Monatelang haben Sie das Skript perfektioniert, ein Storyboard erstellt, die richtigen Darsteller gecastet, das Video gedreht und bearbeitet. Herausgekommen ist dabei ein Oscar-reifes Marken- oder Produktvideo.

Nach all der Mühe wäre es zu schade, das Video einfach auf einer Website einzubetten oder in ein paar Beiträgen in sozialen Netzwerken zu teilen, in der Hoffnung, dass es sich irgendjemand ansieht.

Großartige Inhalte werden zwar letztendlich organisch gefunden, aber Sie sollten natürlich alles daran setzen, dass Ihr Video auch die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient. Seien Sie proaktiv und informieren Sie Ihre Interessenten ebenso wie diejenigen, die Ihre Marke noch nicht kennen. YouTube-Werbeanzeigen bieten eine gute Möglichkeit, Ihre Videos einem größeren Teil Ihrer Zielgruppe nahezubringen.

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Und mit effektiven Formaten und Tracking-Funktionen erhalten Sie zudem Informationen, die Sie verwenden können, um einen Bericht zum ROI zu erstellen.

YouTube-Marketing unterscheidet sich erheblich von PPC- oder bezahlten Kampagnen im Social Media Marketing. Als zweitgrößte Suchmaschine der Welt gelten für YouTube bestimmte Einschränkungen, gleichzeitig gibt es unglaublich viele Optionen. Wenn Sie die kostenpflichtigen Optionen optimal nutzen möchten, sollten Sie sich solide Grundkenntnisse aneignen, bevor Sie Ihr nächstes Videoprojekt planen.

Was Sie vielleicht noch nicht über Werben auf YouTube wissen

Seit Google Anfang 2017 bekannt gab, dass Werbetreibende Zuschauer demnächst aufgrund ihres Google-Suchverlaufs gezielt ansprechen können, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Targeting mit geringem Streuverlust gegangen worden. Marketer können Werbeanzeigen damit gezielt auf Personen zuschneiden, die vor kurzem nach bestimmten Produkten oder Dienstleistungen gesucht haben.

Dies beeinflusst, welche Video-Werbeanzeigen ihnen auf der Plattform angezeigt werden. Wenn der Inhalt eines Videos einen starken Bezug zu einer kürzlich vom Zuschauer durchgeführten Suche hat, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die gesamte Anzeige angesehen oder über die Anzeige auf die jeweilige Website zugegriffen wird.

Wie in der klassischen Suchmaschinenoptimierung gilt es auch beim YouTube-SEO die Titles auf Voice Searches anzupassen. In der YouTube-Suchleiste kann sich der User zwischen Text und Voice-Suche entscheiden, sodass Sie auch auf Voice-Tonalität optimieren sollten. Diese ist meist umgangssprachlicher und länger.

Die drei YouTube-Anzeigenformate

Das Werben auf YouTube bietet drei verschiedene Anzeigenformate: TrueView-Videoanzeigen, nicht überspringbare Videoanzeigen (auch „Pre-Roll-Anzeigen“ genannt) und Bumper-Anzeigen.

1. TrueView-Anzeigen

TrueView-Anzeigen sind die Standard-Videoanzeigen auf YouTube. Anzeigenkunden zahlen nur dann für TrueView-Videoanzeigen, wenn Zuschauer die Werbung ansehen oder damit interagieren (also zum Beispiel auf einen Call-to-Action klicken). Die Videos lassen sich leicht anpassen, um eine Vielzahl von Inhalten zu teilen.

Anzeigenkunden zahlen nur dann, wenn ein Zuschauer die Videoanzeige mindestens 30 Sekunden lang oder bis zum Ende des Videos laufen lässt (bei Anzeigen, die kürzer als 30 Sekunden sind) oder wenn er eine Aktion ausführt und zum Beispiel auf einen Call-to-Action klickt. YouTube verlangt, dass überspringbare TrueView-Videoanzeigen zwischen 12 Sekunden und 6 Minuten lang sind. (Es gibt auch nicht überspringbare Videoanzeigen, diese müssen 15–20 Sekunden lang sein.)

