Wussten Sie, dass das Internet weltweit schon über 4,5 Milliarden User hat? Davon nutzen laut einer Studie vom Januar 2020 fast 3,7 Milliarden Menschen aktiv Social Media und verbringen durchschnittlich mehr als zwei Stunden dort. Natürlich haben Unternehmen diesen Markt längst für sich entdeckt. Doch wie effektiv ist Social Media Werbung wirklich?

Um Ihnen einen Überblick zu geben, haben wir uns die wichtigsten Fragestellungen rund um Facebook und Co. einmal für Sie angesehen.

Download: Social Media Trends 2021

Welche Arten von Social Media Werbung gibt es?

Die unterschiedlichen Arten von Social Media Werbung hängen eng mit dem Kanal zusammen, über den sie ausgespielt werden. Je nachdem, wen Sie erreichen möchten, kommen verschiedene Social-Media-Plattformen in frage, auf denen Sie Ihre Werbung schalten können.

Das sind die gängigsten Arten von Social Media Werbung:

1. Facebook-Werbung

Mit 2,797 Milliarden aktiven Nutzenden pro Monat ist dieser Social-Media-Kanal der größte weltweit. Gleichzeitig ist er ein gewaltiger Marktplatz, der für fast jeden im B2C- als auch im B2B-Bereich geeignet ist. Generell lässt sich sagen, dass Werbeanzeigen auf Facebook vor allem für größere Zielgruppen funktionieren. Bei sehr speziellen Zielgruppen entstehen hier eher Streuverluste. Vorteile für Ihr Unternehmen sind in der Regel mehr Reichweite, mehr Brand Awareness und letztendlich – mehr Umsatz. 

2. Instagram-Werbung

Instagram Werbung wird wie Facebook-Werbung über den Facebook Werbeanzeigenmanager aktiviert. Wenn Sie also über Facebook werben, wählen Sie vorzugsweise auch die Instagram-Option, damit Ihre Werbung auf beiden Kanälen erscheint. Der Vorteil liegt darin, dass der erprobte Facebook-Algorithmus selbst errechnet, welche Platzierung optimal für Ihre Werbung ist. Dies setzt natürlich voraus, dass Sie bei Facebook die richtige Zielvorgabe eingestellt haben.

Auch für B2B-Unternehmen kann sich Instagram als Werbeplattform lohnen, denn unter den eine Milliarde monatlich aktiven Nutzerinnen und Nutzern befinden sich selbstverständlich auch Kundinnen und Kunden sowie Entscheidungsträger.

3. Pinterest-Werbung

Pinterest wurde 2010 gegründet und erlaubt ihren derzeit 478 Millionen aktiven Nutzenden die Schaltung von Werbung erst seit April 2019. Im Vergleich zu Facebook sind die Preise pro 1000 Impressions noch moderat. Ebenso wie bei Facebook werden die Preise bei Pinterest im Gebotsverfahren festgelegt.

Das Besondere an Pinterest ist, dass die Plattform auch eine Suchmaschine ist, bei der Sie auf Suchanfragen bieten können. Ihre Werbung erscheint dann bei der Eingabe bestimmter Keywords neben den angezeigten Bildern. Auch das Targeting von Warenkorbabbrechern oder bestimmten Interessen ist bei Pinterest möglich. 

4. YouTube-Werbung

YouTube-Werbung schalten Sie über Ihr Google-Werbekonto. Sie haben drei Gestaltungsmöglichkeiten:
  • Instream-Videos können als überspringbar oder nicht überspringbar ausgespielt werden und erscheinen vor dem eigentlichen YouTube-Video. Ihre Länge beträgt maximal 15 Sekunden.

  • Discovery-Anzeigen sind oberhalb der Suchergebnisse bei YouTube zu sehen, nachdem das Keyword eingegeben wurde.

  • Bumper-Anzeigen sind maximal sechs Sekunden lang und erscheinen vor, während und nach Videos. Sie sind nicht überspringbar.

5. LinkedIn-Werbung

LinkedIn-Werbung bietet sich vor allem deshalb für Ihre B2B- oder B2C-Aktionen an, weil fast alle Entscheiderinnen und Entscheider im Business-Umfeld dort ein Profil haben. Da die Kosten bei LinkedIn (etwa 3,56 Euro pro Klick) jedoch meist um einiges teurer sind als auf anderen Plattformen, ist LinkedIn zwar eine gute Ergänzung, sollte jedoch nur bei ausreichend großem Budget Ihre erste Wahl sein.

Was kostet Social Media Werbung? 

Social Media Werbung erfreut sich wachsender Beliebtheit. Viele Unternehmen haben mit Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok und Co. interessante Werbeplattformen für sich entdeckt. Ihre Kommunikationsmaßnahmen auf den bekannten Kanälen lassen sie sich etwas kosten. Laut einer Studie lagen die Ausgaben für mobile Social Media Werbung in Deutschland im Jahr 2020 bei rund 1,1 Milliarden Euro, Tendenz steigend.

