Webinare sind eine großartige Möglichkeit, unkompliziert und online Seminare abzuhalten. Dabei können Sie Kunden und Interessenten praktische Tipps und Ratschläge geben und so Ihren Expertenstatus festigen. Die Teilnehmer wiederum können Fragen stellen und Sie persönlich kennenlernen. Das zahlt unmittelbar auf die Nutzer- und Kundenbindung ein und somit letztlich auch auf den Umsatz. Aber es lassen sich durch Webinare auch neue Kunden akquirieren, die Sie mit dem Format auf einer persönlicheren Ebene erreichen und durch Ihre Expertise überzeugen können.

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Damit das gelingt und Sie sich voll und ganz auf das Webinar konzentrieren können, müssen die technischen Voraussetzungen stimmen. Die Wahl der richtigen Software ist hier essenziell, weshalb wir einige der bekanntesten Anbieter für Sie verglichen haben.

Worauf Sie bei der Auswahl Ihrer Webinar-Software achten sollten

Bevor Sie beginnen, Dienste zu vergleichen, sollten Sie sich Gedanken über Ihre Ziele und Ansprüche machen.

  • Wollen Sie eine engere Bindung zu Ihren Kunden aufbauen und mehr über ihre Probleme erfahren?

  • Wollen Sie Ihr Webinar vermarkten und Neukunden akquirieren?

  • Möchten Sie live Hilfestellung leisten und sich als Experte positionieren? Oder wollen Sie die Webinare für Gruppentraining oder Online-Kurse nutzen?

  • Welche Funktionen brauchen Sie, um Ihr Ziel erreichen zu können?

  • Wie viele Teilnehmer sollen/werden Ihre Webinare haben?

  • Wie viel sind Sie bereit, dafür auszugeben?

Aus den Antworten zu all diesen Fragen ergeben sich Kriterien, die Ihnen bei der Auswahl einer Webinar-Software helfen:

  • Art der Webinare: Live-Webinare, aufgezeichnete Webinare oder beides?

  • Funktionen während der Webinare: zum Beispiel Whiteboards, virtuelle Hintergründe, Screen Sharing, Live-Chats, Livestreams über YouTube oder Facebook

  • Optionen zur Aufzeichnung von Webinaren

  • Anzahl der Teilnehmer

  • Dauer der geplanten Webinare

  • Anzahl der Moderatoren

  • technische Funktionen wie eine API oder eine Anbindung an Zapier

  • individuelle Anpassungsmöglichkeiten, um zum Beispiel Ihre Webinare mit Ihrem Branding versehen zu können

  • Analyse- und Feedback-Funktionen, um Webinare systematisch optimieren zu können

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Webinar-Software im Vergleich: Die beliebtesten Anbieter

Es existieren etliche Anbieter, die eine Webinar-Software zur Verfügung stellen. Und wie immer gilt: Die eine perfekte Lösung für alle gibt es nicht. Jedes Tool hat seine individuellen Stärken und Schwächen. Gleichen Sie Ihre Ansprüche mit den Versprechen der verschiedenen Anbieter ab und entscheiden Sie sich dann für das Tool, bei dem es die meisten Übereinstimmungen gibt.

ClickMeeting: der Anbieter mit großer Flexibilität

ClickMeeting besticht durch vielfältige Funktionen und eine übersichtliche Benutzeroberfläche, die einfach zu bedienen ist.

Sie können unter anderem …

  • ein Whiteboard nutzen und für Ihre Kunden freigeben,

  • Videos einbinden, Präsentationen teilen,

  • mit den Webinar-Teilnehmern chatten,

  • Umfragen starten,

  • einen Livestream zu YouTube und Facebook übertragen und

  • Ihre Webinare aufnehmen und später als „Video on demand“ (VoD) anbieten.

Durch die vielen Branding-Möglichkeiten ist es einfach, die Optik Ihrer Marke in den Online-Seminaren aufzugreifen und dem Webinar somit Ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Ein weiteres großes Plus: PayPal kann in ClickMeeting eingebunden werden. Das ermöglicht es Ihnen, auch kostenpflichtige Webinare anzubieten und vereinfacht die Monetarisierung Ihrer Inhalte um ein Vielfaches.

Ferner handelt es sich bei ClickMeeting um eine webbasierte Anwendung. Die Installation zusätzlicher Software ist somit nicht notwendig. In Kombination mit einer Testphase von 30 Tagen eignet sich ClickMeeting somit insbesondere für Unternehmen, die bisher keine große Erfahrung mit Webinaren haben.