Es gibt zwei Arten von TrueView-Videoanzeigen, mit denen Sie Ihren YouTube-Kanal optimieren können:

Video Discovery-Anzeigen

Video Discovery-Anzeigen werden auf der YouTube-Startseite, in den Suchergebnissen und auf Wiedergabeseiten in den Vorschlägen für ähnliche Videos angezeigt.

Diese Videoanzeigen wurden nach der Ausführung einer YouTube-Suche angezeigt:

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Diese Display-Anzeige erscheint als „ähnliches Video“ in der rechten Seitenleiste:

in-display-adWenn ein Benutzer auf die Videoanzeige klickt, wird auf der Ziel-Videoseite in der Spalte auf der rechten Seite eine Display-Anzeige in Form eines begleitenden Banners anzeigt.

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In-Stream-Anzeigen

TrueView In-Stream-Anzeigen werden abgespielt, bevor ein von einem Benutzer ausgewähltes Video abgespielt wird. Benutzer haben die Möglichkeit, die Videoanzeige nach fünf Sekunden zu überspringen. Sie können sie auch an beliebiger Stelle im Google Displaynetzwerk (GDN) abspielen lassen – oder auf Websites, die die Möglichkeit bieten, Google-Videoanzeigen zu schalten.

Bei In-Stream-Anzeigen können Marketer Videoanzeigen mit verschiedenen CTAs und Overlay-Text anpassen wie in diesem Beispiel für eine In-Stream-Anzeige von Grammarly.

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Auch das folgende Beispiel von Wix zeigt, wie eine überspringbare In-Stream-Anzeige aussehen kann. Hier wird ein weiterer CTA von Wix über der Videomenüanzeige auf der rechten Seite angezeigt:

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Inhalte von TrueView-Videoanzeigen

TrueView-Videoanzeigen können Personen, Dialoge und Musik enthalten, zu deren Verwendung Sie berechtigt wurden oder die als lizenzfrei gelten. Handelsübliche Werbespots sind hier jedoch nicht die erste Wahl. Diese Videoanzeigen können übersprungen werden, Sie müssen also dafür sorgen, dass die Zuschauer dabeibleiben und sich die Anzeige ganz ansehen. Mit herkömmlichen Produktanpreisungen lassen sich dabei erfahrungsgemäß nicht die erwarteten Zuschauerzahlen erzielen.

Nutzen Sie stattdessen die Dauer Ihrer Video-Ad, um eine Geschichte zu erzählen. Sehr beliebt sind in dieser Hinsicht nachvollziehbare Beispiele von Situationen, die vielen Zuschauern bekannt sind. Geschicktes Content Marketing mit unterhaltsamen Storytelling wird seltener übersprungen und Ihre Marke bleibt besser im Gedächtnis.

Durch TrueView-Anzeigen erhalten Werbetreibende große Datenmengen zur Performance ihrer Anzeigen, die sie zur Optimierung und zu Testzwecken nutzen können.

Mithilfe von Google Ads können YouTube-Account-Manager zum Beispiel herausfinden, wie oft eine Video-Ad vollständig angesehen wurde und wie oft nur teilweise oder ob Videoanzeigen zu mehr Abonnenten geführt haben. Zudem können sie Einsicht in die Klickraten für CTAs, die Anzahl der Aufrufe durch das Teilen von Inhalten sowie die Aufrufe von anderen Inhalten der Marke nehmen, die aufgrund des Ansehens einer Videoanzeige erfolgt sind.

Anhand dieser Informationen können Werbende den tatsächlichen Wert ihrer Ausgaben für Videoanzeigen besser einschätzen und feststellen, wie ein höheres Budget eingesetzt werden müsste, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

2. Nicht überspringbare Videoanzeigen

Bestimmte Videoanzeigen lassen sich nicht überspringen und werden vor dem Hauptvideo (Pre-Roll), während des Videos (Mid-Roll) oder nach dem Video (Post-Roll) abgespielt. Sie können bis zu 20 Sekunden lang sein.

