Der Einfluss von Social Media ist in Zeiten von Influencer-Marketing und viralem Content ungebrochen. Nirgendwo verbreiten sich Informationen schneller als in den sozialen Medien. Und das aus gutem Grund: Hier tummeln sich Milliarden von Menschen, die Inhalte konsumieren und teilen. Einige Nutzer haben es auf diesem Feld zu wahrer Perfektion gebracht und sind zu Social-Media-Stars avanciert. Unternehmen hingegen sind von der Vielfalt der sozialen Netze schnell überfordert. Alte Giganten wie Facebook bieten mehr und mehr Features, während gleichzeitig links und rechts neue Social-Media-Plattformen aus dem Boden sprießen.

In 9 Schritten zu einer erfolgreichen Social-Media-Strategie

Wir zeigen Ihnen im Folgenden, wie Sie in diesem Dickicht die passenden Kanäle für Ihren Content identifizieren und optimal nutzen können.

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1. Definieren Sie Ihre Ziele

Überlegen Sie zunächst, was Sie für Ihr Unternehmen erreichen wollen. Dann gestalten Sie anhand dieser Skizze Ihre Social-Media-Strategie. Ein Beispiel: Sie wollen den Bekanntheitsgrad Ihrer Marke steigern, Nutzer dazu bringen, vermehrt mit Ihren Inhalten zu interagieren, Conversions erzielen und Kunden binden. Zusätzlich möchten Sie Ihre Ergebnisse messen können.

2. Identifizieren Sie Ihre Zielgruppe

Kreieren Sie eine Buyer Persona für Ihr Produkt. Dazu bietet es sich an, demographische Charakteristika Ihrer Zielgruppe herauszuarbeiten. Anhand dieser Daten können Sie sich dann ein typisches Mitglied dieser Gruppe ausmalen. Was könnte diese Person interessieren? Was sind ihre Schwierigkeiten und Probleme? Nun kennen Sie Ihre Buyer Persona. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, in den sozialen Netzen Content zu veröffentlichen, der genau auf die Bedürfnisse Ihres Zielpublikums zugeschnitten ist.

3. Seien Sie zugänglich und klar

Die Rechnung ist ganz einfach: Finden die Nutzer Ihren Social-Media-Auftritt sympathisch, dann steigt auch die Zuneigung zu Ihrem Unternehmen. Daher sollten Sie für Ihre Social-Media-Aktivitäten eine Schreibweise nutzen, die niemanden ausschließt. Wer versucht, durch Bildungssprache und Sarkasmus zu beeindrucken, verschreckt Leser eher. 

Generell gilt: Klare Botschaften kommen gut an im Social Web, zum Beispiel in Form von sogenanntem „Snackable Content“. Hinter diesem Buzzword verbergen sich Inhalte mit überschaubarem Informationswert, die besonders gerne konsumiert werden. Das können Mini-Clips, Infografiken, Instagram-Stories oder Kurzzusammenfassungen sein. 

 

Und: Leicht konsumierbare Inhalte lassen sich besonders gut über Social-Media-Kanäle teilen, da die Aufmerksamkeitsspanne beim Stöbern in der Timeline für die meisten Nutzer eher kurz ist. Es gilt also, Inhalte lieber präzise und freundlich zu vermitteln, statt mit geschliffenem Stil im Newsfeed unterzugehen. 

4. Nutzen Sie die Kraft des Storytelling

Statistiken zeigen, dass weltweit 78% der Internetnutzer in sozialen Netzwerken aktiv sind. Dort konsumieren Sie vor allem Geschichten – über Menschen, Ereignisse und alle möglichen sonstigen Dinge. Ihr Ziel sollte es daher sein, das Interesse potenzieller Kunden durch effektives Storytelling zu erregen. Mit diesem goldenen Prinzip des Content-Marketing etablieren Sie eine menschliche Beziehung zu den Kunden und verleihen Ihrem Unternehmen für sie zusätzliche Bedeutung.

Überlegen Sie sich dazu, was Ihre individuelle Story ausmacht. Konzentrieren Sie sich weniger auf Ihre Unternehmensgeschichte, sondern darauf, warum Sie tun, was Sie tun. Erzählen Sie es prägnant und sprechen Sie die Gefühle Ihres Publikums an. Denn so bleiben Sie im Gedächtnis.

„People don’t buy what you do. They buy why you do it.“

Simon Sinek

Ein hilfreiches Modell in diesem Zusammenhang ist der „Golden Circle“. Er hilft Ihnen, bei der Produktion von Content Ihr Publikum und den Tonfall im Blick zu behalten. So können Sie optimales Brand Storytelling leisten und Ihr Unternehmensprofil schärfen.