Laut einer aktuellen Statistik müssen Social Media Marketerinnen und Marketer im Durchschnitt für Pinterest-Werbung etwa 30 US-Dollar pro 1000 Impressions bezahlen. YouTube kostet knapp 10 Dollar, gefolgt von Instagram mit knapp acht Dollar pro 1000 Impressions. Facebook gibt an, etwa sieben Dollar zu berechnen, Twitter liegt, ähnlich wie LinkedIn bei rund 6,50 Dollar. 

Für einzelne Unternehmen hat die Art der Kampagne einen direkten Einfluss darauf, wie das Budget ausgegeben wird. Vor dem Start Ihrer eigenen Kampagne sollten Sie einige Faktoren festlegen. Besonders die Frequenz, beispielsweise für Facebook oder Instagram-Ads gilt es zu beachten, damit Sie einschätzen können, wann Sie Ihr Tagesbudget aufstocken oder reduzieren sollten.

Auch die Tages- und Nachtzeiten mit mehr oder weniger Engagement können Leistungskennzahlen hervorbringen, anhand derer Sie Ihre Werbekampagne stetig optimieren können. 

Testkampagnen von drei bis sieben Tagen können Ihnen anfangs wertvolle Hinweise liefern. Eine Hochrechnung gibt Ihnen einen ungefähren Wert des zu erwartenden Finanzaufwands für die Generierung von Leads. Kostenfreie Facebook Werbebudget Kalkulatoren helfen Ihnen bei der genauen Kalkulation des Budgets. 

Social Media Werbung Beispiel: Instagram

Instagram ist eines der populärsten Social-Media-Netzwerke der Welt. Wenn Sie dort Werbung schalten möchten, benötigen Sie ein Business-Profil. Die genauen Details, aus denen sich die Kosten für Ihre Kampagne ergeben, stellen Sie über den Facebook-Werbemanager ein.

Die Wertschöpfung für die meisten sozialen Netzwerke ergibt sich aus den von den Usern freiwillig mitgeteilten Daten. Eine Werbeanzeige auf Instagram können Sie zwischen einzelnen Stories oder, wie bei dem folgenden Beispiel zu sehen ist, als gesponserten Beitrag zwischen zwei Posts schalten.

Instagram-Werbung

Social Media Werbung: Vor- und Nachteile

Sollen wir oder sollen wir nicht? Die Überlegung, mit dem eigenen Unternehmen in den sozialen Medien zu starten, kennen Sie vielleicht. Welche Vor- und Nachteile Sie vor der Entscheidung bedenken sollten, haben wir für Sie aufgelistet.

Der erste Vorteil von Social Media Werbung ist die hohe Reichweite und die damit verbundene Erschließung neuer Zielgruppen, die Sie mit einer gut geplanten Social-Media-Kampagne erreichen können.

Darüber hinaus können Sie mit Social Media Werbung zielgerichtet die Markenloyalität Ihrer traditionell umsatzstarken Bestandskundinnen und Bestandskunden stärken, indem Sie sie über Ihre Social-Media-Kanäle erreichen.

Der dritte Vorteil ist die Chance auf Gewinnung neuer Marktanteile in Branchen mit großer Konkurrenz. Gerade durch einen persönlichen, engagierten Kundenservice, den Sie auch über Social Media entfalten, können Sie gegenüber großen, standardisierten Mitbewerbern punkten.

Aber es gibt auch Nachteile, die wir Ihnen nicht verschweigen möchten. Nachteil Nummer eins ist der relativ hohe Arbeitsaufwand, den die Erstellung guten Contents, also auch guter Kampagnen, mit sich bringt. Langweiliger Content wirkt wenig überzeugend und kann mehr schaden als nützen. Planen Sie genug Ressourcen für die fortlaufende Erstellung von kreativem Content ein.

Nachteil Nummer zwei ist die hohe Dynamik, die durch negative Kommentare und ganze Shitstorms ausgelöst, gegen das Unternehmen gerichtet werden kann. Wenn Sie auf Social-Media-Plattformen werben möchten, sollten Sie also nicht nur zu den Geschäftszeiten ein Auge darauf haben, was sich im Internet mit Bezug auf Ihre Produkte und Ihr Unternehmen so tut.

Fazit: Mit der richtigen Strategie ist Social Media Werbung effektiv für Ihre Marketing-Maßnahmen

Social Media Werbung liegt im Trend. Sie ist sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich vielseitig einsetzbar. Die Art und Strategie, die Sie für Ihr Unternehmen wählen, hängt davon ab, welche Zielgruppen Sie über welche Kanäle erreichen möchten und worin Ihre Zielsetzung besteht. Wie bei jeder anderen Werbung, gibt es auch beim Social-Media-Marketing Vor- und Nachteile, die Sie sorgfältig abwägen sollten, damit Ihre eigene Kampagne zum Erfolg wird.

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Titelbild: oatawa / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 4. Juni 2021, aktualisiert am September 15 2021

Themen:

Social-Media-Marketing