Dies ist ein Beispiel für eine nicht überspringbare Videoanzeige vor dem Hauptinhalt auf YouTube:

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Nicht überspringbare Anzeigen können auch während eines YouTube-Videos angezeigt werden, wenn dieses mindestens 10 Minuten lang ist.

Inhalte von nicht überspringbaren Videoanzeigen

Für Inhalte von nicht überspringbaren Videoanzeigen gelten praktisch dieselben Regeln wie für TrueView-Anzeigen. Sie können Personen, Dialoge, Audio und weitere Elemente verwenden, um Ihre Marke in 15–20 Sekunden möglichst gut darzustellen.

Da die Zuschauer nicht überspringbare Videoanzeigen nicht wegklicken können, fügen Sie am besten einen Call-to-Action (CTA) ein, damit Sie die Aufmerksamkeit, die Sie ohnehin schon haben, auch optimal nutzen. Dabei empfiehlt es sich, die Zuschauer dazu zu motivieren, auf Ihre Anzeige zu klicken, indem Sie ihnen etwas als Gegenleistung bieten. Vielleicht haben Sie ja gerade ein neues Produkt auf den Markt gebracht, oder Sie bewerben ein größeres Event, für das Interessenten sich anmelden sollen – nutzen Sie nicht überspringbare Videoanzeigen, um diese Klicks zu generieren.

Beachten Sie, dass YouTube nicht überspringbare Videoanzeigen auf Pay-per-Click-Basis (PPC) verkauft. Sobald ein Video angeklickt wird, fallen für Sie also Kosten an. Sorgen Sie dafür, dass die Klicks es wert sind.

3. Bumper-Anzeigen

Bumper-Anzeigen sind die dritte und kürzeste Art der Videoanzeigen, die Ihnen bei YouTube zur Verfügung stehen. Diese kurzen Spots sind nur sechs Sekunden lang und werden vor, während oder nach anderen Videos abgespielt.

In sechs Sekunden lässt sich kaum eine wirklich gute Geschichte erzählen, aber Bumper-Anzeigen eignen sich hervorragend als Ergänzung einer größeren Videokampagne zur Markteinführung eines neuen Produkts oder zu einem Event. Überlegen Sie sich gut, wie Sie diese sechs Sekunden nutzen, und zeigen Sie nur die Komponenten Ihrer Marke bzw. Ihres Produkts, an die sich die Zuschauer unbedingt erinnern sollen.

YouTube-Werbung als Ergänzung im Marketing-Mix: Vorbereitung und Veröffentlichung

Nachdem Sie ein YouTube Video erstellt haben, das Sie hochladen möchten, ist der nächste Schritt die Erstellung Ihrer Videoanzeigenkampagne. Laden Sie Ihr Video dann auf YouTube hoch. Jetzt können Sie Ihre Werbekampagne einrichten. Öffnen Sie Ihr Google Ads-Konto.

Kampagnenziel & -typ

Gehen Sie in Google Ads zum Reiter „Kampagnen“, klicken Sie dort auf das +-Symbol, und wählen Sie „Neue Kampagne“, um eine neue Kampagne zu erstellen. Daraufhin werden Sie (ähnlich wie im Werbeanzeigenmanager von Facebook) aufgefordert, ein Ziel für Ihre Kampagne festzulegen.

Wenn Sie mit dem Mauszeiger über die verschiedenen Kacheln fahren, können Sie die verschiedenen Kampagnentypen sehen, die Sie für das jeweilige Ziel verwenden können. Videoanzeigen sind dabei fast immer möglich. In unserem Beispiel wählen wir „Markenbekanntheit und Reichweite“ als Ziel, „Video“ als Kampagnentyp und „Standard“ als Kampagnen-Untertyp.

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Kampagnenname

Im nächsten Bildschirm können Sie Ihrer Kampagne einen Namen geben.

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Budget pro Video auf Tages- oder Kampagnenbasis

Sie können Ihr Budget auf Tagesbasis oder für die gesamte Kampagne festlegen. Zudem können Sie eine Auslieferungs-Methode auswählen. Die Standardmethode ist dabei, dass Anzeigen gleichmäßig über den Tag verteilt gezeigt werden.

