Webinare sind eine tolle Möglichkeit, unkompliziert online Seminare abzuhalten. Dabei können Sie Kunden und Interessenten praktische Tipps und Ratschläge geben und so Ihren Expertenstatus festigen. Die Teilnehmer wiederum können Fragen stellen und Sie persönlich kennenlernen. Das zahlt unmittelbar auf die Nutzer- und Kundenbindung ein und somit letztlich auch auf den Umsatz. Für einen technisch reibungslosen Ablauf braucht es jedoch zunächst erstmal die richtige Software. Damit Sie nicht Stunden mit der Recherche zubringen müssen, finden Sie hier einige der bekanntesten Webinar-Anbieter im Vergleich.

Schritt für Schritt zum eigenen Webinar: Lernen Sie in diesem E-Book, wie Sie  realistische Webinar-Ziele definieren, Themen festlegen und Content erstellen,  Webinare promoten und vieles mehr!

Worauf Sie bei der Auswahl Ihrer Webinar-Software achten sollten

Bevor Sie beginnen, Anbieter zu vergleichen, sollten Sie sich Gedanken über Ihre Ziele und Ansprüche machen.

  • Wollen Sie eine engere Bindung zu Ihren Kunden aufbauen und mehr über ihre Probleme erfahren?
  • Möchten Sie live Hilfestellung leisten und sich als Experte positionieren? Oder wollen sie die Webinare für Gruppentrainings oder Online-Kurse nutzen?
  • Welche Funktionen brauchen Sie, um ihr Ziel erreichen zu können?
  • Wie viele Teilnehmer sollen/werden Ihre Webinare haben?
  • Und wie viel sind Sie bereit zu zahlen?

Aus all diesen Fragen ergeben sich Kriterien, die Ihnen bei der Auswahl einer Webinar-Software helfen:

  • Art der Webinare: Live-Webinare, aufgezeichnete Webinare oder beides?
  • Funktionen während der Webinare: zum Beispiel Whiteboards, virtuelle Hintergründe, Screen Sharing, Live-Chats, Livestreams zu YouTube oder Facebook
  • Optionen zur Aufzeichnung von Webinaren
  • Anzahl der Teilnehmer
  • Dauer der geplanten Webinare
  • Anzahl der Moderatoren
  • Technische Funktionen wie eine API oder eine Anbindung an Zapier
  • individuelle Anpassungsmöglichkeiten, um zum Beispiel Ihre Webinare mit dem Branding Ihrer Marke versehen zu können
  • Analyse- und Feedback-Funktionen, um Webinare systematisch optimieren zu können

Webinar-Software im Vergleich: Die sieben bekanntesten Anbieter

Wie in so vielen Bereichen gibt es auch für Webinar-Software etliche Anbieter. Und wie immer gilt: Die eine perfekte Lösung für alle gibt es nicht. Jedes Tool hat seine individuellen Stärken und Schwächen. Gleichen Sie Ihre Ansprüche mit den Versprechen der verschiedenen Anbieter ab und entscheiden Sie sich dann für das Tool, bei dem es die meisten Überschneidungen gibt.

ClickMeeting: Der Anbieter mit großer Flexibilität

ClickMeeting besticht durch vielfältige Funktionen und eine übersichtliche Benutzeroberfläche, die einfach zu bedienen ist.

Sie können unter anderem …

  • ein Whiteboard nutzen und für ihre Kunden freigeben,
  • Videos einbinden, Präsentationen teilen,
  • mit den Webinar-Teilnehmern chatten,
  • Umfragen starten,
  • einen Livestream zu YouTube und Facebook übertragen und
  • Ihre Webinare aufnehmen und später als „Video on demand“ (VoD) anbieten.

Durch die vielen Branding-Möglichkeiten ist es einfach, die Optik Ihrer Marke in den Online-Seminaren aufzugreifen. Großes Plus außerdem: PayPal kann in ClickMeeting eingebunden werden. Das ermöglicht es Ihnen, auch kostenpflichtige Webinare anzubieten.

Reizvoll sind die flexiblen Tarife, die sich nach Ihren persönlichen Ansprüchen richten. Die Webinare können bis zu sechs Stunden lang sein. Der Preis variiert zwischen 25 und 139 Euro.

edudip: Webinar-Software mit integriertem Marktplatz

Ein großer Vorteil von edudip ist der Marktplatz, über den Webinare verkauft werden können. Grundlegende Funktionen wie Whiteboard, Live-Chat und Aufzeichnungen sind vorhanden. Praktisch ist auch die Möglichkeit, edudip mit einem Newsletter-Anbieter zu verknüpfen. Branding ist allerdings nur rudimentär möglich – und auch nur in der teuersten Version.

webinar-software-edudip-marktplatzBild: edudip Marktplatz

edudip bietet drei verschiedene Pakete für 30, 100, 500 und 1.000 Webinar-Teilnehmer an. Die Preise liegen pro Monat zwischen 49 und 349 Euro.

GoToWebinar: der Allrounder unter den Webinar-Tools

Die Macher von GoToWebinar denken groß. Das Tool gehört zu den hochpreisigen am Markt, bietet dafür aber auch etliche praktische Funktionen und die Option, mit bis zu 1.000 Menschen gleichzeitig zu sprechen. GoToWebinar bringt automatisierte Mails und ausführliche Analyse-Tools mit.

Spannend ist der neue Bereich „GoToStage“. Dort können Sie Ihre aufgenommenen Online-Webinare als Video on demand zur Verfügung stellen. Das macht sie innerhalb der GoToWebinar-Community sichtbar und bringt Ihnen neue Zuschauer. Die angebotenen Pakete reichen von 100 bis 1.000 Teilnehmern und kosten zwischen 89 und 429 Euro im Monat.

