Generation Alpha: Die Nachfolger-Generation der Gen Z

Marketing für Generation X, Y, Z
Leslie Boadum
Leslie Boadum

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Die Generation Z ist in aller Munde. Dabei rückt bereits die nächste Generation nach, die die Aufmerksamkeit von Gesellschaftsforschenden und Marketingverantwortlichen auf sich zieht. Auf die Generation Z folgt die Generation Alpha – doch was sind eigentlich die Merkmale dieser, welche Werte vertritt sie und wie kann sich die Arbeitswelt auf die kommenden Arbeitskräfte vorbereiten?

Team unterhält sich über Generation Alpha am Arbeitsplatz

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Was ist die Generation Alpha?

Als Generation Alpha werden alle Menschen bezeichnet, die ab dem Jahr 2010 geboren wurde. Die Generation reiht sich in der Generationenforschung damit direkt nach der Generation Z (Geburtenjahrgänge 1995 – 2009) und vor der Generation Beta (ab 2025) ein. Das bedeutet auch: Heute sind noch nicht alle Personen geboren, die der Generation Alpha angehören.

Über den genauen Jahrgangszeitraum sind sich Experten und Expertinnen nicht ganz einig. Die meisten sehen Menschen ab Geburtsjahr 2010 in dieser Generation, andere wiederum erst ab 2012 oder gar 2015. Das Jahr 2010 scheint sich allerdings durchzusetzen. Eines ist klar: Die Generation Alpha ist die aktuell jüngste aller Generationen, ihre „Angehörigen“ wachsen in einer durchweg digitalisierten Welt auf.

Der Name „Alpha“ stammt vom Australier Mark McCrindle und ist bewusst gewählt. Als Generationenforscher wählte er nach eigener Aussage diesen Namen, da er als erster Buchstabe im griechischen Alphabet für den Anfang und Beginn von etwas Neuem stehe.

Merkmale: Was zeichnet die Generation Alpha aus?

Menschen, die der Generation Alpha angehören, wachsen vollständig digitalisiert und globalisiert auf. Sie kommen von Kindesalter an in Berührung mit Technologie, ob in Form von Smartphones und Tablets oder digitalisierten Prozessen. Sie ist die erste Generation, die im Aufwachsen bereits mit Künstlicher Intelligenz in Berührung kommt.

Vor allem die digitalen Möglichkeiten prägen neben Themen wie Klimawandel und Diversität diese heranwachsende Generation. Im Jahr 2010 wurde beispielsweise das iPad vorgestellt und das Wort „App“ war das Wort des Jahres – viele Kinder wissen bereits vor ihrem ersten eigenen Wort, wie Sie auf dem Handy oder Tablet swipen. Auch Sprachsteuerungssoftware ist ihnen nicht fremd, denn sie wachsen mit Alexa, Siri und Co. auf.

Diese Werte vertritt die Generation Alpha

Neben dieser Technologieaffinität gibt es auch übergeordnete Themen, die die Generation Alpha bewegen und ihren Wertekosmos prägen:

  • Umweltschutz und Nachhaltigkeit: Fragen rund um den Umweltschutz und der Einsatz gegen den Klimawandel ist für junge Menschen ein bewegendes Thema, das immer mehr Raum einnimmt. Angehörige der Generation Alpha sind sich der Wichtigkeit dieser Themen bewusst und sehen sie mit anderen Augen als ihre Vor- und Vorvorfänger.
  • Diversität: Die Gesellschaft wird immer diverser – unter anderem durch die zunehmende Globalisierung und Offenheit ist es keine Seltenheit, beispielsweise diverse Teams im Arbeitsumfeld zu haben. Die Generation Alpha schätzt diese Vielfalt und setzt sie an vielen Stellen voraus, beispielsweise bei der Wahl ihres Arbeitgebers.
  • Soziale Gerechtigkeit: Wie die beiden ersten Themen und Werte rückt auch soziale Gerechtigkeit immer stärker in den Fokus, und ist somit automatisch auch in der Generation Alpha ein bestimmendes Thema.

Teilweise sind diese Werte auch gleichermaßen Herausforderung. Das gilt vor allem für den Klimawandel. Doch auch andere Themen bewegen diese Generation: Informationen und Nachrichten gibt es im Überfluss, durch Technologien wie Künstliche Intelligenz verändern sich Umgebungen und Voraussetzungen dauernd. Heranwachsende in der Generation Alpha müssen daher sehr anpassungsfähig sein.

Generation Alpha in der Arbeitswelt

Was auf Unternehmen zukommt, sobald die ersten „Alphas“ auf den Arbeitsmarkt drängen, ist noch nicht klar – schließlich dauert das noch das ein oder andere Jahr. Viele Forscher und Forscherinnen gehen jedoch davon aus, dass die Generation Alpha, wie auch die Generation Z, flexibles Arbeiten erwartet.

Homeoffice, Remote, flexible Arbeitszeiten: Als Digital Natives kennt die Generation Alpha möglicherweise aus dem Elternhaus nicht einmal mehr das klassische Arbeitsmodell, bei dem fünf Tage die Woche im Büro gearbeitet wird.

Daher werden vermutlich Themen wie Flexibilität, Kreativität und Zusammenarbeit für die Generation Alpha wichtig werden. Zudem müssen Unternehmen digital gut aufgestellt sein. Ihre neuen Angestellten sind das aus ihrem privaten Umfeld gewohnt. Auch soziales Engagement wird wichtig werden – kurzum: Employer Branding und starke Arbeitgebermarken sind gefragt.

Welche Ansätze im Marketing erreichen die Generation Alpha?

Im Gegensatz zu früheren Generationen, die im Kindesalter für Marketingabteilungen verhältnismäßig uninteressant waren, ist das bei der Generation Alpha nicht der Fall. Diese wachsen mit allen digitalen Möglichkeiten auf, konsumieren früh Inhalte und nutzen Apps. Überall dort gibt es Touchpoints, die Marketer und Marketerinnen gezielt ansteuern können.

Dadurch nehmen Heranwachsende der Generation Alpha viel bewusster Einfluss auf Kaufentscheidungen ihrer Eltern. Zudem sind sie vermutlich früher als noch ältere Generationen bereit dazu, selbst Geld zu verdienen und auszugeben.

Fazit: Neue Generation in den Startlöchern

Die heiße Phase beginnt: Die Generation Alpha wird langsam erwachsen und wird nicht nur für das Marketing, sondern vor allem auch für die Gesellschaft und die Arbeitswelt relevant. Was mit der Generation Z begann – digitales Aufwachsen, mehr Fokus auf Soziales, die Umwelt und Diversität – findet mit der Generation Alpha starke Befürwortende.

Wie genau sich die Bedürfnisse der „Alphas“ in jeglicher Hinsicht von Erwartungen an Arbeitgeber bis hin zu politischen Interessen entwickeln werden, steht noch nicht fest. Schon in einigen Jahren wird es vermutlich statistisch belegbare Aussagen geben. Bis dahin sollten sich vor allem Unternehmen auf die neue Generation an Arbeitskräften so gut wie möglich vorbereiten – ansonsten gehen sie auf dem heute schon umkämpften Fachkräftemarkt leer aus.

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Titelbild: Maskot / iStock / Getty Images Plus

Themen: Buyer Personas

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