Alternativ können Sie die beschleunigte Auslieferung wählen, bei der so schnell wie möglich die Anzahl der Wiedergaben erhöht wird. Letzteres ist sinnvoll, wenn Sie Trends oder Nachrichten nutzen wollen, die für das Video Ihrer Marke relevant sind.

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Werbenetzwerke

Hier können Sie festlegen, wo genau Sie YouTube-Werbung schalten möchten:

  • YouTube-Suchergebnisseite: Ihre Videoanzeige erscheint in Suchergebnissen und auf der Startseite, den YouTube-Channel-Pages und Videoseiten.
  • YouTube-Videos: Damit werden TrueView-Anzeigen geschaltet, die als Video Discovery-Anzeigen oder als In-Stream-Anzeigen erscheinen. Mit dieser Option können Sie wählen, ob Ihre Videoanzeige vor oder bei Videos gezeigt wird, die im Google-Displaynetzwerk angezeigt werden.

Es empfiehlt sich, separate Kampagnen für YouTube-Suchen und YouTube-Videos zu erstellen. So können Sie die Performancekennzahlen besser nachverfolgen. Denn diese Anzeigen werden für Benutzer geschaltet, die vollkommen unterschiedliches Verhalten aufweisen, und erfordern vom Betrachter ein unterschiedliches Maß an Interesse. Deshalb sollte die Performance separat überwacht werden.

Standorte

Hier können Sie angeben, in welchen Regionen die Anzeige geschaltet werden soll. Sie können auch bestimmte Standorte ausschließen.

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Sprache, Geräte und Endgeräte

Mit Google Ads können Sie die Betriebssysteme, Geräte und Mobilfunkanbieter auswählen, die Sie anvisieren möchten, um Ihr Targeting noch weiter zu verbessern. Dies empfiehlt sich besonders für Mobile-App-Anzeigen. Es gibt auch eine Option, um das jeweilige Gebot zu erhöhen oder zu verringern – basierend darauf, ob die Videoanzeige auf einem mobilen Gerät angezeigt wird.

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Start- und Enddatum & Werbezeiten

In den Bereichen für das Start- und Enddatum Ihrer Kampagne und für den Werbezeitplaner können Sie festlegen, wie lange Ihre Kampagne dauern soll. Außerdem können Sie einen benutzerdefinierten Zeitplan für das Ausspielen Ihrer Videoanzeige erstellen und die täglichen Impressionen und Anzeigen für Benutzer begrenzen. Mit diesen Angaben können Sie dafür sorgen, dass sich die Ausgaben für Ihre Videoanzeige wirklich lohnen.

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Gestaltung der Videoanzeige

Geben Sie einen Namen für Ihre Anzeigengruppe an und fügen Sie den YouTube-Link zu dem Video ein, für das die Anzeige geschaltet werden soll. Wählen Sie „In-Stream- oder Video Discovery-Anzeige“, um das TrueView-Format zu verwenden (im Stil der weiter oben gezeigten Beispiele). Auf der rechten Seite erhalten Sie eine Vorschau, mit der Sie sich einen Eindruck von Ihrer Anzeige machen können.

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Für eine Video Discovery-Anzeige müssen Sie einen Titel und eine kurze Beschreibung hinzufügen. Letztere wird in zwei getrennten Zeilen eingegeben. Hinweis: Titel sind auf 25 Zeichen beschränkt, während die Beschreibung in jeder Zeile 35 Zeichen enthalten kann.

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Bei In-Stream-Anzeigen haben Sie die Möglichkeit, über dem Video eine URL einzublenden. Am besten setzen Sie dafür eine einprägsame URL ein, die auf die eigentliche Ziel-URL umleitet. Sie können erweiterte URL-Tracking-Optionen verwenden. Zusätzlich wird ein begleitendes Banner mit Bildern aus Ihrem Video rechts neben der Videoanzeige angezeigt.