Reizvoll sind die flexiblen Tarife, die sich nach Ihren persönlichen Ansprüchen richten. Die Webinare können bis zu sechs Stunden lang sein. Der Preis variiert zwischen 22 und 249 Euro pro Monat im Jahresabo, wobei die Kosten für Enterprise-Kunden je nach Bedürfnissen und Anpassungen individuell festgelegt werden.

edudip next: Webinar-Software made in Germany

Die Webinar-Software edudip next ist made in Germany, browserbasiert und ohne vorherige Installation sofort einsatzbereit. Vielfältige Funktionen wie Whiteboard, Live-Chat, Umfrage-Tool, Handzeichen, YouTube-Videos & Screensharing ermöglichen ein interaktives Webinar-Erlebnis.

Praktisch sind auch die Möglichkeiten, Webinare aufzeichnen zu lassen und edudip next mit einem Newsletter-Anbieter zu verknüpfen oder via Schnittstelle in die eigene Webseite oder Applikation einzubinden. Ein einheitlicher Auftritt im Corporate Design ist mit allen Abonnements möglich, Branding des Webinarraums allerdings nur mit der teuersten Version.

Ein weiterer Vorteil ist aber, dass Sie nach Anzahl der Teilnehmer bezahlen. Die Webinar-Dauer ist bei jedem Paket unbegrenzt. Webinare können sowohl privat und nur für eingeladene Teilnehmer gehalten werden oder öffentlich und für jeden mit jeweiligem Link zugänglich eingestellt werden.

edudip next bietet vier verschiedene Abonnements für 30, 100, 500 und 1.000 Webinar-Teilnehmer an. Die Preise liegen pro Monat zwischen 34 und 244 Euro.

GoToMeeting: Der Allrounder unter den Webinar-Tools

Die Macher von GoToMeeting sind die Marktführer in der Webinar-Branche. Damit einhergehend zählt das Tool zu den höherpreisigen, bietet dafür aber auch etliche praktische Funktionen. So lassen sich Ihre Webinare branden, Sie können Kanalseiten erstellen (und Ihr Webinar so mit Ihrem eigenen Hub vernetzen) und auch der Anmeldeprozess für Ihr Webinar lässt sich mittels individuell einstellbarer Befragungen bereits zu Beginn anpassen. Somit können Sie schon im Vorfeld des Online-Seminars die Wünsche und Erwartungen der Teilnehmer einschätzen.

Außerdem bietet GoToMeeting die Option, mit bis zu 1.000 Menschen gleichzeitig zu sprechen. Im Anschluss an das Webinar lassen sich automatisierte Mails verschicken, die dank ausführlicher Analyse-Tools nahtlos ausgewertet werden können.

Spannend ist auch der Bereich „GoToStage“. Dort können Sie Ihre aufgenommenen Online-Webinare als Video on demand zur Verfügung stellen. Das macht sie innerhalb der GoToMeeting-Community sichtbar und bringt Ihnen neue Zuschauer. Die angebotenen Pakete reichen von 100 bis 1.000 Teilnehmern und kosten zwischen 89 und 429 Euro im Monat. Auch hier können Sie sich über maßgeschneiderte Enterprise-Angebote für Ihr Unternehmen beraten lassen.

Mikogo: Webinar-Software mit Open-Source-Lizenz

Die Webinar-Software Mikogo ist für Sie interessant, wenn Sie vorwiegend mit kleinen Gruppen arbeiten. Die Preise bei Mikogo richten sich nach Anzahl der Teilnehmer und Lizenzen und liegen zwischen 12 und 45 Euro monatlich. Wer letztere Option wählt, kann mit Mikogo auch bis zu fünf Webinare gleichzeitig durchführen. Sehr nützlich, wenn Sie mehrere Themen gleichzeitig abdecken und Ihr Team mit einspannen wollen!

Der Funktionsumfang ist allerdings überschaubar. Zwar können Sie Webinare aufzeichnen, es gibt Screen Sharing sowie Einwahlnummern für Telefonkonferenzen. Auf automatisierte E-Mails, Livestreams und aussagekräftige Analyse-Tools müssen Sie bei Mikogo aber verzichten.

Dies versucht der Anbieter jedoch durch hohe Sicherheitsstandards auszugleichen.

Webinaris: automatisierte Webinare leicht gemacht

Dieser Webinar-Anbieter erlaubt keine Live-Webinare – bietet dafür aber umfassende Funktionen für den strategischen Einsatz von automatisierten Webinaren. Mit Webinaris können Sie Erinnerungs- und Follow-Up-E-Mails an Ihre Kunden schicken, Live-Situationen simulieren und verschiedene Webinare in einem Splittest miteinander vergleichen. Kurz: Webinaris bietet Ihnen alles, was Sie zum Aufbau eines Sales Funnel mit automatisierten Webinaren brauchen.