5. Bauen Sie verschiedene Kanäle auf

Um das beste Ergebnis im Social-Media-Marketing zu erzielen, müssen Sie an mehreren Fronten im Einsatz sein – aber übertreiben Sie es nicht! Fassen Sie beispielsweise drei Kanäle ins Auge, die Sie fortlaufend pflegen (können). Konzentrieren Sie sich dann vor allem auf den Kanal, der am besten läuft. 

Innerhalb eines Social-Media-Kanals (oder „Streams“) können Sie außerdem segmentieren. Dazu identifizieren Sie verschiedene Arten von Nutzern, die Ihnen folgen. Eine sinnvolle Gliederung erfolgt etwa in Fans, Rivalen und Influencer.

Social-Media-Streams

Solche Listen erleichtern die Interaktion: Entscheiden Sie, welche Beiträge Sie angezeigt bekommen möchten. So haben Sie einen besseren Überblick und können auf einen Blick entscheiden, ob Sie gerade lieber relevante Artikel anderer Marketer teilen oder einer Kundin zum Kauf Ihres Produktes gratulieren möchten.

6. Führen Sie einen Blog

Sie kennen das: Man stellt sich eine Frage, googelt und landet schließlich bei einer hilfreichen Quelle. Oft ist die Antwort nur ein paar Klicks entfernt. Diesen Effekt können Sie auch in sozialen Medien nutzen, um mittels eines Blogs Nutzer auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen. Denn regelmäßig veröffentlichte Blogartikel sind eine konstante und informative Ressource für neue Beiträge. Am besten performen diese, wenn sie sich häufig wiederkehrender Fragen annehmen.

Denken Sie dazu an die Buyer Persona und deren „Buyer’s Journey“: Was beschäftigt sie? Was sind ihre Fragen, Herausforderungen und Probleme? Liefern Sie Antworten auf Ihrem Blog! Denn wenn potenzielle Kunden Ihren Content hilfreich finden, teilen Sie im Idealfall Ihre Inhalte ebenfalls auf Social Media und erhöhen so Ihre Reichweite.

HubSpot-Buyers-Journey-Beispiel

7. Planen Sie Ihre Beiträge

Manchmal geschehen unvorhergesehene Dinge und bringen alles durcheinander. Es ist jedoch entscheidend für den Erfolg Ihrer Social-Media-Strategie, dass Sie Ihre Kanäle regelmäßig und zuverlässig mit Content versorgen. Um trotz Ablenkung regelmäßig Content zu posten, empfiehlt sich die Nutzung eines Planungs-Tools.

Durch ausgefeiltes Social-Media-Management können Sie so mehrere Beiträge gleichzeitig vorbereiten und den Zeitpunkt Ihrer Veröffentlichungen im Voraus bestimmen.

Besonders hilfreich ist ein Planungs-Tool auch für international orientierte Unternehmen, da verschiedene Zeitzonen damit kein Hindernis mehr darstellen. Egal, welchen Markt Sie erreichen wollen: Das Tool ist immer wach und bereit, Ihren Content in die Welt hinauszuschicken.

8. Überprüfen Sie Ihre Ergebnisse

Natürlich wünschen Sie sich messbare Erfolge. Dazu evaluieren Sie zunächst, wie viele Besucher durch Social Media auf Ihre Website oder Ihren Blog gelangt sind. Nutzen Sie hierfür Tracking-Tools wie Google Analytics und Facebook Analytics. Diese Tools erheben statistische Daten über die Besucherzahl, Besuchsdauer und das Besucherverhalten auf Ihrer Website. Dadurch können Sie aussagekräftige Schlüsse über die Stärken und Schwächen Ihrer Seite sowie Ihrer Kanäle ziehen – über welche Plattform kommen die meisten Besucher auf Ihre Seite und warum? 

9. Passen Sie Ihre Strategie an

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Sie sollten sich also die nötige Zeit nehmen, den Stein ins Rollen zu bringen. Experimentieren Sie mit Content, Kanälen und interagieren Sie auf verschiedene Art mit Ihren Kunden. Finden Sie heraus, was funktioniert und bauen Sie es aus: Ein konstant mit Beiträgen gefütterter Blog etwa hat das Potenzial zum E-Book. Und ein E-Book kann wiederum in den sozialen Medien wunderbar vermarktet werden.

Für eine erfolgreiche Social-Media-Strategie brauchen Sie kein Experte zu sein. Achten Sie darauf, Ihre Kanäle sorgsam auszuwählen und unter Anwendung von Planungs- und Tracking-Tools zu pflegen. Bespielen Sie Ihre Kanäle konstant mit hochwertigem Content. Wenn Sie diesen unter Berücksichtigung Ihrer Buyer Persona kreieren und in Hinblick auf gutes Storytelling aufarbeiten, steht Ihrem Erfolg in den sozialen Medien nichts mehr im Weg!

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 Headerbild: Valeriy_G / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 21. Mai 2019, aktualisiert am Mai 21 2019

Themen:

Social-Media-Marketing