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Gebote

In diesem Feld bestimmen Sie den Preis, den Sie maximal für jede Wiedergabe Ihrer Videoanzeige bezahlen möchten. Dies können Sie anpassen, damit Ihre Videoanzeige häufiger angezeigt wird.

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Targeting

Selbstverständlich können Sie auch die Zielgruppe genauer definieren, der Ihre Anzeigen angezeigt werden sollen – zu den Optionen gehören unter anderem demografische Informationen wie Geschlecht, Alter und Familienstand. Sie können auch gezielt Personen mit bestimmten Interessen ansprechen, zum Beispiel Beauty-Experten, Hobbyköche, Fans von Horrorfilmen usw. Versuchen Sie, verschiedene Kampagnen für unterschiedliche Benutzergruppen durchzuführen, statt alle Zielgruppen mit einer Kampagne erreichen zu wollen. So erkennen Sie, wer am besten darauf anspricht.

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Erweitertes Targeting

Wenn Sie Keywords, Themen oder Websites spezifizieren, auf denen Ihre Videoanzeige erscheinen soll, können Sie Benutzer noch gezielter ansprechen. Keyword-Targeting in Video Discovery-Anzeigen ist eine effiziente Möglichkeit, um einzelne Benutzer zu finden, die nach einer visuellen Antwort auf eine Frage suchen. Vernachlässigen Sie Ihre Recherche nicht und probieren Sie verschiedene Kombinationen aus Keywords aus, um herauszufinden, womit Sie die meisten Aufrufe, Klicks oder Konversionen erzielen können.

Außerdem können Sie Google Ads-Videoanzeigen verwenden, um Benutzer, die schon einmal mit Ihrer Marke in Kontakt waren, erneut anzusprechen. Mit diesem Retargeting können Sie Benutzer, die Ihre Marke bereits kennen, dazu anregen, erneut mit ihr zu interagieren.

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Ihr Konto verknüpfen

Falls Sie dies nicht schon getan haben, sollten Sie Ihr Google Ads-Konto mit dem YouTube-Kanal verknüpfen, in dem das Video gehostet wird. Sie können auf „Fertigstellen“ klicken, um Ihre Videokampagne zu starten.

10 Tipps zur Optimierung von Google Ads für Ihre Videoanzeigen

Eine Videoanzeigen-Kampagne zu starten, ist ein großer Schritt. Bevor Sie für Aufrufe zahlen, sollten Sie deshalb ein paar Dinge beachten, um Ihr Budget optimal zu nutzen und den größten Mehrwert für Ihren Kunden zu bieten.

1. Definieren Sie Ihre Kennzahlen und Ziele

Wenn Sie die Performance Ihrer Anzeigen analysieren, gibt es vier Hauptkategorien von Kennzahlen, die Sie für jedes Video nachverfolgen können. Sie finden sie auf dem Tab „Berichte“ in Ihrem Google Ads-Konto.

Aufrufe

Im Bereich „Aufrufe“ erhalten Sie Informationen dazu, wie viele Nutzer sich eine wie lange Anzeige angesehen haben.

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Zielgruppe

Diese Kategorie können Sie verwenden, um nachzuverfolgen, wie viele Likes die einzelnen Videoanzeigen bekommen haben und wie oft sie geteilt wurden.

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Branding

Anhand der Aufrufrate können Sie erkennen, ob eine Anzeige und ihre Botschaft interessant oder unterhaltsam genug sind, damit Benutzer sie sich ansehen. Indem Sie die Anzahl der vollständigen Ansichten erhöhen, verbessern Sie das Verhältnis von Kosten pro Aufruf (CPV) und Werbewirkung.

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Konversionen

Mithilfe der Informationen zu Ihren Konversionsraten können Sie besser erkennen, ob Ihre Anzeige zur Generierung von Leads beiträgt und einen angemessenen ROI für Ihre Marke erzielt.