Bei den meisten Webinaris-Paketen ist nicht die Teilnehmerzahl beschränkt, sondern die Menge der verwaltbaren Webinare. Die Preise liegen bei einem Jahresabo zwischen 41,30 und 104,30 Euro.

WebinarJam: Webinar-Software mit einfacher Handhabung

Bei WebinarJam können Sie mit verschiedenen Medien experimentieren. Einfach und unkompliziert lassen sich Videos, PDF-Dokumente und PowerPoint-Präsentationen in Ihre Webinare einbinden. Genauso einfach zu handhaben sind die Designvorlagen. Sie helfen Ihnen, die Vorlagen für Ihre Einladungen dem Stil Ihrer Marke anzupassen.

Zudem bietet WebinarJam einen Live-Chat, um stets in Kontakt mit Ihren bis zu 5.000 Teilnehmern zu bleiben. Die Webinare können Sie automatisch aufzeichnen lassen und in einem On-demand-Bereich dauerhaft zur Verfügung stellen. Livestreaming ist bei WebinarJam leider nur zu YouTube, nicht zu Facebook möglich.

Die Bezahlung erfolgt bei WebinarJam gleich für ein ganzes Jahr. Die Pakete kosten zwischen knapp 500 bis 1000 US-Dollar pro Jahr.

Zoom: vielversprechendes Baukastensystem

Zoom ist übersichtlich gestaltet und erleichtert so die Einarbeitung – trotz sehr umfangreicher Funktionen. Der Anbieter für Videokonferenzsoftware hat im Bereich der Webinare ein besonderes Angebot: ab 12,49 US-Dollar monatlich pro User können Sie die Webinar-Software verwenden. Ihre Webinare lassen sich aufnehmen und auf YouTube und Facebook livestreamen. Die Webinar-Seiten können Sie zudem Ihrem Branding entsprechend gestalten.

Praktisch: Zoom erlaubt Ihnen, PayPal einzubinden.

In der Vergangenheit hat sich allerdings gezeigt, dass Zoom erhebliche Datenschutzlücken aufweist. Überlegen Sie daher genau, welche Informationen Sie in Ihren Meetings preisgeben wollen.

Spreed: Hohe Sicherheit

Spreed ist eine Software aus Deutschland und setzt vermehrt auf das Thema Datenschutz. Darüber hinaus können Meetings in Spreed durch die mögliche Integration in Kalender wie Outlook, iCal und Google einfach und effizient geplant werden. Spreed wartet mit diversen Funktionen auf: Screensharing, Fernzugriff auf andere Rechner, Mindmap, Chat und Zeichenfläche sind nur einige davon. Bis zu 1.000 Teilnehmer finden in einem Meetingraum (je nach gewähltem Tarif) Platz.

Zum Hineinschnuppern in Spreeds Software gibt es eine Free-Variante. Hier können Sie drei Teilnehmer hinzufügen und sich umsonst ein Bild vom Programm und den Möglichkeiten machen. Falls Spreed Sie überzeugt, fallen in der jährlichen Abrechnung je nach erworbener Lizenz zwischen 236,81 und 4.282,81 Euro an.

FastViewer: Webinar-Software mit hoher Flexibilität

Auch FastViewer setzt auf hohe Sicherheitsstandards – gepaart mit Flexibilität. So können Sie je nach Zweck des Meetings eigenhändig den Serverstandort bestimmen, also beispielsweise, ob ein Server aus Deutschland oder aus einem anderen Land verwendet werden soll. Außerdem sind die verschiedenen Tabs innerhalb des Tools individuell anpassbar, sodass Sie die Software optimal an die Bedürfnisse und Wünsche Ihres Unternehmens anpassen können.

Das Besondere an FastViewer ist, dass die Lizensierung der Software nicht arbeitsplatz- oder personengebunden ist. Somit kann das Tool von jedem Mitarbeiter Ihres Unternehmens an jedem beliebigen Standort verwendet werden.

FastViewer kann als Kauf-, Miet- oder Prepaid-Version erworben werden. Beim Mietmodell beträgt der Preis für einen virtuellen Raum mit Platz für 100 Teilnehmer 38 Euro pro Monat, wobei der Preis pro Raum gestaffelt sinkt, falls Sie sich für das Mieten von mehreren Räumen entscheiden sollten.

GoMeetNow: Flexible Preisstruktur

GoMeetNow bietet dem Nutzer eine leichte Integration in bestehende CMS-Systeme, wobei das Tool Ihrem Unternehmen eine umfangreiche Auswahl an Online-Meeting-Werkzeugen bereitstellt. So kann beispielsweise der Moderator des Webinars die Steuerung des Bildschirms an einen Teilnehmer delegieren, um sich allein auf die Präsentation konzentrieren zu können.

