Circle of Influence: So stoßen Sie Veränderungen aktiv an

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Samuel Lindemann
Samuel Lindemann

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Manchmal müssen Sie sich im Leben damit abfinden, dass Sie Dinge einfach nicht ändern können. Gerade im geschäftlichen Kontext haben Sie dennoch oft mehr Einfluss, als Sie denken – Sie müssen ihn nur nutzen.

Mitarbeitende schauen hoch und überdenken Entscheidungen nach Circle of Influence

Um zu erkennen, wo Sie Umstände verändern, oder zumindest Änderungen anstoßen können, hilft das Modell um den Circle of Influence, welches der Hochschullehrer und Bestseller-Autor Stephen Richards Covey in seinem Buch „The Seven Habits of Highly Effective People“ (auf Deutsch „Die 7 Wege zur Effektivität“) beschreibt.

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Circle of Influence: Wie Covey die Einflussbereiche definiert

Der Circle of Influence gehört zu einem Modell nach Stephen R. Covey, das insgesamt aus drei ineinander liegenden Kreisen besteht. Den innersten Kreis nennt Covey den Circle of Control, was übersetzt so viel wie „Kreis der Kontrolle“ heißt.

In diesem Bereich liegen alle Dinge und Themen, die Sie selbst entscheiden und auf die Sie mit Ihren Handlungen direkt Einfluss nehmen können. Sie haben hier die volle Kontrolle.

Der mittlere Bereich ist der Circle of Influence, der „Kreis des Einflusses“. Hier können Sie über viele Dinge, die Sie beschäftigen, nicht direkt selbst entscheiden. Aber Sie haben in diesem Bereich dennoch die Möglichkeit, durch Ihre Handlungen Einfluss auf die Zustände zu nehmen.

Der dritte und äußere Bereich des Modells nennt sich Circle of Concern, also „Kreis der Bedenken“ oder „Kreis der Sorgen“. Hierin befinden sich Themen, die Sie zwar bewegen, die sich aber außerhalb Ihres Einflussbereiches befinden. Genau diese sind emotional oft am schwersten anzuerkennen, weil Sie sich ihnen gegenüber ohnmächtig fühlen.

Grafik Circle of Influence im Vergleich

Circle of Influence und Co.: Beispiele für die verschiedenen Kreise im Modell

Zum Circle of Control gehören all jene Themen, die Sie aktiv verändern können, also um Dinge, die zu Ihrer sogenannten Selbstwirksamkeit gehören. Dazu zählen beispielsweise die Entscheidung, sich weiterzubilden, morgens früher aufzustehen oder Ihren Job zu kündigen.

Ihre Selbstwirksamkeit lässt im Circle of Influence laut Covey nach. Denn in diesem Kreis liegen unter anderem Probleme, die Ihre Aufmerksamkeit erregen – doch Sie bekommen lediglich indirekt die Chance, Lösungen herbeizuführen.

Sie können beispielsweise eine neue Vertriebsstrategie konzipieren und diese Ihrer Führungskraft vorstellen. Doch ob das Konzept wirklich angenommen wird, entscheiden schlussendlich Ihre Vorgesetzten.

Dennoch sollten Sie Ihren Einfluss innerhalb des Circle of Influence nicht unterschätzen. Ihre Ideen können nur dann umgesetzt werden, wenn Sie auch tatsächlich darüber sprechen!

Zum Circle of Concern gehören beispielsweise Handlungen fremder Regierungen oder Naturkatastrophen. Die Ursachen und Folgen liegen gänzlich außerhalb Ihres Einflussbereiches. Sie können sie also weder massiv beeinflussen, noch eine direkte, signifikante Entscheidung anstoßen.

Das sollten Sie aus dem Modell mitnehmen

Es gibt viele Dinge, die zwar Ihr Leben und Ihre täglichen Gedanken betreffen, für die Sie jedoch oft dennoch keine Mittel und Wege haben, um Einfluss darauf zu nehmen. Finden Sie sich damit ab, dass es diesen Circle of Concern gibt. Verschwenden Sie Ihre Zeit und Energie nicht mit unnötiger Verzweiflung oder Panik.

Ratsamer ist es, Ihre Energie auf den Circle of Control und Circle of Influence zu konzentrieren. Denn in diesen Kreisen besitzen Sie Selbstwirksamkeit. Nutzen Sie diese Einflussbereiche, um Lösungen zu erarbeiten und herbeizuführen.

Warum ist das Modell wichtig für unternehmerische Entscheidungen?

Covey sagte dazu ganz passend: „Ich bin kein Produkt meiner Umstände. Ich bin ein Produkt meiner Entscheidungen.“

Verinnerlichen Sie diesen Satz in Ihrem Mindset. Lenken Sie Ihre Gedanken und Ihre Energie auf die geschäftlichen Aspekte, die Sie beeinflussen wollen und können, anstatt sich die Zähne an sinnlosen Vorhaben auszubeißen.

Für Ihren Business-Alltag bedeutet das: Finden Sie zuerst heraus, was sich im Einflussbereich Ihres Circle of Control und Circle of Influence befindet. Um Beispiele dafür zu finden, können Sie in einem ersten Schritt überlegen, was in Ihrem Unternehmen konkret verbessert werden muss.

Nehmen Sie zum Beispiel Missstände nicht einfach hin, sondern werden Sie aktiv, um dagegen vorzugehen. Erarbeiten Sie Lösungen und Strategien, wie Sie Ihr Umfeld durch Ihre Handlungen direkt verändern oder zumindest indirekt beeinflussen können. Das wird Ihnen auch zu mehr Arbeitsmotivation verhelfen!

Und: Verschwenden Sie Ihre Energie nicht sinnlos. Merken Sie beispielsweise, dass Sie manche Aspekte, die in Ihrem Circle of Influence liegen, trotzdem nicht in Ihrem Sinne anpassen können, dann lassen Sie davon ab. Machen Sie sich zudem immer wieder bewusst, dass Sie Dinge innerhalb Ihres Circle of Concerns nicht aktiv verändern können und Sie dabei keine Schuld trifft.

Fazit: Was Sie aus dem Covey-Modell lernen können

Viele Aspekte unseres Lebens, die viel Aufmerksamkeit bekommen, sind nicht unveränderlich. Wenn Sie sich das klarmachen, sollten Sie auch den Mut fassen, Ihren Circle of Influence zu nutzen.

Steigern Sie Ihre Selbstwirksamkeit und vergrößern Sie damit Ihren Einflussbereich, indem Sie Ihre Energie nicht für leere Worte oder Sorgen über unveränderbare Dinge verschwenden. Werden Sie stattdessen aktiv und nutzen Sie den Einfluss, den Sie in Ihrem Unternehmen besitzen!

Suchen Sie beispielsweise Gespräche mit der Geschäftsführung oder der Vertriebsleitung. Bringen Sie konstruktive Vorschläge an, um Veränderungen anzustoßen und Sie werden schnell merken, wie Ihr Circle of Influence anfängt, zu wachsen.

Smart Selling

Titelbild: Hinterhaus Productions / iStock / Getty Images Plus

Themen: Motivation

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