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Abhängig davon, welche allgemeinen Ziele Sie für Ihre Marke bzw. Ihr Unternehmen verfolgen, sollten Sie einige konkrete Ziele festlegen, die auf diesen Kennzahlen basieren. Erstellen Sie einen Plan zur Optimierung Ihrer Anzeigen und um verschiedene Targeting-Kriterien zu testen und so die Performance zu verbessern. Ihre Ziele sollten auch die Art der Inhalte Ihrer Anzeigen bestimmen – manche Kennzahlen eignen sich besser für Branding-Ziele, andere führen zu mehr Leads und Konversionen.

2. Tracken Sie Placements mit schlechter Performance

Wenn Sie Video Discovery-Anzeigen im Displaynetzwerk von Google schalten, können Sie überprüfen, an welcher Stelle eine Anzeige erschienen ist. Gehen Sie dazu in Ihrem Kampagnen-Dashboard in Google Ads zu „Video-Targeting > Placements > Wo Anzeigen gezeigt wurden > Displaynetzwerk“. Sehen Sie sich diese Liste an, um festzustellen, ob es bestimmte Websites gibt, die zur schlechten Performance (beispielsweise Verhältnis von Likes und Dislikes nicht ausgewogen) der jeweiligen Kennzahl beitragen. Sie können diese Websites dann in Zukunft von Ihren Kampagnen ausschließen.

3. Verwenden Sie ein benutzerdefiniertes Bild als Thumbnail

Entwerfen Sie eine Grafik oder verwenden Sie ein Standbild mit hoher Qualität aus Ihrem Video, um Benutzer dazu zu motivieren, auf Ihr Video zu klicken. Denken Sie daran, dass dieses Bild auf verschiedenen Geräten, auch mobil, gut zu erkennen sein muss. Wenn auf dem Bild eine Person zu sehen ist, sollte sie in die Kamera blicken. Zeigt das Bild ein Produkt, sollte der Hintergrund nicht davon ablenken.

4. Setzen Sie Infokarten ein

YouTube-Infokarten können durch ein kleines „i“-Symbol in der oberen rechten Ecke des Videoplayers auf YouTube aufgerufen werden. Sie können die Einblendung zeitlich so planen, dass die Benachrichtigung nur Benutzern angezeigt wird, die mit dem Video und dem Inhalt interagieren.

Mit Infokarten können Sie ein Produkt hervorheben, das mit dem Video zu tun hat oder darin erwähnt wird, und so die Produktverkäufe ankurbeln. Sie können Infokarten auch einsetzen, um Spenden zu sammeln oder um mehr Traffic zu einer URL oder zu anderen Videos zu leiten. Sie sollten die Infokarte in jedem Fall mit Text, Bildern und weiteren Optionen anpassen.

5. Erstellen Sie Calls-to-Action

Wenn Sie ein Video auf YouTube promoten, können Sie Call-to-Action-Overlays einbinden, die mit einer URL verlinkt sind. Sie können einen Link zu einer Landing-Page, Produktseite, Infoseite, Job-Seite oder zu einer beliebigen anderen URL einfügen. So können Sie Zuschauer zum Beispiel auch zu einem Artikel oder einem Interview weiterleiten, in dem es um Ihre Marke geht.

6. Erstellen Sie einen Abspann

Erstellen Sie einen Abspann, in dem Sie Zuschauer dazu auffordern, Ihren Kanal zu abonnieren, Werbung für Ihre Präsenz in sozialen Netzwerken machen oder einfach das Interesse an Ihrer Marke erhöhen können. Wenn Zuschauer ein Video bis zum Ende angesehen haben, heißt das meistens, dass ihnen der Inhalt gefallen hat. Deshalb sind sie vielleicht auch daran interessiert, Ihren Kanal zu abonnieren und in Zukunft auf dem Laufenden zu bleiben.

7. Nutzen Sie negatives Remarketing

Wenn Sie eine Kampagne für einen längeren Zeitraum durchführen und einfach nur neue Benutzer für Ihre Marke interessieren möchten, sollten Sie vielleicht eine Liste der Personen anlegen, denen Ihre Anzeige nicht gezeigt wird. In diesem Fall wäre es beispielsweise sinnvoll, kein Budget für Nutzer aufzuwenden, die bereits regelmäßige Zuschauer Ihres Kanals sind. Gehen Sie dazu im Kampagnen-Bildschirm in Google Ads (alter Name: Adwords) zu „Tools“ > „Gemeinsam Genutzte Bibliothek“ > „Zielgruppenverwaltung“.