Das Besondere an GoMeetNow ist die äußerst flexible Preisstruktur. So beträgt der Grundpreis 12,95 US-Dollar im Monat für zwei Personen. Jeder weitere Teilnehmer erhöht den Preis um einen Euro. Wenn Sie also beispielsweise ein Webinar mit 25 Teilnehmern planen, beträgt der Preis 35,95 US-Dollar.

YouTube als Webinar-Software: Kostenlos und intuitiv

YouTube ist weniger bekannt für seine Webinar-Features. Trotzdem lassen sich auf der Video-Plattform einfach und kostenlos Webinare aufsetzen. Mit YouTube Live können Sie im Vorhinein einen Termin festlegen und den Link an Ihre Teilnehmer senden. Achten Sie aber unbedingt darauf, die Live-Chat-Funktion einzuschalten, um auf die Fragen Ihrer Teilnehmer während des Online-Seminars eingehen zu können.

Der größte Vorteil ist die Beliebtheit der Plattform; potenzielle Teilnehmer müssen keinerlei Software installieren und sind in den meisten Fällen mit der Benutzeroberfläche vertraut.

TeamViewer Blizz: Für Qualitätsfanatiker

TeamViewer Blizz hat ein überschaubares Portfolio an Funktionen. So bietet die Software gängige Konferenztools wie ein Aufzeichnungs-Feature, mobile Apps und eine nahtlose Anbindung an gängige Kalender-Programm wie Outlook oder Google.

Dafür punktet TeamViewer Blizz jedoch umso mehr in Sachen Qualität, sowohl im Bereich Audio- als auch Video. Eine Bildschirmauflösung von bis zu 4K Ultra-HD ist mit dem Tool möglich. Verpixelte Gesichter und stockende Audio gehören damit der Vergangenheit an – vorausgesetzt, Ihre Internetverbindung ist gut genug.

Der Preis variiert je nach Modell zwischen 9 und 24 Euro im Monat. Zudem gibt es auch eine kostenlose Version, die einen Organisator und fünf Teilnehmer erlaubt.

Cisco Webex: Der Alleskönner

Auch Cisco Webex lässt sich nahtlos mit Kalendern wie Outlook integrieren und ermöglicht so eine gute Übersicht. Dank umfangreicher Funktionen, wie beispielsweise einem privaten Chat von Teilnehmer zu Teilnehmer während eines Webinars, lassen sich Online-Seminare individuell gestalten. In einem Meetingraum finden (je nach Tarif) bis zu 200 Personen Platz. Zudem verspricht der Anbieter HD-Qualität für Ihre Vorstellungen und bietet auch Analyse- und Problembehebungsfunktionen für die Administratoren an.

Die Preise liegen zwischen 12,85 bis 25,65 Euro pro Monat und pro Gastgeber. 

Webinare anbieten: Welche Software eignet sich für Sie?

 

ClickMeeting

edudip

GoToMeeting

Mikogo

Webinaris

WebinarJam

Zoom

Spreed

FastViewer

GoMeetNow

YouTube

TeamViewer Blizz

Cisco Webex

 

Teilnehmer

Bis 1.000

Bis 1.000

Bis 1.000

Regulär 25

unbegrenzt

Bis 5.000

Bis 10.000

Bis 1.000

Bis 100

Bis 100

Unbegrenzt

Bis 300

Bis 200

 

Dauer

Bis zu 6 Stunden

unbegrenzt

unbegrenzt

unbegrenzt

unbegrenzt

unbegrenzt

unbegrenzt

unbegrenzt

unbegrenzt

unbegrenzt

unbegrenzt

unbegrenzt

unbegrenzt

 

Preis

22–249 € monatlich

49–244 € monatlich

89–429 € monatlich

12–45 € monatlich

41,30–104,30 € monatlich

499–1000 € jährlich

Individuell ab 12,49 $ monatlich

236,81–4.282,81€
jährlich

ab 38 €
monatlich

12,95 $
monatlicher Grundpreis

kostenlos

9–24 €
monatlich

12,85–25,65 €
monatlich

 

Livestream

Ja

Nein

Ja

Nein

Nein

Nur YouTube

Ja

Nein

Nein

Nein

Ja

Nein

Ja

 

Aufnahme

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

 

Welche Webinar-Software ist die beste?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend ist, welche Ansprüche Sie haben. Jeder Kandidat hat seine Vor- und Nachteile. Die meisten Webinar-Tools können Sie kostenlos testen. Nutzen Sie diese Möglichkeit für Ihre Favoriten und entscheiden Sie im Anschluss, mit welcher Software Sie am besten zurechtkommen.

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Titelbild: Jesussanz / getty images

Ursprünglich veröffentlicht am 4. Juni 2020, aktualisiert am Juli 07 2020

Themen:

Webinar