Es sind nur noch wenige Wochen bis Heiligabend. Der Einzelhandel (und im speziellen die Online-Händler), befinden sich längst in der wichtigsten Periode ihres Geschäftsjahres. Doch was tun, wenn der Absatz bislang schleppend läuft und auch die Aussichten nur mäßig sind? Für eine Neuausrichtung ihrer Marketingstrategie ist es jetzt längst zu spät. Mit ein paar Handgriffen lässt sich das Weihnachtsgeschäft allerdings noch in einen Erfolg verwandeln.

1. Lernen sie aus der Vergangenheit

Ohne die richtige Keyword-Strategie finden selbst die besten Produkte ihren Weg nicht auf den Wunschzettel potenzieller Kunden. Auch wenn es in den verschiedenen Bereichen des E-Commerce jedes Jahr neue Trends gibt, können die Analyse-Daten aus dem vergangenen Jahr auch zwölf Monate später noch eine Menge Aufschluss über das Suchverhalten der Online-Kunden geben. Sehen sie sich deshalb die Top-Suchergebnisse des letzten Weihnachtsgeschäftes an und vergleichen sie die Ergebnisse mit den Rankings ihrer Webseite. Hier kann gegebenenfalls noch nachgebessert werden.

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2. Shop-Optimierung

Bereiten sie ihren Online-Shop auf den Ansturm der Vorweihnachtszeit vor. Dazu gehört auch die Optimierung der Ladezeiten ihrer Produktseiten. Lange Ladezeiten schrecken den gestressten Weihnachts-Shopper ab und können sich dadurch negativ auf den Absatz auswirken. Deshalb sollte ihr Shop auch mit einem hohen Traffic-Aufkommen nicht überfordert sein. Zudem sollten sie ihre Webseite in ein hübsches Weihnachtsdesign kleiden, um die Kunden zu ermutigen, ihre Weihnachtsgeschenke dort zu kaufen.

3. Paid Search Ads

Für Brands, die im Bereich E-Commerce angesiedelt sind, sollte Paid Search ein wichtiger Bestandteil der Marketing-Kampagne für die Weihnachtszeit sein. Durch die Google Shopping Campaigns lassen sich Produkte aus dem Online-Shop prominent platzieren und stechen so aus der Masse der Suchmaschinenergebnisse heraus. Dabei sollte auch der Text unter der Preisangabe genutzt werden, um etwa Benefits wie einen kostenlosen Versand zu promoten.

E-Commerce-im-Weihnachtsgeschäft-Google-Ad

4. Gutscheine

Trotz des scheinbar unendlichen Angebots, das eine Shopping-Tour durch das World Wide Web bietet, kommt es auch vor, dass Kunden nicht das richtige Weihnachtsgeschenk finden. Eine gute Alternative ist da ein Gutschein. Dieser sollte mindestens ein Jahr gültig sein und im besten Fall noch, passend zur Jahreszeit, ein spezielles Weihnachtsdesign haben.

5. Specials und Rabattaktionen

Rund um das Weihnachtsgeschäft gibt es im E-Commerce viel Raum für Specials zum Fest. Gewinnspiele oder unterhaltsamer Content in Form von Texten, Videos oder Bildern kann die potenziellen Kunden auf bestimmte Produkte aufmerksam machen und Kaufanreize schaffen. Auch Sonderangebote und Rabatt-Aktionen zu Weihnachten locken Kunden in den Online-Shop. Um Angebote und Specials besser zu kommunizieren, sollten diese regelmäßig über die sozialen Netzwerke und den Newsletter geteilt werden.

6. Setzen sie auf Pinterest 

Pinterest wird als Social-Media-Plattform für Online-Händler immer wichtiger, da das Netzwerk Traffic auf ihre Webseite bringen und den Sales steigern kann. Um Pinterest sinnvoll zu nutzen, sollten sie nicht nur eine eigene Pinterest-Seite anlegen, sondern auch ein „Pin it“-Button neben allen Produkten im Shop platzieren. Das Tool hat den Vorteil, dass die Nutzer mit ihren Pins eigenhändig Marketing für ihre Produkte betreiben. Zudem lassen sich auch spezielle Weihnachts-Boards erstellen, die saisonale Produkte in den Vordergrund rücken und eine hohe Shareability haben.

7. Vergessen sie die anderen Social-Media-Kanäle nicht

Die sozialen Netzwerke sorgen zwar nicht für viele Zugriffe auf E-Commerce-Seiten, dafür spielen Twitter, Facebook und Google+ bei den Konsumenten noch immer eine große Rolle wenn es darum geht, Kaufentscheidungen zu treffen. Sorgen sie also mit Social-Share-Buttons neben den Produkten in ihrem Online-Shop dafür, dass sie auch öffentlich geteilt werden. In den sozialen Netzwerken möchten die User nicht von Angeboten erdrückt werden. Vermeiden sie bei Social-Media-Posts daher eine Häufung von kommerziellen Beiträgen und Produktinformationen und posten sie stattdessen auch unterhaltsamen Content. Mit der richtigen Social-Media-Strategie kann der Sales also unterstützt werden.

8. Kundenservice

Das Weihnachtsgeschäft ist stressig. Nicht nur das Bummeln durch die überfüllte Fußgängerzone, auch die Bestellung in einem Online-Shop kann auf das Gemüt schlagen. Ein zuverlässiger Kundenservice ist daher Gold wert. Zum Standardrepertoire im E-Commerce zählen hier eine kostenlose Service-Hotline und ein FAQ-Bereich auf der Webseite. Zur Verbesserung des Customer-Relationship-Managements sollten sie sich zudem ein Beispiel an internationalen Brands wie Microsoft mit seiner Xbox nehmen, die einen eigenen Twitter-Account ausschließlich für die Kundenkommunikation betreiben.

9. Mobile Optimierung

Online-Shopping muss nicht zwangsläufig auf der heimischen Couch stattfinden. Immer mehr Menschen nutzen Smartphone oder Tablet, um im Internet einzukaufen. So werden Online-Shops auch in der Weihnachtszeit häufig für Last-Minute-Geschenke oder einen direkten Preisvergleich mit dem Einzelhändler in der Fußgängerzone genutzt. Es ist daher unumgänglich, ihren Online-Shop für mobile Geräte zu optimieren.

10. Preisvergleichsportale

Schnäppchenjäger sind besonders in der Weihnachtszeit auf der Suche nach dem günstigsten Preis für ein bestimmtes Produkt. Preisvergleichsportale wie Google Shopping, Idealo.de, oder Billiger.de sind daher besonders beliebt und können für zusätzlichen Traffic auf ihrer Webseite sorgen. Positive Bewertungen ihrer Produkte und ihres Online-Shops können die Kaufentscheidung der Verbraucher stark beeinflussen. Setzen sie daher auf ein intensives Customer-Relationship-Management. Zudem müssen ihre Produktinformationen stets auf dem neuesten Stand sein.

Fazit:

Infografik: Online-Weihnachtsgeschäft legt auch 2014 kräftig zu | Statista

Quelle: Statista

Laut der Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE) werden die Deutschen im Weihnachtsgeschäft 2014 rund zehn Milliarden Euro beim Online-Shopping ausgeben. Wer ein Stück vom großen Kuchen abhaben möchte, sollte mit einer gezielten Strategie in die absatzstarke Jahreszeit gehen.

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Ursprünglich veröffentlicht am 13. November 2014, aktualisiert am November 26 2019

Themen:

E-Commerce