Legen Sie dann auf dem Tab „Remarketing“ eine neue Zielgruppe an. Sie können Ihr Budget optimal nutzen, indem Sie Kampagnen nur auf bestimmte Benutzer ausrichten. Ihre Anzeigen werden dann nicht angezeigt, wenn der jeweilige Zuschauer das jeweilige Video schon einmal angesehen hat, Ihren YouTube-Kanal besucht hat oder eines der Videos in Ihrem Kanal geteilt, geliket oder kommentiert hat.

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8. Verwenden Sie Untertitel, um allen Zuschauer-Bedürfnissen gerecht zu werden

Dieser Tipp gilt für alle YouTube-Videos, wird aber von vielen Marken vernachlässigt. Verwenden Sie ein gutes Video-Transkript, das Sie selbst erstellt und genehmigt haben. Nur von Benutzern hochgeladene Transkripte werden von Google indexiert, da die automatischen Untertitel von YouTube nicht immer zuverlässig sind.

Je nach Zielgruppe sollten Sie auch Transkripte in verschiedenen Sprachen zur Verfügung stellen. Sie können Benutzern auch die Möglichkeit geben, das vollständige Transkript herunterzuladen oder eine Webseite mit dem Transkript zu besuchen.

9. Qualifizieren Sie Ihre Zuschauer

Manchmal wird Ihre Anzeige von Personen gesehen, die kein Interesse an Ihrem Produkt haben. Diese sollten Sie darauf hinweisen, dass sie die Anzeige überspringen können, wenn sie für sie nicht relevant ist. So müssen Sie nicht für den Aufruf bezahlen und die Zuschauer verschwenden keine Zeit mit Werbung, die sie nicht betrifft.

10. Verwenden Sie längere Anzeigen

Wenn eine TrueView-Anzeige kürzer als 30 Sekunden ist, müssen Sie nur etwas bezahlen, wenn ein Benutzer die Anzeige bis zum Ende ansieht. Ist die Anzeige länger als 30 Sekunden, müssen Sie etwas bezahlen, wenn ein Zuschauer mindestens 30 Sekunden dabei bleibt. In beiden Fällen zahlen Sie, wenn Zuschauer mit Ihrer Anzeige interagieren, bevor sie vorbei ist.

Dies sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie sich Inhalte für Ihre Anzeige überlegen. Sie könnten zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Hinweis einblenden, damit nicht interessierte Zuschauer die Anzeige überspringen können, oder Sie bieten gegen Ende eines Videos Sonderangebote an.

Bewegtbild: Bald das wichtigste Element der Marketing Strategie?

Es ist kein Geheimnis mehr: Video-Inhalte sollten heute ein fester Bestandteil jeder Content-Strategie sein. Das liegt unter anderem daran, dass das menschliche Gehirn audiovisuellen Content schneller und besser verarbeiten kann als beispielsweise Text. YouTube gilt dabei aufgrund seiner immensen Reichweite und dem reinen Fokus auf Videos als wichtigster Channel zur Bewegtbild-Kommunikation.

Doch auch andere Plattformen orientieren sich an der stetig wachsenden Bedeutung von Video-Content. So sind sowohl Facebook als auch Instagram in den letzten Jahren immer video-lastiger geworden. Aus diesem Grund können Sie Ihre für YouTube produzierten Spots auch über andere Kanäle effektiv distribuieren und so Ressourcen sparen. Als Hilfestellung für einen reibungslosen Ablauf Ihrer Kampagne können Sie unsere Zusammenstellung der größten Fehler im Video-Marketing nutzen.

Starter-Kit Video Marketing

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Ursprünglich veröffentlicht am 7. Oktober 2019, aktualisiert am Oktober 07 2019

Themen:

YouTube-Marketing