Mikogo: Webinar-Software für kleine Gruppen

Die Webinar-Software Mikogo ist für Sie interessant, wenn Sie vorwiegend mit kleinen Gruppen arbeiten. Das reguläre Angebot reicht bis maximal 25 Teilnehmer und ist vergleichsweise günstig: Nur 15 Euro im Monat kostet Sie das Tool. Auf Anfrage beim Anbieter können Sie auf ein Maximum von 50 Teilnehmern upgraden. Wer noch mehr Budget für seine Webinar-Software zur Verfügung hat, kann mit Mikogo auch bis zu fünf Webinare gleichzeitig durchführen. Sehr nützlich, wenn Sie Ihr Team mit einspannen wollen!

Der Funktionsumfang ist allerdings überschaubar. Zwar können Sie Webinare aufzeichnen, es gibt Screen Sharing und Einwahlnummern für Telefonkonferenzen. Auf automatisierte E-Mails, Livestreams und aussagekräftige Analyse-Tools müssen Sie aber verzichten.

Webinaris: automatisierte Webinare leicht gemacht

Dieser Webinar-Anbieter erlaubt keine Live-Webinare – bietet dafür aber umfassende Funktionen für den strategischen Einsatz von automatisierten Webinaren. Mit Webinaris können Sie Erinnerungs- und Follow-Up-E-Mails an Ihre Kunden schicken, Live-Situationen simulieren und verschiedene Webinare in einem Splittest miteinander vergleichen. Kurz: Das Tool bietet Ihnen alles, was Sie zum Aufbau eines Sales Funnel mit automatisierten Webinaren brauchen.

Bei den meisten Webinaris-Pakete ist nicht die Teilnehmerzahl beschränkt, sondern die Menge der verwaltbaren Webinare. Die Preise rangieren zwischen 29 und 149 Euro.

WebinarJam: Webinar-Software mit einfacher Handhabung

Bei WebinarJam können Sie mit verschiedenen Medien experimentieren. Einfach und unkompliziert lassen sich Videos, PDF-Dokumente und PowerPoint-Präsentationen in Ihre Webinare einbinden. Genauso einfach zu handhaben sind die Designvorlagen. Sie helfen Ihnen, die Vorlangen für Ihre Einladungen dem Stil Ihrer Marke anzupassen.

Zudem bietet das Tool einen Live-Chat, um stets in Kontakt mit Ihren bis zu 5.000 Teilnehmern zu bleiben. Die Webinare können Sie automatisch aufzeichnen lassen und in einem On-demand-Bereich dauerhaft zur Verfügung stellen. Livestreaming ist leider nur zu YouTube, nicht zu Facebook möglich.

Die Bezahlung erfolgt bei WebinarJam gleich für ein ganzes Jahr. Die Pakete kosten zwischen umgerechnet etwa 425 und 885 Euro.

Zoom: vielversprechendes Baukastensystem

Zoom ist sehr übersichtlich gestaltet und erleichtert so die Einarbeitung – trotz sehr umfangreicher Funktionen. Webinare mit maximal 40 Minuten Länge sind bei bis zu 100 Teilnehmern kostenlos. Sie können Webinare aufnehmen und auf YouTube und Facebook livestreamen. Mit einem Business-Account können Sie die Webinar-Seiten Ihrem Branding entsprechend gestalten.

Die Basispakete für Online-Meetings kosten Sie 13,99 Euro beziehungsweise 18,99 Euro. Hinzu kommen Kosten für Add-ons, die Sie je nach Bedarf nach einem Baukastenprinzip auswählen können. So variiert der Preis je nach Dauer der Webinare, Teilnehmer- und Moderatorenzahl sowie einigen weiteren Faktoren. Praktisch: Zoom erlaubt Ihnen, PayPal einzubinden.

Webinare anbieten: Welche Software eignet sich für Sie?

  ClickMeeting edudip GoToWebinar Mikogo Webinaris WebinarJam Zoom
Teilnehmer Bis 500 Bis 1.000 Bis 1.000 Regulär 25 unbegrenzt Bis 5.000 Bis 10.000
Dauer Bis zu 6 Stunden unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
Preis 25–139 € monatlich 49–349 € monatlich 89–429 € monatlich 15–45 € monatlich 29–149 € monatlich 425–885 € jährlich Individuell ab 13,99 € monatlich
Livestream Ja Nein Ja Nein Nein Nur YouTube Ja
Aufnahme Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja

Welche Webinar-Software ist die beste?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend ist, welche Ansprüche Sie haben. Suchen Sie einen Allrounder, sind Sie bei GoToWebinar gut aufgehoben – müssen aber auch den entsprechenden Preis dafür zahlen.

Für kleine Gruppen ist Mikogo eine ansprechende Lösung. Zwar müssen Sie dort auf viele Funktionen verzichten, dafür bleibt die Handhabung übersichtlich. Webinaris schneidet gut ab, wenn es um automatisierte Webinare geht, ClickMeeting in Punkto Flexibilität.

Sie sehen: Jeder Kandidat hat seine Vor- und Nachteile. Die meisten Webinar-Tools können Sie kostenlos testen. Nutzen Sie diese Möglichkeit für Ihre Favoriten und entscheiden Sie im Anschluss, mit welcher Software Sie am besten zurechtkommen.

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Headerbild: Viorel Kurnosov / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 29. August 2019, aktualisiert am März 24 2020

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