. Denken Sie dabei „out of the box“.

Diese sollten Sie anschließend mit Booleschen Operatoren in konkrete Suchanfragen verwandeln. Eine Boolesche Suche ist eine Art von Suche, bei der Sie Keywords mit Operatoren wie AND und OR kombinieren und mit NOT limitieren. Damit können Sie Ihre Suche erweitern oder eingrenzen, um bessere Ergebnisse zu erhalten. Das mag auf den ersten Blick kompliziert klingen, ist aber mit etwas Übung eine echte Erleichterung bei der Recherche im Internet. 

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Quelle: Brandwatch 

Das richtige Monitoring Tool finden 

Ohne ein professionelles Monitoring Tool werden Sie leider beim Monitoring nicht weit kommen. Es gibt zwar einige kostenfreie Angebote, die allerdings niemals die Performance bringen, die man benötigt und oft nur einen Teil abdecken. Die Suche über eine Suchmaschine ist auch keine Lösung, da die Ergebnisse dem Algorithmus unterliegen und lediglich den Index von Google abbilden. Es können also wichtige Dinge Ihrer Suche entgehen.

Jedes Jahr gibt es eine neue Ausgabe des Goldbach Interactive Tool Reports, der die besten Monitoring Tools unter die Lupe nimmt, genau beschreibt und vergleicht. Damit haben Sie eine gute Grundlage, das richtige Monitoring Tool zu finden. Wichtig ist, dass Sie Ihre eigenen Bedürfnisse an die Funktionalitäten eines Tools definieren und mehrere Tools gleichzeitig testen. Somit wird die Entscheidung erheblich erleichtert.

Kostentechnisch fängt ein solches Instrument, das Sie allerdings für Ihr Content Marketing, Online PR und Social Media Marketing einsetzen können, ab ca. 500 Euro/Monat an.

3 Tools der Besten aus 2014 

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Quelle: goldbachinteractive.ch

Hier eine kleine Auswahl aus der Studie:

Digimind

Ein Newcomer Tool, das es gleich in die Top 15 geschafft hat. Es ist sehr intuitiv und einfach zu bedienen. Weiterhin ist der gute Support hervorzuheben und biete allerlei Sonderfunktionen sowie ein einfaches Reporting im Corporate Design.

Brandwatch

Dieses Tool ist schon eher ein alter Hase auf dem Markt und seit Jahren unter den Top Tools. Die Stärke liegt ganz klar im Datenvolumen. Brandwatch findet global 121 Prozent mehr Beiträge als das Tool mit den wenigsten Meldungen. Dieses Ergebnis ist schon enorm. Weiterhin ist es sehr schnell und stabil. Ein kleines Manko ist die Usability, an die man sich allerdings mit der Zeit gewöhnt.

Talkwalker

Wenn Sie oft und regelmäßig Reportings abgeben müssen und schnell über eventuell entstehende Krisen informiert sein müssen, ist Talkwalker vielleicht das richtige Monitoring Tool für Sie. Für ein Reporting können Sie sich praktische Storyboards zusammenstellen, die immer in Echtzeit aktualisiert und exportiert werden können. Weiterhin gibt es eine Alarmfunktion bei erhöhtem Meldungsvolumen, um frühzeitig entstehende Shitstorms und Krisen identifizieren zu können. Auch dieses Tool ist sehr intuitiv zu bedienen. 

Kein digitales Marketing ohne Monitoring

Eine digitale Marketingstrategie ohne umfassendes Monitoring wird nie das volle Potenzial entfalten. Warum sollten Sie sich die wertvollen und einfach zugänglichen Informationen, die Ihnen die Zielgruppe online bietet, entgehen lassen? Richtig und professionell genutzt, erhalten Sie wichtige Informationen für Ihre online Maßnahmen. Sie können der Community zuhören und sich das Feedback zu Nutze machen.

Relevanter Content wird für Sie ebenfalls einfacher zu finden sein und Ihre Prozesse effizienter machen. Blicken Sie über den Tellerrand und finden Sie heraus, was über Sie im Internet gesprochen wird. Das wird Ihnen Handlungsspielräume und Sicherheit in der Online Kommunikation verschaffen und Ihr digitales Marketing wesentlich verbessern.

Denn wie der Philosoph Epiktetos einst schon wusste: 

„Es sind nicht so sehr die Tatsachen, die in unserem Sozialleben entscheiden, sondern die Meinungen der Menschen über die Tatsachen, ja die Meinungen über die Meinungen". 

Ursprünglich veröffentlicht am 4. September 2015, aktualisiert am 13. November 2018

Themen:

Statistiken Social-Media